333.Text_Ja_Nein_Weiß nicht_Endlich Urlaub!

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Liebe Blogbesucher!

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber in den letzten Wochen laufe ich unrund.
Entscheidungen verlagen mir viel Kraft ab, ich komme schnell an meine Grenzen, werde erst innerlich unrund und wenn es mir viel zu viel wird auch nach außen hin.

Herzensglück ist glücklicherweise ein sehr geerdeter Mann, den das nicht umwirft und der damit gut umgehen kann.

Aber natürlich ist es kein wirklich erstrebenswerter Zustand.
Weder für mich noch für ihn.

Im Job hat sich nur insoweit etwas getan als klar ist, dass es keine neuen großen Aufträge mehr geben wird.
Der bisherige Auftraggeber verlagert die Betreuung inhouse.
Nun ist das Projekt, das ich betreue, ja bekannterweise nicht von diesem Auftraggeber und auch nicht Teil dieses Auftrags und bereits auf ein weiteres Jahr verlängert.
Aber ich habe noch immer keine Information, ob ich das weiterbetreuen soll und wenn ja, von welchem Arbeitsort aus ich das mache.
Klar kann ich mich zurücklehnen und sagen, ich warte mal ab, welche Angebote kommen und ob ich denen zustimme (Arbeitsort, Gehalt …).

Aber ich bin ein Mensch, der gerne eine gewisse Perspektive hat, ein Ziel … wie auch immer man das nennen mag.

Meine ausgeschickten Bewerbungen haben großteils zu Absagen geführt.
Aus manchen lese ich heraus, dass ich gar nicht in die engere Wahl kam, bei manchen erkenne ich, dass man interessiert war, aber es dann doch immer noch geeignetere Kandidaten gab.

Klar, es gibt Jüngere, es gibt besser ausgebildete Personen.
In meiner Branche werden heutzutage viele Skills zusammengemixt und ich bin noch Old School.

Aber letzte Woche dann das Erstaunliche.
Ich hab mich wieder beworben, etliche Male das Motivationsschreiben durchgelesen, für gut befunden und abgeschickt.

Und wie das so ist, wenn ein paar Stunden ins Land ziehen, dachte ich mir am Abend dann, dass ich da etwas nicht gut formuliert habe und das anders gestalten hätte können. Nun ja, jetzt ist es zu spät.

Am nächsten Tag schon sehe ich ein Antwortmail und denk mir: Ok, das ist eine Absage, denn so eine schnelle Reaktion, da kann das nur eine Absage sein. Hätte ich das nur besser formuliert.
So hatte ich auch keine Eile mit dem Öffnen der Mail.

Zu tun hatte ich arbeitsmäßig auch mehr als genug, ich war froh, dass das Atmen automatisch ging.
So öffne ich also erst nach einiger Zeit das Mail und siehe da, es ist eine positive Rückmeldung des Recruiting Teams, dass meine Bewerbung Interesse erweckt hat und jetzt auf Reise zur Fachabteilung geschickt wird, damit die Entscheider dort auch noch beurteilen, ob ich zu den Anforderungen des Jobs passe.
Das gibt schon Auftrieb, wenn man merkt, dass man nicht sofort rausfällt, sondern zumindest mal einen Schritt weiter ist.

Mein Projekt schließe ich morgen ab und dann ist längere Sommerpause.
Da ich ja meine Urlaubstage abbauen soll und in der Pause niemand anderer das Projekt übernehmen muss, habe ich 4 Wochen Urlaub.
Wir starten übermorgen zu einer zweiwöchigen Fahrt mit dem Motorrad mit 2 Zwischenstopps, bevor es nach Italien hineingeht.
Derzeit meint es der Wettergott ja gar nicht gut mit uns und auch für Donnerstag ist schlechtes Wetter angesagt. So wollen wir möglichst zeitig starten, um dem Hauptregen, der am Nachmittag einsetzen soll, so gut wie möglich zu entkommen.

Ab Freitag sieht es dann schon besser aus, meint Herzensglück, der im Stundenrhythmus den Wetterbericht abfragt. Und im Süden wird es dann hoffentlich überhaupt besser und wärmer.
Wir haben für 3 Übernachtungen ein paar Kilometer außerhalb von Grado ein Boutiquehotel gebucht, das direkt an der Lagune und an einem Naturreservat gelegen ist, und wollen von dort aus die Umgebung erkunden.
Dann geht es mit 2 Zwischenstopps ins nördliche Italien und Richtung Cortina.

Alles hängt natürlich vom Wetter ab, denn wenn Schlechtwetter und Nässe angesagt werden, macht es wenig Sinn eine landschaftlich schöne Passstraße zu befahren, wenn man nichts sieht und die Kehren bei regennasser Straße auch nicht angenehm zu fahren sind.

Es heißt also auf dieser Reise so wie bereits die gesamten letzten Monate: flexibel sein!

Die Herausforderung bestand gestern bereits darin, eine 33 Liter umfassende Innentasche für den Seitenkoffer des Motorrads mit Gewand, Hygienartikeln, Schuhen und sonstigem (Kindle, Aufladekabel) für 2 Wochen zu füllen.
Ich geb es zu: Ich war sehr keppelig.
Was bin ich froh, dass ich seit Sommer letzten Jahres 14,5 Kilo abgenommen habe und mein Gewand kleiner ausfällt und ich auch wieder mehr Auswahl im Kleiderkasten habe – die ich aber jetzt gar nicht ausschöpfen kann, denn mehr als 2 lange Hosen, 3 halblange Hosen, 5 T-Shirts und 2 Langshirts pus 1 Weste sind nicht drinnen.
Dazu noch Bikini, 3 Paar Schuhe sowie 5 Slips, 2 Sockenpaare und 2 Unterhemden.
Arg, wenn ich das hier so aufliste, klingt das gar nicht mal so wenig für den kleinen Koffer. 🙂

Ich werde im Anschluss berichten, wie es uns ergangen ist.

Es bleibt ja auch abzuwarten, wie unsere alten Knochen auf viele Kilometer auf dem Zweirad reagieren.
Die Tagesetappen haben so an die 150 Kilometer, nur die 1. ist mit 280 Kilometern gleich die allerlängste.

Danach habe ich dann noch 2 Wochen Urlaub, die ich gemütlich und bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen im Garten genießen werde.
Ich hoffe auch sehr, dass Großtochter mit ihren Lieben aus dem Nachbarland auf Besuch kommen können.
Aber auch hier heißt es flexibel bleiben.

Es grüßt euch eine positiver gestimmte und urlaubsfreudige
Patentsocke






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  1. Hoffentlich war der Urlaub so, wie Ihr ihn geplant hattet.
    Weiterhin hoffe ich, dass Ihr keinen Schaden habt “ an Koerper und an Hab und Gut “ durch die schrecklichen Unwetter.
    Wär schön, hier mal von Euch zu lesen.

    • Liebe Christl! Lang, lang ist es her, dass ich hier aktiv war. Es geht mir/uns sehr gut. Die Motorrad-Reise war super. Wir hatten nur 1 Mal ein paar Kilometer im Regen zu fahren und mussten die Übernachtung nahe dem höchsten Berg Österreichs auslassen. Wir haben an seinem Fuß ein nettes Quartier mit Wellnessbereich bezogen und das Alternativprogramm sehr genossen. Liebe Grüße!

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