Archiv für den Monat September 2021

335. Text_Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer …

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Liebe Blogbesucher!
Unsicherheiten, wie es im Job weitergeht, begleiten mich ja mit allen Hochs und Tiefs sowie allen Stimmungslagen bereits seit 9 Monaten.
Superpostives Feedback des Auftraggebers, null Kontaktaufnahme bzgl. Zukunft seitens des Arbeitgebers (AG) und bei Rückfrage der Mitarbeiterin des Auftraggebers, wie es aussieht, weil sie ja so zufrieden mit mir sind und mich auch 2022 weiter als Ansprechpartnerin haben wollen und wenn ja, dann sogar den Vertrag auf 3 Jahre verlängern, kam von meinem die Abteilung leitenden Kollegen zurück, dass man das weiß und aus der Geschäftsführung (GF) keine Signale hat, dass sich daran was ändern soll.
Nun wird 2022 bereits getimet – von mir OT „Na klar machst du das, leg los!“
Nun habe ich mir letzte Woche ein Herz gefasst und an die rechte Hand des GF gemailt, ob es Sinn macht, mit dem Chef über „Zukunft“ zu reden.
Prompte Rückmeldung mit Einladung zu einem Gespräch am übernächsten Tag.
Anwesende: GF, rechte Hand, ich und leitender Kollege.

Am Beginn wird herumgefeixt zu diversen anderen Themen und endlich geht es los.

Wieder die Betonung – diesmal vom GF -, dass man die Zufriedenheit meiner tollen Arbeit kennt und dass ich und das Projekt für ihn „ein Package“ sind und er mich dabeihaben will.
Angebot: Ich kann die 10 Einheiten des Projekts auf Werksvertragsbasis gegen ein fixes Honorar/Ausgabe betreuen.

Heißt im Klartext: Er will dieselbe Qualität und dasselbe Engagement mit null Risiko für sich und ich müsste alles selbst versichern und mich um die Steuer kümmern.

Kein Urlaubsgeld, kein Krankengeld, wenn ich den Auftrag nicht erfüllen kann, schau ich durch die Finger, weil keine Honorierung.
Bei Werkvertrag kann ist laut Gesetz eine Beauftragung von Teil zu Teil zu machen, er kann also theoretisch nach 1 Ausgabe sagen, es macht jemand anderer.
Ich bin von meiner Persönlichkeitsstruktur keine, die selbstständig sein will. Auch wenn es einige Vorteile bietet.
Nun bin ich also am Infoseinsammeln, was das Bruttohonorar netto bedeutet nach Abgabe der SV und der Steuer, was es bedeutet, wenn ich das Werk nicht erfüllen kann und wie das mit dem Berechnen des Arbeitslosengeldes funktioniert, wenn ich beispielsweise Mitte des Jahres nicht mehr beauftragt werde oder am Ende des Jahres, denn nur bis dahin geht der Vertrag momentan des Projekts.

Die Mitarbeiterin des Auftraggebers ist auch ganz irritiert, fürchtet, dass ich während des Vertragsjahres ausgetauscht werde gegen wen anderen, mit dem sie dann zusammenarbeiten muss etc.
Ich überlege hin und her, ob ich meinem Bauchgefühl, dass mir Selbstständigkeit gar nicht taugt, nachgeben soll oder ob ich ins kalte Wasser springen soll und es mal an mich herankommen lassen soll.
Also weiter nichts als Unklarheit für mich.
Ich hab über die rechte Hand des GF jetzt einen Gegenvorschlag gemacht.
Auf dieses Mail von Freitag habe ich bis heute null Reaktion erhalten.
Meine Entscheidung bzgl. Weiterbetreuen mit Werkvertrag möchte man gerne bis kommende Woche Mittwoch.
Ich werd mich da jetzt aber nicht festlegen, bevor nicht mein Gegenvorschlag in irgendeiner Weise kommentiert wurde.
Es war jetzt 9 Monate keine Eile, für mich Klarheit herzustellen, also spute ich mich jetzt auch nicht übermäßig.

Und natürlich strecke ich weiter meine Fühler aus und hatte am Freitag auch ein Vorstellungsgespräch. Das im Inserat genannte Basisgehalt für die Stelle war indiskutabel für mich mit 27 Jahren Berufserfahrung und ich hab meine Vorstellung deponiert.
Mal sehen, ob deren Vorstellungen und meine kompatibel sind und ich zu einer 2. Runde eingeladen werde.

Mein Nervenkostüm wird momentan ganz schön gefordert.
Bin ich froh, dass im Privatleben alles gut ist, das gibt Halt und Stabilität.

Es grüßt euch eine unentschlossene
Patentsocke


334. Text_Ich lebe noch! :)

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Was?!?
Ende Mai habe ich meinen letzten Beitrag geschrieben?

Dass es schon lange her ist, war mir bewusst.
Aber soooooooo lange?

Und ich kann gar nicht erklären, warum ich so lange nichts geschrieben habe.

Natürlich: Nach dem letzten Eintrag stand erstmal der Urlaub und damit die 2-wöchige Motorradreise an.

Die war total toll, wir sitzen beide nach wie vor gerne auf dem Motorrad, es hat unseren Knochen gar keine Mühe bereitet und die Unmittelbarkeit auf dem Motorrad war wieder wunderbar: Temperaturunterschiede, Gerüche 1:1 mitzubekommen ist das, was ich am Motorradfahren sehr mag.

Oft wurde ich gefragt, ob es mir als Sozia nicht fad ist, kilometerweit und stundenlang nur hinten drauf zu sitzen.

Nein! Das ist nicht langweilig. Ich spinne in Gedanken schon die Zeilen, die ich als Tagesbericht auf FB dann schreiben werde. Damit beobachte ich meine Umgebung, achte auf Einzelheiten, damit ich den Lesenden einen möglichst eindrücklichen Bericht geben kann.
Und so schlecht können meine Texte nicht sein, denn die Rückmeldungen sind immer sehr positiv. 🙂
Jedenfalls war es wieder eine schöne Reise mit vielen verschiedenen Eindrücken und netten Begegnungen.
Nach den beiden Wochen war Herzensglück dann wieder arbeiten, was sich vorwiegend im Homeoffice abspielte und ich genoss noch freie Tage.

Das Projekt, für das ich zuständig bin, hat ja im Juni Sommerpause und somit konnte ich mir auch 4 Wochen am Stück freinehmen … und da ich genug Urlaubstage habe.
Dass Großtochter mit ihren Lieben zu uns auf Besuch kommt, hat sich leider nicht erfüllt.
Ihr Partner hat einen neuen Job und begann dort direkt nach Ende des alten mit der Ausbildung.

Wir haben die Sommermonate im Garten verbracht, unseren Pool genossen, viele Kulturveranstaltungen besucht und Freunde getroffen.

Letztes Wochenende waren wir von Freitag bis Montag bei Großtochter im Nachbarland.
Einschulung von meiner Enkeltochter stand auf dem Programm und so nutzten wir das schöne Ereignis, sie zu besuchen
Kleintochter fuhr mit und so haben wir wundervolle GemeinsamZeit verbracht und es genossen, nach 13 Monaten endlich wieder beieinander zu sein.
Der Abschied am Montag fiel natürlich schwer und wir hoffen, dass es nicht wieder so lange dauert, bis wir einander wieder sehen können.

Arbeitsmäßig hat sich bei mir nichts Neues getan.
Nach wie vor arbeite ich im Homeoffice – das wird bis Ende des Jahres auch so bleiben.

Das Projekt, für das ich verantwortlich bin ist nach wie vor für 2022 fixiert, aber mit mir hat noch niemand geredet, ob ich es weiter betreue und zu welchen Konditionen.
Die hauptverantwortliche Mitarbeiterin des Auftragebers hat mich nun informiert, dass sie mit ihrem Chef – also dem Auftraggeber – vereinbart hat, dass er in den nächsten 2 Wochen mit meinem Chef einen Termin ausmachen wird und dort nochmals deponieren wird, dass sie unbedingt mich als Ansprechpartnerin behalten wollen. Sie werden sogar in Aussicht stellen, dass der jetzt auf 1 Jahr verlängerte Vertrag mit Zusicherung, dass man mit mir reden wird, und sobald feststeht, dass ich es weiter betreue, auf 3 Jahre verlängert würde.
Es bleibt also weiter spannend, wie es hier weitergeht.

Parallel habe ich mich bei dem Unternehmen beworben, das die Projekte, die wir in unserem Unternehmen bis Ende des Jahres betreuen, ab dann selbst übernehmen wird und deshalb sein Team aufstockt.

Ich habe als Antwort bekommen, dass man derzeit noch in der Strukturierungsphase ist und voraussichtlich im Laufe des Septembers mit Gesprächen mit den BewerberInnen, die in Frage kommen, führen wird.
Es bleibt also weiter spannend.

Es grüßt euch eine quicklebendige
Patentsocke