Archiv für den Monat März 2021

330. Text_Es zerrt an den Nerven

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Liebe Blogbesucher!
Nach wie vor hat sich an der Situation nichts geändert.
Kollegin K. vom Auftraggeber hat mich heute informiert, dass mein direkt vorgesetzter Kollege bei ihr wegen der Adaptierungen des Produkts auf einen Termin drängt.
Und sie hat bei mir nachgefragt, ob irgendjemand inzwischen mit mir geredet hätte, wie es mit meinem Verbleib aussieht.
Antwort: Niemand ist an mich herangetreten und hat mit mir geredet
K. und ich haben dann noch telefoniert und sie hat wieder ihr großes Unverständnis über die Vorgangsweise ausgedrückt.
Sie wird meinen Kollegen nun informieren, dass sie keinen Termin wegen Adaptierung ausmacht, wenn nicht klar ist, ob ich mit an Bord bin.
Mich als Auftragserfüllerin können sie laut ihrem Chef nicht in den Vertrag schreiben, da sie nur eine Leistung beauftragen können, aber dem Auftraggnehmer (= meiner GF) nicht vorschreiben können, wer den Auftrag zu erfüllen hat.
Das ist ja auch verständlich.
Aber sie kann äußern, dass es ohne mich zu keiner automatischen Verlängerung kommt, sondern das Projekt neu ausgeschrieben wird. Und solange es hier keine Bereitschaft meines Unternehmens gibt, mit mir zu reden und abzuklären, ob ich weiter an dem Projekt arbeite (kommt ja auch auf die Konditionen an, die man anbietet) und man mich wieder dabeihaben will, wird sie auch keinen Adaptierungstermin ausmachen, da das keinen Sinn macht, falls dann ein anderes Unternehmen das Projekt umsetzt.
Nun bin ich gespannt, ob sich irgendwas bewegt oder ob sich nach wie vor alle tot stellen.
Ich finde es sehr erstaunlich, mit wenig Respekt man einem Auftraggeber und einer langjährigen Mitarbeiterin gegenüber agiert.
Dazu kommt nun die Situation, dass schon etliche KollegInnen gekündigt wurden und immer mehr Personen bestrebt sind, ihr Können ins rechte Licht zu stellen. Es wird also um jede Möglichkeit konkurriert, darzustellen, wie fleißig und unentbehrlich man nicht ist.
Das macht das ganze Arbeiten auch nicht einfacher und lustvoller.
Und dann ist im allgemeinen Kalender ersichtlich, dass einige gekündigte KollegInnen sich bereits „Freizeit in der Kündigungsfrist“ (so heißt das) nehmen – ist dann als SU = Sonderurlaub angegeben.
Und das mache ich jetzt auch: Ich nehme mir Freizeit in der Kündigungsfrist.
Natürlich in Abstimmung mit meinem Projekt.

Und ich merke, wie die ganze Situation an meinen Nerven zerrt. Wie schnell ich bei kleinsten Probleme an meine Grenzen komme, wie ich manchmal einfach eine Decke über den Kopf ziehen und nichts mehr sehen und hören mag.
Ich habe jetzt wieder ein Buch entdeckt, in dem auch auf die Meditationspraxis mit den Alphawellen im Kopf hingewiesen wird, und habe mich entsonnen, eine CD dazu zu haben.
Die habe ich jetzt mithilfe von Herzensglück auf mein Handy geladen und praktiziere 2 Mal/Tag die erste Meditation, die 8 Minuten dauert.
Das macht den Kopf klarer und entspannt.

Momentan habe ich 3 Bewerbungen ausstehend und bin gespannt, ob da auch gleich Absagen kommen.

Abseits dieser „Zustände“ genieße ich es, dass die Tage länger und streckenweise auch wärmer werden.
Letztes Wochenende waren wir bei meinem Ältesten samt Familie, ich konnte das allerjüngste Enkelchen knuddeln.
Und dem ältesten Enkelkind, das ja an allem, was mit Weltraum zu tun hat, interessiert ist, einen Meteoriten mit Echtheitszertifikat mitgebracht.
Was hat es sich gefreut.
Am nächsten Tag kam dann die Nachricht: Oma, ich freue mich sooooooo über das Geschenk. Und ich kann nur Danke sagen und das ist viel zu wenig für das tolle Geschenk. Und ich glaub manchmal, ich träume, weil so ein Geschenk kann ja gar nicht echt sein. Und dann zwicke ich mich und es ist wirklich wahr, dass ich so ein tolles Geschenk habe.
Ist das nicht schön?
Und dann denke ich mir: Auf das kommt es im Leben an!
Und dann trafen wir meinen Zweitgeborenen mit seinem Kind. Leider ist seine Beziehung zur Mutter des Kindes zu Ende.
Er sieht sein Kind aber regelmäßig und nun haben wir die Möglichkeit, einander öfter zu sehen.
Und Enkelchen hat mich bei der Hand genommen, damit ich es begleite, und dann hat es sich sogar zu mir auf den Lesesessel dazugezwickt und ist bei mir gesessen.
Es kann also doch noch ein schöner Kontakt zu diesem Menschlein entstehen.

Und so ist mein Leben, auch wenn es gerade beruflich herausfordernd ist, privat sehr schön.
Es grüßt euch eine im Moment sehr viel lernende
Patentsocke