316. Text_Leichter leben

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Liebe Blogbesucher!

Die Kenntnis des erhöhten Blutzuckers sowie der Befund „Fettleber“ haben in mir etwas ausgelöst.

Ich war schon die letzten Monate unzufrieden mit meinem Gewicht/Aussehen, Lockdown zu Coronazeiten hatte auch noch ein paar Fettröllchen gesponsert.
Nun halte ich mich an die Empfehlung der Ärztin, meinen Kohlenhydratkonsum einzuschränken und das Süße wegzulassen.

Ich esse bewusst nur 1 Mal am Tag eine ausgiebige Mahlzeit.

Wenn ich weiß, dass wir am Abend auswärts essen gehen, zum Abendessen eingeladen sind oder uns zu zweit ein leckeres Mahl zubereiten, gibt es zu Mittag nur Buttermilch, Joghurt mit frischen Früchten oder ein Butterbrot, Salat …

Außerdem sind wir jetzt wieder 2 bis 3 Mal die Woche im Fitnessstudio.

Und mittlerweile zeigt die Waage bereits 4 Kilo weniger.

Ich merke es auch an den Hosenbünden und an meiner Freude, mir etwas Hübsches zum Anziehen herauszulegen. Es passen wieder einige Kleidungsstücke, die im Schrankraum ganz nach unten oder hinten gewandert waren.
Herzensglück meint (auf meine Nachfrage) auch, dass ihm eine Veränderung meiner Silhouette bereits auffällt.

Mein Reflux ist weniger geworden, weil kein Bauch mehr auf den Magen drückt, ich bekomme besser Luft und fühle mich leichter.

Und ich merke, dass ich seit einiger Zeit besser schlafe.

Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich kaum (zeitweise gar keine) Hitzewallungen mehr habe. Es scheint also, dass das Tamoxifen nun aus meinem Körper draußen ist und der natürliche Wechsel auch hinter mir liegt.

So kann es weitergehen und ich werde dranbleiben, ein paar Kilos weniger gehen schon noch. 🙂

***

Nach einer kurzen Phase, in der Herzensglück und ich ein wenig unrund miteinander waren (Stichwort Mental Load) und zwei intensive Gespräche führten, turteln wir wieder wie Frischverliebte.

So ein reinigendes Gewitter (wobei es bei uns nicht wirklich geblitzt und gedonnert hat) hat schon etwas Gutes: Verfestigtes, Starres, mit dem wir beide nicht zufrieden waren, wurde in Worte gefasst, ausgesprochen, angegangen ist aufgebrochen und macht Platz für neue, gute Saat, die keimen und sprießen darf.

Es grüßt euch eine erleichterte und herzensglückliche
Patentsocke

 

315. Text_Familienbesuch

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Liebe Blogbesucher!

Von Anfang der vergangenen Woche an war Großtochter aus dem Nachbarland mit ihren Lieben bei uns und alle haben bei uns gewohnt.
Ich habe nach 6,5 Monaten mein jüngstes Enkelkind wieder in natura gesehen, das sich zu einem propperen kleinen Menschlein entwickelt hat.

Das ältere Enkelchen war schon ganz aufgeregt, wieder zur Oma zu kommen und hat sich vom ersten Moment an so gefreut, wieder bei uns zu sein.

Wir hatten wirklich ganz wunderbare Tage.

Haben viel unternommen und dazwischen auch schön enstpannte Stunden gehabt, die wir im Garten verbracht haben.
Kleintochter kam fast täglich zu uns, um mit uns die Zeit zu verbringen.

Es lief alles ganz stressfrei ab.

Und ich hab diese Tage wirklich von ganzem Herzen genossen.

Als diesen Montag der Abschied kam, verlief er wieder sehr tränenreich und ich hatte ein Gefühl wie Heimweh, obwohl ich ja zu Hause war.

Großtochter erzählte mir, dass am Vorabend das größere Enkelchen fragte:
Mama, muss ich jetzt wieder nach Hause?
Sie: Ja
Enkelchen: Mama, ich glaub, jetzt muss ich weinen.

Und als sie fort waren, war es so still, keine bunten Kinderspielsachen in Haus und Garten, kein Lachen meiner Enkelkinder, keine interessanten Gespräche mit Großtochter und ihrem Partner.

Als  meine Mutter bei meinem Besuch bei ihr am gleichen Tag meinte: Na, atmest jetzt auf nach einer Woche volles Haus?, antwortete ich ihr: Nein, es geht mir ab, denn es lief alles ganz entspannt und stressfrei ab.

Samstag hatten wir noch die ganze Familie bei uns zum Grillen, weil  alle Großtochter und ihre Familie sehen wollten, da sie sie ja nur 1 Mal im Jahr treffen.

Wir waren 13 Erwachsene und 6 Kinder.
Meine Schwiegertochter mit Baby im Bauch fehlte, da sie ein Seminar besuchen musste.

Der Partner meiner Großtochter ist ja gelernter Koch und hat bei den Vorbereitungen tatkräftig mitgeholfen. Die Grillerei übernahm zum Großteil mein Mann und es war für alle ein wirklich sehr gemütlicher Nachmittag. Es gab tolle Gespräche zwischen den 4 Generationen. Herzensglück hat die Sofortbildkamera wieder aktiviert, die wir zuletzt bei unserer Hochzeit im Einsatz hatten, und jeder konnte fotografieren, was ihm als festhaltenswertes Motiv ins Auge stach. So gibt es eine Menge sehr toller Fotos von dem Nachmittag/Abend.

Es war wirklich sehr, sehr fein!

Das nächste Treffen haben wir schon ins Auge gefasst, nämlich dass Herzensglück und ich zu Jahresbeginn 2021 ins Nachbarland fahren und ein paar Tage mit ihnen verbringen und wir alle gemeinsam den 1. Geburtstag vom kleinen Enkelchen feiern.

314. Text: Mental Load

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Liebe Blogbesucher!

Habt ihr den Begriff schon einmal gehört?

Ich bin im Zuge meiner Arbeit heute darauf gestoßen und habe nachgelesen, worum es da geht.

Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das ist das, was ich in mir spüre, das mich ab und zu unzufrieden macht, zu einer inneren Grantigkeit führt, die ich auch manchmal nach außen lasse.

Aus Wikipedia: Über die Summe der praktischen Aufgaben hinaus umfasst die Mental Load auch die Last der alltäglichen Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie, die Beziehungspflege sowie das Auffangen persönlicher Bedürfnisse und Befindlichkeiten.

Eine andere Erklärung: Damit das Alltagsleben klappt, müssen neben den sichtbaren Aufgaben sehr viele unsichtbare Aufgaben mitgedacht werden. Diese Aufgaben werden oft nicht explizit genannt, werden jedoch nebenher identifiziert, geplant und dann erledigt. Neben tatsächlichen To-Dos, bringen diese Aufgaben nochmal ein nicht unbeträchtliches Eigengewicht in die Gesamtsumme aller sichtbaren Aufgaben. Die eigentliche Belastung ist dabei, verantwortlich für alles zu sein.

Jetzt hat das endlich einen Namen, was ich schon lange spüre. Diese Gedankenarbeit, dass der Alltag läuft.

 

Hier ein guter Artikel dazu:
https://krautreporter.de/1983-du-hattest-doch-bloss-fragen-mussen

Kennt ihr das auch? Wie geht ihr damit um?

Eure gerade nachdenkliche
Patentsocke

313. Text_Ich bin zu süß

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Liebe Blogbesucher!

Ich hab ja schon davon erzählt, dass mein Nüchternblutzucker bei 127 lag.

Daraufhin wollte die Ärztin noch einen Langzeiterzuckerwert und als ich das Kuvert vom Blutlabor öffnete, strahlte mir schon ein gelbes Blatt Papier entgegen, das sich als Diabetiker-Ausweis entpuppte.

Langzeitzuckerwert auch über dem Normalwert.
Ich bin väterlicherseits vorbelastet: Opa und Papa haben Diabetes.

Die Ärztin rät mir, mich nun 3 Monate sehr streng daran zu halten, wenig Kohlenhydrate und nichts Süßes zu mir zu nehmen, viel Bewegung zu machen und Gewicht zu verlieren. Und dann lassen wir den Langzeitwert nochmals ermitteln.

So reduziere ich nun die Kohlenhydrate. Süßes wie Schokolade, Pralinen etc. sind ganz gestrichen, aber ab und zu gönne ich mir zum Kaffee etwas kleines Süßes à la Kuchen/Torte.
Ins Fitnessstudio gehen wir 3 Mal die Woche und so habe ich mittlerweile 2,6 Kilo abgenommen.

Und ich muss sagen, dass ich mich sehr viel wohler fühle.
Die Hosen gehen besser zu, beim täglichen Sitzen im Büro drückt der Bauch nicht so auf den Magen und ich bekomme weniger Magenschmerzen.

Da ich jetzt meist um 15/16 Uhr zum letzten Mal Essen zu mir nehme (oft nur 500 ml Buttermilch), habe ich auch nachts keine Magenschmerzen und keinen Reflux mehr.
Das erhöht die Lebensqualität schon sehr.

Und ich weiß zwar nicht, wie wissenschaftlich bewiesen es ist, dass das Intervallfasten etwas bringt, aber ich schaffe so ein 16:8-Intervall und fühle mich gut damit.
Und wenn es meinen Körperzellen eine Frischekur verschafft, dann soll es mir recht sein. 🙂

Ich habe mir jetzt ein eigenes Blutzuckermessgerät zugelegt und meine Werte schwanken zwischen 86 und 116.
Woran diese Schwankungen genau liegen, habe ich noch nicht erfasst.

Es ist mittlerweile so, dass süße Getränke (Apfelsaft aufgespritzt, Sirupgetränke …) mir gar nicht mehr schmecken und ich reines Wasser bevorzuge.

Wir waren die vergangenen 4 Tage in einem anderen Bundesland, in dem meine Schwiegereltern seit 12 Jahren wohnen und die wir auch besuchten.
Als alle einen großen Eisbecher zum Dessert aßen, konnte ich ihnen ohne jegliches negative Gefühl des Verzichts dabei zusehen.

An einem der Tage sind wir auch auf dem Berg wandern gewesen: 3 Stunden reine Gehzeit. Und während ich früher oft das Gefühl hatte, dass beim Bergaufgehen 1.000 kleine Männchen auf meiner Lunge sitzen und mein Lungenvolumen stark einschränken, hatte ich diesmal damit gar kein Problem.

Ich hab mir eine App runtergeladen, in die ich eintrage, was ich den Tag über so zu mir nehme, damit ich einen ungefähren Eindruck davon habe, wie viele Kalorien ich zu mir genommen habe.

Ich bin also sehr motiviert, diesen Weg weiter fortzusetzen.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

 

 

 

 

 

 

312. Text_Zurück mit Frust

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Liebe Blogbesucher!

Nach vier Wochen seit dem letzten Post bin ich mal wieder hier zurück und seit 1. Juli  auch zurück in meinem Arbeitsalltag.

Kurzarbeit ist zu Ende und man will mich wieder an meinem Arbeitsplatz sehen.

So sitze ich also wieder hier, verplempere 45 Minuten Fahrzeit von zu Hause bis zur Arbeit (und natürlich retour nach Hause) und schaue hier in den 8 Stunden ab und zu Löcher in die Luft, wenn ich auf die Arbeitsunterlagen zum Weitermachen warte.

Ooooh, liest man aus meinen Zeilen die Begeisterung für die neue alte Situation? 😉

Rundherum erzählen mir Freunde, dass ihr Unternehmen darufgekommen ist, wie toll Homeoffice ist und dass man die Mitarbeiter nicht unter Beobachtung haben muss, damit sie produktiv sind und vereinbart regelmäßiges Homeoffice (HO).
Bei uns wurde das fürs Gesamtteam mal kategorisch abgelehnt – hat auch mit dem Vertrag mit einem unserer Auftraggeber zu tun.

Aber ich gehöre ja nicht zu dem Bereich der Arbeitsstätte, wie ich in Coronazeiten erfahren durfte, denn ich gehöre vom Arbeitsvertrag zu einem anderen Teilbereich des Gesamtunternehmens und konnte deshalb in Kurzarbeit geschickt werden, während alle anderen, mit denen ich im Großraumbüro sitze, davon nicht betroffen waren.

Der Betriebsrat der Großtruppe, unter denen ich sitze wie das Röslein im Getreidefeld, ist auch nicht für mich zuständig, weil ich ja zu dem anderen Teil gehöre.
OT :“Du bist ein Spezialfall und da du nur fallweise für uns arbeitest (Häääää?!? Mit 40 % meiner Arbeitsleistung unterstütze ich dieses Großteam), können wir nicht argumentieren, dass du von uns ,ausgeliehen‘ bist und wir dich deshalb vertreten können.“
Ich gehöre hier also eigentlich nicht wirklich dazu.

Info bzgl. Homeoffice also, dass es fürs Großteam abgelehnt wird, aber Einzelvereinbarungen eventuell getroffen werden können.

Noch aus dem Homeoffice mit dem IT-Mann geplaudert, was denn da für technische Möglichkeiten für mich bestehen, was das kostet etc.
Neuer Laptop für mich (1.700 bis 2.700 EUR je nach Modell) als Festplatte nutzbar plus Bildschirm um 200 EUR, also maximal 3.000 EUR.

Ich hab dann vorige Woche den Teamleiter angesprochen.
Anlassbedingt kann eh schon immer Homeoffice gemacht werden (Interessant, das wurde aber nie kommuniziert) und es gibt da 2 Laptops, die dafür zur Verfügung stehen.

Wenn ich HO machen möchte muss ich ihm vorher Bescheid geben (Klartext: Mir sein OK einholen).
Weiterverwiesen an eine Kollegin, die da mehr Einblick  bzgl. der Hardware hat, die mir erzählt, dass ich ja dann einen Serverzugang benötige, der momentan auf keinem der Laptops vorhanden ist, den der IT-Mann für mich einrichten muss.
IT-Mann unglücklich, denn diese Laptops hängen nicht ständig im Netz, werden also nicht automatisch upgedatet und es kann jetzt sein, dass der Laptop wochenlang nicht im Netz hing und wenn ich dann HO machen möchte, dann muss er erst sehen, ob der auf dem Letztstand ist.
Eigener Laptop für mich wäre toll  – meinte der IT-Mann wieder -, denn der würde als Festplatte mit Bildschirm auf dem Tisch im Büro immer am Netz hängen und damit immer upgedatet werden und wenn ich HO mache, nehme ich den halt einfach mit.
Ich gebe seine Anmerkungen an den Teamleiter weiter: Es kam ein kategorisches NEIN!
IT muss auf einem der beiden vorhandenen Laptops den Serverzugang einrichten.
IT-Mann jammert, dass das dann viel mehr Supportarbeit bedeutet.
Nutzt aber nix.

Und wisst ihr, was ich vermute:
Es geht nicht um das Finanzeille. Es geht um das Privileg, das ich dann hätte.

Schöne neue alte Arbeitswelt. 😦

 

 

 

 

 

311. Text_Wo ist der Resetknopf?

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Liebe Blogbesucher!

Langsam reicht es und ich suche für das Jahr 2020 den Resetknopf.

Baustelle 1: An der Arbeitsstelle die komischen Aussagen und seitdem ein irritierendes Gefühl in mir.

Ich hab mich entschieden, kein Schreiben zu verfassen, denn  da gibt es keinen Dialog und meine Worte könnten missinterpretiert werden und zu noch mehr Unmut führen.

Ich fahr deswegen auch nicht an die Arbeitsstelle, zumal dort die Situation sein könnte, dass die Kolleginnen im Stress sind und ohnehin kein vernünftiges Gespräch zustandekommt.
Also bis ich sie wieder sehe, ist schon viel Wasser den Fluss hinuntergeronnen.

Und ich mag mich eigentlich auch nicht wochenlang mit dieser Situation und den daraus folgenden Emotionen belasten.
Ich hab es für mich jetzt ganz gut verarbeitet und werde mein Verhalten einfach an das anpassen, wie mir und meiner Situation begegnet wurde.

Baustelle 2: Aufgrund der Fingergelenksschmerzen riet meine Mutter mir, meinen Harnsäure-Status checken zu lassen. Die Ärztin hat natürlich ein paar mehr Werte auf die Überweisung geschrieben und da sind ein paar nicht in der Norm.
Mein Nüchternblutzucker war bei 127. Laut Internet Beginn von Diabetes.

Nun habe ich mir von meinem Vater das Messgerät ausgeborgt (er verwendetes nicht mehr, da er kein Insulin spritzt, sondern Tabletten bekommt).
Gestern  der Wert 116 stimmte mich froh, heute lag er wieder bei 123.

Zudem sind die  Werte der Neutophile Segmentk. und der Lymphozyten nicht in der Norm: Die ersteren nur wenig unter und die zweiteren nur ganz wenig über dem Normalwert.

Und dann steht da:
Linksverschiebung bis zum Metamyelozyten
atypische Lymphozyten suspekt reaktiv
visuell kontrolliert

Das klingt irgendwie …. ja suspekt.

Und dann ist der GOT-Wert erhöht: statt bis zu 34 ist er bei mir 51.

Meine Ärztin hat heute am Nachmittag wieder Oridnation und ich werde sie anrufen.

Baustelle 3: Unser Pool verliert Luft, also der Luftring. Fiel uns schon vor Tagen auf, suchten das Loch, fanden keines, haben den Ring wieder aufgepumpt.
Gestern in der Früh noch alles ok, spät am Abend war der Luftring so schlapp, dass schon eine Menge Wasser über den Rand ausgelaufen war. Pool ganz knautschig. 😦
Bei Sturm und Regen haben Herzensglück und ich den Luftring aufgeblasen, heute habe ich wieder Wasser einlaufen lassen, überprüfe nun alle paar Stunden den Luftring.
Gestern dann noch beschlossen, einen Stahlrohrrahmenpool zu erwerben – tja, den gibt es in der von uns gewünschten Größe nur nirgendwo. 😦

Baustelle 4: Das Wassereinlassventil der Klospülung ist undicht und ich muss immer wieder kontrollieren, ob das Wasser rinnt.
Installateur wird übermorgen den gesamten Spülkasten tauschen.

Gestern beim Schlafengehen, als Herzensglück und ich Arm in Arm lagen, fragte ich, wo denn der Resetknopf für das Jar 2020 wäre.

Herzensglück drückte mich und sagte: „Schau, das Wichtigste ist, dass es uns beiden gut geht und wir beisammen sind.“

Damit hat er ja absolut recht.
Aber ein bissel schlauchig ist das schon, dass so viele Dinge grad nicht gut funktionieren.

Es grüßt euch eine noch immer herzensglückliche,
aber von anderen Umständen grad genervte
Patentsocke

 

310 Text_Die Masken fallen

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Liebe Blogbesucher!

Ich war heute auf Stippvisite an meiner Arbeitsstelle.

Und die knapp 50 Minuten dort haben mich enttäuscht und irritiert und auch verletzt zurückgelassen.

Es fielen die Masken bei KollegInnen, mit denen ich eng zusammenarbeite und die sich durch meine Situation anscheinend „zurückgesetzt“ behandelt fühlen und neidisch sind.

Da wird meine Kurzarbeit als Kurzurlaub bezeichnet.
Ich war so perplex, dass ich gar nicht darauf reagieren konnte.

Ich wurde nicht richtig offen angegriffen, aber jede Äußerung sprach zwischen den Zeilen davon, dass niemand so viel arbeitet wie jene Person, dass diese Person immer ohne Unterstützung klarkommt, wenn eine von uns KollegInnen Urlaub hat und diese Person das auch schafft: „Na ich sitze ja auch oft alleine hier und erledige alles.“

Mir wurde zwischen den Zeilen vorgeworfen, dass ich momentan eh nicht zur Verfügung stehe, dass sie in den letzten Wochen zum Handkuss kam und sich auch Kurzurlaub wünschen würde …

Ich kam nach Hause und sagte zu meinem Herzensglück: „Können wir bitte Lotto spielen, damit ich die Chance auf den Hauptgewinn habe, damit ich nie wieder dorthin muss.“

So viel menschliche Enttäuschung, ich fass es nicht.

Ich merk auch, wie mir die Worte fehlen, um es hier zu formulieren.

Ich muss das jetzt in meinem Kopf mal alles sortieren und hab jetzt noch einen Punkt mehr, der mich gedanklich und emotional beschäftigt, wie ich künftig damit umgehe.

Es grüßt euch eine noch immer herzensglückliche,
aber von den KollegInnen enttäuschte

Patentsocke

 

 

309. Text_Wochen im Schnelldurchgang

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Liebe Blogbesucher!

 

Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mich durch die in meinem Maileingang befindlichen Blogeinträge derjenigen zu lesen, die ich abonniert habe.

So bin ich durch eure Wochenerlebnisse im Schnelldurchgang gereist.
Ich habe viele schöne Gartenbilder gesehen, habe berührende Worte gelesen, viele Alltagssituationen und Emotionen beschrieben gefunden die auch mich begleiten.

Ich bin nach wie vor im Homeoffice, nur zuständig für mein ureigenstes Projekt und in Kurzarbeit.
Die Zeitaufzeichnungen zeigen, dass ich 60 % meiner Arbeitszeit mit meinem Projekt befasst bin. 40 % meienr Arbeitsleistung unterstütze ich also meine beiden Kolleginnen. Und diese Woche habe ich mitbekommen, dass eine von ihnen auf Urlaub war und die andere, die eine 30-Stunden-Verpflichtung hat, mit einer Menge Arbeit versehen war und eine freie Mitarbeiterin angeheuert wurde, um sie zu entlasten. Da stellt sich für mich wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit meiner Kurzarbeit. Aber der Chef wird schon wissen, wie es für ihn wirtschaftlicher ist …

Schon am Tag davor hat der Projektverantwortliche angefragt, ob wir das Pensum intern schaffen oder wir die gewohnte freie Mitarbeiterin anfragen, was ich getan habe.

Ihre Verzweiflung, dass sie nicht alles schaffen wird und dass sie voll im Stress ist, habe ich als Leiterin unserer 3-Frauen-Abteilung gelöst, indem ich die schon vom Projektverantwortlichen angesprochene freie Mitarbeiterin kontaktiert und ihre Zusage weitergeleitet habe.
Früher hätte ich mich gleich selbst angeboten und mitgehakelt, aber ich denke jetzt mal auch an meinen Vorteil . Das habe ich daraus gelernt, wie man mit meiner Arbeitskraft umgegangen ist. Es reicht ja, wenn ich angemeldet für 10 % arbeite und nur für mein Projekt verantwortlich bin.

Aufgrund der Homeoffice-Erfahrungen und dass es ihnen taugt, ist nu nder Gedanke aufgekommen, unsere Geschäftsführung mit der Idee einer moderenen Arbeitszeitregelung, sprich Homeoffise-Varianteb, zu konfrontieren. Ich hab mir für meine Miniabteilung schon Gedanken gemacht udn werde am Dienstag ins Unternehmen fahren, um mit meinen beiden Kolleginnen die Ideen durchzugehen.

Ich hab mich ja voll an Homeoffice gewöhnt und es wird eine riesige Umstellung sein, wenn ich wieder ins Büro muss.

Aber da ich ja zur Risikogruppe gezählt werde, ist dieser Termin mal bis auf Weiteres verschoben. Wie es mit der Kurzarbeit weitergeht, ob ich für weitere 3 Monate verlängert werde, weiß ich noch nicht.

VorigeWoche war ich dann auch zur jährlichen Mammografie und Ultraschall und es ist alles bestens! 🙂

Im Garten haben wir nun ein Hochbeet aufgestellt und es mit Schnittgut, Erde von unserem Kompost (gleich mit einer Menge Regenwürmer) und Hochbeeterde angefüllt.
Nun müssen wir noch ein paar Gemüse- und Salatpflanzerl besorgen.

Vorigen Samstag haben wir den 21. Geburtstag von Kleintochter gefeiert. Wir haben die Familienfeier gesplittet und so kamen vorige Woche meine Eltern udn mein Bruder samt Familie und diesen Samstag kommen meine Söhne mit Anhang.

Das Wetter ist ja so mittelprächtig, ich hoffe, dass wir auf der Terrasse sitzen können und die Kinder im Garten rumkrebsen können.

Liebe Grüße von eurer herzensglücklichen Patentsocke

 

 

308. Text_Alles neu macht der Mai

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Liebe Blogbesucher!

Nun ja, alles ist nicht wirklich neu.
Aber einiges in unserem Alltagsleben ist neu: Masken, Abstand halten, Hände waschen, keine Kultur, kein freies Reisen, Gastronomie-Besuche mit Einschränkungen …

Ich bin nach wie vor im Homeoffice.
Und so wie mich der Gedanke, in Kurzarbeit exklusiv für mein Projekt verantwortlich zu sein und nicht mehr den Kolleginnen unter die Arme zu greifen, wenn bei meinem Projekt grad nix los ist, sehr irritiert hat, so ist es jetzt der Gedanke an die Rückkehr zum Arbeitsplatz und 8 Stunden dort zu verbringen.
Mein Projekt läuft wirklich sehr gut und zum Abschluss des vergangenen hat die seitens des Auftraggebers mit mir Zusammenarbeitende ein Mail mit sehr lobenden Worten an meinen leitenden Kollegen und an ihren Chef, der der Präsident der Organisation ist, für die die Projekte abgewickelt werden, geschrieben: Dass die Projektabwicklung so komplikationslos und toll über die Bühne ging und sie hat explizit erwähnt, dass sie ja hauptsächlich mit mir zu tun hat und es in diesen herausfordernden Zeiten so war, als ob wir nebeneinander im Zimmer gesessen wären.

Auch der Chef meines Unternehmens hat bei einem Jour fixe von diesem Mail Kenntnis erhalten und ich denke, es ist ganz gut, wenn er bemerkt, dass ich sehr engagiert für das Projekt arbeite. Ich mache mir um meinen Arbeitsplatz jetzt nicht allzu große Sorgen, aber die Situation hat doch auch gezeigt, dass von einem Moment zum anderen alles ganz anders sein kann. Also 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Vergangene Woche gab es Treffen in Kleingruppen zu 11 Personen in meinem Unternehmen zum Austausch, wie es allen in der aktuellen Situation geht und auch, um Feedback einzuholen, das man bei den Überlegungen berücksichtigt, wie man jetzt langsam wieder zur Normalität übergeht.
Meine Kurzarbeit ist bis Ende Juni angemeldet, also ich hab kein Problem, bis dahin im Homeoffice zu bleiben. Das habe ich auch geäußert.
Aber ich gestehe, der Gedanke, ab Juli dort wieder 8 Stunden am Tag zu verbringen, ist gewöhnungsbedürftig.

Herzensglück ist diesen Monat 2 Tage im Büro und 3 im Homeoffice.
Wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest.

Kleintochter hat leider ihren geringfügigen Job verloren und arbeitet heute den letzten Tag. Man hat ihr gesagt, dass man auf sie zurückgreift, wenn man wieder Unterstützung benötigt und es nicht an ihrer Arbeitsleistung liegt, dass man sie gekündigt hat.
Aber natürlich fasst sie es als Zurückweisung auf.

Aber genug vom Job.

Ich genieße es, die Entwicklung im Garten beobachten zu können. Wie alles blüht und neue Triebspitzen aus der Erde gucken, wie unser Sternmoos gedeiht und die einzelnen Pölster beginnen zusammenzuwachsen. Wie die nach dem Winter karg aussehende Terrassenböschung immer dichter zuwächst.

Vergangenen Samstag waren Herzensglück und ich bei meinem Sohn und Partnerin und meinem 2-jährigen Enkelkind zur Jause eingeladen. Mein ältester Sohn kam auch mit Familie und so habe ich nach Wochen meine Lieben wieder einmal gesehen. Und mit meinen Enkelkindern plaudern und spielen können.
Vor allem das älteste Enkelkind, das zur Welt kam, als ich meine Krebsdiagnose erhielt, ist ein sehr wissbegieriges Kind und ein guter Gesprächspartner.
Jedenfalls habe ich dieses Wiedersehen sehr genossen.
Schwiegertochter erzählte, dass es ihr mit der Schwangerschaft sehr gut geht und alles ok ist.

Sonntag war Kleintochter zum Frühstück bei uns und wir konnten aufgrund des schönen Wetters draußen sitzen. Wir hatten wieder sehr gute Gespräche mit ihr.
Sie hat uns dann auch beim Auftsellen des Pools geholfen. Jetzt könnte eigentlich der Sommer kommen, aber wettertechnisch ist es ja jetzt eher wieder wie Herbst. 😦

Das erinnert mich an das Mai-Wetter vor 5 Jahren, als ich auf die Rückkehr meines Herzensglücks von seiner 3-monatigen Südostasien-Reise wartete und ihm auch geschrieben habe, dass es windig, regnerisch und kalt ist und er dies in seinem heißen Süden herbeigesehnt hat. 5 Jahre! Die Zeit vergeht.
So viel haben wir inzwischen schon erlebt, gemacht, genossen.

Herzensglück hat morgen Geburtstag und da die Gastronomie wieder öffnet, hat er uns für Samstag einen Tisch reserviert und freut sich schon darauf, wieder einmal ausgehen zu können.
Unsere Londonreise für Ende Mai mussten wir stornieren und er leidet schon darunter, dass es momentan auch unmöglich ist, irgendwelche Pläne zu schmieden.
Die Konzertkarten für die Royal Albert Hall behalten ihre Gültigkeit, denn das Konzert wurde auf 1. Mai 2021 verschoben.
Nun hoffen wir, dass wir diese London-Tage kommendes Jahr nachholen können.

Meine Mammografie, die eigentlich im März stattfinden sollte und die ich aufgrund des Rates meines Gynäkologen verschoben habe, werde ich, sobald ich die Überweisung erhalten habe, auch nachholen und hoffe, dass wieder alles in Ordnung ist.

Morgen bin ich bei einem Orthopäden, da ich seit einiger Zeit Schmerzen in den Fingergelenken habe. Früher hatte ich das ab und zu und schob das auf die Nebenwirkung des Tamoxifen. Das nehme ich ja jetzt seit Anfang Jänner nicht mehr und die Schmerzen halten jetzt auch schon kontinuierlich seit 2 Wochen an.
Mal sehen, was das wieder ist.

Es grüßt euch eine herzensglückliche Patentsocke.

 

 

 

 

 

 

 

 

307. Text_Lebenszeichen aus der neuen Normalität

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Liebe Blogbesucher!

Ganz schön lange her, seit ich hier gepostet habe, wo ich doch eigentlich viel mehr Zeit habe, weil alles entschleunigt ist und ich ja offiziell/angemeldeter Weise nur 10 % meiner Wochenstunden erbringe.

Nun ja, das klingt auf dem Papier alles so wunderbar, nur der Alltag schaut dann doch ein bissel anders aus.

Die 10 % meiner Wochenstunden sind natürlich illusorisch und ich muss mir selber die Stop-Taste anordnen, dass ich für XY % Gehalt auch nur XY % an Stundenleistung bringe.
Alles andere wäre mir selbst ins Knie geschossen.

Ich hadere noch immer mit der Situation, vor allem, wenn ich bei meiner Kollegin mitbekomme, dass sie Überstunden macht, damit sie alle anderen Arbeiten, bei denen ich sie normalerweise neben dem Projekt, das ich alleine betreue, unterstütze, schafft.

Aber vermutlich steigt das Unternehmen finanziell besser aus, wenn es für mich Förderung kassiert (was nicht so viel sein wird wie gedacht, weil ich ja mehr als die 10 % arbeite) und der Kollegin die Überstunden abgilt (ich vermute mal in Freizeit).
Natürlich ist es auch ein finanzieller Verlust, den ich durch die Situation habe.
Ich nage jetzt nicht am Hungertuch, aber ich merke es schon auf dem Konto.
Und die Freiheit und das ungetrübte Vergnügen, die ich früher hatte, mal eben beim Gartenmarkt schöne Pflanzen für den Garten zu kaufen, ist gedämpft, wenn ich weiß, dass halt nicht genau so viel Geld zur Verfügung steht wie sonst.
Natürlich habe ich einen Mann, der nach wie vor voll verdient, der zahlt auch das eine oder andere, um mich zu entlasten, aber es tut meiner Psyche nicht gut, da eine gewisse Abhängigkeit zu spüren.,
Nach meiner Scheidung vor 26 Jahren hatte ich mir nämlich geschworen, nie wieder von einem Mann finanziell abhängig sein zu wollen.

Die Entschleunigung durch den Wegfall der Treffen mit Freunden und Familie und unserer Konzert-, Theater-, Kabarett-, Ausstellungsbesuche ist jetzt mit Handgriffen im Haus und Garten gefüllt. Mit anstehenden Reparaturarbeiten, mit dem Lesen von Büchern.
Gestern habe ich Buch Nummer 8 beendet.

Ich videofoniere mit meinen Kindern und Enkelkindern, die stolz ihre Basteleien, die neue Katze oder ihre Garten-Beete herzeigen.

Und ja, dann gibt es noch etwas Neues, Zukunftsträchtiges:
Mein ältester Sohn hielt beim letzten Videogespräch ein Ultraschallbild in die Kamera.
Ja, richtig geraten, ich werde im Dezember zum 6. Mal Großmutter! 🙂

Trotz all der Hilfsmittel der Kommunikation vermisse ich die Treffen mit ihnen allen und wenn ich dann Kleintochter sehe oder meine Eltern oder meinen Bruder mit Familie, die ja schräg gegenüber wohnen und mit denen wir im gebührenden Mindestabstand (quasi über den Zaun) reden können, vermisse ich, dass ich sie nicht umarmen darf.

Und natürlich hoffe ich noch immer sehr, dass Großtochter mit ihren Lieben Anfang Juni kommen darf – aber der realistischere Teil in mir vermutet, dass wir noch einige Wochen  ins Land ziehen lassen müssen, um uns wieder zu sehen.
So schwer war mir ums Herz, als ich mit meinem Enkelkind zu seinem Geburtstag videofoniert habe und im 2. oder 3. Satz kam: Oma, ich besuche dich ja jetzt ganz bald!

Nun freuen wir uns, dass diverse Geschäfte wieder offen haben, dass die Restriktionen aufgehoben bzw. zurückgefahren werden.

Herzensglück startet kommende Woche in eine 40:60-Lösung, heißt 2 Tage Büro und 3 Tage Homeoffice.

Bei uns gibt es kommende Woche an 3 Tagen mit jeweils 3 Kleingruppen Gespräche, mit Erfahrungen, Problemen etc. zu Homeoffice und dem langsamen Hochfahren des Arbeitsalltags in der Arbeit.
Bin gespannt, ob ich dazu eingeladen werde, denn offiziell bin ich bis Ende Juni in Kurzarbeit.
Aber dies „neue Normaliät“ von der die Rede ist: Ich glaub, mit der werde ich nicht wirklich warm werden.

Es grüßt euch eine  –  herzensglücklich nach wie vor, aber doch ein bissel emotionsgedämpfte – Patentsocke