Archiv der Kategorie: Meine Zeilen

340. Text_Tatsächlich, ich lebe noch! :)

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Wahnsinn wie die Zeit vergeht.

Mein letzter Post ist schon Ewigkeiten her.

Aber mein Alltag ist momentan auch gut gefüllt: Charlie, unser Hund, hat uns die letzten Monate mehrmals an den Rand der Verzweiflung gebracht und auch unser Urlaub in Italien Anfang Juni war nicht wirklich erholsam und hat auch an einem Tag zum Gedanken geführt, ihn der Züchterin zurückzubringen, weil wir ihm absolut nicht Herr wurden und keinen Ansatz gefunden haben, sein Anspringen und Schnappen zu beenden.

Jeder Spaziergang mit ihm war, als ob wir mit einer Handgranate unterwegs wären, die jederzeit losgehen kann. Kein schönes Gfeühl zu Hause loszugehen und immer die Angst im Nacken sitzen haben, wann er einen attackiert.

Unsere Trainerin stand uns engangiert und sehr, sehr hiolfreich zur Seite. Hat ihn oft ienen ganzen Tag zu sich genommen, um mnit ihm zu trainieren, um zu beobachten, wann er das Verhalten zeigt, was seine Macken sind …

Charlie, 28 Wochen alt, beim Waldspaziergang

Wir waren ein Mal die Woche bei ihr, um mit ihr und dem Hund gemeinsam zu traineiren, ihre Fragen und unsere Fragen durchzugehen.

Ich ging nur mehr mit angelegtem Maulkorb mit ihm Gassi, da ich dann „nur“ das Problem der Anspringerei hatte und nciht auch noch, mit seinen Zähnen in meinem Gewand zu kämpfen hatte.

Und was soll ich sagen? Nach im wahrsten Sinn des Wortes sehr viel Schweiß und noch mehr Tränen haben wir seit etwa 14 Tagen den Hund, den wir uns gewünscht haben.

Und woran lag es? An uns.

Der Hund ist mega intelligent und er hat jedes Machtvakuum, das wir als Anfänger ihm unwissend überlassen haben, erbarmungslos ausgenützt und immer mehr den Eindruck gewonnen, dass wir nicht fähig sind, die Führung zu übernehmen und er alles im Auge behalten muss.

Und mit dem richtigen Kennenlernen des Hundes, durch das Arbeiten an unserer Konsequenz und unserer Führungsrolle, durch das Verstehen, welche Kleinigkeiten der Nachlässigkeit beim Hund dazu führen, dass er uns nicht für voll nimmt, vertraut uns der Hund nun und muss uns nicht mehr maßregeln.

Es ist himmlisch und jetzt macht es wirklich total Freude, mit ihm unterwegs zu sein.

Wir bewegen uns viel, viel mehr, da es am Morgen eine große Gassirunde gibt und nach der Arbeit am Nachmittag(/Abend dann in den Wald und in die Hundezone geht.
Ich komme täglich auf meine mindestens 10.000 Schritte.
Ich halte mein Gewicht, auch wenn ich mir mal ein paar Dinge extra gönne.

Er kann nun schon einige Tricks und es macht Spaß, ihm im Wald Leckerlis zu verstecken, die er dann sucht, ihn „verlorene“ Dinge wiederfinden zu lassen, ihm auf der Hundewiese beim Spiel mit den anderen Hunden zuzusehen. Es ist schön, wenn er bei der Rast auf der Bank zu Füßen liegt
Man kommt mit vielen netten Menschen ins Gespräch.
Und am Morgen wir man von einem Hund, der seinen Schwanz wie einen Propeller rotieren lässt und der sich an einen drückt, herzlich begrüßt.

Natrülich haben wir noch die Baustelle „Allein bleiben“, an der wir schrittweise (sprich minutenweise) arbeiten, um ihm die Sicherheit zu geben, dass wir immer wieder auftauchen, wenn wir hinter der Türe verschwinden.

*****

Abseits vom Hund gibt es auch ein paar Neuigkeiten. Demnächst kommt Enkelkind Nummer 7 auf die Welt. Da es in einer schiefen Steißlage im Bauch liegt, wird es per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.


Die ältesten beiden sind Ende des Monats wieder einmal über Nacht bei uns und wir werden die gemeinsame Zeit genießen.

Die Tochter im Nachbarland schickt immer wieder Fotos von den Enkeln und es ist ein Wahnsinn, wie groß die beiden schon sind.
Es ist bald 1 Jahr her, dass wir sie gesehen haben und Ende Oktober habe ich vor, zu ihnen zu fahren.
Ob Herzensglück mitkommt, steht noch nicht fest, aber vielleicht fährt Kleintochter mit mir.

Kleintochter ist emsig in ihrem Studium unterwegs und möchte kommendes Jahr damit fertig sein.
Sie ist eine patente junge Frau und ich genieße die Gespräche mit ihr immer sehr, weil wir verschiedenste Themen immer ehrlich und sehr tiefgreifend besprechen.

Herzensglück und ich sind noch immer sehr glücklich miteinander.

Es passt also alles rundum sehr gut!

Auf der Hundewiese

339. Text_Auf den Hund gekommen

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Liebe Blogbesucher!

Wieder ist eine elendslange Zeit vergangen, seit ich zuletzt geschrieben habe.
Wir sind seit Mitte März jeden Tag ordentlich gefordert, denn unser kleiner vierbeiniger, felliger Racker hält uns ganz gehörig auf Trab.

Die Vorstellungen, die wir so hatten, wie das Leben mit Hund ist, wurden ganz schön durcheinandergewirbelt und unsere romatischen Gedanken von einem Hund, der neben einem hertrabt, wohlig in seinem Hundebett schläft, neben einem ruhig sitzt, wenn man auf einer Bank beim Spaziergang rastet, wurden gehörig zurechtgerückt.

Denn das ist kein Automatismus, dass ein Hund das kann, das muss man ihm angewöhnen.

Und diese Eingewöhnung – sowohl für den Hund an unseren Haushalt als auch von uns an das Leben mit einem Hund – hat uns teilweise enorm gefordert.
Und ich verhehle nicht, dass es auch den Moment gab, in dem wir unsere Entscheidung als die allerallerschlimmste unseres Lebens betrachtet haben.

So ein Welpe ist wie ein Kleinkind und alles, was man von ihm im eigenen Alltag fordert, muss man ihm zeigen, mit ihm trainieren und dabei konsequent bleiben. Und eindeutig. Das ist ganz schön anstrengend, weil man dazu neigt, mal aus Bequemlichkeit alle 5 grade sein zu lassen.
Aber das rächt sich.

Obwohl ich mir Hunderte Videos zu Hundeerziehung angeschaut hatte, Bücher gewälzt hatte, stand ich anfangs da, als ob ich mich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt hätte.
Als es an einem Morgen zwischen dem Hund und mir eine Szene gab, die mich restlos überforderte, weil er zum gefühlt tausendsten Mal an mir hochgesprungen und nach meinem Ärmel geschnappt und mich schlussendlich angeknurrt hatte, beschlossen wir, eine Trainerin zu kontaktieren.
Sie kam und hat sich in unserem Haushalt den Hund angesehen, war auch recht bald mit dem Verhalten konfrontiert, das uns zu schaffen macht, und hat unsere Bedenken, er sei entweder bereits dominant, grundsätzlich aggressiv oder „gaga“ im Kopf, zerstreut und gesagt, dass das normales Welpenverhalten wäre. Dass so ein Welpe recht schnell an Reizüberflutung leide und dann in seinem Hirn quasi ein Feuerwerk abginge und er damit nicht anders umgehen könne als durchzudrehen.
Und sie hat uns gezeigt, wie wir mit diesen Situationen gut umgehen können.

Und tatsächlich, wir haben ihre Vorschläge angewendet und es wurde immer besser.

Da wir im Mai eine Terminkollission mit der BruderFamilie haben, da sie noch im Ausland sind und wir bereits nach London zu unserem von vor 2 Jahren verschobenen Konzert fliegen, haben wir nach Hundesittern gesucht und uns erinnert, dass gleich ums Eck eine Dame wohnt, die ein Hundezentrum leitet. Mit ihr hat Herzensglück Kontakt aufgenommen und sie hat sich bereiterklärt, unseren Hund zu versorgen. Aber natürlich möchte sie ihn vorher kennenlernen und uns auch.

Der erste Schritt war ein kurzer Spaziergang mit Hund, Herzensglück und meinem Bruder.
Ein paar Tage später waren Herzensglück und ich eineinhalb Stunden bei ihr und sie hat erklärt, welche „Hausregeln“ bei ihr für den Hund gelten und ob das für uns passt. Natürlich, denn all das, was sie umgesetzt haben möchte, wollen wir in unserem Haushalt/Garten auch.

Und so hat sie gleich mal mit Charlie – so heißt unser Hund – kleine Trainingseinheiten gemacht. Ihm z. B. beigebracht, dass er nicht in die Beete reindarf, dass ein Stopp vor dem Türl zum Vorgarten gilt. Ich hab dann von meinem nach wie vor bestehenden Problem erzählt, dass ich den Eindruck habe, dass Charlie vor allem an mir hochspringt und nach mir schnappt, meist, wenn ich ihm Grenzen aufzeige.

Sie hat dann ein paar Fragen gestellt und aufgrund der Beantwortungen gemeint, sie verstehe das nicht, weil ich total richtige Ansätze habe. Dann hat sie mit mir und Charlie eine Situation herbeigeführt, in der ich ihm „Nein“ sagen sollte. Und siehe da, er ist wieder hochgesprungen etc. Sie sagte: „Du redest mit Kopfstimme und deine Körpersprache ist nicht eindeutig genug, dass du das nicht willst. Du musst das Nein aus der Brust heraus sagen und mach dich groß und den Brustkorb breit.“
Und siehe da, es funktionierte.
Und heute, eine gute Woche später, haben Charlie und ich kaum mehr Situationen, in denen er mir gegenüber aufsässig wird. Das ist soooo angenehm.

Die Stubenreinheit hatten wir sehr schnell geschafft gehabt und auch die Nächte sind relativ angenehm.
Ich hab im Vorfeld Herzensglück gesagt, dass ich nach 4 Kindern das Aufstehen in der Nacht nicht übernehmen werde und so geht er mit dem Hund, wenn er sich in der Nacht meldet.
Er hält aber schon 6 Stunden durch. Um 6 Uhr in der Früh ist für den Hund momentan allerdings Tagwache.

Neben den Grundkommandos, die er beherrscht, sind wir gerade dabei, ihm das Alleinsein beizubringen, das man auch schrittweise durchführen muss. Aber das erleichtert unseren Alltag dann auch, wenn der Hund stundenweise alleine sein kann, damit wir ins Museum oder ohne ihn essen gehen oder auf Besuch fahren können.

Heute können wir uns das Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen.
Natürlich ist es nach wie vor anstrengend und das Leben ist anders mit Hund, fordert uns mehr.
Aber es ist auch eine Bereicherung da.
Und man lernt so viel über sich selber.



338. Text_Hurra, ich lebe noch! :)

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Was?!?
Ich hab jetzt tatsächlich mehr als 3 Monate nichts gepostet?

Also die gute Nachricht gleich: Ich lebe noch, mir geht es gut, alles im grünen Bereich: Gynäkologe und Mammografie ohne Auffälligkeiten.
Na ja, bei der Brust sind ein paar kleine Fleckerl zu sehen, die die Ärztin als Kalk einstuft und meinte, bei einer „Normalpatientin“ würde sie das gar nicht beunruhigen, aber bei meiner Vorgeschichte empfiehlt sie eine Kontrolle in 6 Monaten. Also ist diese jetzt im Februar/März fällig.
Auch meine jährliche Kontrolle der Schilddrüse brachte keine neuen Erkenntnisse, alles beim Alten, Kontrolle in einem Jahr.

Beruflich: Ich hab einen Angestelltenvertrag bekommen, allerdings nur für 25 Wochenstunden und mit einem dementsprechend geringen Salär. Aber ich kann 100 % im Homeoffice arbeiten und bin exklusiv für mein Projekt zuständig. Also es schaut mir keiner über die Finger und ich bin alleinverantwortlich wann ich arbeite, Hauptsache mein Projekt wird immer ohne Probleme zeitgerecht fertig.

Der Vertrag ist mit Ende Dezember 2024 befristet, da ja dann der 3-Jahres-Vertrag meines Projekts ausläuft. Ob und wie es dann weitergeht, das steht in den Sternen. Da ich mit 1. 9. 2025 pensionsberechtigt bin, macht mir das jetzt nicht übermäßig Sorgen, dann bin ich halt die paar Monate in der Arbeitslosigkeit. Ich denke, man wird mich mit Weiterbildungen und Bewerbungen dann eher in Ruhe lassen, weil mein „Ausscheiden“ aus dem Berufsleben ja absehbar ist. Aber was weiß man, was sich bis dahin noch tut. Aber sich da heute schon Gedanken machen, ist unnötig.

Unsere dreiwöchige Reise nach Südafrika Ende November haben wir im allerletzten Moment storniert. Am Tag vor unserem Abflug kam abends die Nachricht über Omikron in Gauteng/Südafrika und als am Freitagmorgen dann die Info da war, dass GB und Israel den Flugverkehr einstellen, habe ich zu Herzensglück gesagt, dass ich da bestimmt nicht wegfliege, denn es wird nur eine Frage von Stunden sein, bis unsere Regierung nachzieht.

Er wollte das erst nicht einsehen und meinte, er fliege auf jeden Fall, denn er müsse aus der Scheiße der Situation bei uns raus. Ich meinte darauf nur: Und dann springst aus der einen Scheiße raus und in eine noch viel größere hinein. Ich mach da nicht mit, ich bleib zu Hause.

Er kam dann nach ein paar Minuten, vielen ausgetoßenen Flüchen, dem Wegfetzen seines Jogging-Oberteils dann auch zum Schluss, dass es wenig Sinn macht, 10 Stunden später abzufliegen.

So haben wir den Vormittag damit verbracht, den Flug zu canceln (umbuchbar auf anderen Zeitpunkt, aber gleiche Destination), alle Unterkünfte und den Mietwagen zu stornieren. Wir waren einige Stunden damit beschäftigt.

Kaum war das erledigt, wälzte Herzensglück schon neue Pläne, denn er muss da raus: Es kam Mexiko ins Spiel und noch andere ferne Länder. Hauptsache, man kommt mit 3 Impfungen ohne Quarantäne hinein und wieder zurück ins Heimatland. Das macht die Auswahl natürlich schon mal kleiner.
Und ich merkte, wie mich das alles überforderte. Schlussendlich einigten wir uns auf Gran Canaria. Verwandte hatten dort eine Woche gebucht, uns das Hotel genannt, wir haben uns das Angebot angesehen und waren dann früher als sie dort und somit 10 Tage auf der Kanarischen Insel.
Das war natürlich keine Reise, wie wir sie „normalerweise“ machen, aber immerhin war es warm, es bot neue Eindrücke und schöne Erlebnisse.

Und dann waren wir am 1. 1. bei meinem Bruder und Familie zum Restlessen vom Fondue eingeladen und Herzensglück meinte dann, weil es irgendwie zum Thema wurde: Ja, wir hätten gerne einen Hund, aber wir sind ja doch ein paar Wochen im Jahr auf Reisen und fahren auch mal am Wochenende weg und da wäre es unverantwortlich, einen Hund zu haben.

Jubelt die BruderFamilie auf, denn sie hätten dieselben Gedanken und auch sie wären ja auf Urlaub …. So entstand die Idee des Dog-Sharing. Also der Hund wird an 2 Haushalte gewöhnt.
Da mein Bruder ca. 50 Meter von uns entfernt in der gleichen Gasse wohnt, ist das auch geografisch keine Unmöglichkeit. Wir haben dann mal abgeklärt, was sich jede Famile vorstellt und kamen drauf, dass wir dieselben Zugänge haben. Meine Nichte hatte schon seit Monaten nach der geeigneten „Rasse“ Ausschau gehalten und brachte den Labradoodle ins Spiel.
Herzensglück lässt sich ja nicht gerne etwas aufs Aug drücken und begann die Tage danach auch zu recherchieren und musste feststellen, dass die Nichte das sehr gut ausgesucht hatte. So schlossen wir mit diversen Züchtern Kontakt und fragten, ob das Dog-Sharing beim Charakter dieser Hunderasse funktionieren kann. Alle bestärkten uns positiv, denn sie hatten bereits einige Hunde in solchen „Verbindungen“ und die Halter hatten beste Erfahrungen gemacht.
Wir hatten einige Absprache-Termine, und die BruderFamilie hatte in der Zwischenzeit festgestellt, dass bei ihnen eher wenig Ressourcen sind, um mit dem Hund eine Hundeschule zu besuchen und dass eine 50:50-Aufteilung auch zu viel für sie wäre.
Herzensglück und ich hatten schon besprochen, wie unsere Entscheidung wäre, falls die BruderFamilie ein wenig „reduzieren“ möchte, aber die Zusage besteht, dass sie ihn bei unseren Reisen und fallweise an Wochenenden übernehmen, wenn wir kurz verreisen, und beschlossen, dass wir ihn in dem Fall zum Hauptteil zu uns nehmen. So war das auch geklärt und für alle zufriedenstellend geregelt. Dann ging es darum, ob man lieber Mädel oder Rüde mag und ob der Hunde eine bestimmte Farbe haben solle etc.
Und da wir da alle völlig offen für alles waren, haben wir nochmal mit einer Züchterin Kontakt aufgenommen und siehe da, sie erwartete gerade stündlich einen Wurf und es wäre auch noch ein Welpe zu vergeben. Da es uns egal war, ob Mädel oder Bub, überlegten wir kurz und sagten dann zu, dass wir den Welpen übernehmen würden.

Tja, und jetzt ist unser kleiner schokobrauner Racker gute 2 Wochen alt und entwickelt sich prächtig. Wir bekommen jede Woche ein neues Foto und die Verliebtheit steigert sich jedes Mal.
Herzensglück hat den für unsere Heimststadt notwendigen 4-stündigen Sachkundekurs absolviert, bereits Hundeschulen recherchiert und mit der seiner Wahl Kontakt aufgenommen. Wir schauen Videos zur Hundeerziehung und wälzen Bücher. Einen gemeinsamen Kalender haben wir auch schon erstellt, damit die jeweils andere Familie weiß, wann die anderen unbedingt etwas mit Hund unternehmen wollen oder wann der Hund von der anderen Familie betreut werden muss.
Heute gibt es wieder eine Abstimmung, da Herzensglück das im Sachkundekurs erfahrene Wissen weitergeben möchte, weil wir uns bzgl. noch offener Fragen wie Krankenversicherung ja oder nein usw. nochmal zusammensetzen.
Es wird in ein paar Wochen bei uns also rund gehen und unser Leben mit Welpen ganz schön aufregend werden.



337. Text_Herzensglück und ich

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Liebe Blogbesucher!

Da ich neugierige Nachfragen bekommen habe, wie denn das mit Herzensglück und mir begann, möchte ich heute darüber schreiben.

Nach der Trennung von meinem letzten Partner ging ich einige Zeit alleine durchs Leben und stellte fest, dass mir vor allem für Konzertbesuche eine Begleitung fehlt, mit der ich mich vorfreuen kann und dann noch plaudern, wie es uns gefallen hat.

Eine Zeitlang war meine Freundin mit mir unterwegs, aber nachdem sie sich von ihrem Partner getrennt hatte und niemanden zur Versorgung ihres Kindes hatte, blieb ich oft alleine bei meinen kulturellen Ausflügen.

Ich begann im Internet zu suchen, ob es irgendwelche Gruppen für Singles gibt, die einander für solche Aktivitäten treffen.

Ich fand so eine Plattform.
Auf ihr tauschten sich Hundebesitzer aus, Leute, die gemeinsam Museen besuchen wollten etc.
Aber es war keine Gruppe für Musikfreunde vorhanden.

Kurzerhand gründete ich so eine Gruppe und schrieb fortan Konzerte, die mich interessierten, an alle auf der Suche nach Gleichgesinnten.
Auf ein Konzert der Tiger Lillies meldete sich Herzensglück und als ich antwortete, dass ich mich um Karten für einen der beiden Konzertabende, den sie in unserer Stadt gaben, umsehe, kam er drauf, dass er an dem Abend bereits etwas vorhatte, nämlich ein Treffen von den Plattformnutzern aus den unterschiedlichsten Gruppen in einem Lokal, in dem an dem Abend auch eine Band auftritt. Er fragte, ob ich nicht mit ihm gemeinsam dorthingehen wolle.
Um einander vorher kennenzulernen, schlug er ein nahegelegenes Café vor.

So fuhr ich direkt von der Arbeit zu dem Café und traf dort auf ihn.
Wir plauderten vom ersten Moment an sehr angeregt und locker miteinander.
Er erzählte, dass er in wenigen Tagen zu einer dreimonatigen Tour durch Südostasien aufbricht, aber da es ihm momentan – vermutlich aufgrund der ein paar Wochen zurückliegenden Trennung von seiner Freundin – gesundheitlich nicht so gut ginge, wisse er nicht, ob er das nicht verschieben wird. Er erzählte von seinen Reisen, die ihn schon öfter in diese Gegend Asiens geführt haben.
Ich erzählte u. A. von meiner ehrenamtlichen Sozialbegleitung, was ihn auch sehr interessierte.
Nach einer guten Stunde, die sehr schnell verging, begaben wir uns zum Lokal, trafen andere Leute von der Plattform und genossen einen schönen Abend.
Auf dem Nachhauseweg gingen wir noch ein kurzes Stück gemeinsam, bevor sich unsere Wege trennten.
Ich bedauerte auf der Heimfahrt im Stillen, dass er nun 3 Monate weg ist, da ich mir wirklich sehr gut vorstellen konnte, mit ihm Konzerte zu besuchen, weil alles so locker und ungezwungen ablief und wir so viele gemeinsame Themen hatten.
Und wer weiß, ob er nach den 3 Moanten überhaupt noch an gemeinsamen Konzertbesuchen Interesse hätte oder ob er in der Zeit nicht eine Frau kennenlernt und dann ohnehin eine Begleitung hat.

Da er am Ehrenamt und wie man dazu kommt sehr interessiert war, habe ich ihm am nächsten Tag die Information zu einem Ehrenamtstag geschickt, bei dem sich alle Institutionen vorstellen, die ehrenamtliche Unterstützer suchen, und habe ihm nochmal eine gute Reise gewunschen.
Da ich seine private Mailadresse nicht hatte (und auch sonst keine privaten Kontaktdaten), fand unsere Kommunikation über das Tool auf der Plattform statt.
Er bedankte sich, schrieb, dass seine Ärztin grünes Licht für die Reise gegeben hätte, er also planmäßig am übernächsten Tag aufbricht.
Dann hörte ich einige Tage nichts von ihm und dann waren da ein paar Zeilen, die er von seiner 1. Station in Thailand aus schickte, in denen er mir schrieb, dass es ihm supergut ginge, dass es ihm sehr gut tut, im Warmen zu sein, das Gewusel der Menschen rundum und er sich mega auf seine 3 Monate freut.
Ich hab mich ehrlich von Herzen gefreut, dass er sich so gut fühlte und schrieb ihm dies zurück.

Ja, und so begann eine Kommunikation, die erstmal alle paar Tage zu Nachrichten führte und dann an jedem Tag zu einer Nachricht und dann zu mehreren Nachrichten pro Tag.
Wenn er ohne WLAN im Zug unterwegs war, nutzte er Stopps in Bahnhöfen, um mir schnell zu schreiben.

Und wir stellten immer mehr fest, wie gleich unsere Interessen waren, dass wir den gleichen Humor haben, dass wir gleiche Assoziationen zu Themen hatten (so kamen wir drauf, dass wir beide z. B. beim ersten Anblick des Gemäldes der Mona Lisa im Louvre dieses mit einer gewissen Enttäuschung als sehr kleines Bild empfunden hatten).

Und da er mir immer schrieb, wo er gerade ist und die Namen der Quartiere und Ausflugsziele nannte, konnte ich virtuell mitreisen.

Da ich zum damaligen Zeitpunkt noch keine FB-Nutzerin war, musste er mir die Texte, die er dort publizierte, kopieren und in das Kommunikationstool der Plattform stellen.

Die 3 Monate war er auch unter dem Aspekt angegangen, dass er erfahren möchte, wie es ist, ganz alleine unterwegs zu sein. Einerseits die Freiheit zu haben, auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen, nur grobe Pläne zu haben und von einem Moment zum andern je nach Situation vor Ort entscheiden zu können, ob man doch länger bleibt oder weiterzieht, andererseits aber auch alleine zu sein.
Und da er relativ frisch getrennt war, war es auch ein Abstandgewinnen zu dem, was gewesen ist.

Ich postete auf der Plattform nach wie vor Konzerte und für eines von Van Morrisson schrieb er, ob ich ihm eine Karte besorgen könne, damit wir gemeinsam hingehen, denn zum Konzerttermin wäre er ja wieder zurück.
So besorgte ich die Karte und wir hatten somit ein erstes Date nach seiner Rückkehr.

Wir waren uns bewusst und „sprachen“ es auch aus, dass dies eine ungewöhnliche Situation ist und wir beide eventuell nur einer „Fantasie“ Gefühle geben, da wir einander ja lediglich 1 Mal gesehen hätten und jetzt in den anderen möglicherweise etwas hineininterpretieren. Was aber nicht zu leugnen war, war, dass unsere Ansichten sehr ähnlich waren und wir uns sehr gut verstanden.

Da ich mich auf das Van-Morrisson-Konzert vorbereitete, indem ich mir CDs von ihm anhörte, stieß ich auch auf sein Lied „Someone like you“. Und wie konnte es anders sein, fiel mir dabei Herzensglück immer ein.
Einige Tage drehte ich den Gedanken, ihm den Link zum Lied zu schicken, in meinem Kopf hin und her und dann tat ich es einfach. Ich schrieb ihm, dass es vielleicht „too much“ ist, aber ich würde bei dem Lied immer an ihn bzw. uns denken.

Dann wartete ich bange, was als Reaktion zurückkommt.

Und es tat sich nichts. Stundenlang nichts.

Ich machte mich damit vertraut, dass ich ihn damit ein wenig zu sehr bedrängt hätte, schalt mich voreilig …
Aber dann dachte ich: Wenn er das nicht so empfindet und es ihm zu viel ist, dass ich es geäußert habe, dann ist es so und natürlich eine „Enttäuschung“, denn dann hab ich mich getäuscht, aber wache noch rechtzeitig auf.

Und dann poppte seine Nachricht auf: Das ist das Lied, das ich seit Tagen höre und dabei immer an dich denke.

Es war ihm also genauso wie mir ergangen.
Er hatte nur nicht gleich geantwortet, da er mit einem Guide den Tag über unterwegs war und nicht schreiben konnte.

Ja, so vergingen 3 Monate mit sehr schönen Zeilen und Gefühlen und der Vorfreude auf beiden Seiten, uns wiederzusehen.
Kurz vor der Rückkehr schrieb er mir: Ich möchte dich so bald als möglich sehen, wenn ich wieder da bin.
Und er sah mich bald wieder, denn ich holte ihn vom Flughafen ab.
Eigentlich sollte ihn seine Ex-Freundin abholen, da sein Roller bei ihren Eltern in der Garage untergestellt war, damit er sich den gleich wieder abholt.

Natürlich war ich bei der Nachricht nicht wirklich glücklich, weil es für mich nicht passte, dass sich das zwischen uns entwickelt hatte, es quasi ein Neubeginn war, und sie jetzt die ist, die ihn nach 3 Monaten wieder empfängt.

Und dann wurde ihr Auto kaputt und so konnte sie ihn nicht abholen.
Und da bot ich ihm an, dass ich ja kommen könne.
Und so war es auch.
Ich stand in der Ankunftshalle des Flughafens und da kam er aus der Schiebetüre.
Es war vertraut und fremd zugleich und wir sind uns nicht stürmisch in die Arme gefalle, sondern haben uns sehr herzlich, aber eher wie sehr gute Freunde begrüßt.
Ich habe ihn nach Hause gebracht, seine tolle Wohnung kennengelernt und gesehen, dass er Geschmack hat und dass ich mich sofort wohlfühlte.
Dann waren wir gemeinsam frühstücken und anschließend brach ich zu meinem Ehrenamt-Treffen auf.

Ja, und dann begann unsere gemeinsame Zeit und nun sind wir verheiratet.

Und wir sind beide bis heute herzensglücklich!
Und da wir nicht gestorben sind, leben wir noch heute. 😉






336. Text_Wieder alles anders

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Liebe Blogbesucher!

Nachdem mich die Recherchen und Überlegereien zu dem Angebot der Selbstständigkeit beinahe 2 Wochen in Atmen gehalten und meine Ressourcen ganz schön gefordert haben, kam es zu einem erneuten Gespräch.
Und da wurde mir eine Anstellung angeboten: 25 Stunden, exklusiv das Projekt und ich kann 100 % von zu Hause aus arbeiten.

Ich bin also de facto selbstbestimmt im Rahmen der Erfüllung des Projekts (wie es ja bisher auch schon war) und kann darüber hinaus einteilen, wann ich was erledige. Hauptsache das Projekt wird laut Timing fertiggestellt.
Ich habe die Sicherheiten einer fixen Anstellung wie Entgelt im Krankheitsfall (in meinem Alter ja auch schon mitzubedeneken) und muss mich nicht selber um Steuer und Sozialversicherung kümmern.

Natürlich ist mit der verminderten Stundenanzahl auch das Gehalt dramatisch geschrumpft. Ich hab jetzt mal diesen „Nachteil“ gegen die Vorteile abgewogen und auch meine Erfahrungen, wie die Chancen am freien Arbeitsmarkt so für mich stehen (= gleich null) entschieden, das Angebot anzunehmen.
Es gilt jetzt noch, ein paar Details zu besprechen, denn ich möchte z. B. die Möglichkeit haben, neben dieser Anstellung noch für andere zu arbeiten, um mein Einkommen aufzubessern.

Die Mitarbeiterin des Auftraggebers hat gejubelt, als sie davon erfuhr, dass ich ihr ziemlich sicher erhalten bleibe und sie werden den Vertrag, wie es aussieht, auf 3 Jahre verlängern.
Der mir am Projekt zuarbeitende Kollege hat in der Zeit, als noch unklar war, wie es weitergeht, in einer Mail formuliert: „Es wäre für mich, für K (die Mitarbeiterin des Auftraggebers) und das Projekt eine Zumutung, wenn du nicht mehr mit dabei wärst.“

Natürlich beschäftigt mich jetzt das wesentlich geringere Gehalt und ich habe Einkommen und Ausgaben gegenübergestellt – und ja, es geht sich ein angenehmes Leben aus, Extrawünsche müssen halt künftig mehr bedacht werden.
Ich bekomme ja auch eine Abfertigung, die ein finanzieller Polster ist.
Aber ich bin halt eine sehr sparsame und wenn finanzielle Situationen nicht ganz klar sind, dann beschäftigt mich das – vielleicht mehr als andere Menschen, aber das bin halt ich.
Dazu habe ich gestern einen guten Podcast gehört: Wie schaffe ich es, das Leben zu genießen und mir auch mal was zu vergönnen?

So gönnen wir uns heuer am Ende meiner Projektbetreuung noch eine schöne Reise.
Wohin es geht, verrate ich in einem anderen Blog.

Alles in allem sieht es momentan ganz gut aus, aber ich merke nach wie vor, wie meine Ressourcen ganz schön gefordert werden und viele meiner Kapazitäten in Anspruch genommen sind.

So grüßt euch eine zufriedene, aber bissel geschlauchte
Patentsocke



335. Text_Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer …

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Liebe Blogbesucher!
Unsicherheiten, wie es im Job weitergeht, begleiten mich ja mit allen Hochs und Tiefs sowie allen Stimmungslagen bereits seit 9 Monaten.
Superpostives Feedback des Auftraggebers, null Kontaktaufnahme bzgl. Zukunft seitens des Arbeitgebers (AG) und bei Rückfrage der Mitarbeiterin des Auftraggebers, wie es aussieht, weil sie ja so zufrieden mit mir sind und mich auch 2022 weiter als Ansprechpartnerin haben wollen und wenn ja, dann sogar den Vertrag auf 3 Jahre verlängern, kam von meinem die Abteilung leitenden Kollegen zurück, dass man das weiß und aus der Geschäftsführung (GF) keine Signale hat, dass sich daran was ändern soll.
Nun wird 2022 bereits getimet – von mir OT „Na klar machst du das, leg los!“
Nun habe ich mir letzte Woche ein Herz gefasst und an die rechte Hand des GF gemailt, ob es Sinn macht, mit dem Chef über „Zukunft“ zu reden.
Prompte Rückmeldung mit Einladung zu einem Gespräch am übernächsten Tag.
Anwesende: GF, rechte Hand, ich und leitender Kollege.

Am Beginn wird herumgefeixt zu diversen anderen Themen und endlich geht es los.

Wieder die Betonung – diesmal vom GF -, dass man die Zufriedenheit meiner tollen Arbeit kennt und dass ich und das Projekt für ihn „ein Package“ sind und er mich dabeihaben will.
Angebot: Ich kann die 10 Einheiten des Projekts auf Werksvertragsbasis gegen ein fixes Honorar/Ausgabe betreuen.

Heißt im Klartext: Er will dieselbe Qualität und dasselbe Engagement mit null Risiko für sich und ich müsste alles selbst versichern und mich um die Steuer kümmern.

Kein Urlaubsgeld, kein Krankengeld, wenn ich den Auftrag nicht erfüllen kann, schau ich durch die Finger, weil keine Honorierung.
Bei Werkvertrag kann ist laut Gesetz eine Beauftragung von Teil zu Teil zu machen, er kann also theoretisch nach 1 Ausgabe sagen, es macht jemand anderer.
Ich bin von meiner Persönlichkeitsstruktur keine, die selbstständig sein will. Auch wenn es einige Vorteile bietet.
Nun bin ich also am Infoseinsammeln, was das Bruttohonorar netto bedeutet nach Abgabe der SV und der Steuer, was es bedeutet, wenn ich das Werk nicht erfüllen kann und wie das mit dem Berechnen des Arbeitslosengeldes funktioniert, wenn ich beispielsweise Mitte des Jahres nicht mehr beauftragt werde oder am Ende des Jahres, denn nur bis dahin geht der Vertrag momentan des Projekts.

Die Mitarbeiterin des Auftraggebers ist auch ganz irritiert, fürchtet, dass ich während des Vertragsjahres ausgetauscht werde gegen wen anderen, mit dem sie dann zusammenarbeiten muss etc.
Ich überlege hin und her, ob ich meinem Bauchgefühl, dass mir Selbstständigkeit gar nicht taugt, nachgeben soll oder ob ich ins kalte Wasser springen soll und es mal an mich herankommen lassen soll.
Also weiter nichts als Unklarheit für mich.
Ich hab über die rechte Hand des GF jetzt einen Gegenvorschlag gemacht.
Auf dieses Mail von Freitag habe ich bis heute null Reaktion erhalten.
Meine Entscheidung bzgl. Weiterbetreuen mit Werkvertrag möchte man gerne bis kommende Woche Mittwoch.
Ich werd mich da jetzt aber nicht festlegen, bevor nicht mein Gegenvorschlag in irgendeiner Weise kommentiert wurde.
Es war jetzt 9 Monate keine Eile, für mich Klarheit herzustellen, also spute ich mich jetzt auch nicht übermäßig.

Und natürlich strecke ich weiter meine Fühler aus und hatte am Freitag auch ein Vorstellungsgespräch. Das im Inserat genannte Basisgehalt für die Stelle war indiskutabel für mich mit 27 Jahren Berufserfahrung und ich hab meine Vorstellung deponiert.
Mal sehen, ob deren Vorstellungen und meine kompatibel sind und ich zu einer 2. Runde eingeladen werde.

Mein Nervenkostüm wird momentan ganz schön gefordert.
Bin ich froh, dass im Privatleben alles gut ist, das gibt Halt und Stabilität.

Es grüßt euch eine unentschlossene
Patentsocke


334. Text_Ich lebe noch! :)

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Was?!?
Ende Mai habe ich meinen letzten Beitrag geschrieben?

Dass es schon lange her ist, war mir bewusst.
Aber soooooooo lange?

Und ich kann gar nicht erklären, warum ich so lange nichts geschrieben habe.

Natürlich: Nach dem letzten Eintrag stand erstmal der Urlaub und damit die 2-wöchige Motorradreise an.

Die war total toll, wir sitzen beide nach wie vor gerne auf dem Motorrad, es hat unseren Knochen gar keine Mühe bereitet und die Unmittelbarkeit auf dem Motorrad war wieder wunderbar: Temperaturunterschiede, Gerüche 1:1 mitzubekommen ist das, was ich am Motorradfahren sehr mag.

Oft wurde ich gefragt, ob es mir als Sozia nicht fad ist, kilometerweit und stundenlang nur hinten drauf zu sitzen.

Nein! Das ist nicht langweilig. Ich spinne in Gedanken schon die Zeilen, die ich als Tagesbericht auf FB dann schreiben werde. Damit beobachte ich meine Umgebung, achte auf Einzelheiten, damit ich den Lesenden einen möglichst eindrücklichen Bericht geben kann.
Und so schlecht können meine Texte nicht sein, denn die Rückmeldungen sind immer sehr positiv. 🙂
Jedenfalls war es wieder eine schöne Reise mit vielen verschiedenen Eindrücken und netten Begegnungen.
Nach den beiden Wochen war Herzensglück dann wieder arbeiten, was sich vorwiegend im Homeoffice abspielte und ich genoss noch freie Tage.

Das Projekt, für das ich zuständig bin, hat ja im Juni Sommerpause und somit konnte ich mir auch 4 Wochen am Stück freinehmen … und da ich genug Urlaubstage habe.
Dass Großtochter mit ihren Lieben zu uns auf Besuch kommt, hat sich leider nicht erfüllt.
Ihr Partner hat einen neuen Job und begann dort direkt nach Ende des alten mit der Ausbildung.

Wir haben die Sommermonate im Garten verbracht, unseren Pool genossen, viele Kulturveranstaltungen besucht und Freunde getroffen.

Letztes Wochenende waren wir von Freitag bis Montag bei Großtochter im Nachbarland.
Einschulung von meiner Enkeltochter stand auf dem Programm und so nutzten wir das schöne Ereignis, sie zu besuchen
Kleintochter fuhr mit und so haben wir wundervolle GemeinsamZeit verbracht und es genossen, nach 13 Monaten endlich wieder beieinander zu sein.
Der Abschied am Montag fiel natürlich schwer und wir hoffen, dass es nicht wieder so lange dauert, bis wir einander wieder sehen können.

Arbeitsmäßig hat sich bei mir nichts Neues getan.
Nach wie vor arbeite ich im Homeoffice – das wird bis Ende des Jahres auch so bleiben.

Das Projekt, für das ich verantwortlich bin ist nach wie vor für 2022 fixiert, aber mit mir hat noch niemand geredet, ob ich es weiter betreue und zu welchen Konditionen.
Die hauptverantwortliche Mitarbeiterin des Auftragebers hat mich nun informiert, dass sie mit ihrem Chef – also dem Auftraggeber – vereinbart hat, dass er in den nächsten 2 Wochen mit meinem Chef einen Termin ausmachen wird und dort nochmals deponieren wird, dass sie unbedingt mich als Ansprechpartnerin behalten wollen. Sie werden sogar in Aussicht stellen, dass der jetzt auf 1 Jahr verlängerte Vertrag mit Zusicherung, dass man mit mir reden wird, und sobald feststeht, dass ich es weiter betreue, auf 3 Jahre verlängert würde.
Es bleibt also weiter spannend, wie es hier weitergeht.

Parallel habe ich mich bei dem Unternehmen beworben, das die Projekte, die wir in unserem Unternehmen bis Ende des Jahres betreuen, ab dann selbst übernehmen wird und deshalb sein Team aufstockt.

Ich habe als Antwort bekommen, dass man derzeit noch in der Strukturierungsphase ist und voraussichtlich im Laufe des Septembers mit Gesprächen mit den BewerberInnen, die in Frage kommen, führen wird.
Es bleibt also weiter spannend.

Es grüßt euch eine quicklebendige
Patentsocke


333.Text_Ja_Nein_Weiß nicht_Endlich Urlaub!

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Liebe Blogbesucher!

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber in den letzten Wochen laufe ich unrund.
Entscheidungen verlagen mir viel Kraft ab, ich komme schnell an meine Grenzen, werde erst innerlich unrund und wenn es mir viel zu viel wird auch nach außen hin.

Herzensglück ist glücklicherweise ein sehr geerdeter Mann, den das nicht umwirft und der damit gut umgehen kann.

Aber natürlich ist es kein wirklich erstrebenswerter Zustand.
Weder für mich noch für ihn.

Im Job hat sich nur insoweit etwas getan als klar ist, dass es keine neuen großen Aufträge mehr geben wird.
Der bisherige Auftraggeber verlagert die Betreuung inhouse.
Nun ist das Projekt, das ich betreue, ja bekannterweise nicht von diesem Auftraggeber und auch nicht Teil dieses Auftrags und bereits auf ein weiteres Jahr verlängert.
Aber ich habe noch immer keine Information, ob ich das weiterbetreuen soll und wenn ja, von welchem Arbeitsort aus ich das mache.
Klar kann ich mich zurücklehnen und sagen, ich warte mal ab, welche Angebote kommen und ob ich denen zustimme (Arbeitsort, Gehalt …).

Aber ich bin ein Mensch, der gerne eine gewisse Perspektive hat, ein Ziel … wie auch immer man das nennen mag.

Meine ausgeschickten Bewerbungen haben großteils zu Absagen geführt.
Aus manchen lese ich heraus, dass ich gar nicht in die engere Wahl kam, bei manchen erkenne ich, dass man interessiert war, aber es dann doch immer noch geeignetere Kandidaten gab.

Klar, es gibt Jüngere, es gibt besser ausgebildete Personen.
In meiner Branche werden heutzutage viele Skills zusammengemixt und ich bin noch Old School.

Aber letzte Woche dann das Erstaunliche.
Ich hab mich wieder beworben, etliche Male das Motivationsschreiben durchgelesen, für gut befunden und abgeschickt.

Und wie das so ist, wenn ein paar Stunden ins Land ziehen, dachte ich mir am Abend dann, dass ich da etwas nicht gut formuliert habe und das anders gestalten hätte können. Nun ja, jetzt ist es zu spät.

Am nächsten Tag schon sehe ich ein Antwortmail und denk mir: Ok, das ist eine Absage, denn so eine schnelle Reaktion, da kann das nur eine Absage sein. Hätte ich das nur besser formuliert.
So hatte ich auch keine Eile mit dem Öffnen der Mail.

Zu tun hatte ich arbeitsmäßig auch mehr als genug, ich war froh, dass das Atmen automatisch ging.
So öffne ich also erst nach einiger Zeit das Mail und siehe da, es ist eine positive Rückmeldung des Recruiting Teams, dass meine Bewerbung Interesse erweckt hat und jetzt auf Reise zur Fachabteilung geschickt wird, damit die Entscheider dort auch noch beurteilen, ob ich zu den Anforderungen des Jobs passe.
Das gibt schon Auftrieb, wenn man merkt, dass man nicht sofort rausfällt, sondern zumindest mal einen Schritt weiter ist.

Mein Projekt schließe ich morgen ab und dann ist längere Sommerpause.
Da ich ja meine Urlaubstage abbauen soll und in der Pause niemand anderer das Projekt übernehmen muss, habe ich 4 Wochen Urlaub.
Wir starten übermorgen zu einer zweiwöchigen Fahrt mit dem Motorrad mit 2 Zwischenstopps, bevor es nach Italien hineingeht.
Derzeit meint es der Wettergott ja gar nicht gut mit uns und auch für Donnerstag ist schlechtes Wetter angesagt. So wollen wir möglichst zeitig starten, um dem Hauptregen, der am Nachmittag einsetzen soll, so gut wie möglich zu entkommen.

Ab Freitag sieht es dann schon besser aus, meint Herzensglück, der im Stundenrhythmus den Wetterbericht abfragt. Und im Süden wird es dann hoffentlich überhaupt besser und wärmer.
Wir haben für 3 Übernachtungen ein paar Kilometer außerhalb von Grado ein Boutiquehotel gebucht, das direkt an der Lagune und an einem Naturreservat gelegen ist, und wollen von dort aus die Umgebung erkunden.
Dann geht es mit 2 Zwischenstopps ins nördliche Italien und Richtung Cortina.

Alles hängt natürlich vom Wetter ab, denn wenn Schlechtwetter und Nässe angesagt werden, macht es wenig Sinn eine landschaftlich schöne Passstraße zu befahren, wenn man nichts sieht und die Kehren bei regennasser Straße auch nicht angenehm zu fahren sind.

Es heißt also auf dieser Reise so wie bereits die gesamten letzten Monate: flexibel sein!

Die Herausforderung bestand gestern bereits darin, eine 33 Liter umfassende Innentasche für den Seitenkoffer des Motorrads mit Gewand, Hygienartikeln, Schuhen und sonstigem (Kindle, Aufladekabel) für 2 Wochen zu füllen.
Ich geb es zu: Ich war sehr keppelig.
Was bin ich froh, dass ich seit Sommer letzten Jahres 14,5 Kilo abgenommen habe und mein Gewand kleiner ausfällt und ich auch wieder mehr Auswahl im Kleiderkasten habe – die ich aber jetzt gar nicht ausschöpfen kann, denn mehr als 2 lange Hosen, 3 halblange Hosen, 5 T-Shirts und 2 Langshirts pus 1 Weste sind nicht drinnen.
Dazu noch Bikini, 3 Paar Schuhe sowie 5 Slips, 2 Sockenpaare und 2 Unterhemden.
Arg, wenn ich das hier so aufliste, klingt das gar nicht mal so wenig für den kleinen Koffer. 🙂

Ich werde im Anschluss berichten, wie es uns ergangen ist.

Es bleibt ja auch abzuwarten, wie unsere alten Knochen auf viele Kilometer auf dem Zweirad reagieren.
Die Tagesetappen haben so an die 150 Kilometer, nur die 1. ist mit 280 Kilometern gleich die allerlängste.

Danach habe ich dann noch 2 Wochen Urlaub, die ich gemütlich und bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen im Garten genießen werde.
Ich hoffe auch sehr, dass Großtochter mit ihren Lieben aus dem Nachbarland auf Besuch kommen können.
Aber auch hier heißt es flexibel bleiben.

Es grüßt euch eine positiver gestimmte und urlaubsfreudige
Patentsocke






332. Text_Gewohnheiten

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Liebe Blogbesucher!

Als im März 2020 der erste Lockdown war und ich erstmals in meinem Berufsleben im Homeoffice, habe ich es ganz bewusst genossen, in der Früh nach dem Frühstück auf die Terrasse zu gehen, einen tiefen Atemzug zu machen und es als angenehm zu empfinden, nicht sofort nach den nötigen Handgriffen Anziehen und Körperpflege ins Auto zu springen und 16 Kilometer zur Arbeitsstelle zu fahren, sondern Zeit zu haben, mich an den Sonnenstrahlen zu erfreuen, die ersten Pflänzchen nach der langen Winterpause sprießen zu sehen.
Ich habe bewusst die „geschenkte“ Zeit genutzt, um innezuhalten.

Nun bin ich seit 7 Monaten erneut im Homeoffice und es ist Gewohnheit geworden, nicht in die Arbeit fahren zu müssen.
Aber ich habe „verlernt“, das Neue, das Entstresste wirklich bewusst wahrzunehmen.

Die Routine hat sich breitgemacht: aufstehen, Körperpflege, Frühstück machen, in den 1. Stock ins Arbeitzimmer gehen, Computer einschalten … arbeiten.

Und heute war dieser Gedanke plötzlich wieder da, wie ich es voriges Jahr genossen habe, dass ich hinausgegangen bin, dass ich Energie gesammelt habe.
Und ich trat hinaus, spürte die Sonnenstrahlen, atmete die noch frische Morgenluft ein, hörte die Vögel zwitschern, sah die blühenden Blumen und Sträucher.

Mir ist in der letzten Zeit aufgefallen, dass ich mir im HO viel weniger Pausen gönne.
Im Büro stand ich immer wieder auf, plauderte mit Kollegen, ging mittags mit einer Kollegin Mittagessen besorgen.

Lag es daran, dass man mit dem Einbuchen ins System das Gefühl hatte „Ich bin nachweislich in der Arbeit“ und im HO sorgt man für dieses Gefühl, indem man ständig hinter dem Kastel sitzt?
An der Schraube muss ich noch drehen.
Noch dazu in meiner Situation. Denn was kann mir noch passieren als die Aussicht, am Ende des Jahres keinen Job mehr zu haben?

Auch im Privatleben ist immer wieder spürbar, wie selbstverständlich wir früher Familientreffen genommen haben, Termine, die mit Freunden ausgemacht wurden, haben gehalten, so nicht jemand krank wurde.
Jetzt hanteln wir uns von einem Lockdown zum nächsten.
Wenn man sich heutzutage bei einem Treffen verabschiedet, weiß man nicht sicher, wann man einander wieder sehen kann.
Es war Gewohnheit, Freunde oder Familie zu treffen, in ein Lokal zu gehen, bei einem Wochenendausflug irgendwo einzukehren, eine Reise zu planen.
Es war selbstverständlich.
Wird diese Gewohnheit je wiederkehren oder werden wir mit neuen Gewohnheiten leben und uns an das „alte Leben“ nicht mehr erinnern?









331. Text_Frühlingserwachen

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Liebe Blogbesucher!

In den letzten Tagen hat der Frühling Einzug gehalten.

Allerorten beginnen die Obstbäume zu blühen, Narzissen, Krokusse lösen die Schneeglöckchen ab.

Das Gras wird grüner, die Luft lauer und die Sonnenstrahlen sind stärker.
Neues Leben, Neubeginn.

Auch in mir merke ich einen Aufbruch, eine positive Grundstimmung.

Zwar ist keine meiner Bewerbungen in einer neuen Anstellung gemündet und dennoch fühle ich mich befreiter.
Ich kann wieder im Garten sein, meine Hände in die Erde stecken, neue Pflanzen setzen und den bereits vorhandenen beim Wachsen zusehen.
Die Natur lebt auf und auch ich lebe auf!
Im Hochbeet zeigt das Liebstöckel, dass es den Winter überlebt hat, die neu gesetzten Salatpflänzchen und das Mangold scheinen sich gut zu entwickeln.
Ich hab mir schon die Frage gestellt, ob es nicht besser gewesen wäre, ich hätte den Beruf der Gärtnerin erlernt.
Ich halte mich wirklich gerne draußen auf und bin mit Hingabe am Werk.

Letztens meinte ich zu Herzensglück, ich würde nur schnell die frisch gekauften Kräuter auf unser Regal stellen.
Als ich eine halbe Stunde später noch immer nicht im Haus zurück war, kam er heraus, lachte und meinte:
Kenne ich dich doch, du findest dir im Garten immer etwas zu tun.
Ich hatte begonnen, unsere frisch eingekauften Pflanzen an ihre Bestimmungsplätze zu stellen, um beim Einpflanzen dann nur mehr die Schaufel schwingen zu müssen.

Mein Kollektivvertrag sieht vor, dass ich mir im Ausmaß von 1/5 meiner Wochenarbeitszeit Freizeit in der Kündigungsfrist nehmen kann.
Ich hatte erst Skrupel, dies zu machen, da ich ja arbeiten möchte.
Doch nach und nach setzte sich die Erkenntnis durch, dass ich nur etwas in Anspruch nehme, was mir gesetzlich zusteht.
Der AG hat ja auch alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt, mit der aktuellen Situation bestmöglich für sich umzugehen. Also warum kann das nicht auch ich so machen?
So hatte ich z. B. gestern frei und da der angesagte Besuch von Kleintochter ins Wasser fiel und sich Herzensglück spontan Zeitausgleich nehmen konnte, beschlossen wir, mit dem Motorrad eine Ausfahrt zu machen.

Durch eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die bekannt für ihre Marillen ist, zu einer Ausstellung in einer Burg. Die Ausstellung befasst sich mit dem Entdecken ferner Länder – also gingen wir auf Reisen in Zeiten, in denen das Reisen gerade nicht möglich ist.
Retour ging es wieder durch die schöne Landschaft und in einem Ort entdeckten wir Coffee to go plus Schokocremeschnitte und Cremeschnitte.
Der Lokalbesitzer kredenzte uns alles auf einem schönen Tablett, das wir zum Ufer des großen Stroms mitnehmen und dort in der prallen Sonne genießen konnten.

Es war wirklich ein herrlich schöner Tag!

Aufgrund meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bekam ich von der Institution, bei der ich mitarbeite, die Möglichkeit, mich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

So habe ich meine 1. Teilimpfung bereits mit Moderna erhalten, die 2. folgt Mitte April.
Am Tag nach der Impfung hatte ich Kopfschmerzen und etwa 4 Tage danach fühlte ich mich abgeschlagen.
Seitdem ging es mir wieder gut.
Doch seit heute gehöre ich zu den 0,8 % der Menschen, die nach abgeklungener Impfreaktion an der Impfstelle erneut Rötung und Juckreiz haben.
Nun ja, das wird auch vergehen.

Die nächsten Tage werden laut Wettervorhersage nicht mehr ganz so frühlingsschön sein, aber ich lasse mich nicht verdrießen.
Ich hab genug zu lesen und kann ja inzwischen in Gartenmagazinen schmökern.

Es grüßt euch eine frühlingsfröhliche Patentsocke

Marillenblüte