Archiv für den Monat Januar 2021

327. Text_Fordernde Zeiten

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Liebe Blogbesucher!

Wieder sind ein paar Wochen ins Land gezogen, seit ich zuletzt schrieb.
Es waren Wochen mit viel Auf und Ab und ich merke, wie mich die gesamte Situation schlaucht.
Ich bin pandemüde und die berufliche Situation – im Speziellen die Aussichten – sorgt für zusätzliche emotionale Achterbahnfahrten meines Gemüts.

Über die Weihnachtsfeiertage war in meinem Unternehmen Weihnachtssperre und so hatte ich einige freie Tage.
Herzensglück arbeitete, weil er möchte seine Urlaubstage sparen.
Er hofft ja noch immer auf die große lange Reise im Jahr 2021 … auch wenn es eventuell erst gegen Ende des Jahres soweit ist.
Nun waren diese Tage für mich doppelt schwer, denn einerseits konnte ich nicht außer Haus gehen, um jemanden zu treffen oder ein Museum zu besuchen … und großteils „angenagelt“ an zu Hause, konnte ich mich auch hier nicht ganz frei bewegen, da Herzensglück im Wohnzimmer arbeitete und z. B. großer Hausputz oder exzessiv Serien anschauen nicht möglich waren.
Und wir merkten, dass bei aller Harmonie auch ein Bedürfnis nach Alleinsein auftauchte.
Im Frühjahr konnte ich z. B. auch in den Garten und mich dort austoben – aber bei Minusgraden und eigentlich nix zu tun im Freien fiel das auch flach.

Und dann beschäftigen mich weiterhin meine berufliche Situation und alle Unklarheiten, die damit momentan vorbunden sind.
Und es nutzt nichts, denn genau genommen sind mir die Hände für konkretes Aktivwerden gebunden.
Und ich merke, wie ich mit so einer Situation schwer umgehen kann.
Wenn sich ein Problem stellt, so möchte ich aktiv werden, Lösungswege betrachten, Aktionen setzen.
Das hat nur momentan keinen Sinn.
Stattdessen arbeite ich und weiß, dass es in 11 Monaten eventuell vorbei ist.
Und ab und zu schleicht sich der Gedanke ein: „Was engagiere ich mich hier so, am Ende bin ich die Dumme und man verzichtet auf mich, egal wie arbeitsam ich grade bin.“

Nun nutze ich über Berufsportale kostenlose Onlineseminare und stelle fest, wie eindimensional ich die letzte Zeit unterwegs war.
Alles, was direkt mit meinem Job zu tun hat, hatte ich wahrgenommen, aber es gibt so viele Dinge rechts und links des Weges, die auch wert sind, mal näher betrachtet zu werden.
Und sie geben ein paar Anregungen, beschäftigen das Hirn auf andere Weise.

Aber alles in allem schlaucht es schon und ich merke an manchen Tagen, dass die Tränen nicht weit entfernt sind und ich mental erschöpft bin.

Aber immer ist dann so ein kleiner Funke Energie in mir, der mir einen kleinen Tritt in den Hintern gibt und sagt „Aufgeben tut man nur einen Brief“. 🙂

Es grüßt euch eine hin und hergerissene
Patentsocke