328. Text_Es kommt Bewegung rein

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Liebe Blogbesucher!

Es ist wieder einige Zeit ins Land gezogen, seit ich den letzten Post veröffentlicht habe.
Ich war in der Zeit gut beschäftigt: im Job als auch mit mir.

Im Job habe ich mein Projekt abgeschlossen und nun sind ein paar Tage, die ruhiger verlaufen, bis Ende der Woche das neue Projekt wieder meine ganze Aufmerksamkeit fordert.
Nach wie vor sind wir im Homeoffice – bis auf ein paar KollegInnen, die vor Ort Dienst versehen.

Die, die im HO sind, müssen tagtäglich einen Tagesbericht abliefern – wir könnten ja Daumen drehen und den Hergott einen guten Mann sein lassen. Eigentlich sollte ersichtlich sein, wenn die Produkte, die wir bearbeiten, rechtzeitig fertig sind, dass wir alle nicht auf der faulen Haut gelegen sind.
Zudem dürfen wir keine Gut-/Überstunden machen und wenn aufgrund des Arbeitsanfalls die reguläre Tagesarbeitszeit überschritten würde, müssen wir das beim Leiter der Abteilung „genehmigen“ lassen.

Ich fand ja das bisher schon Kindergarten pur.

Nun gibt es noch die Steigerung, dass wir detaillierter berichten müssen, was wir be-/gearbeitet haben.
Ich kann mir schon vorstellen, woher der Wind weht: Der Eigentümer der Arbeitsstelle will wissen, wer wie fleißig ist, um auszusieben, wer arbeitsam ist, und mit denen dann verhandeln, die er bei weiterer Auftragslage weiter beschäftigen will und sich von den anderen trennen.
Ich frage mich dann nur, ob er in den 26 Jahren, die ich jetzt beim Unternehmen bin, noch immer nicht mitbekommen hat, welche Sorte Mitarbeiterin ich bin …
Aber ich habe gelernt, mir solche Fragen nicht mehr zu stellen.
Ich mache, was gefordert ist.
Was ich lerne, ist mich zu fragen, ob ich da weiter beschäftigt sein möchte.

Ich habe eine Liste begonnen, auf der ich in Stichworten notiere, welche Bereiche mich interessieren, welche Anforderungen ich an einen neuen Job/Arbeitgeber habe.
Was ist für mich sinnvolle Arbeit?
Und ich habe begonnen, mich zu bewerben.
Das macht psychisch etwas mit mir.
Ich werde aktiv.
Ich verharre nicht in der Starre, in der ich mit Tunnelblick auf das Ende des Jahres blicke und sich Horizonte erst ab Ende des Sommers auftun dürfen.
Ich schaue mich jetzt schon um.

Nachfrage bei den Arbeitsrechtsexperten erbrachte, dass ich trotz ausgesprochener Kündigung mit Einverständnis des Arbeitsgebers diese in eine Einvernehmliche umwandeln kann.
Und dies würde ich versuchen, wenn ich ein anderes Jobangebot annehmen könnte.

Und auch wenn meine Bewerbungen in Absagen münden, lerne ich etwas.
Ich habe einen Lebenslauf erstellt, habe mich mit Anschreiben/Motivationsschreiben auseinandergesetzt.
Setze mich aufgrund der Anforderungen in den Postenbeschreibungen mit Themen auseinander, die bisher nicht in meinem Fokus waren. Heute z. B. mit „Content Managament System“ und habe dadurch jetzt meinen WordPress-Auftritt optimiert.
Ich „lerne“ schon alleine durch die Jobauschreibungen neue Unternehmen und deren Angebote an ihre Mitarbeiter kennen.
Und ich muss euch sagen, da wackle ich gehörig mit den Ohren, welch attraktive Angebote es in manchen Unternehmen gibt.
Kurz gesagt: Es erweitert meinen Horizont.

Im Privaten ist alles in bester Ordnung.
Ich vermiss halt meine Enkelkinder, das jüngste habe ich zuletzt Anfang Dezember gesehen.
Sein großes Geschwisterkind schreibt mir per WhatsApp und schickt Sprachnachrichten.
Da ist so viel Herzlichkeit und Wärme in unserer Kommunikation – das ist richtig schön.

Mein reduziertes Essen hat mich schon 9 Kilo schlanker werden lassen.
Inzwischen ist Herzensglück auf den Zug aufgesprungen und versucht nun, auch bewusster und weniger zu essen.
Und gemeinsam schauen wir, dass wir genug Bewegung in unseren Alltag bringen.
Leider ist das Wetter der letzten Tage nicht unbedingt animierend, rauszugehen.
Und die Wettervorausschau sagt für die nächsten Tage auch winterlich kalte Tage an.

Ich schicke euch jetzt jedenfalls sonnige Grüße
Eure Patentsocke

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  1. „Was ich lerne, ist mich zu fragen, ob ich da weiter beschäftigt sein möchte“._ das ist genau das, was auch dir zusteht. Wir sind keine Bittsteller, sonder solide, verlässliche Arbeitskräfte, die auch gern arbeiten. Wenn deinem Arbeitgeber das nicht wirklich klar ist, dann „se la vie“!!! Du wirst sehen, wenn du erst das erste positive Feedback auf deine Bewerbungen bekommst…..du siehst dich in einem anderen Licht!! Das gibt frischen Wind, versprochen! Hau rein, das wird!! LG aus dem sehr verschneiten Berlin

    • Ich habe inzwischen so viel positives Feedback von den Personen (externer Auftraggeber) erhalten, mit denen ich im Projekt zusammenarbeite. Das hat mich komplett umgehauen und zeigte mir, dass meine Arbeit wirklich geschätzt wird.
      Ich verfasse dazu einen Blog – dort also mehr dazu. 🙂

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