Archiv für den Monat Oktober 2020

322. Text_Brustschmerzen

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Vor 14 Tagen begannen Schmerzen in der linken Brust. Bei jeder Bewegung und Berührung fühlte es sich an, als würde man auf einen blauen Fleck drücken.
Ich schrieb diese ganz zu Beginn als Nachwirkungen unserem Fitnesscenter-Besuch zu, aber nachdem dieses wegen Umbauarbeiten für 10 Tage geschlossen war, wir daher in dieser Zeit nicht trainieren gingen und meine Schmerzen nicht weniger wurden, habe ich sie bei meiner routinemäßigen Kontrolle beim Gynäkologen thematisiert.
Er tastete die Brust ab und stellte keine Veränderung fest, überlegte dann und meinte, obwohl die letzte Mammografie und Ultraschall erst 5 Monate her seien, möchte er das doch kontrollieren lassen und stellte mir eine Überweisung aus.
Die Schmerzen werden übers Wochenende zwar besser, aber ich möchte das doch lieber untersuchen lassen.

Gestern war ich dann im Radiologie-Institut und die Mitarbeiterin fragte nach, warum ich denn schon wieder zu diesen Untersuchungen käme.
Ich erkläre ihr die Umstände, die zur Überweisung führen, und daraufhin meinte sie, sie müsse das mit der Ärztin besprochen, wie sie da vorgehen solle. Ich warte also eine ganze lange Zeit in dieser engen, unwirtlichen Wartekabine bis die Ärztin erscheint und sich folgender Dialog ergibt:

Ärztin: Ich habe da ein großes Problem, weil sie waren vor 5 Monaten erst hier.

Ich: Ich weiß, mein Gynäkologe meinte aber, ich solle aufgrund der Schmerzen in der linken Brust eine Kontrolluntersuchung machen. Ihm ist bewusst, dass die letzte Untersuchung recht nah liegt, aber er möchte nichts übersehen aufgrund meiner Vorgeschichte.

Ärztin: Nun ja, auf die Überweisung hat er aber die rechte Brust geschrieben. Und sie sagen jetzt, dass die linke Brust untersucht gehört.

Ich: Ah, da scheint er sich bei der Überweisung geirrt zu haben.

Ärztin: Ja und jetzt haben wir ein großes Problem.

Ich: Also können Sie mich jetzt nicht untersuchen, ich muss mir eine neue Überweisung orgnisieren und eine neuen Termin ausmachen …

Ärztin: Nun ja da ist eine zwar kleine aber doch vorhandene radioaktive Dosis, die sie da bekommen und so nah hintereinander und …

Ich (bereits entnervt): Ich bin lediglich Patientin und verfüge nicht über umfassendes medizinisches Wissen, was nötig und vertretbar ist und was nicht. Da vertraue ich meinem Gynäkologen.
Aber wenn Sie die Untersuchung nciht machen wollen, dann lassen wir es für heute …

Ärztin: Na ja, dann machen wir eben beide Seiten.

Und schließt die Türe. Ich alleine in der engen, unwirtlichen Wartekabine. Und ich frage mich, ob ich das eigentlich notwendig habe, dass ich hier so angemotzt werde.

Es wird dann die Mammogrfaie beider brüste gemacht und dann werde ich zum Ultraschall gebeten. Die Ärztin ist nun wesentlich freundlicher und meint, sie habe die aktuelle Mammografiebilder mit jenen der vergangenen Jahre (ich war die letzten Jahre immer in diesem Institut) verglichen und keinerlei Veränderung festgestellt. Und natürlich ist es ratsam, dass man das bei meiner Vorgeschichte lieber untersucht …

Sie schallt dann und als sie an einem Punkt ankommt, wo der Schmerz besonders spürbar ist, meint, sie da läge ein Milchkanal drunter. Es könne sein, dass die empfindlich seien, Veränderung könne sie keine feststellen.
Und als ich dann meine, dann könne ich meine jährliche Kontrolle also dann kommendes Jahr im Herbst statt wie bisher im Frühling machen, meint sie, dass ich auch im Frühling kommen könne, wenn ich das so gewöhnt sei: Häh? War da nicht was mit radioaktiver Dosis so knapp hintereinander?

Jedenfalls – und das ist die Hauptsache – ist nichts Bösartiges zu sehen und die Schmerzen werden auch weniger.