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221. Text_Schwierige Entscheidung(en)

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Liebe Blogbesucher!

Der Termin Montagabend beim Arzt war mehr als angenehm.
Er hatte uns als letzte Patienten eingeteilt und stand uns eine gute Stunde für alle Fragen und Auskünfte/Informationen zur Verfügung.
Es war echt eine sehr gute Gesprächsatmosphäre und ich fühle mich bei ihm sehr gut aufgehoben.

Klar ist, dass die Gebärmutter herausgeholt wird. Das muss aufgrund der Myome, die in den Bauchraum ragen und losgelöst werden müssen, sowie der Größe meiner Gebärmutter mit laproskopischer Unterstützung des vaginal verlaufenden Eingriffs erfolgen.

Ich musste nur zwei Entscheidungen bzgl. des Umfangs der OP treffen, die mir nicht ganz leicht gefallen sind und mich die letzten Tage sehr beschäftigt haben, da ich mir viel Information eingeholt, alle Für und Wider abgewogen habe.

Der Arzt fragte, ob er die Eierstöcke gleich mitherausoperieren soll.
Im Hinblick auf meinen hormonsensitiven Brustkrebs könnte man dadurch das Risiko, dass ich in 10 oder 15 Jahren möglicherweise einen neuerlichen Knoten bekomme, reduzieren.
Meine Recherchen ergaben, dass die Eierstöcke über den Wechsel hinaus eine sehr wichtige Funktion im Hormonhaushalt des Körpers haben und somit fiel meine Entscheidung dahingehend aus, dass ich die Eierstöcke behalten will.

Die 2. Entscheidung betraf die Frage, ob der Gebärmutterhals und der Muttermund erhalten bleiben oder auch herausoperiert werden sollen.
Bleiben sie erhalten, ist nach wie vor die Möglichkeit eines Gebärmutterhalskrebses gegeben und auch die Krebsabstriche muss ich weiter durchführen lassen.
Zudem kann aufgrund der Schleimhautbildung an dem letzten Rest Gebärmutter (Hals) eine minimale Blutung (Menstruation) auftreten.
Wenn sie belassen wird, bekomme ich statt drei Bauchschnitten fünf, wovon zwei etwa
4 cm groß sein werden (bei der Variante mit 3 Bauchschnitten wären sie max. 2 cm groß).
Nimmt man Gebärmutterhals und Muttermund heraus, entfallen Krebsabstrich und Blutungen sowie das Krebsrisiko.
Meine Recherchen ergaben, dass diese Teile aber eine wichtige Stützfunktion für das kleine Becken darstellen und dass auch die Blutversorgung der Vagina über diesen Bereich läuft und auch Nerven hier durchlaufen.
Laut Statistik ist das Risiko, eine Blasensenkung in späteren Jahren zu bekommen, geringer, wenn man Muttermund und Gebärmutterhals belässt.
Da ich kein Problem mit Krebsabstrich und bestimmt auch nicht mit minimalen Blutungen habe (die ja nach abgeschlossenem Wechsel sowieso ausfallen), habe ich mich entschlossen, auch diese im Körper zu belassen.
Und dass dann 2 Bauchnarben größer sind, ist angesichts meiner hässlichen Brust-Op-Narbe nicht wirklich ein Kriterium.

Und überspitzt ausgedrückt: Wenn ich jegliches Risiko, an Krebs oder sonstwas zu erkranken, ausschließen möchte, müsste ich mir alle Organe rausnehmen lassen und auch das Herz, denn ich könnte ja auch einen Infarkt bekommen.
Das Leben ist nun mal lebensgefährlich. 😉
Im ernst: es geht auch um meine Lebensqualität, um mein Wohlgefühl/womit ich leben kann.

Ich muss nun kommende Woche in die Gyn.-Ambulanz des Spitals, dort werden die OP-Vorbereitungen wie Blutuntersuchung und Anästhesieambulanz erledigt und der konkrete OP-Termin ausgemacht.
Der Arzt möchte mich gleich nach meiner Rückkehr unters Messer legen, da zwischen den OP-Vorbereitungs-Untersuchungen und der OP max. 4 Wochen liegen dürfen.
Also werde ich in der 2. Märzwoche ins Spital wandern.

Der Arzt meinte, die OP wird ca 1 Stunde dauern und dass ich mit etwa 4 Tagen Aufenthalt rechnen soll und danach mit einem Krankenstand von 4 bis 6 Wochen – je nachdem, wie ich persönlich mich gut fühle.
Wichtig ist auf jeden Fall die Schonung gleich nach der OP.
Na, darauf achtet ja Herzensglück schon, wenn er sich Pflegeurlaub nimmt.
Ich glaube, wenns sein muss, bindet er mich am Sofa fest. 😉

Jetzt genieße ich mal meinen Besuch bei meiner Tochter im Nachbarland (morgen gehts los) und dann genieße ich unsere Reise durch Asien.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

218. Text_Sch…… Schon wieder

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Liebe Blogbesucher!
Schon wieder!
Ich lag schon wieder unter dem OP-Messer!
Gestern!
Kürettage nach massiven Blutungen.

Dienstag war ich noch bei meinem Gynäkologen, samt Ultraschall sowie Krebsabstrich, der diesmal schmerzte, und der Info: Alles ok
Ich: Ich reise am 11. 2. nach Asien für 3 Wochen, muss ich mich da eh auf keine Überraschungen gefasst machen?
Er: Nein

Mittwochmorgen: Blut
Nicht viel, aber doch mehr, um als Schmierblutung bezeichnet werden zu können.
Untertags wird es stärker.
Mein Arzt hat keine Ordi, also ruf ich im Spital auf der Gynäkologie an, Frage, ob das von der Kontrolluntersuchung am Vortag sein kann:
„Ja, kann es, wenn der Arzt mehr Gewebe entnimmt für den Abstrich.“
Die Blutung wird stärker und stärker.
In der Nacht trotz Tampon und Einlage ein Blutmeer und Unterleibsschmerzen.
8 Uhr in der Spitalsambulanz: Auskunft. „Wir haben heute Spezialambulanz und viele Frauen mit Termin, Sie müssen mit 4 Stunden Wartezeit mindestens rechnen.“
4 Stunden kann ich mit meinen Blutungen und Schmerzen nicht im Spital sitzen, wackle also wieder zu Fuß nach Hause und zur praktischen Ärztin.
Ich  lasse mich krankschreiben, fahr am Nachmittag zu meinem Arzt.
Ja, er hätte am Dienstag schon einen Schleimaufbau gesehen, aber 4 Wochen nach einer Kürettage ist das ungewöhnlich …
Und wegen Asien wollte er mich nicht beunruhigen.
HÄH?!?
Ich bin ja kein kleines Kind, ich will wissen, was Sache ist.
Ist das nicht unverantwortlich, mich hier im Unklaren zu lassen?
Das denke ich mir alles, sprech es nicht laut aus, will stattdessen wissen, was zu machen ist.
Bin zu sehr fokussiert auf die Lösung des „Problems“.
Er ruft auf mein Ersuchen hin im Spital an, bittet, mich noch am gleichen Tag anzuschauen.
Ich fahr also ins Spital.
Warte eine halbe Ewigkeit.
Der Turnusarzt will mich im Gespräch mal mit Tabletten-Kur abwimmeln, Kürettage dann, wenn es nicht hilft, in 2 bis 3 Wochen:
„Was glauben Sie denn, wie voll unser OP-Programm ist.“
Ich verweise auf Dezember, wo die OP innerhalb von 2 Tagen möglich war.
„Was ist an der jetzigen Situation anders?“, möchte ich von ihm wissen.
Er hat keine Antwort, meint stattdessen: „Na, dann untersuche ich Sie einmal.“
Ich mache mich frei.
Trotz Tampon rinnt mir das Blut die Beine hinunter, ich bekleckere den Untersuchungsraum massiv.
Der Arzt ist erschrocken: „Das ist ja eine immens starke Blutung!!!“
Nach der Untersuchung die Auskunft: „Ich red mit dem OA (interimist. Leiter der Gynäkologie), vielleicht machen wir heute noch eine Not-OP. Kürettage plus Thermoablatio.“
Endergebnis: Der OA sieht sich alles an, gibt mir Cyklokapron-Tabletten. 2 gleich, 2 vor dem Schlafengehen und 2 in der Früh.
Wenn die Blutung nicht massiv besser wird, soll ich in der Früh in der Ambulanz sein.
Tabletten helfen nichts, ich steh Freitagfrüh in der Ambulanz, werde aufgenommen und für die OP vorbereitet. Am Nachmittag ist die Blutungsstärke normal.
Ich warte und warte und warte. Nüchern. Kein Essen, kein Trinken.
Flüssigkeitsinfusion.
Dann steht die Schwester mit Abendessen da: „Sie kommen heute nicht mehr dran.“
Endeffekt: 2 Notfälle kamen dazwischen, kein Anästhesist mehr verfügbar, ich werde auf Samstagvormittag verschoben.
Gestern also Kürettage.
Thermoablation kann nicht gemacht werden, weil meine Gebärmutter zu groß ist.
Normalwert ist laut Arzt 6 bis 8 cm, meine ist 15 cm groß.
Seine Prognose: „Sie werden vermutlich immer wieder diese Blutungen bekommen.“
Er rät zur Totalentfernung der Gebärmutter.
Ich habe auch 5 Myome, die durch die Gebärmuttermuskulatur in den Bauchraum ragen.
Komplett-OP: aber erst nach meiner Reise.
Ich bekomme ein Rezept für Cyklokapron, die ich auf die Reise mitnehmen soll, falls Blutungen auftreten.

Und nun sitze ich da und überlege, ob es nicht besser wäre, mit dem Tamoxifen aufzuhören. Im Dezember wäre damit ja ohnehin Schluss, warum also nicht 8 Monate früher und sich die OP ersparen.
Und mit wem darüber reden?
Das Vertrauensverhältnis zu meinem Gynäkologen ist massiv gestört.
Der OA des Spitals hat meine Krankenkasse nicht, aber ich überlege, die Ordination privat zu zahlen, wenn es leistbar ist.

Grad nicht so einfach mit all den Überlegungen.
Aber was das Schöne ist: Herzensglück steht mir bei.
Er unterstützt mich, er gibt mir Stärke und Kraft.
Das hilft schon sehr.

So werden die nächsten Tage wohl mit Entscheidungsfindung zu tun haben.
Ich werd euch auf dem Laufenden halten.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

Nach der Operation

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Liebe Blogbesucher!

Nach erfolgter Operation lag ich drei Tage im Krankenhaus. Normalerweise habe ich ja spätestens am zweiten Tag den Spitalsblues und will nur noch nach Hause. Das blieb diesmal aus. Die gesamte Atmosphäre auf der Chirurgischen Station war dermaßen freundlich und zuvorkommend, dass auch ich den Aufenthalt fast schon genossen habe.
Am zweiten Tag nach der OP musste ich wieder nüchtern bleiben, da zwei der sogenannten Staginguntersuchungen anstanden.
Nämlich ein Lungenröntgen und ein Ultraschall des Bauchraumes mit besonderem Augenmerk auf die Leber.  Beide waren ohne Befund, also keine Metastasen erkennbar. 🙂
Am gleichen Tag am Abend wurde mir den Drainschlauch, der zum Ableiten des Blutes aus der Wunde und von Gewebsflüssigkeit gelegt worden war, entfernt, die Wunden neu verklebt, ich bekam duschfeste Pflaster für zu Hause und die Bestätigung, dass ich am kommenden Tag nach dem Frühstück entlassen werde.
Zu Hause angekommen stellte ich dann mal fest, dass mir die Puste recht schnell ausgeht. Und natürlich schmerzten die Narben.
Bestimmte Bewegungen des rechten Armes – vor allem das Hinaufgreifen und Nach-links-Greifen – taten weh.
Doch das wurde von Tag zu Tag besser.
Einen Tag vor Weihnachten war ich zur Nachkontrolle im Brustzentrum. Dort wurden die Pflaster und Strips, die die Narben abdeckten, entfernt. Es wurden die hiostologischen Ergebnisse nochmals besprochen. Mein Karzinom war im Zentralen entfernt worden, der Wächterlymphknoten war nicht befallen und die Ergebnisse der Staginguntersuchungen – Lungenröntgen und Ultraschall des Bauchraumes sowie die Knochenszintigrafie – hatten keine Metstasen aufgewiesen.
Es waren noch zwei Befunde ausständig: Der sogenannte FISH-Befund, anhand dessen man erkennen kann, ob der Krebs Andockstellen für den HER2-Rzeptor aufweist und auch der genaue Befund, der zeigt, ob mein Krebs hormonsenisitiv ist, war noch nicht da.
Es wurde aber prognostiziert, dass ich höchstwahrcheinlich keine Chemotherapie machen muss, aber die Antihormontherapie zusätzlich zur Strahlentherapie erfolgen wird.
Dann bekam ich noch den Termin für die endgültige Befundbesprechung am 5. 1. und wurde in die Weihnachtsfeiertage entlassen.

Vor der Operation

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Nach der Diagnose Brustkrebs wurde für Mitte Dezember 2011 die Operation angesetzt.

Dem ging zuvor, dass einen Tag vor der OP der sogenannten Wächterlymphknoten markiert wurde. Dazu wurde mir eine radioaktive Flüssigkeit in die Vene gespritzt, dann musste ich eine Stunde warten – die verbrachte ich mit einem guten Buch in dem im Spital befindlichen Bistro bei Kaffee und gefülltem Croissant -, dann wieder zurück auf die Nuklearstation, wo ich unter ein Gerät gelegt wurde.
Dass die Röntgenplatte dann nur ca. 5 cm über meinem Gesicht schwebte, war ein seeeeehr eigenes Gefühl.
Ich hab dann einfach die Augen geschlossen und mir eine nette Umgebung visualisiert – so ließ es sich für mich aushalten.

Nach rund 20 Minuten war der „Spuk“ vorbei und die Röntgenfachkräfte malten mir mit einem grünen Stift einen Punkt auf die Brustoberseite und einen seitlich auf die Brust. Die gedachte Schnittlinie der Geraden, die von den Punkten aus in meinen Busen gehen, markierten also nun den Sentinel (=Wächterlymphknoten). Es sollte ja währned der Op einmal dieser entnommen und mittels Schnellschnitt auf Krebszellen untersucht werden, sollte er befallfrei sein, könnten alle anderen Lymphknoten im Körper bleiben.
Dann war ich auch schon wieder entlassen.

Am kommenden Tag, dem OP-Tag, wurde ich im Spital aufgenommen.
Am Vorabend und am Morgen hatte ich noch die mitgegebene Magentablette geschluckt, ab Mitternacht durfte ich ja nichts mehr zu mir nehmen.

Während ich also im Gang saß und auf meine Aufnahme wartete, kam eine junge Ärztin auf mich zu, sprach mich an und stellte sich als meine operierende Ärztin vor. Sie informierte mich über die weitere Vorgehensweise, dass ich nach Bezug des Zimmers dann vom Stationsoberpfleger erfahre, wann ich im Zentralröntgen den Draht gesetzt bekomme und sobald das geschehen sie, würde sie noch einmal kommen, falls ich bis dahin noch Fragen hätte, könnten wir diese dann noch besprechen.
Dass ich nun auch die operierende Ärztin kennengelernt hatte, beruhigte mich schon sehr und schuf eine gewisse Vertrauensbasis – ich hatte nun eine Ansprechperson.
Vom Stationsoberpfleger wurden dann alle Daten erhoben, ich bekam ein Armbändchen, das mich als Patientin der Chirurgischen Station auswies und mein Bett zugeteilt.
Es dauerte auch nicht lange und ich wurde zum Zentralröntgen bestellt, wo mir der Draht gesetzt wurde.
Dazu musste ich mich bäuchlings auf ein Bett legen, durch eine Ausnehmung hing mein Busen nach unten und wurde wie bei der Mammografie (nur nicht so „streng“) zwischen zwei Platten gespannt. Dann bekam ich – das kannte ich ja schon von der Biopsie – eine Spritze zur Betäubung der oberen Hautschicht und eine weitere für das tiefer liegende Gewebe. Sobald diese wirkte, hantierte die Ärztin herum. Ich spürte lediglich ein Ziehen und dumpfen Druck und nach etwa 20 Minuten war der Draht zur Markeirung des Karzinoms gelegt. Ich sollte mich langsam aufrichten und auf den Rand des Bettes setzen. Ist schon eigenartig, wenn man seine Brust nicht spürt und ein Stück Draht aus der Haut rausschaut.
Ich bekam dann noch einen Verband, damit der Draht nirgendwo hängenbleiben kann, es wurde noch eine Kontrollmammografie (wie auch schon nach der Biopsie) angefertigt und dann durfte ich wieder auf die Station.
Dort kam dann noch eine Ärztin, die meinen Blutdruck maß, nochmals eine Anamnese erstellte und ein Venflon wurde in die Armbeuge gesetzt. Mir wurde das Operationshemd gebracht – ganz sexy hinten offen. 😉
Die operierende Ärztin schaute auch noch einmal vorbei, erklärte mir, sie habe alle Befunde durchgesehen und erklärte mir, wo sie den Schnitt ausführen werde. Zudem meinte sie, dass ich bald drankäme, da nur noch zwei Operationen vor mir seien.
Wenig später bekam icheine Flüssigkeitsflasche angehängt und eine Beruhigungstablette.
Während das Mittel so in meinen Körper rannte, dachte ich, dass ich vor der OP bestimmt noch aufs WC müsse und ich das machen werde, wenn diese Flüssigkleit durchgelaufen ist.
Ja denkste!

Die Flüssigkeit war noch gar nicht ganz durch, da kam schon der Pfleger und meinte, dass er mich jetzt in den OP bringt.
Da war es etwa 12 Uhr.

Vor den OP-Sälen angekommen, lag  in einem weiteren Bett vor mir noch eine andere Frauund ich konnte so einen Blick ins Aufwachzimmer machen. Das tat mir auch sehr gut, weil ich mich darauf einstellen konnte, wie es dort aussieht und zugeht.
Jeder der drei Plätze war mit einem Überwachungsgerät ausgestattet.
Eine der beiden Schwestern kam zu mir und fragte, ob alles in Ordnung sei, worauf ich meinte, ich müsse ganz dringend aufs WC.
Ok, für dieses Problem konnte sie mir nur die Schüssel anbieten, die ich auch dankbar annahm.
Und dann wurde ich auch schon in das Umbettzimmer geschoben, wo ich von meinem Zimmerbett auf das OP-Bett wechseln musste, das OP-Hemd auf der zu operierenden rechten Seite musste ich ausziehen und bekam dafür ein Laken über mich drübergelgt und schon ging es ab in den OP. Dort begrüßte mich meine Ärztin, meinte, wir gehen es dann gleich an, sie schaute sich den Draht an – vorher haben sie mich natürlich aus dem Verband gewickelt – schnitt das überstehende Drahtteil ab und meinte, sie ginge jetzt nur kurz nach nebenan, um sich vorzubereiten. Kaum war sie aus meinen Sichtbereich verschwunden, tauchte zu meiner Linken ein Arzt auf, der sich namentlich vorstellte und meinte, er sei der Anästhesist, der dafür sorge, dass ich während des Eingriffs gut schlafe. Ich antwortete ihm: „Solange Sie mich wieder aufwachen lassen, ist das für mich ok.“ 🙂
Er meinte dann noch: „Das Mittagessen war heute köstlich“. Ich runzelte die Stirne und antwortet: „Na ja, vielleicht für die anderen, ich muss ja nüchtern sein!“ „Fangfrage gut beantwortet“, war sein heiterer Kommentar. Dann fragte er noch: „Und welchen Busen machen wir?“ „Den rechten gab ich ihm zur Antwort“. Gut, damit war klar, dass ich die richtige Patientin war, weil er bestätigte, dass das mit seinen Infos zusammenpasst. Das alles ging in einer recht heiteren Atmosphäre vonstatten. Gut, das Beruhigungsmittel hat sicher das seine dazu beigetragen. 🙂
Dann schnallte er mir die Arme fest und kam schon mit der Spritze und sagte: „Ich schicke sie jetzt schlafen“.
Tja, und weg war ich – also ob wer das Licht ausgedreht hätte.

In meinem nächsten Eintrag berichte ich dann von meinen Tagen im Spital und dem Ergebnis der OP.

Bis dain!

Patentsocke