325. Text_Das Leben geht weiter

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Liebe Blogbesucher!

Seit voriger Woche bin ich nun 6-fache Oma. Mein Ältester und seine Frau bekamen das 3. Kind. Wie bei den anderen beiden Geburten auch, war medizinisch indiziert ein Kaiserschnitt nötig.
Und da wurde nun auch das Geheimnis um das Geschlecht gelüfetet: Es ist wieder ein …
Nun habe ich von dem einen Geschlecht 5 Enkel und vom anderen 1 Enkel.

In Zeiten wie diesen durfte mein Sohn seine Frau nur ins Spital bringen, musste dann wieder wegfahren (OP war zwischen 8 und 13 Uhr angesetzt), wurde ,als der Vormittags-Termin bekannt war, zeitgerecht wieder ins Spital geholt und musste dann vor dem OP warten.

Danach durfte er sein Kind und seine Frau sehen und da das Geburtszimmer danach nicht benötigt wurde, konnte er glücklicherweise bis am späten Nachmittag bleiben.
Aber in den Tagen ihres Spitalsaufenthalts durfte kein Besuch kommen, also auch er als Vater nicht und die beiden Kinder durften ihr Geschwisterl auch nicht kennenlernen.
So wie es aussieht, darf sie heute nach Hause gehen und dann ist die Familie endlich vereint und kann sich mit dem neuen Mitglied vertraut machen.

Ich werde mein neues Enkelkind vermutlich Anfang Dezember im Arm halten, wenn wir wieder soziale Kontakte pflegen dürfen.

****
Ich selber bin nach wie vor im Homeoffice und es ist derzeit auch ganz schön viel los. Aber ich mag die Ruhe in meinem Arbeitszimmer und dass die Wegzeiten entfallen. Und auch die Mittagsküche von meinem Mann ist exzellenter als die Mittagskost, die ich sonst „genieße“. 🙂

Uns gehen die Kulturveranstaltungen ab: Konzerte, Theater, Kabarett, Museen …
Natürlich gibt es viele Online-Angebote, aber die ersetzen halt nicht die Live-Atmosphäre eines wunderbaren Konzertsaals, das Stimmengewirr etc., wenn man zu zweit vor dem TV sitzt.
Aber ich hoffe, dass das auch wieder vorbeigeht.

Kleintochter hat eine Info vom Studium erhalten, dass sie zu den besten
10 % der Studenten in der Vergleichgruppe von 831 Personen gehört und ihr Notendurchschnitt bei 2,6 liegt. So gut hätte sie sich gar nicht eingeschätzt.
Und das Beste: Ihr macht das Studium Spaß und es interessiert sie.
Neben dem Studium arbeitet sie wieder 2 Mal die Woche in der Anwaltskanzlei, deren Besitzer sie coronabedingt im Frühjahr entlassen mussten.

Unsere für Anfang Dezember geplante Reise nach Berlin haben wir auch schon abgeschrieben.
Aber noch haben wir Hoffnung, dass wir Großtochter und ihre Lieben Anfang Jänner im Nachbarland besuchen können.
Der Herz-US, der bei ihrem älteren Kind gemacht wurde, weil bei 2 verschiedenen Untersuchungen ( 1Mal Kinderarzt-Kontrolle und 1 Mal Untersuchung für Einschulung) komische Herztöne aufgefallen waren, hat keinen Befund ergeben, also alles ok. Das war schon sehr erleichternd zu hören!
Dem kleineren Bauxerl, das im Jänner 1 Jahr alt wird, geht es auch gut. Das wächst und gedeiht und stellt sich schon überall auf und macht Schritte, solange es sich irgendwo anhalten kann.

Und sonstige Reiseplanungen?
Alles ausgesetzt, weil man derzeit nix planen kann: keine Vorfreude.
Für Ende Mai/Anfang Juni ist derzeit noch immer eine Motorradtour durch Italien angedacht. Davor werden wir mal mit einem verlängerten Wochenende mit längerer Anfahrtszeit zum Ziel ausprobieren, ob unsere Hintern und Rücken 2 bis 3 Stunden Fahrt durchhalten.
Immerhin haben wir ja auch schon den 5er vornweg stehen beim Alter. 😉

Und obwohl Herzensglück und ich nun 24 Stunden am Tag zu Hause sind, haben wir einander gestern wieder geherzt und gesagt: „Gell, wir sind erst seit einem halben Jahr verheiratet“.
Es fühlt sich nämlich noch immer so gut an. 🙂
Dabei sind es jetzt schon 3,5 Jahre!!!

So grüßt euch eine nach wie vor herzensglückliche
Patentsocke







324. Text_Mittendrin statt nur dabei

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Terroranschlag in meiner Heimatstadt und ich in der Nähe.

Herzensglück und ich waren in einem Konzert und als dieses zu Ende war, sagt uns eine Billeteur, es gäbe eine Schießerei in der Nähe und vielleicht wollen wir ja im Haus bleiben. Wir denken, es wurde ein Geschäft überfallen und alles nicht so schlimm, holen noch unsere Garderobe.
Mit uns sind die Mitarbeiterin des Auftraggebers vom Projekt, für das ich arbeitsmäßig zuständig bin und mit der ich eng zusammenarbeite und mich sehr gut verstehe, und ihre Freundin.
Wir hatten nämlich die 2 Karten für dieses Konzert, zu dem eigentlich unsere Freunde mitgehen wollten, deren Kind aber 5 Wochen zu früh zur Welt gekommen war und die ihre Karten weitergaben, ihr angeboten.
Im Eingangsbereich dann ein Mann aus dem Management, der sagt, die Polizei empfiehlt, das Haus nicht zu verlassen, von Fenstern und Türen wegzugehen und sie würden einen Saal zur Verfügung stellen, in dem man abwarten und sich die Nachrichten ansehen kann.
Wir sind noch etwas ungläubig, unser Motorrad steht ja direkt vorm Haus, es war ja ein lauer Novemberabend, also hatten wir das Zweirad genommen und nicht die öffentlichen Verkehrsmittel. Und während wir noch überlegen, doch heimzufahren, sehen wir Polizeieinheiten mit Helm und Schutzwesten mit schweren Waffen im Anschlag, die vorm Haus Stellung beziehen.
Ja, und dann sitzen wir 3 Stunden im Veranstaltungshaus fest, informieren uns über Handy, was los ist, erfahren von Schießerei und Toten sowie Verletzen und unübersichtlicher Lage. Man weiß nicht, wie viele Täter es sind, einer erschossen, andere vielleicht noch unterwegs, Bezirk abgesperrt, U-Bahn bleibt nicht in den Stationen dieses Bezirks stehen …
Meine Mutter ruft mich aufgelöst an, sie macht sich Sorgen, fragt, ob wir eh zu Hause sind und ist entsetzt, als sie hört, dass wir am Rand des Einsatzgebiets im Haus festsitzen. Ich gebe meinen Kindern Bescheid, dass es uns gut geht, sie wollen auf dem Laufenden gehalten werden.
Das Management teilt Mineralwasser aus, stellt die Verbindung zwischen uns Wartenden und der Polizei vor der Türe her und gibt Neuigkeiten an uns weiter.
Rundum hell erleuchtete Handys, jeder holt sich Info, schaut über Livestream die Nachrichten der Sondersendungen, die Verbindung ist nicht gut, immer wieder bricht sie ab. Wir beginnen uns darauf einzustellen, dass wir die Nacht hier verbringen. In einem wunderschönen Saal, in dem normalerweise wundervolle Musik genossen wird, in dem man das Schöne erlebt … jetzt ist es völlig konträr.
Alle versuchen zu begreifen, was sich draußen gerade abspielt.
Die Akkus werden leerer, das macht Sorge, wie verständigt man dann die Angehörigen, wenn man nach Hause darf, Telefonnummern werden auf Papier geschrieben, bevor das Handy erlischt, damit man von der öffentlichen Telefonzelle jemanden erreichen kann.
Nach Mitternacht dann die Information, dass alle großen Häsuser in der Umgebung evakuiert werden, die Polizei würde uns zur nächsten U-Bahn-Station evakuieren, damit wir aus der Gefahrenzone kommen.
Leute sind aufgeregt, wollen wissen, wohin diese U-Bahn fährt, ob dann dort Taxis zum Heimfahren stünden, ob man nicht doch nur durch den angerenzenden Park gehen könne, weil man sei dort gleich zu Hause.
Man fasst es nicht, wie eigenbezogen manche Menschen selbst in so einer Situation noch sind.
Es dauert noch lange Zeit, bis der Polizist zurückkommt und das Prozedere erklärt: Wir müssen uns in 4er-Reihen aufstellen, damit wir einen Pulk bilden, um den herum die Polizisten die Umgebung absichern können. Wir müssen zügig gehen. …
Wieder dauert es und dann setzen wir uns in Bewegung, gehen die Treppen im dunklen Stiegenhaus hinab in den Eingangsbereich, dort in 4er-Reihen aufstellen, die Polizei schreitet die Reihen seitlich ab und stellt Menschen, die alleine sind, noch zu Menschen, die nur zu dritt in der Reihe stehen.
Wieder der Befehl, zügig zu sein und keine Lücken in die Reihen reißen zu lassen.
Dann öffnet sich die Türe und wir treten hinaus, es geht zügig voran, Polizisten um uns, die angespannt mit gezogenen schweren Waffen die Umgebung abblicken, uns antreiben. Plötzlich Stillstand, wir stehen im Freien, rundum ist es dunkel, die Funkgeräte knacken, undeutliche Meldungen sind zu hören. Ich fühle mich nackt und unbeschützt trotz der vielen Polizisten. Im Haus habe ich mich sicherer gefühlt.
Herzensglück hält meine Hand noch ein wenig fester.
Nach ein paar Minuten geht es weiter, die Treppe zur U-Bahn hinunter, dort stehen wir vor versperrten Eisengittern, links geht ein Gang zu einer weiteren U-Bahn-Linie ab und gleichzeitig auch ins Freie zu einem Park. Polizisten leuchten den Gang entlang, einige werden abgestellt, den Gang zu sichern. Plötzlich ein wenig Hektik, ein Polizist hat eine offene Türe entdeckt, wir werden aufgefordert, den Bereich vor diesem Seitengang zu räumen. Mir wird bewusst, dass jemand, der draußen im Dunklen steht und hereinschießt, uns schön wie Jagdwild vor der Flinte hätte.
Es wird Entwarnung gegeben. Und es gibt tatsächlich noch in dieser angespannten Situation Menschen, die vom Polizisten, der den Einsatz befehligt, wissen möchten, wo dann ein Taxi warten könnte, wohin die U-Bahn genau fährt, ob nur bis zur nächsten Station oder bis zur Endstelle, was dort dann wartet… Ich bewundere den Mann, der trotz seiner Anspannung und dass er seine Kollegen im Auge haben muss, im Funkgerät die neuesten Infos hören möchte noch Nerven genug hat, freundlich zu bleiben.
Endlich die Info, dass wir diesen Gang zur U-Bahn gehen sollen, dort würden schon 2 Sonderwägen mit offenen Türen warten und uns aus der Gefahrenzone bringen.
Meine Projektkollegin entscheidet sich für die andere Fahrtrichtung, obwohl wir angeboten haben, dass sie mit uns kommt und wir sie dann nach Hause bringen, weil sie von der Station noch einen langen Heimweg habe, da sie näher an ihr Zuhause kommt.
Ihre Freundin steigt mit uns ein, da sie in die gleiche Richtung muss.
Es schließen sich die Türen und wir fahren ab. Die U-Bahn hält an allen Stationen, die auf ihrer Linie liegen, die Menschen steigen nach und nach aus. Ich telefoniere mit meinem Bruder, der angeboten hat, uns abzuholen, und sage ihm, wo wir aussteigen werden. Der Freundin der Kollegin biete ich an, das sie auch nach Hause gebracht werden kann, aber sie hat eine Freundin, die sie eine Station weiter abholen wird.
Wir haben uns alle versprochen, einander Bescheid zu geben, wenn jeder von uns wohlbehalten zu Hause angekommen ist.

Mein Bruder wartet auf uns, wir reden bei der Fahrt über das Geschehene, bekommen letzte Meldungen, die er im TV gesehen hat.
Zu Hause sind wir noch zu aufgewühlt, um schlafen gehen zu können, wir drehen den Fernseher auf, können trotz all der Erklärungsversuche nach wie vor nicht begreifen, was da los ist.
Es kommt ein SMS der Freundin der Kollegin, sie sei gut zu Hause angekommen, auch meine Kollegin schickt eine Nachricht, sie ist zu Hause, auf dem halben Heimweg sei ein Taxi aufgetaucht, mit dem sie fahren habe können statt 45 Minuten gehen zu müssen.

Die Bilanz: 4 Tote, ein toter Attentäter, 22 Verletzte und viele offene Fragen, wie das passieren konnte.
Aber auch Meldungen über viel Unterstützung und Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt.

Es grüßt euch eine nachdenkliche, aber auch zuversichtliche
Patentsocke



323. Text_November-Zeilen

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Liebe Blogbesucher!

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier geschrieben habe.
Keine Bange, es geht mir gut, kein COVID-19-Ausfall, aber genug zu arbeiten. Meine Kolleginnen hatten die letzten Wochen abwechselnd Urlaub und ich habe daher zusätzlich zu meinem Projekt noch die jeweils diensthabende Kollegin unterstützt, wobei bei einer an einem Tag das Internet im Homeoffice ausfiel und ich dann gar nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht: Arbeitsauftrag über Arbeitsauftrag trudelte per Mail herein. Und alles natürlich uuuurdringend. Hat mich an meine Schulzeit erinnert, als alle Professoren der Meinung waren, ihr Fach ist das Allerwichtigste und daher die gestellten Aufgaben unbedingt sofort zu erledigen.
Aber wie man merkt, habe ich es überlebt. 😉

Mittlerweile erleben wir ja schon wieder aufgrund der steigenden Infektionszahlen den Lockdown und ich habe heute in meinem Kalender wieder etliche Kulturveranstaltungen herausgestrichen, die wir im November besucht hätten.
Mitte November war auch wieder ein Sonntag mit den Kindern meines Sohnes angedacht, der nun auch ins Wasser fällt.
Das 3. Kind der beiden = mein 6. Enkelkind wird nun am 19. 11. auf die Welt geholt. Es ist aufgrund medizinischer Indikation so wie bei den anderen beiden ein Kaiserschnitt nötig.
Das Rätselraten um das Geschlecht ist nach wie vor aktuell.
Das nächste Treffen wird Anfang Dezember erfolgen, da das ältere Kind dann seinen 9. Geburtstag feiert und damit einhergehend wird auch das neue Menschlein kennengelernt.

Herzensglück und ich waren Ende Oktober übers Wochenende noch einmal in Italien, genauer gesagt in Triest. Die Autofahrt mit Transit durch ein angrenzendes Land verlief gut, an der Grenze überhaupt keine Probleme.

Und so verbrachten wir noch drei schöne Tage bei sehr angenehmen Temperaturen, die mit dem Sonnenschein, der ab Samstagmittag herrschte, direkt sommerlich waren.
Wir haben wieder die Stadt erkundet, waren im Theater Verdi bei einem Konzert. In das Theater passen normal 1.400 Personen und ich habe übers ganze Theater verteilt etwa 100 Besucher gezählt. Auch Herzensglück und ich saßen in unterschiedlichen Reihen. Leider war der Applaus dann naturgemäß auch sehr dünn, obwohl die Leistung des Orchesters wesentlich tollere Ovationen verdient hätte.
Mund-Nasen-Schutz ist in Italien auch im Freien zu tragen gewesen und wir haben wieder sehr disziplinierte Menschen erlebt, die Abstand hielten, vor Geschäften warteten, wenn drinnen die Kapazität erreicht war.
Am anderen Tag erkundeten wir per Auto die Umgebung der Stadt, fuhren in die karstigen Hügel, die sich hinter der Stadt erheben, und ins Hinterland, danach noch nach Duino und auf die andere Seite der Stadt nach Muggia.
Am letzten Tag haben wir dann noch diverse kulinarische Köstlichkeiten eingekauft, unter anderem das allerjüngste Olivenöl, das am Tag zuvor frisch gepresst und abgefüllt wurde.
Es schmeckt richtig schön frisch, grasig und ein bissel brenzlig am Gaumen.

Die nächsten Wochen werden wir die Zeit wieder mehr zu Hause verbringen, arbeiten, lesen, den Garten winterfest machen.
Hoffen wir, dass die Zahlen zurückgehen, unser Gesundheitssystem nicht kollabiert und es im Dezember wieder ein bissel „normaler“ wird.

Für ein bissel optischen Genuss sorgen hoffentlich die Fotos aus Triest, die ich hier poste.

Es grüßt euch mit Hoffnung und Liebe im Herzen

Eure Patentsocke

Triest_
Piazza dell’Unità d’Italia bei Nacht
Stadtansicht Triest
Theater Verdi
Blick aus dem Hotelfenster
Italienische Mobilität
Wallfahrtskirche Monte Grisa
Wallfahrtskirche Innenraum 1. Stock
Blick von der Kirche Richtung Triest
Stadtansicht Muggia
Hafen für Kleinboote von Muggia

322. Text_Brustschmerzen

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Liebe Blogbesucher!

Vor 14 Tagen begannen Schmerzen in der linken Brust. Bei jeder Bewegung und Berührung fühlte es sich an, als würde man auf einen blauen Fleck drücken.
Ich schrieb diese ganz zu Beginn als Nachwirkungen unserem Fitnesscenter-Besuch zu, aber nachdem dieses wegen Umbauarbeiten für 10 Tage geschlossen war, wir daher in dieser Zeit nicht trainieren gingen und meine Schmerzen nicht weniger wurden, habe ich sie bei meiner routinemäßigen Kontrolle beim Gynäkologen thematisiert.
Er tastete die Brust ab und stellte keine Veränderung fest, überlegte dann und meinte, obwohl die letzte Mammografie und Ultraschall erst 5 Monate her seien, möchte er das doch kontrollieren lassen und stellte mir eine Überweisung aus.
Die Schmerzen werden übers Wochenende zwar besser, aber ich möchte das doch lieber untersuchen lassen.

Gestern war ich dann im Radiologie-Institut und die Mitarbeiterin fragte nach, warum ich denn schon wieder zu diesen Untersuchungen käme.
Ich erkläre ihr die Umstände, die zur Überweisung führen, und daraufhin meinte sie, sie müsse das mit der Ärztin besprochen, wie sie da vorgehen solle. Ich warte also eine ganze lange Zeit in dieser engen, unwirtlichen Wartekabine bis die Ärztin erscheint und sich folgender Dialog ergibt:

Ärztin: Ich habe da ein großes Problem, weil sie waren vor 5 Monaten erst hier.

Ich: Ich weiß, mein Gynäkologe meinte aber, ich solle aufgrund der Schmerzen in der linken Brust eine Kontrolluntersuchung machen. Ihm ist bewusst, dass die letzte Untersuchung recht nah liegt, aber er möchte nichts übersehen aufgrund meiner Vorgeschichte.

Ärztin: Nun ja, auf die Überweisung hat er aber die rechte Brust geschrieben. Und sie sagen jetzt, dass die linke Brust untersucht gehört.

Ich: Ah, da scheint er sich bei der Überweisung geirrt zu haben.

Ärztin: Ja und jetzt haben wir ein großes Problem.

Ich: Also können Sie mich jetzt nicht untersuchen, ich muss mir eine neue Überweisung orgnisieren und eine neuen Termin ausmachen …

Ärztin: Nun ja da ist eine zwar kleine aber doch vorhandene radioaktive Dosis, die sie da bekommen und so nah hintereinander und …

Ich (bereits entnervt): Ich bin lediglich Patientin und verfüge nicht über umfassendes medizinisches Wissen, was nötig und vertretbar ist und was nicht. Da vertraue ich meinem Gynäkologen.
Aber wenn Sie die Untersuchung nciht machen wollen, dann lassen wir es für heute …

Ärztin: Na ja, dann machen wir eben beide Seiten.

Und schließt die Türe. Ich alleine in der engen, unwirtlichen Wartekabine. Und ich frage mich, ob ich das eigentlich notwendig habe, dass ich hier so angemotzt werde.

Es wird dann die Mammogrfaie beider brüste gemacht und dann werde ich zum Ultraschall gebeten. Die Ärztin ist nun wesentlich freundlicher und meint, sie habe die aktuelle Mammografiebilder mit jenen der vergangenen Jahre (ich war die letzten Jahre immer in diesem Institut) verglichen und keinerlei Veränderung festgestellt. Und natürlich ist es ratsam, dass man das bei meiner Vorgeschichte lieber untersucht …

Sie schallt dann und als sie an einem Punkt ankommt, wo der Schmerz besonders spürbar ist, meint, sie da läge ein Milchkanal drunter. Es könne sein, dass die empfindlich seien, Veränderung könne sie keine feststellen.
Und als ich dann meine, dann könne ich meine jährliche Kontrolle also dann kommendes Jahr im Herbst statt wie bisher im Frühling machen, meint sie, dass ich auch im Frühling kommen könne, wenn ich das so gewöhnt sei: Häh? War da nicht was mit radioaktiver Dosis so knapp hintereinander?

Jedenfalls – und das ist die Hauptsache – ist nichts Bösartiges zu sehen und die Schmerzen werden auch weniger.

321. Text_Wieder im Homeoffice

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Liebe Blogbesucher!

Seit Anfang der Woche bin ich wieder im Homeoffice.
Unsere Geschäftsleitung meinte, sie wolle die Mitarbeiterzahl verringern, um die Kontakte innerhalb der Büroräumlichkeiten zu minimiern und ich war unter jenen, die seit Montag wieder von zu Hause aus arbeiten.

So habe ich also am Montag meine Arbeitsutensilien und den Rechner aus dem Büro geholt und sitze jetzt in meinem Arbeitszimmer zu Hause.
Es ist ein angenehmes Arbeiten, denn ich habe hier für meine Tätigkeit viel Ruhe und damit mehr Konzentration.

Ich arbeite an dem Projekt, für das ich zuständig bin, und wenn ich Ressourcen frei habe, schreibe ich den Kolleginnen und frage nach, ob ich irgendwo unterstützen kann.
Dazwischen kann ich den einen oder anderen Handgriff erledigen und alles läuft sehr entspannt ab.

Ein bissel als „Kindergarten“ empfinde ich, dass wir am Ende des Tages einen Arbeistbericht an die Leiter des Büros schicken müssen. Quasi, ob wir eh alle fleißig waren und uns nicht die Arbeitszeit zurücklehnen und Faulenzerdasein betreiben.

Eigentlich sollte schon aus dem Lockdown im Frühjahr, als wir bei der Rückkehr zur „neuen Normalität“ so gelobt und mit einem kleinen Bonus gewürdigt worden sind, bewusst sein, dass wir alle erwachsene und verantwortungsvolle Angestellte sind.
Und auch wenn es nicht so massive Einschränkungen wie vor sechs Monaten gibt, so merkt man im Alltag doch wieder die Maßnahmen, die das Ansteigen der Infektionszahlen verhindern sollen.

Ein Freund hat die Geburtstagsfeier zu seinem runden Geburtstag abgesagt.
Eine Bekannte wacht mit Bindehautentzündung auf und fragt sich nun, nachdem sie im Internet gelesen hat, dass dies ein Symptom von COVID-19 sein kann, ob sie die Gesundheitshotline anrufen muss oder einfach zum Haus- oder Augenarzt geht so wie früher – in Zeiten der normalen Normalität.
Man ist im Freundes- und Bekanntenkreis wieder konfrontiert mit denjenigen, die meinen, das ist so arg wie eine Grippe, stellt euch nicht so an und jenen, die panisch gar nicht mehr aus dem Haus gehen wollen und jeglichen sozialen Kontakt unterbinden.
Und selber merke ich, dass ich nicht weiß, was ich von alldem halten soll.
Ich versuche, den goldenen Mittelweg zu gehen und trage MNS, wenn ich in geschlossenen Räumen bin (und natürlich überall dort, wo ich gesetzlich dazu verpflichtet bin), wasche mir öfter die Hände, habe ein Desinfektionsgel in der Handtasche dabei, das ich anwende, sobald ich irgendwo einkaufen war oder in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, aber ich gehe dennoch ins Konzert (jeder 2. Sitzplatz bleibt frei, auch haushaltszugehörige Menschen dürfen nicht nebeneinander sitzen), ich gehe ins Lokal essen, ich treffe Freunde, Familie.

Mit dem Planen von Reisen tun wir uns momentan schwer, denn man darf ja nicht mehr in jedes Land, die Reiswarnungen bzw. Einschränkungen durch Quarantäne oder verpflichtende Tests werden wieder mehr und die Situation verändert sich beinahe täglich.
Herzensglück hat sich seinen Herzenswunsch nach einem Motorrad erfüllt und kann es seit Dienstag sein eigen nennen. Heute wird die erste Fahrt mit mir als Sozia stattfinden, denn er wollte erstmal vertrauter mit dem Zweirad werden, bevor er mich mitnimmt.
Er spricht von einer Italienrundfahrt kommendes Jahr mit dem Bike
Das sind nun die kleinen Reiseträume.

Gestern vor 5 Jahren begann Herzensglücks und meine erste gemeinsame Reise. Es ging nach Bangkok und danach in ein Hotel in Hua Hin zum Entspannen am Meer.
Wie war ich aufgeregt: Zum ersten Mal 14 Tage 24 Stunden beieinander. Werden wir uns vertragen, wird es uns zu eng werden, haben wir den gleichen Rhythmus …?
Und wie man weiß, sind noch ganz viele Reisen gefolgt … und die größte Reise: unsere gemeinsame Reise als Eheleute.

Ende Oktober machen er und Kleintochter miteinander ein Sicherheitstraining mit dem Motorrad. Das finde ich gut.
Auch, dass es die Herbstaktion „2 zum Preis von einem“ gibt, und ich zahle Kleintochter ihren Anteil.
Das beruhigt mich ein bissel, wobei ich rational weiß, dass es keine Garantie auf Unfallfreiheit gibt.
Aber so wie bei COVID-19 kann man mit ein paar Maßnahmen das Risiko minimieren.


Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

320. Text_Vermischtes

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Liebe Blogbesucher!

Noch vor unsere Italien-Reise habe ich mit meiner Großtochter im Nachbarland kommuniziert. Sie hatte mir tolle Aquarellbilder geschickt, die sie gemalt hatte.

Sie bringt sich diese Technik gerade selber bei.

Und sie hat ein absolut kreatives Talent.

Da schrieb ich ihr, dass sie bestimmt toll ein Kinderbuch illustrieren könnte.

Und dann äußerte ich den Gedanken, dass ich schon lange mit der Idee schwanger gehe, ein Buch zu schreiben, auch ein Kinderbuch.

Ich steh mir nur immer selber im weg, denn es muss ja gleich perfekt sein.

Da antwortete sie mir, was ich denn verliere, wenn ich einfach mal drauflosschreibe.
Dann kommen von mir Einwände wie: Es gibt eh schon so viele Bücher, ich bin ja keine Kinderpädagogin, kleine Kinder habe ich auch nicht tagtäglich um mich, ich bin wohl keine Expertin auf dem Gebiet etc. etc.
Sie ließ keines der Argumente gelten und meinte, sie würde sich freuen, ihren Kindern mal das Buch von Oma vorlesen zu können.
Und plötzlich änderte sich mein Blickwinkel.
Für meine Enkelkinder schreiben, das ist es.
Ihre Gedankenwelten aufnehmen, das, was ich mit ihnen erlebe, was ich mitbekomme, was sie ängstigt oder freut.
Das war eigentlich das, was in meinem Innersten diese Idee des Kinderbuches entstehen hat lassen: Meine Enkelkindern ernst nehmen in ihren Lebenswelten und ihnen mit Worten Unterstützung, Anregung zu geben.
Ich kann nicht komponieren und nicht zeichnen und nicht musizieren, aber mit Worten kann ich umgehen.
Und so habe ich nun begonnen, erste Texte zu verfassen.

Großtochter fungiert als Feedback-Geberin.
Und dann auch als Illustratorin.

***
Von der Institution, für die ich ehrenamtlich meinen Klienten betreue, gibt es einen 3-stündigen Vortrag zum Thema „Wie tröste ich richtig?“
Das Thema interessiert mich.

Ich merke, wie ich selber in solchen Situationen sprachlos und überfordert bin. Dann rettet man sich in Floskeln, die absolut entbehrlich sind.
Ich möchte den Traurigen ernst nehmen in seinem Schmerz und nicht mit Aussage wie „Das wird schon wieder“ oder „Ich hab damals in der Situation …“ auf seinen gerade empfundenen Schmerz reagieren.
Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Vortrag.

***
Herzensglück trägt sich schon länger mit dem Gedanken, unseren 30-PS-Roller gegen ein Motorrad zu tauschen. Ein Mal will er noch Motorrad fahren und der Gedanke blieb und nun hat er es gestern getan.
Er hat eines gekauft.
Vorigen Samstag sind wir – nur so mal zum Ausprobieren OT Herzensglück – probegefahren und waren zufrieden.
Ich sperrte mich ein bisschen, denn im Roller ist in der Sitzbank Platz für unsere beiden Helme und wenn wir die aufhaben, bekommen wir einen kleinen Einkauf unter. Auf dem Motorrad muss man ein Topcase montieren, damit man diesen Stauraum zur Verfügung hat.
Was soll ich sagen: Das Kofferset hat Herzensglück jetzt auch gleich bestellt.
Denn!
Er trägt sich ja mit dem Gedanken, dass wir kommendes Jahr mit dem Motorrad durch Italien fahren.

***
Kleintochter hat jetzt auch ein Motorrad. Sonntag kam sie damit vorbei und die ganze Familie hat es betsaunt.
Wie klein und zierlich mein „Kind“ daneben aussieht.
Jetzt fahre ich selber gerne als Sozia mit – aber das eigene Kind auf eienr Maschine?!?
Da wohnen 2 Seelen in meiner Brust.

***
Die Anwaltskanzelí hat sich bei Kleintochter gemeldet. Ab November ist sioe dort wieder für 20 Stunden angestellt. Das lässt sich gut mit ihrem Stiúdium verbinden. Sie kennt das ja von vorigem Jahr, als sie von Jänner bis März dort war.
Ich hab mich sehr mit ihr mitgefreut.

Es grüßt euch eine herzensglückliche Patentsocke

319. Text_Zurück aus dem sonnig-warmen Süden

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Liebe Blogbesucher!

Seit Ende voriger Woche sind wir wieder zu Hause.

Mittwoch vor zwei Wochen sind wir direkt von meiner Arbeitsstelle aufgebrochen, um in einer 1. Etappe bis kurz vor die italienische Grenze zu fahren.

Wir nächtigten in einem Genusshotel, das wirklich Genuss für alle Sinne anbot. Das Zimmer war neu und freundlich eingerichtet, das Abendessen vorzüglich.

Ausgeruht und gestärkt mit einem tollen Frühstück, bei dem man sich u. a. aus frischem Gemüse selbst Säfte pressen konnte und allerlei Gesundes am Buffet vorfand, sind wir gestartet und waren nach wenigen Kilometern in Italien.

Auf dem Weg zu unserem Quartier 1 Stunde südlich von Venedig kehrten wir noch in Palmanova ein, einem netten Städtchen, und gönnten uns auf dem Hauptplatz mit Blick auf den Duomo einen köstlichen italienischen Kaffee.

Danach ging es weiter und wir erreichten unser Agriturismo, bezogen unser Zimmer und wurden eingeladen, das Abendessen im Restaurant des Quartiers einzunehmen. Nach einer langen Autofahrt war uns ohnehin nicht mehr nach großartigen Ausfahrten und so nahmen wir das Angebot dankend an.

Das Quartier verfügte über einen gedeckten Außenbereich, wo wir das Abendessen und in den Folgetagen unser Frühstück einnahmen.
Man hatte einen schönen Blick auf den ausladenden Garten mit blühenden Rosen, Hibiskus, Pinienbäumen …
Versteckt hinter Hecken lag in der Gartenanlage der Pool, den wir in den ersten Tagen auch genutzt haben.

Die kommenden 7 Tage unseres Aufenthaltes nutzten wir, um Bologna zu besuchen, die Euganeischen Hügel zu erkunden, Modena, Chioggia (das kleine Venedig genannt) sowie das Po-Delta mit Comacchio anzusehen.

Nach Bologna und Vendig fuhren wir mit dem Zug. Das kostete so viel wie die Straßenmaut, ein Garagenplatz und das Benzin zusammengerechnet und Herzensglück konnte während der Fahrt seine Fotos bearbeiten und entspannen und wir hatten keinen Stress mit Verkehr und Parkplatzsuche.

Nach der Woche ging es weiter nach Triest, wo wir 2 Übernachtungen eingeplant hatten, die ich zu meinem Geburtstag von Herzensglück geschenkt bekommen hatte. Den ersten Abend dazu noch ein Essen in einem guten Restaurant.
Wir sind durch die Stadt geschlendert, haben auf schönen Plätzen Kaffee getrunken und das Treiben um uns beobachtet. 2 Museen haben wir besucht, auf der Mole Audice den Sonnenuntergang betrachtet.

Und wir haben festgestellt, dass die Italiener sich sehr an die „Corona“-Regeln halten; Maske aufsetzen, Hände desinfizieren (fast immer mittels Fußhebel betätigbar, was ich wesentlich besser finde als jeder tatscht auf den kleinen Hebel des Spenders, und Abstand halten. Vor manchen Geschäften waren Warteschlangen, da im Inneren die Höchstanzahl an Kunden bereits erreicht war.

Wir haben beschlossen, dass wir Triest wieder besuchen wollen und dann auch die Umgebung erkunden möchten, z. B. die Karsthügel, die sich hinter der Stadt erheben.

Nun sind wir wieder zurück, den Kopf voll neuer, schöner Eindrücke und der Hoffnung, dass wir im Frühjahr wieder eine Reise unternehmen können. Wenn wir nicht wegfliegen können, so bietet Italien noch einige schöne Ecken, die es sich lohnt zu besuchen. Und so entstehen in unseren Köpfen bereits erste Ideen.

Unsere allernächste Reise führt uns Anfang Dezember nach Berlin. Mal sehen, ob man uns auch lässt. 😉

Es grüßt euch
eine herzensglückliche und entspannte Patentsocke

318. Text_Ein paar Tage Auszeit

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Liebe Blogbesucher!

Ich schließe Mitte der Woche mein Projekt ab und bevor das neue wieder so richtig voll losgeht, gönnen Herzensglück und ich uns ein paar Tage Auszeit in Italien.

Wir splitten die lange Anfahrtszeit auf zwei Tage und übernachten kurz vor der italienischen Grenze. Am Donnerstag geht es dann in unser Quartier, ein Agritourismo mit wenigen Zimmern, großer Anlage, eigenem Gemüsegarten, Restaurant und Bio-Schwimmpool.

Wir sind in der Nähe von Rovigo und so können wir mit dem Zug in einstündiger Fahrt nach Vendig, genauso lange dauert es mit dem Zug nach Bologna.

Das ist vermutlich die entspannteste Variante, in diese beiden Städte zu kommen, da in den italienischen Innenstädten oft Fahrverbot herrscht und man teuer und außerhalb der Stadt parken muss.

Auch Ferrara, Modena, Chioggio und die Eugeanischen Hügel stehen auf unserem Programm.
Und natürlich entspannen am Pool sowie die kulinarischen Köstlichkeiten entdecken, verkosten und mitnehmen.

Zum Geburtstag hat mir Herzensglück auch 2 Übernachtungen in Triest im Hotel Vis a vis Duchi (das ist der moderne Teil des altehrwürdigen Hotels direkt am Platz mit Blick aufs Meer) mit Frühstück im altehrwürdigen Teil geschenkt. Dazu noch Abendessen in einem exquisiten Restaurant.
Und gemeinsam werden wir die für uns beide noch unbekannten Winkel der Stadt entdecken.

Dann geht es zurück in unsere Heimatstadt.

In Zeiten wie diesen muss man sich immer mit der Frage auseinandersetzen, ob es denn unbedingt notwendig ist, sich auf Reisen zu begeben.

Ich bin der Ansicht, dass ich mich auch im eigenen Land anstecken kann, sogar im Großraumbüro an meiner Arbeitsstelle. So hatte eine Kollegin vor 3 Wochen einen Termin, bei dem die Gesprächspartnerin positiv gestestet wurde und sie daraufhin bis zum Ergebnis ihres Tests in Homeoffice blieb.

Der Bereich, in dem sie ihren Arbeitsplatz hat, wurde abgesperrt und wir alle wurden dazu aufgefordert, uns sehr strikt an die Hygiene-Vorgaben zu halten.
Sie wurde glücklicherweise negativ getestet, aber man erkennt, dass es einen überall erwischen kann.

Und die Sicherheitsvorkehrungen kann ich hier wie da einhalten, um mein Risiko zu minimieren.

So freue ich mich auf ein paar Tage außerhalb der eigenen 4 Wände mit neuen Eindrücken, die mich wieder bereichern werden.

Es grüßt euch eine vorfreudige Patentsocke

 

 

317. Text_Wieder ein Jahr älter

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Liebe Blogbesucher!

Vorige Woche wiederholte sich mein Geburtstag zum x-ten Mal.
Ich hatte mir einen Urlaubstag genommen und den Tag wirklich genau so verbracht, wie ich es mir vorgestellt habe.

In der Früh gemeinsames leichtes Frühstück mit Herzensglück, der Homeoffice hatte.

Ich bekam sein Geschenk: einen Reiseführer von Triest, 2 Übernachtungen im modernen Teil „Vis a vis“ des altehrwürdigen Hotel Duchi mit Frühstück im alten Teil des Hotels. Dazu ein Abendessen in einem exquisiten Restaurant.
Und die Einaldung, mit ihm viele für uns beide unbekannte Winkel der Stadt zu entdecken.

Wir wollen ja kommende Woche nach Italien fahren (wenn man uns coronabedingt nicht noch einen Strick dreht) und zurück geht es dann über Triest.

Dann brach ich auf, um mit dem Bus zu einem Shoppingcenter in unserer Nähe zu fahren, das ich eigentlich nicht besonders gerne mag, aber es liegt halt recht nahe.  Großtochter war während ihres Besuches dort und meinte, es war nicht gar so schlimm.

Ich war kurz nach Öffnung der Geschäfte dort und somit war es noch angenehm ruhig. Ich kaufte mir ein paar Leinenhosen und T-Shirts.
Dann ging es zurück nach Hause, wo ich die Kleidung mal in die Waschmaschine tat und dann auf der Terrasse in meinem Buch gelesen habe.
Kleintochter kam kurz nach Mittag und während Herzensglück im Haus seiner Arbeit nachging, plauderten wir beide auf den Liegen liegend und gingen in den Pool und genossen kühle Getränke.

Dazwischen natürlich unzählige Glückwünsche, die per Telefon, Nachricht, Videoanruf …. eintrafen

Dann gab es Jause zu viert mit Sachertorte, die Herzensglück in der Konditorei besorgt hatte.

Kleintochters Freund kam am späteren Nachmittag und während es rundum bereits zu donnern begann, sprangen wir noch schnell in den Pool.
Kurz danach begann es zu tröpfeln und wir saßen unter der Markise im Trockenen während es immer stärker zu regnen begann.

Zum Abendessen hatte Herzensglück uns selbst gemachte Burger versprochen und da es nun sehr heftig regnete, aßen wir im Esszimmer bei geöffneter Terrassentüre, damit die frische Luft hereinwehen konnte.

Herzensglück hatte alle Zutaten wie Spiegelei, Zwiebel, Salatherzen, Saucen, Blauschimmelkäse, Bacon etc. extra hergerichtet und jeder konnte sich seinen Burger nach eigenem Geschmack zusammensetzen.

Es war wirklich seeeeeeehr köstlich!

Eigentlich wären wir mit unseren kugelrunden Bäuchen gerne aufs Sofa gegangen, um uns auszustrecken, aber meine Eltern waren angesagt, um mit mir/uns anzustoßen.

Da der Regen mittlerweile aufgehört hatte, setzten wir uns mit ihnen wieder auf die Terrasse und genossen den lauen Abend, die Solarleuchten gingen rundum an, die Zirpen zirpten und wir genossen den Abend bei netten Gesprächen.

Zufrieden und rechtschaffen müde fiel ich spätabends ins Bett.

Das neue Lebensjahr kann so weitergehen. 🙂

316. Text_Leichter leben

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Liebe Blogbesucher!

Die Kenntnis des erhöhten Blutzuckers sowie der Befund „Fettleber“ haben in mir etwas ausgelöst.

Ich war schon die letzten Monate unzufrieden mit meinem Gewicht/Aussehen, Lockdown zu Coronazeiten hatte auch noch ein paar Fettröllchen gesponsert.
Nun halte ich mich an die Empfehlung der Ärztin, meinen Kohlenhydratkonsum einzuschränken und das Süße wegzulassen.

Ich esse bewusst nur 1 Mal am Tag eine ausgiebige Mahlzeit.

Wenn ich weiß, dass wir am Abend auswärts essen gehen, zum Abendessen eingeladen sind oder uns zu zweit ein leckeres Mahl zubereiten, gibt es zu Mittag nur Buttermilch, Joghurt mit frischen Früchten oder ein Butterbrot, Salat …

Außerdem sind wir jetzt wieder 2 bis 3 Mal die Woche im Fitnessstudio.

Und mittlerweile zeigt die Waage bereits 4 Kilo weniger.

Ich merke es auch an den Hosenbünden und an meiner Freude, mir etwas Hübsches zum Anziehen herauszulegen. Es passen wieder einige Kleidungsstücke, die im Schrankraum ganz nach unten oder hinten gewandert waren.
Herzensglück meint (auf meine Nachfrage) auch, dass ihm eine Veränderung meiner Silhouette bereits auffällt.

Mein Reflux ist weniger geworden, weil kein Bauch mehr auf den Magen drückt, ich bekomme besser Luft und fühle mich leichter.

Und ich merke, dass ich seit einiger Zeit besser schlafe.

Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich kaum (zeitweise gar keine) Hitzewallungen mehr habe. Es scheint also, dass das Tamoxifen nun aus meinem Körper draußen ist und der natürliche Wechsel auch hinter mir liegt.

So kann es weitergehen und ich werde dranbleiben, ein paar Kilos weniger gehen schon noch. 🙂

***

Nach einer kurzen Phase, in der Herzensglück und ich ein wenig unrund miteinander waren (Stichwort Mental Load) und zwei intensive Gespräche führten, turteln wir wieder wie Frischverliebte.

So ein reinigendes Gewitter (wobei es bei uns nicht wirklich geblitzt und gedonnert hat) hat schon etwas Gutes: Verfestigtes, Starres, mit dem wir beide nicht zufrieden waren, wurde in Worte gefasst, ausgesprochen, angegangen ist aufgebrochen und macht Platz für neue, gute Saat, die keimen und sprießen darf.

Es grüßt euch eine erleichterte und herzensglückliche
Patentsocke