Archiv der Kategorie: Meine Zeilen

335. Text_Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer …

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Liebe Blogbesucher!
Unsicherheiten, wie es im Job weitergeht, begleiten mich ja mit allen Hochs und Tiefs sowie allen Stimmungslagen bereits seit 9 Monaten.
Superpostives Feedback des Auftraggebers, null Kontaktaufnahme bzgl. Zukunft seitens des Arbeitgebers (AG) und bei Rückfrage der Mitarbeiterin des Auftraggebers, wie es aussieht, weil sie ja so zufrieden mit mir sind und mich auch 2022 weiter als Ansprechpartnerin haben wollen und wenn ja, dann sogar den Vertrag auf 3 Jahre verlängern, kam von meinem die Abteilung leitenden Kollegen zurück, dass man das weiß und aus der Geschäftsführung (GF) keine Signale hat, dass sich daran was ändern soll.
Nun wird 2022 bereits getimet – von mir OT „Na klar machst du das, leg los!“
Nun habe ich mri letzte Woche ein Herz gefasst und an die rechte Hand des GF gemailt, ob es Sinn macht, mit dem Chef über „Zukunft“ zu reden.
Prompte Rückmeldung mit Einladung zu einem Gespräch am übernächsten Tag.
Anwesende: GF, rechte Hand, ich und leitender Kollege.

Am Beginn wird herumgefeixt zu diveresn andreen Themen und endlich geht es los.

Wieder die Betonenung – diesmal vom GF -, dass man die Zufriedenheit meiner tollen Arbeit kennt, und dass ich und das Projekt für ihn „ein Package“ sind und er mich dabeihaben will.
Angebot: Ich kann die 10 Einheiten des Projekts auf Werksvertragsbasis gegen ein fixes Honorar/Ausgabe betreuen.

Heißt im Klartext: Er will dieselbe Qualität und dasselbe Engagement mit null Risiko für sich und ich müsste alles selbst versichern und mich um die Steuer kümmern.

Kein Urlaubsgeld, kein Kranekngeld, wenn ich den Auftrag nicht erfüllen kann, schau ich durch die Finger, weil keine Honorierung.
Bei Werkvertrag kann ist laut Gesetz eine Beauftragung von Teil zu Teil zu machen, er kann also theoretisch nach 1 Ausgabe sagen, es macht jemand anderer.
Ich bin von meiner Persönlichkeitsstruktur keine, die selbstständig sein will. Auch wenn es einige Vorteile bietet.
Nun bin ich also am Infos einsammeln, was das Bruttohonorar netto bedeutet nach Abgabe der SV udn der Steuer, was es bedeutet, wenn ich das Werk nicht erfüllen kann und wie das mit dem Berechnen des Arbeitslosengeldes funktioniert, wenn ich beispielsweise Mitte des Jahres nciht mehr beauftragt werde oder ma ende des Jahres, denn nur bis dahin geht der Vretrag momentan des Porjekts.

Die Mitarbeiterin des Auftraggebers ist auch ganz irritiert, fürchtet, dass ich während des Vertragsjahres ausgetauscht werde gegen wen anderen, mit dem sie dann zusammenarbeiten muss etc.
Ich überlege hin und her, ob ich meinem Bauchgefühl, dass mir Selbstständigkeit gar nicht taugt nachgeben soll oder ob ich ins kalte Wasser springen soll und es mal an mich herankommen lassen soll.
Also weiter nichts als Unklarheit für mich.
Ich hab über die rechte Hand des GF jetzt einen Gegenvorschlag gemacht.
Auf dieses Mail von Freitag habe ich bis heute null Reaktion erhalten.
Meine Entscheidung bzgl. Weiterbetreuen mit Werkvertrag möchte man gerne bis kommende Woche Mittwoch.
Ich werd mich da jetzt aber nicht festlegen, bevor nicht mein Gegenvorschlag in irgendeiner Weise kommentiert wurde.
Es war jetzt 9 Monate keine Eile, für mich Klarheit herzustellen, also spute ich mich jetzt auch nicht übermäßig.

Und natürlich strecke ich weiter meine Fühler aus und hatte am Freitag auch ein Vorstellungsgespräch. Das im Inserat genannte Basisgehalt für die Stelle war indiskutabel für mich mit 27 Jahren Berufserfahrung und ich hab meine Vorstellung deponiert.
Mal sehen, ob deren Vortsellungen und meine kompatibel sind und ich zu einer 2. Runde eingeladen werde.

Mein Nervenkostüm wird momentan ganz schön gefordert.
Bin ich froh, dass im Privatleben alles gut ist, das gibt Halt und Stabilität.

Es grüßt euch eine unentschlossene
Patentsocke


334. Text_Ich lebe noch! :)

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Was?!?
Ende Mai habe ich meinen letzten Beitrag geschrieben?

Dass es schon lange her ist, war mir bewusst.
Aber soooooooo lange?

Und ich kann gar nicht erklären, warum ich so lange nichts geschrieben habe.

Natürlich: Nach dem letzten Eintrag stand erstmal der Urlaub und damit die 2-wöchige Motorradreise an.

Die war total toll, wir sitzen beide nach wie vor gerne auf dem Motorrad, es hat unseren Knochen gar keine Mühe bereitet und die Unmittelbarkeit auf dem Motorrad war wieder wunderbar: Temperaturunterschiede, Gerüche 1:1 mitzubekommen ist das, was ich am Motorradfahren sehr mag.

Oft wurde ich gefragt, ob es mir als Sozia nicht fad ist, kilometerweit und stundenlang nur hinten drauf zu sitzen.

Nein! Das ist nicht langweilig. Ich spinne in Gedanken schon die Zeilen, die ich als Tagesbericht auf FB dann schreiben werde. Damit beobachte ich meine Umgebung, achte auf Einzelheiten, damit ich den Lesenden einen möglichst eindrücklichen Bericht geben kann.
Und so schlecht können meine Texte nicht sein, denn die Rückmeldungen sind immer sehr positiv. 🙂
Jedenfalls war es wieder eine schöne Reise mit vielen verschiedenen Eindrücken und netten Begegnungen.
Nach den beiden Wochen war Herzensglück dann wieder arbeiten, was sich vorwiegend im Homeoffice abspielte und ich genoss noch freie Tage.

Das Projekt, für das ich zuständig bin, hat ja im Juni Sommerpause und somit konnte ich mir auch 4 Wochen am Stück freinehmen … und da ich genug Urlaubstage habe.
Dass Großtochter mit ihren Lieben zu uns auf Besuch kommt, hat sich leider nicht erfüllt.
Ihr Partner hat einen neuen Job und begann dort direkt nach Ende des alten mit der Ausbildung.

Wir haben die Sommermonate im Garten verbracht, unseren Pool genossen, viele Kulturveranstaltungen besucht und Freunde getroffen.

Letztes Wochenende waren wir von Freitag bis Montag bei Großtochter im Nachbarland.
Einschulung von meiner Enkeltochter stand auf dem Programm und so nutzten wir das schöne Ereignis, sie zu besuchen
Kleintochter fuhr mit und so haben wir wundervolle GemeinsamZeit verbracht und es genossen, nach 13 Monaten endlich wieder beieinander zu sein.
Der Abschied am Montag fiel natürlich schwer und wir hoffen, dass es nicht wieder so lange dauert, bis wir einander wieder sehen können.

Arbeitsmäßig hat sich bei mir nichts Neues getan.
Nach wie vor arbeite ich im Homeoffice – das wird bis Ende des Jahres auch so bleiben.

Das Projekt, für das ich verantwortlich bin ist nach wie vor für 2022 fixiert, aber mit mir hat noch niemand geredet, ob ich es weiter betreue und zu welchen Konditionen.
Die hauptverantwortliche Mitarbeiterin des Auftragebers hat mich nun informiert, dass sie mit ihrem Chef – also dem Auftraggeber – vereinbart hat, dass er in den nächsten 2 Wochen mit meinem Chef einen Termin ausmachen wird und dort nochmals deponieren wird, dass sie unbedingt mich als Ansprechpartnerin behalten wollen. Sie werden sogar in Aussicht stellen, dass der jetzt auf 1 Jahr verlängerte Vertrag mit Zusicherung, dass man mit mir reden wird, und sobald feststeht, dass ich es weiter betreue, auf 3 Jahre verlängert würde.
Es bleibt also weiter spannend, wie es hier weitergeht.

Parallel habe ich mich bei dem Unternehmen beworben, das die Projekte, die wir in unserem Unternehmen bis Ende des Jahres betreuen, ab dann selbst übernehmen wird und deshalb sein Team aufstockt.

Ich habe als Antwort bekommen, dass man derzeit noch in der Strukturierungsphase ist und voraussichtlich im Laufe des Septembers mit Gesprächen mit den BewerberInnen, die in Frage kommen, führen wird.
Es bleibt also weiter spannend.

Es grüßt euch eine quicklebendige
Patentsocke


333.Text_Ja_Nein_Weiß nicht_Endlich Urlaub!

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Liebe Blogbesucher!

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber in den letzten Wochen laufe ich unrund.
Entscheidungen verlagen mir viel Kraft ab, ich komme schnell an meine Grenzen, werde erst innerlich unrund und wenn es mir viel zu viel wird auch nach außen hin.

Herzensglück ist glücklicherweise ein sehr geerdeter Mann, den das nicht umwirft und der damit gut umgehen kann.

Aber natürlich ist es kein wirklich erstrebenswerter Zustand.
Weder für mich noch für ihn.

Im Job hat sich nur insoweit etwas getan als klar ist, dass es keine neuen großen Aufträge mehr geben wird.
Der bisherige Auftraggeber verlagert die Betreuung inhouse.
Nun ist das Projekt, das ich betreue, ja bekannterweise nicht von diesem Auftraggeber und auch nicht Teil dieses Auftrags und bereits auf ein weiteres Jahr verlängert.
Aber ich habe noch immer keine Information, ob ich das weiterbetreuen soll und wenn ja, von welchem Arbeitsort aus ich das mache.
Klar kann ich mich zurücklehnen und sagen, ich warte mal ab, welche Angebote kommen und ob ich denen zustimme (Arbeitsort, Gehalt …).

Aber ich bin ein Mensch, der gerne eine gewisse Perspektive hat, ein Ziel … wie auch immer man das nennen mag.

Meine ausgeschickten Bewerbungen haben großteils zu Absagen geführt.
Aus manchen lese ich heraus, dass ich gar nicht in die engere Wahl kam, bei manchen erkenne ich, dass man interessiert war, aber es dann doch immer noch geeignetere Kandidaten gab.

Klar, es gibt Jüngere, es gibt besser ausgebildete Personen.
In meiner Branche werden heutzutage viele Skills zusammengemixt und ich bin noch Old School.

Aber letzte Woche dann das Erstaunliche.
Ich hab mich wieder beworben, etliche Male das Motivationsschreiben durchgelesen, für gut befunden und abgeschickt.

Und wie das so ist, wenn ein paar Stunden ins Land ziehen, dachte ich mir am Abend dann, dass ich da etwas nicht gut formuliert habe und das anders gestalten hätte können. Nun ja, jetzt ist es zu spät.

Am nächsten Tag schon sehe ich ein Antwortmail und denk mir: Ok, das ist eine Absage, denn so eine schnelle Reaktion, da kann das nur eine Absage sein. Hätte ich das nur besser formuliert.
So hatte ich auch keine Eile mit dem Öffnen der Mail.

Zu tun hatte ich arbeitsmäßig auch mehr als genug, ich war froh, dass das Atmen automatisch ging.
So öffne ich also erst nach einiger Zeit das Mail und siehe da, es ist eine positive Rückmeldung des Recruiting Teams, dass meine Bewerbung Interesse erweckt hat und jetzt auf Reise zur Fachabteilung geschickt wird, damit die Entscheider dort auch noch beurteilen, ob ich zu den Anforderungen des Jobs passe.
Das gibt schon Auftrieb, wenn man merkt, dass man nicht sofort rausfällt, sondern zumindest mal einen Schritt weiter ist.

Mein Projekt schließe ich morgen ab und dann ist längere Sommerpause.
Da ich ja meine Urlaubstage abbauen soll und in der Pause niemand anderer das Projekt übernehmen muss, habe ich 4 Wochen Urlaub.
Wir starten übermorgen zu einer zweiwöchigen Fahrt mit dem Motorrad mit 2 Zwischenstopps, bevor es nach Italien hineingeht.
Derzeit meint es der Wettergott ja gar nicht gut mit uns und auch für Donnerstag ist schlechtes Wetter angesagt. So wollen wir möglichst zeitig starten, um dem Hauptregen, der am Nachmittag einsetzen soll, so gut wie möglich zu entkommen.

Ab Freitag sieht es dann schon besser aus, meint Herzensglück, der im Stundenrhythmus den Wetterbericht abfragt. Und im Süden wird es dann hoffentlich überhaupt besser und wärmer.
Wir haben für 3 Übernachtungen ein paar Kilometer außerhalb von Grado ein Boutiquehotel gebucht, das direkt an der Lagune und an einem Naturreservat gelegen ist, und wollen von dort aus die Umgebung erkunden.
Dann geht es mit 2 Zwischenstopps ins nördliche Italien und Richtung Cortina.

Alles hängt natürlich vom Wetter ab, denn wenn Schlechtwetter und Nässe angesagt werden, macht es wenig Sinn eine landschaftlich schöne Passstraße zu befahren, wenn man nichts sieht und die Kehren bei regennasser Straße auch nicht angenehm zu fahren sind.

Es heißt also auf dieser Reise so wie bereits die gesamten letzten Monate: flexibel sein!

Die Herausforderung bestand gestern bereits darin, eine 33 Liter umfassende Innentasche für den Seitenkoffer des Motorrads mit Gewand, Hygienartikeln, Schuhen und sonstigem (Kindle, Aufladekabel) für 2 Wochen zu füllen.
Ich geb es zu: Ich war sehr keppelig.
Was bin ich froh, dass ich seit Sommer letzten Jahres 14,5 Kilo abgenommen habe und mein Gewand kleiner ausfällt und ich auch wieder mehr Auswahl im Kleiderkasten habe – die ich aber jetzt gar nicht ausschöpfen kann, denn mehr als 2 lange Hosen, 3 halblange Hosen, 5 T-Shirts und 2 Langshirts pus 1 Weste sind nicht drinnen.
Dazu noch Bikini, 3 Paar Schuhe sowie 5 Slips, 2 Sockenpaare und 2 Unterhemden.
Arg, wenn ich das hier so aufliste, klingt das gar nicht mal so wenig für den kleinen Koffer. 🙂

Ich werde im Anschluss berichten, wie es uns ergangen ist.

Es bleibt ja auch abzuwarten, wie unsere alten Knochen auf viele Kilometer auf dem Zweirad reagieren.
Die Tagesetappen haben so an die 150 Kilometer, nur die 1. ist mit 280 Kilometern gleich die allerlängste.

Danach habe ich dann noch 2 Wochen Urlaub, die ich gemütlich und bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen im Garten genießen werde.
Ich hoffe auch sehr, dass Großtochter mit ihren Lieben aus dem Nachbarland auf Besuch kommen können.
Aber auch hier heißt es flexibel bleiben.

Es grüßt euch eine positiver gestimmte und urlaubsfreudige
Patentsocke






332. Text_Gewohnheiten

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Liebe Blogbesucher!

Als im März 2020 der erste Lockdown war und ich erstmals in meinem Berufsleben im Homeoffice, habe ich es ganz bewusst genossen, in der Früh nach dem Frühstück auf die Terrasse zu gehen, einen tiefen Atemzug zu machen und es als angenehm zu empfinden, nicht sofort nach den nötigen Handgriffen Anziehen und Körperpflege ins Auto zu springen und 16 Kilometer zur Arbeitsstelle zu fahren, sondern Zeit zu haben, mich an den Sonnenstrahlen zu erfreuen, die ersten Pflänzchen nach der langen Winterpause sprießen zu sehen.
Ich habe bewusst die „geschenkte“ Zeit genutzt, um innezuhalten.

Nun bin ich seit 7 Monaten erneut im Homeoffice und es ist Gewohnheit geworden, nicht in die Arbeit fahren zu müssen.
Aber ich habe „verlernt“, das Neue, das Entstresste wirklich bewusst wahrzunehmen.

Die Routine hat sich breitgemacht: aufstehen, Körperpflege, Frühstück machen, in den 1. Stock ins Arbeitzimmer gehen, Computer einschalten … arbeiten.

Und heute war dieser Gedanke plötzlich wieder da, wie ich es voriges Jahr genossen habe, dass ich hinausgegangen bin, dass ich Energie gesammelt habe.
Und ich trat hinaus, spürte die Sonnenstrahlen, atmete die noch frische Morgenluft ein, hörte die Vögel zwitschern, sah die blühenden Blumen und Sträucher.

Mir ist in der letzten Zeit aufgefallen, dass ich mir im HO viel weniger Pausen gönne.
Im Büro stand ich immer wieder auf, plauderte mit Kollegen, ging mittags mit einer Kollegin Mittagessen besorgen.

Lag es daran, dass man mit dem Einbuchen ins System das Gefühl hatte „Ich bin nachweislich in der Arbeit“ und im HO sorgt man für dieses Gefühl, indem man ständig hinter dem Kastel sitzt?
An der Schraube muss ich noch drehen.
Noch dazu in meiner Situation. Denn was kann mir noch passieren als die Aussicht, am Ende des Jahres keinen Job mehr zu haben?

Auch im Privatleben ist immer wieder spürbar, wie selbstverständlich wir früher Familientreffen genommen haben, Termine, die mit Freunden ausgemacht wurden, haben gehalten, so nicht jemand krank wurde.
Jetzt hanteln wir uns von einem Lockdown zum nächsten.
Wenn man sich heutzutage bei einem Treffen verabschiedet, weiß man nicht sicher, wann man einander wieder sehen kann.
Es war Gewohnheit, Freunde oder Familie zu treffen, in ein Lokal zu gehen, bei einem Wochenendausflug irgendwo einzukehren, eine Reise zu planen.
Es war selbstverständlich.
Wird diese Gewohnheit je wiederkehren oder werden wir mit neuen Gewohnheiten leben und uns an das „alte Leben“ nicht mehr erinnern?









331. Text_Frühlingserwachen

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Liebe Blogbesucher!

In den letzten Tagen hat der Frühling Einzug gehalten.

Allerorten beginnen die Obstbäume zu blühen, Narzissen, Krokusse lösen die Schneeglöckchen ab.

Das Gras wird grüner, die Luft lauer und die Sonnenstrahlen sind stärker.
Neues Leben, Neubeginn.

Auch in mir merke ich einen Aufbruch, eine positive Grundstimmung.

Zwar ist keine meiner Bewerbungen in einer neuen Anstellung gemündet und dennoch fühle ich mich befreiter.
Ich kann wieder im Garten sein, meine Hände in die Erde stecken, neue Pflanzen setzen und den bereits vorhandenen beim Wachsen zusehen.
Die Natur lebt auf und auch ich lebe auf!
Im Hochbeet zeigt das Liebstöckel, dass es den Winter überlebt hat, die neu gesetzten Salatpflänzchen und das Mangold scheinen sich gut zu entwickeln.
Ich hab mir schon die Frage gestellt, ob es nicht besser gewesen wäre, ich hätte den Beruf der Gärtnerin erlernt.
Ich halte mich wirklich gerne draußen auf und bin mit Hingabe am Werk.

Letztens meinte ich zu Herzensglück, ich würde nur schnell die frisch gekauften Kräuter auf unser Regal stellen.
Als ich eine halbe Stunde später noch immer nicht im Haus zurück war, kam er heraus, lachte und meinte:
Kenne ich dich doch, du findest dir im Garten immer etwas zu tun.
Ich hatte begonnen, unsere frisch eingekauften Pflanzen an ihre Bestimmungsplätze zu stellen, um beim Einpflanzen dann nur mehr die Schaufel schwingen zu müssen.

Mein Kollektivvertrag sieht vor, dass ich mir im Ausmaß von 1/5 meiner Wochenarbeitszeit Freizeit in der Kündigungsfrist nehmen kann.
Ich hatte erst Skrupel, dies zu machen, da ich ja arbeiten möchte.
Doch nach und nach setzte sich die Erkenntnis durch, dass ich nur etwas in Anspruch nehme, was mir gesetzlich zusteht.
Der AG hat ja auch alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt, mit der aktuellen Situation bestmöglich für sich umzugehen. Also warum kann das nicht auch ich so machen?
So hatte ich z. B. gestern frei und da der angesagte Besuch von Kleintochter ins Wasser fiel und sich Herzensglück spontan Zeitausgleich nehmen konnte, beschlossen wir, mit dem Motorrad eine Ausfahrt zu machen.

Durch eine landschaftlich wunderschöne Strecke, die bekannt für ihre Marillen ist, zu einer Ausstellung in einer Burg. Die Ausstellung befasst sich mit dem Entdecken ferner Länder – also gingen wir auf Reisen in Zeiten, in denen das Reisen gerade nicht möglich ist.
Retour ging es wieder durch die schöne Landschaft und in einem Ort entdeckten wir Coffee to go plus Schokocremeschnitte und Cremeschnitte.
Der Lokalbesitzer kredenzte uns alles auf einem schönen Tablett, das wir zum Ufer des großen Stroms mitnehmen und dort in der prallen Sonne genießen konnten.

Es war wirklich ein herrlich schöner Tag!

Aufgrund meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bekam ich von der Institution, bei der ich mitarbeite, die Möglichkeit, mich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

So habe ich meine 1. Teilimpfung bereits mit Moderna erhalten, die 2. folgt Mitte April.
Am Tag nach der Impfung hatte ich Kopfschmerzen und etwa 4 Tage danach fühlte ich mich abgeschlagen.
Seitdem ging es mir wieder gut.
Doch seit heute gehöre ich zu den 0,8 % der Menschen, die nach abgeklungener Impfreaktion an der Impfstelle erneut Rötung und Juckreiz haben.
Nun ja, das wird auch vergehen.

Die nächsten Tage werden laut Wettervorhersage nicht mehr ganz so frühlingsschön sein, aber ich lasse mich nicht verdrießen.
Ich hab genug zu lesen und kann ja inzwischen in Gartenmagazinen schmökern.

Es grüßt euch eine frühlingsfröhliche Patentsocke

Marillenblüte


330. Text_Es zerrt an den Nerven

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Liebe Blogbesucher!
Nach wie vor hat sich an der Situation nichts geändert.
Kollegin K. vom Auftraggeber hat mich heute informiert, dass mein direkt vorgesetzter Kollege bei ihr wegen der Adaptierungen des Produkts auf einen Termin drängt.
Und sie hat bei mir nachgefragt, ob irgendjemand inzwischen mit mir geredet hätte, wie es mit meinem Verbleib aussieht.
Antwort: Niemand ist an mich herangetreten und hat mit mir geredet
K. und ich haben dann noch telefoniert und sie hat wieder ihr großes Unverständnis über die Vorgangsweise ausgedrückt.
Sie wird meinen Kollegen nun informieren, dass sie keinen Termin wegen Adaptierung ausmacht, wenn nicht klar ist, ob ich mit an Bord bin.
Mich als Auftragserfüllerin können sie laut ihrem Chef nicht in den Vertrag schreiben, da sie nur eine Leistung beauftragen können, aber dem Auftraggnehmer (= meiner GF) nicht vorschreiben können, wer den Auftrag zu erfüllen hat.
Das ist ja auch verständlich.
Aber sie kann äußern, dass es ohne mich zu keiner automatischen Verlängerung kommt, sondern das Projekt neu ausgeschrieben wird. Und solange es hier keine Bereitschaft meines Unternehmens gibt, mit mir zu reden und abzuklären, ob ich weiter an dem Projekt arbeite (kommt ja auch auf die Konditionen an, die man anbietet) und man mich wieder dabeihaben will, wird sie auch keinen Adaptierungstermin ausmachen, da das keinen Sinn macht, falls dann ein anderes Unternehmen das Projekt umsetzt.
Nun bin ich gespannt, ob sich irgendwas bewegt oder ob sich nach wie vor alle tot stellen.
Ich finde es sehr erstaunlich, mit wenig Respekt man einem Auftraggeber und einer langjährigen Mitarbeiterin gegenüber agiert.
Dazu kommt nun die Situation, dass schon etliche KollegInnen gekündigt wurden und immer mehr Personen bestrebt sind, ihr Können ins rechte Licht zu stellen. Es wird also um jede Möglichkeit konkurriert, darzustellen, wie fleißig und unentbehrlich man nicht ist.
Das macht das ganze Arbeiten auch nicht einfacher und lustvoller.
Und dann ist im allgemeinen Kalender ersichtlich, dass einige gekündigte KollegInnen sich bereits „Freizeit in der Kündigungsfrist“ (so heißt das) nehmen – ist dann als SU = Sonderurlaub angegeben.
Und das mache ich jetzt auch: Ich nehme mir Freizeit in der Kündigungsfrist.
Natürlich in Abstimmung mit meinem Projekt.

Und ich merke, wie die ganze Situation an meinen Nerven zerrt. Wie schnell ich bei kleinsten Probleme an meine Grenzen komme, wie ich manchmal einfach eine Decke über den Kopf ziehen und nichts mehr sehen und hören mag.
Ich habe jetzt wieder ein Buch entdeckt, in dem auch auf die Meditationspraxis mit den Alphawellen im Kopf hingewiesen wird, und habe mich entsonnen, eine CD dazu zu haben.
Die habe ich jetzt mithilfe von Herzensglück auf mein Handy geladen und praktiziere 2 Mal/Tag die erste Meditation, die 8 Minuten dauert.
Das macht den Kopf klarer und entspannt.

Momentan habe ich 3 Bewerbungen ausstehend und bin gespannt, ob da auch gleich Absagen kommen.

Abseits dieser „Zustände“ genieße ich es, dass die Tage länger und streckenweise auch wärmer werden.
Letztes Wochenende waren wir bei meinem Ältesten samt Familie, ich konnte das allerjüngste Enkelchen knuddeln.
Und dem ältesten Enkelkind, das ja an allem, was mit Weltraum zu tun hat, interessiert ist, einen Meteoriten mit Echtheitszertifikat mitgebracht.
Was hat es sich gefreut.
Am nächsten Tag kam dann die Nachricht: Oma, ich freue mich sooooooo über das Geschenk. Und ich kann nur Danke sagen und das ist viel zu wenig für das tolle Geschenk. Und ich glaub manchmal, ich träume, weil so ein Geschenk kann ja gar nicht echt sein. Und dann zwicke ich mich und es ist wirklich wahr, dass ich so ein tolles Geschenk habe.
Ist das nicht schön?
Und dann denke ich mir: Auf das kommt es im Leben an!
Und dann trafen wir meinen Zweitgeborenen mit seinem Kind. Leider ist seine Beziehung zur Mutter des Kindes zu Ende.
Er sieht sein Kind aber regelmäßig und nun haben wir die Möglichkeit, einander öfter zu sehen.
Und Enkelchen hat mich bei der Hand genommen, damit ich es begleite, und dann hat es sich sogar zu mir auf den Lesesessel dazugezwickt und ist bei mir gesessen.
Es kann also doch noch ein schöner Kontakt zu diesem Menschlein entstehen.

Und so ist mein Leben, auch wenn es gerade beruflich herausfordernd ist, privat sehr schön.
Es grüßt euch eine im Moment sehr viel lernende
Patentsocke









329. Text_Grandioses Feedback

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Liebe Blogbesucher!
Bei dem Projekt, das ich alleinverantwortlich betreue, arbeite ich mit einer Kollegin des externen Auftraggebers zusammen.
Bevor sie den Verantwortungsbereich übernahm, waren zwei ihrer Kolleginnen meine Ansprechpartnerinnen gewesen.
Mit einer von ihnen verbindet mich noch heute eine schöne Beziehung.
In Vor-Corona-Zeiten trafen wir einander (oft gemeinsam mit Herzensglück) zum Essen und Austausch der neuesten Reisepläne. Wir kommunizieren per Mail zu diversen Themen, aber nie über die Arbeit.
Sie ist so wie wir an Asien interessiert, ist gerne individuell unterwegs, so war sie z. B. mit einer Freundin mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs.
Meine momentane Ansprechpartnerin versteht sich sehr gut mit ihren beiden Vorgängerinnen und so gibt es entsprechenden Austausch, was sich bei jeder Einzelnen von uns so tut.
Jedenfalls informierte mich K. (nennen wir einfachheithalber meine Kollegin so) Anfang letzter Woche, dass es bzgl. der Vertragsverlängerung des Projekts, an dem wir beide arbeiten, ein Gespräch mit meiner GF und dem Gruppenleiter geben wird. Mein Unternehmen war an den Auftraggeber herangetreten, um nachzufühlen, wie es um unsere Chancen steht, den Auftrag weiter zu bekommen.
Sie hatte mich im Herbst gefragt, ob ich ihr im Fall einer Verlängerung ohnehin als Ansprechpartnerin und Hauptverantwortliche erhalten bleibe, weil ja Teile des Unternehmens in ein anderes Bundesland übersiedeln und ich deswegen (lange Anfahrtszeit) kündigen könnte. Denn ohne mich würde sie die Verlängerung des Vertrages mit unserem Unternehmen bei ihrem Chef nicht aktiv betreiben.
Damals habe ich sie beruhigt, dass ich wohl in den sauren Apfel der langen Anreise beißen würde, auf eine teilweise HO-Regelung hoffe und ich ihr erhalten bliebe.
Nun hat sich das mit meiner Kündigung ja komplett verändert und ich kann genau genommen meine Zusage ihr gegenüber nicht einhalten. Ich habe es als moralische Verpflichtung gesehen, sie darüber in Kenntnis zu setzen.
Darum habe ich beim Kündigungsgespräch meine GF darauf angesprochen, wo man meinte, kein Problem zu haben, meine Kündigung „zu argumentieren“.

Ich war mir dennoch nicht sicher, ob ich sie davon unterrichten darf, dass ich gekündigt bin, da ihr Unternehmen ja Auftraggeber bei uns ist und ich damit eine Verlängerung des Vertrages u. U. vereiteln könnte.
Eine arbeitsrechtliche Auskunft hat mich aber informiert, dass eine offiziell ausgesprochene Kündigung etwas ist, was ich weitersagen darf.
Ich wollte sie davon gerne in einem persönlich Gespräch unterrichten, aber es ergab sich durch Lockdown keine Gelegenheit eines persönlichen Treffens.

Und nun stand dieses Gespräch bevor, für das sie bzgl. Verlängerung ihren Chef informieren wollte, dass sie es mit unserem Unternehmen/mit mir fortsetzen möchte und rief mich an. Sie sagte mir, dass es für sie Grundvoraussetzung wäre, dass ich weiter für das Projekt in der Verantwortung wie bisher zuständig bin, sonst wäre sie für Ausschreibung (es gibt noch andere, die an dem Vertrag sehr interessiert sind). Daraufhin habe ich sie darüber informiert, dass ich gekündigt bin und mein Fortbestand im Unternehmen damit nicht gesichert ist und daher auch nicht, ob ich weiter mit ihr zusammenarbeite.
Sie war völlig perplex. Sie hat doch während des 1. Lockdowns im Frühling schon per Mail an alle deponiert, wie toll die Zusammenarbeit funktioniert, sie hat es immer wieder erwähnt, dass sie so zufrieden ist, wie reibungslos alles ist und wie engagiert ich bin. Und ob der Arbeitgeber nicht wisse, was er an mir habe. Und sie hat nochmal ausgesprochen, dass es für sie Grundbedingung ist, dass ich mit an Bord bin, andernfalls – hat sie mit ihrem Chef schon besprochen – vergeben sie den Auftrag neu.
Ich habe gemerkt, wie sich in mir etwas schwer tut, dieses sehr große Lob annehmen zu können, vonwegen: Na ja, soooo gut bin ich auch wieder nicht, es könnt ja jemanden geben, mit dem sie noch zufriedener ist …
Toll, wie eingelernte Muster aus der Kindheit (aus dir wird nie was, halt den Mund bevor du was Falsches sagst, auf dich kommt nicht so viel …) nach wie vor wirken. 😦

Sie hat dann noch mit ihren beiden Vorgängerinnen kommuniziert, weil sie deren Meinung einholen wollte, wie sie in dem Gespräch mit meiner GF agieren soll.
Daraufhin hat die Kollegin, mit der wir uns ab und an treffen, mir ein Mail geschrieben, in dem sie ihren Zorn über meine Kündigung rausgelassen hat und ihr Unverständnis ausgedrückt hat.
Auch sie hat nochmal betont, wie engagiert ich wäre und wie toll die Zusammenarbeit immer funktioniert hat, wie aufmerksam und verantwortlich ich meine Arbeit erledige …
Ich hatte dann direkt Tränen in den Augen ob der vielen Zustimmung der beiden Frauen und der Rückmeldung, dass ich „wertvoll“ bin.
Ich habe beiden gegenüber geäußert, dass ich ja Verständnis für die Vorgangsweise habe, denn wenn ich als GF nicht sicher sein kann, ob ich über das Ende des Jahres hinaus Arbeit für meine(n) Arbeitnehmer habe, dann muss ich rechtzeitig kündigen, da ich sonst weiter Gehalt bezahlen muss (also Kosten habe), die ich ja auf der anderen Seite nicht hereinbekomme, wenn es keine Arbeit gibt.

K. hat nach dem Gespräch mit GF und dem Gruppenleiter letzteren darauf angeredet, ob es eh dabei bleibt, dass ich weiter an dem Projekt arbeite, da bei dem Gespräch mit keinem Wort erwähnt wurde, dass ich gekündigt bin oder dass sich etwas ändern könnte. Sie hat daraufhin von ihm die Info bekommen, dass ich gekündigt bin. K. hat ihm gegenüber nochmal geäußert, dass sie mit mir zusammenarbeiten möchte und er antwortete ihr, dass die GF wohl nichts verändern wird, da sie ja schon mehrfach ihre große Zufriedenheit mit meiner Arbeit ausgedrückt hat.
Sie versteht nun nicht, warum man zwar sagt, dass es wohl keine Änderungen geben wird (wohl wissend, dass ich gekündigt bin und nicht wieder zur Verfügung stehen könnte, weil anderer Job ab 1. 1. 22 bzw. weil ich nicht zurückkehren möchte), mir aber gleichzeitig nicht zumindest eine Zukunftsperspektive im Unternehmen in Aussicht stellt, da es ja recht gute Chancen gibt, diesen Auftrag und damit Arbeit für mich zu bekommen.
Als sie diese Woche wegen eines Folgetermins von meinem Kollegen angeschrieben wurde, weil es um eine Adaptierung des Aussehens des Produkts geht und man dafür mit einer anderen Stelle des Unternehmens sprechen muss, hat sie ihm klipp und klar gesagt, dass sie wegen der Verlängerung verunsichert ist aufgrund meiner Kündigung und wissen möchte, wie die weiteren Aussichten sind.
Nun sind wir gespannt, was darauf folgt.

Was mich sehr ärgerlich macht, ist die Tatsache, dass ich beim Kündigungsgespräch auf die Vertragsverlängerung und die hohe Zufriedenheit des Auftraggebers mit meiner Arbeit hingewiesen habe und zu meiner großen Verblüffung als Antwort sinngemäß bekam: Na ja, Sie stecken ja auch viel Engagement in das Projekt und ziemlich alle Ihre Ressourcen sind in dem Projekt.
Ich habe da einen Vorwurf herausgehört, dass ich für andere Arbeiten damit weniger zur Verfügung stehe und die GF das stört. Ich war völlig perplex, da ich dachte, es würde zu meinem Vorteil gereichen, wenn ich gute Arbeit leiste.
Nun ist ein Kündigungsgespräch zudem eine Ausnahmesituation und es wurde dann gleich weitergeredet, sodass mir erst im Nachhinein bewusst wurde, was da an Information mittransportiert wurde.
So habe ich ein Mail verfasst, in dem ich meinen Eindruck/Rückschluss bzgl. der Aussage geäußert habe, mitgeteilt habe, dass es seit Übernahme des Projekts kein Gespräch gegeben habe, in dem ich auf ein Überengagement hingewiesen wurde (ich kenne nicht mal den genauen Vertragsinhalt, also für welche Leistungen mein Unternehmen vom Auftraggeber bezahlt wird), aber falls es hier Korrekturbedarf gäbe, stünde ich selbstverständlich für ein Gespräch zur Verfügung.
Auf dieses Schreiben bekam ich bis heute keine Antwort.
Dachte schon, ich hätte das doch missinterpretiert und das wäre eh nicht Thema.
Und dann erzählt mir K., dass bei dem Gespräch vorige Woche der GF wieder erwähnt hat, dass ja viele Mittel auf mich konzentriert wären.
Also ist es Thema: Aber mit mir wird nicht geredet!!!

Ja, jedenfalls bleibt es spannend.

Mittlerweile habe ich 2 Bewerbungen verfasst und 2 Absagen erhalten.
Aber ich sehe es nach wie vor als gute Lernchance.

Es grüßt euch eine von den positiven Rückmeldungen der anderen Frauen erfreute
Patentsocke

328. Text_Es kommt Bewegung rein

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Liebe Blogbesucher!

Es ist wieder einige Zeit ins Land gezogen, seit ich den letzten Post veröffentlicht habe.
Ich war in der Zeit gut beschäftigt: im Job als auch mit mir.

Im Job habe ich mein Projekt abgeschlossen und nun sind ein paar Tage, die ruhiger verlaufen, bis Ende der Woche das neue Projekt wieder meine ganze Aufmerksamkeit fordert.
Nach wie vor sind wir im Homeoffice – bis auf ein paar KollegInnen, die vor Ort Dienst versehen.

Die, die im HO sind, müssen tagtäglich einen Tagesbericht abliefern – wir könnten ja Daumen drehen und den Hergott einen guten Mann sein lassen. Eigentlich sollte ersichtlich sein, wenn die Produkte, die wir bearbeiten, rechtzeitig fertig sind, dass wir alle nicht auf der faulen Haut gelegen sind.
Zudem dürfen wir keine Gut-/Überstunden machen und wenn aufgrund des Arbeitsanfalls die reguläre Tagesarbeitszeit überschritten würde, müssen wir das beim Leiter der Abteilung „genehmigen“ lassen.

Ich fand ja das bisher schon Kindergarten pur.

Nun gibt es noch die Steigerung, dass wir detaillierter berichten müssen, was wir be-/gearbeitet haben.
Ich kann mir schon vorstellen, woher der Wind weht: Der Eigentümer der Arbeitsstelle will wissen, wer wie fleißig ist, um auszusieben, wer arbeitsam ist, und mit denen dann verhandeln, die er bei weiterer Auftragslage weiter beschäftigen will und sich von den anderen trennen.
Ich frage mich dann nur, ob er in den 26 Jahren, die ich jetzt beim Unternehmen bin, noch immer nicht mitbekommen hat, welche Sorte Mitarbeiterin ich bin …
Aber ich habe gelernt, mir solche Fragen nicht mehr zu stellen.
Ich mache, was gefordert ist.
Was ich lerne, ist mich zu fragen, ob ich da weiter beschäftigt sein möchte.

Ich habe eine Liste begonnen, auf der ich in Stichworten notiere, welche Bereiche mich interessieren, welche Anforderungen ich an einen neuen Job/Arbeitgeber habe.
Was ist für mich sinnvolle Arbeit?
Und ich habe begonnen, mich zu bewerben.
Das macht psychisch etwas mit mir.
Ich werde aktiv.
Ich verharre nicht in der Starre, in der ich mit Tunnelblick auf das Ende des Jahres blicke und sich Horizonte erst ab Ende des Sommers auftun dürfen.
Ich schaue mich jetzt schon um.

Nachfrage bei den Arbeitsrechtsexperten erbrachte, dass ich trotz ausgesprochener Kündigung mit Einverständnis des Arbeitsgebers diese in eine Einvernehmliche umwandeln kann.
Und dies würde ich versuchen, wenn ich ein anderes Jobangebot annehmen könnte.

Und auch wenn meine Bewerbungen in Absagen münden, lerne ich etwas.
Ich habe einen Lebenslauf erstellt, habe mich mit Anschreiben/Motivationsschreiben auseinandergesetzt.
Setze mich aufgrund der Anforderungen in den Postenbeschreibungen mit Themen auseinander, die bisher nicht in meinem Fokus waren. Heute z. B. mit „Content Managament System“ und habe dadurch jetzt meinen WordPress-Auftritt optimiert.
Ich „lerne“ schon alleine durch die Jobauschreibungen neue Unternehmen und deren Angebote an ihre Mitarbeiter kennen.
Und ich muss euch sagen, da wackle ich gehörig mit den Ohren, welch attraktive Angebote es in manchen Unternehmen gibt.
Kurz gesagt: Es erweitert meinen Horizont.

Im Privaten ist alles in bester Ordnung.
Ich vermiss halt meine Enkelkinder, das jüngste habe ich zuletzt Anfang Dezember gesehen.
Sein großes Geschwisterkind schreibt mir per WhatsApp und schickt Sprachnachrichten.
Da ist so viel Herzlichkeit und Wärme in unserer Kommunikation – das ist richtig schön.

Mein reduziertes Essen hat mich schon 9 Kilo schlanker werden lassen.
Inzwischen ist Herzensglück auf den Zug aufgesprungen und versucht nun, auch bewusster und weniger zu essen.
Und gemeinsam schauen wir, dass wir genug Bewegung in unseren Alltag bringen.
Leider ist das Wetter der letzten Tage nicht unbedingt animierend, rauszugehen.
Und die Wettervorausschau sagt für die nächsten Tage auch winterlich kalte Tage an.

Ich schicke euch jetzt jedenfalls sonnige Grüße
Eure Patentsocke

327. Text_Fordernde Zeiten

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Liebe Blogbesucher!

Wieder sind ein paar Wochen ins Land gezogen, seit ich zuletzt schrieb.
Es waren Wochen mit viel Auf und Ab und ich merke, wie mich die gesamte Situation schlaucht.
Ich bin pandemüde und die berufliche Situation – im Speziellen die Aussichten – sorgt für zusätzliche emotionale Achterbahnfahrten meines Gemüts.

Über die Weihnachtsfeiertage war in meinem Unternehmen Weihnachtssperre und so hatte ich einige freie Tage.
Herzensglück arbeitete, weil er möchte seine Urlaubstage sparen.
Er hofft ja noch immer auf die große lange Reise im Jahr 2021 … auch wenn es eventuell erst gegen Ende des Jahres soweit ist.
Nun waren diese Tage für mich doppelt schwer, denn einerseits konnte ich nicht außer Haus gehen, um jemanden zu treffen oder ein Museum zu besuchen … und großteils „angenagelt“ an zu Hause, konnte ich mich auch hier nicht ganz frei bewegen, da Herzensglück im Wohnzimmer arbeitete und z. B. großer Hausputz oder exzessiv Serien anschauen nicht möglich waren.
Und wir merkten, dass bei aller Harmonie auch ein Bedürfnis nach Alleinsein auftauchte.
Im Frühjahr konnte ich z. B. auch in den Garten und mich dort austoben – aber bei Minusgraden und eigentlich nix zu tun im Freien fiel das auch flach.

Und dann beschäftigen mich weiterhin meine berufliche Situation und alle Unklarheiten, die damit momentan vorbunden sind.
Und es nutzt nichts, denn genau genommen sind mir die Hände für konkretes Aktivwerden gebunden.
Und ich merke, wie ich mit so einer Situation schwer umgehen kann.
Wenn sich ein Problem stellt, so möchte ich aktiv werden, Lösungswege betrachten, Aktionen setzen.
Das hat nur momentan keinen Sinn.
Stattdessen arbeite ich und weiß, dass es in 11 Monaten eventuell vorbei ist.
Und ab und zu schleicht sich der Gedanke ein: „Was engagiere ich mich hier so, am Ende bin ich die Dumme und man verzichtet auf mich, egal wie arbeitsam ich grade bin.“

Nun nutze ich über Berufsportale kostenlose Onlineseminare und stelle fest, wie eindimensional ich die letzte Zeit unterwegs war.
Alles, was direkt mit meinem Job zu tun hat, hatte ich wahrgenommen, aber es gibt so viele Dinge rechts und links des Weges, die auch wert sind, mal näher betrachtet zu werden.
Und sie geben ein paar Anregungen, beschäftigen das Hirn auf andere Weise.

Aber alles in allem schlaucht es schon und ich merke an manchen Tagen, dass die Tränen nicht weit entfernt sind und ich mental erschöpft bin.

Aber immer ist dann so ein kleiner Funke Energie in mir, der mir einen kleinen Tritt in den Hintern gibt und sagt „Aufgeben tut man nur einen Brief“. 🙂

Es grüßt euch eine hin und hergerissene
Patentsocke


326. Text_Was bringt 2021?

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Liebe Blogbesucher!

Fast ein Monat habe ich nichts geschrieben.
Es war viel los und es hat sich viel getan.

2021 wird ein spannendes Jahr – nicht nur aufgrund der aktuellen Pandemie und wie es da weitergehen wird mit Einschränkungen, Lockdowns, Impfung und und und.

In dem Unternehmen, in dem ich beschäftigt bin, endet kommendes Jahr ein großer Auftrag.
Die Neuausschreibung findet vermutlich im Frühling 2021 statt.
Die Entscheidung, ob das Unternehmen wieder den Auftrag erfüllen wird und wenn ja, in welcher Größenordnung dieser ausfällt, also wie viele Menschen man für die Erfüllung benötigt, wird vermutlich im Sommer oder zu Herbstanfang fallen.
Nun bin ich aufgrund meines Alters und des Kollektivvertrages mit einer langen Kündigungsfrist „gesegnet“ – um genau zu sein: 1 Jahr.
Der GF muss buchhalterisch schauen, dass er nicht durch die Finger schaut. Und so bin ich (und mit mir bereits sechs andere KollegInnen, die so wie ich lange Kündigungsfristen haben) Anfang des Monats gekündigt worden: mit 31. 12. 2021.
Bis dahin muss der alte Vertrag ja noch erfüllt werden.
Blöd, dass der Vertrag für das Projekt, für das ich hauptverantwortlich bin, und das nicht in dem großen Vertrag beinhaltet ist, ebenfalls nach 3 Jahren im November 2021 endet und dann vom Auftraggeber auf jeweils ein weiteres Jahr verlängert werden kann.
Die Verantwortliche des Auftraggebers ist so zufrieden mit unserer Zusammenarbeit, dass sie auf ihren Chef einwirken möchte, dass weiter „mein“ Unternehmen den Vertrag erfüllt, verbunden mit der Zusage, dass ich ihre Ansprechperson bleibe. Das wäre ja ein Bonus für mich, mich weiter zu beschäftigen, wenn sich mein GF und der Verantwortliche des Auftraggebers einig würden.
Aber das alles steht in den Sternen und Fakt ist derzeit nur, dass ich meinen letzten Arbeitstag am 31. 12. 2021 habe.
Und wie wir wissen, kann sich in 365 Tagen eine ganze Menge ändern.
Wer hätte voriges Jahr um diese Zeit daran gedacht, dass Weihnachten 2020 so aussehen wird wie es aussieht?

Ich möchte gar nicht verhehlen, dass diese Enstcheidung und diese Aussicht ganz unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst hat und nach wie vor auslöst. Von „In meinem Alter rennt mir keiner die Türe ein, ich werde bis zur Pensionierung in 5 Jahren nie wieder etwas finden“ (verbunden natürlich mit mehr oder weniger massiven Schreckensszenarien) bis zum hoffnungsvollen Bewusstsein, dass ich gute Arbeit leiste und man das auch an oberster Stelle weiß, der Vertrag weiter vom Unternehmen bedient werden wird und damit die Kündigung zurückgezogen wird bis zum Optimismus, auch jetzt noch Neues und Interessantes anfangen zu können.

Herzensglück steht mir in all diesen Momenten zur Seite. Ich weiß, dass er „für mich sorgen“ kann und wird, wenn das Worst-Case-Szenario zuschlägt und ich bis zur Pensionierung nie wieder Arbeit finde.
Er hat glücklicherweise einen Job, bei dem er nicht gekündigt werden kann – außer er lässt sich was Kriminelles zuschulden kommen. Aber ich möchte finanziell unabhängig sein, für mich selbst sorgen können.
Also ich bin bereit, auch abseits meines erlernten und jahrzehntelang ausgeübten Berufes einen Job anzunehmen. Natürlich werde ich erst mal schauen, ob es in meinem Bereich Möglichkeiten gibt, aber ich stehe auch nicht an, etwas anderes zu machen.
Herzensglück hat auch ein offenes Ohr, wenn ich mit Gedanken komme, wenn ich Ideen entwickle, wenn ich hadere, wenn ich niedergeschlagen bin.
Natürlich auch mit der Aussage, ich solle mir zu ein paar Dingen nicht jetzt schon Gedanken machen, denn es läge noch viel Zeit vor mir. Da hat er natürlich recht und ich versuche auch immer „im Hier und Jetzt“ so gut es geht zu bleiben, aber ich kann halt auch nicht ganz aus meiner Haut heraus und dann bin ich schon Monate voraus mit meinen Überlegungen. Also Job suchen macht im Moment definitiv noch keinen Sinn. 😉

So wird das kommende Jahr spannend und herausfordernd.
Und ich hoffe, am 22. 12. 2021 positiv in das neue Jahr zu blicken.

Ich hoffe, der/die eine oder andere von euch begleitet mich weiter auf dem Weg.

Jetzt wünsche ich euch noch ein frohes Fest, angenehme Festtage.
Rutscht gut rüber ins neue Jahr!
Und ganz wichtig: Schaut auf euch!

Es grüßt euch eine hoffnungsfrohe
Patentsocke