Archiv für den Monat September 2020

321. Text_Wieder im Homeoffice

Standard

Liebe Blogbesucher!

Seit Anfang der Woche bin ich wieder im Homeoffice.
Unsere Geschäftsleitung meinte, sie wolle die Mitarbeiterzahl verringern, um die Kontakte innerhalb der Büroräumlichkeiten zu minimiern und ich war unter jenen, die seit Montag wieder von zu Hause aus arbeiten.

So habe ich also am Montag meine Arbeitsutensilien und den Rechner aus dem Büro geholt und sitze jetzt in meinem Arbeitszimmer zu Hause.
Es ist ein angenehmes Arbeiten, denn ich habe hier für meine Tätigkeit viel Ruhe und damit mehr Konzentration.

Ich arbeite an dem Projekt, für das ich zuständig bin, und wenn ich Ressourcen frei habe, schreibe ich den Kolleginnen und frage nach, ob ich irgendwo unterstützen kann.
Dazwischen kann ich den einen oder anderen Handgriff erledigen und alles läuft sehr entspannt ab.

Ein bissel als „Kindergarten“ empfinde ich, dass wir am Ende des Tages einen Arbeistbericht an die Leiter des Büros schicken müssen. Quasi, ob wir eh alle fleißig waren und uns nicht die Arbeitszeit zurücklehnen und Faulenzerdasein betreiben.

Eigentlich sollte schon aus dem Lockdown im Frühjahr, als wir bei der Rückkehr zur „neuen Normalität“ so gelobt und mit einem kleinen Bonus gewürdigt worden sind, bewusst sein, dass wir alle erwachsene und verantwortungsvolle Angestellte sind.
Und auch wenn es nicht so massive Einschränkungen wie vor sechs Monaten gibt, so merkt man im Alltag doch wieder die Maßnahmen, die das Ansteigen der Infektionszahlen verhindern sollen.

Ein Freund hat die Geburtstagsfeier zu seinem runden Geburtstag abgesagt.
Eine Bekannte wacht mit Bindehautentzündung auf und fragt sich nun, nachdem sie im Internet gelesen hat, dass dies ein Symptom von COVID-19 sein kann, ob sie die Gesundheitshotline anrufen muss oder einfach zum Haus- oder Augenarzt geht so wie früher – in Zeiten der normalen Normalität.
Man ist im Freundes- und Bekanntenkreis wieder konfrontiert mit denjenigen, die meinen, das ist so arg wie eine Grippe, stellt euch nicht so an und jenen, die panisch gar nicht mehr aus dem Haus gehen wollen und jeglichen sozialen Kontakt unterbinden.
Und selber merke ich, dass ich nicht weiß, was ich von alldem halten soll.
Ich versuche, den goldenen Mittelweg zu gehen und trage MNS, wenn ich in geschlossenen Räumen bin (und natürlich überall dort, wo ich gesetzlich dazu verpflichtet bin), wasche mir öfter die Hände, habe ein Desinfektionsgel in der Handtasche dabei, das ich anwende, sobald ich irgendwo einkaufen war oder in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, aber ich gehe dennoch ins Konzert (jeder 2. Sitzplatz bleibt frei, auch haushaltszugehörige Menschen dürfen nicht nebeneinander sitzen), ich gehe ins Lokal essen, ich treffe Freunde, Familie.

Mit dem Planen von Reisen tun wir uns momentan schwer, denn man darf ja nicht mehr in jedes Land, die Reiswarnungen bzw. Einschränkungen durch Quarantäne oder verpflichtende Tests werden wieder mehr und die Situation verändert sich beinahe täglich.
Herzensglück hat sich seinen Herzenswunsch nach einem Motorrad erfüllt und kann es seit Dienstag sein eigen nennen. Heute wird die erste Fahrt mit mir als Sozia stattfinden, denn er wollte erstmal vertrauter mit dem Zweirad werden, bevor er mich mitnimmt.
Er spricht von einer Italienrundfahrt kommendes Jahr mit dem Bike
Das sind nun die kleinen Reiseträume.

Gestern vor 5 Jahren begann Herzensglücks und meine erste gemeinsame Reise. Es ging nach Bangkok und danach in ein Hotel in Hua Hin zum Entspannen am Meer.
Wie war ich aufgeregt: Zum ersten Mal 14 Tage 24 Stunden beieinander. Werden wir uns vertragen, wird es uns zu eng werden, haben wir den gleichen Rhythmus …?
Und wie man weiß, sind noch ganz viele Reisen gefolgt … und die größte Reise: unsere gemeinsame Reise als Eheleute.

Ende Oktober machen er und Kleintochter miteinander ein Sicherheitstraining mit dem Motorrad. Das finde ich gut.
Auch, dass es die Herbstaktion „2 zum Preis von einem“ gibt, und ich zahle Kleintochter ihren Anteil.
Das beruhigt mich ein bissel, wobei ich rational weiß, dass es keine Garantie auf Unfallfreiheit gibt.
Aber so wie bei COVID-19 kann man mit ein paar Maßnahmen das Risiko minimieren.


Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

320. Text_Vermischtes

Standard

Liebe Blogbesucher!

Noch vor unsere Italien-Reise habe ich mit meiner Großtochter im Nachbarland kommuniziert. Sie hatte mir tolle Aquarellbilder geschickt, die sie gemalt hatte.

Sie bringt sich diese Technik gerade selber bei.

Und sie hat ein absolut kreatives Talent.

Da schrieb ich ihr, dass sie bestimmt toll ein Kinderbuch illustrieren könnte.

Und dann äußerte ich den Gedanken, dass ich schon lange mit der Idee schwanger gehe, ein Buch zu schreiben, auch ein Kinderbuch.

Ich steh mir nur immer selber im weg, denn es muss ja gleich perfekt sein.

Da antwortete sie mir, was ich denn verliere, wenn ich einfach mal drauflosschreibe.
Dann kommen von mir Einwände wie: Es gibt eh schon so viele Bücher, ich bin ja keine Kinderpädagogin, kleine Kinder habe ich auch nicht tagtäglich um mich, ich bin wohl keine Expertin auf dem Gebiet etc. etc.
Sie ließ keines der Argumente gelten und meinte, sie würde sich freuen, ihren Kindern mal das Buch von Oma vorlesen zu können.
Und plötzlich änderte sich mein Blickwinkel.
Für meine Enkelkinder schreiben, das ist es.
Ihre Gedankenwelten aufnehmen, das, was ich mit ihnen erlebe, was ich mitbekomme, was sie ängstigt oder freut.
Das war eigentlich das, was in meinem Innersten diese Idee des Kinderbuches entstehen hat lassen: Meine Enkelkindern ernst nehmen in ihren Lebenswelten und ihnen mit Worten Unterstützung, Anregung zu geben.
Ich kann nicht komponieren und nicht zeichnen und nicht musizieren, aber mit Worten kann ich umgehen.
Und so habe ich nun begonnen, erste Texte zu verfassen.

Großtochter fungiert als Feedback-Geberin.
Und dann auch als Illustratorin.

***
Von der Institution, für die ich ehrenamtlich meinen Klienten betreue, gibt es einen 3-stündigen Vortrag zum Thema „Wie tröste ich richtig?“
Das Thema interessiert mich.

Ich merke, wie ich selber in solchen Situationen sprachlos und überfordert bin. Dann rettet man sich in Floskeln, die absolut entbehrlich sind.
Ich möchte den Traurigen ernst nehmen in seinem Schmerz und nicht mit Aussage wie „Das wird schon wieder“ oder „Ich hab damals in der Situation …“ auf seinen gerade empfundenen Schmerz reagieren.
Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Vortrag.

***
Herzensglück trägt sich schon länger mit dem Gedanken, unseren 30-PS-Roller gegen ein Motorrad zu tauschen. Ein Mal will er noch Motorrad fahren und der Gedanke blieb und nun hat er es gestern getan.
Er hat eines gekauft.
Vorigen Samstag sind wir – nur so mal zum Ausprobieren OT Herzensglück – probegefahren und waren zufrieden.
Ich sperrte mich ein bisschen, denn im Roller ist in der Sitzbank Platz für unsere beiden Helme und wenn wir die aufhaben, bekommen wir einen kleinen Einkauf unter. Auf dem Motorrad muss man ein Topcase montieren, damit man diesen Stauraum zur Verfügung hat.
Was soll ich sagen: Das Kofferset hat Herzensglück jetzt auch gleich bestellt.
Denn!
Er trägt sich ja mit dem Gedanken, dass wir kommendes Jahr mit dem Motorrad durch Italien fahren.

***
Kleintochter hat jetzt auch ein Motorrad. Sonntag kam sie damit vorbei und die ganze Familie hat es betsaunt.
Wie klein und zierlich mein „Kind“ daneben aussieht.
Jetzt fahre ich selber gerne als Sozia mit – aber das eigene Kind auf eienr Maschine?!?
Da wohnen 2 Seelen in meiner Brust.

***
Die Anwaltskanzelí hat sich bei Kleintochter gemeldet. Ab November ist sioe dort wieder für 20 Stunden angestellt. Das lässt sich gut mit ihrem Stiúdium verbinden. Sie kennt das ja von vorigem Jahr, als sie von Jänner bis März dort war.
Ich hab mich sehr mit ihr mitgefreut.

Es grüßt euch eine herzensglückliche Patentsocke

319. Text_Zurück aus dem sonnig-warmen Süden

Standard

Liebe Blogbesucher!

Seit Ende voriger Woche sind wir wieder zu Hause.

Mittwoch vor zwei Wochen sind wir direkt von meiner Arbeitsstelle aufgebrochen, um in einer 1. Etappe bis kurz vor die italienische Grenze zu fahren.

Wir nächtigten in einem Genusshotel, das wirklich Genuss für alle Sinne anbot. Das Zimmer war neu und freundlich eingerichtet, das Abendessen vorzüglich.

Ausgeruht und gestärkt mit einem tollen Frühstück, bei dem man sich u. a. aus frischem Gemüse selbst Säfte pressen konnte und allerlei Gesundes am Buffet vorfand, sind wir gestartet und waren nach wenigen Kilometern in Italien.

Auf dem Weg zu unserem Quartier 1 Stunde südlich von Venedig kehrten wir noch in Palmanova ein, einem netten Städtchen, und gönnten uns auf dem Hauptplatz mit Blick auf den Duomo einen köstlichen italienischen Kaffee.

Danach ging es weiter und wir erreichten unser Agriturismo, bezogen unser Zimmer und wurden eingeladen, das Abendessen im Restaurant des Quartiers einzunehmen. Nach einer langen Autofahrt war uns ohnehin nicht mehr nach großartigen Ausfahrten und so nahmen wir das Angebot dankend an.

Das Quartier verfügte über einen gedeckten Außenbereich, wo wir das Abendessen und in den Folgetagen unser Frühstück einnahmen.
Man hatte einen schönen Blick auf den ausladenden Garten mit blühenden Rosen, Hibiskus, Pinienbäumen …
Versteckt hinter Hecken lag in der Gartenanlage der Pool, den wir in den ersten Tagen auch genutzt haben.

Die kommenden 7 Tage unseres Aufenthaltes nutzten wir, um Bologna zu besuchen, die Euganeischen Hügel zu erkunden, Modena, Chioggia (das kleine Venedig genannt) sowie das Po-Delta mit Comacchio anzusehen.

Nach Bologna und Vendig fuhren wir mit dem Zug. Das kostete so viel wie die Straßenmaut, ein Garagenplatz und das Benzin zusammengerechnet und Herzensglück konnte während der Fahrt seine Fotos bearbeiten und entspannen und wir hatten keinen Stress mit Verkehr und Parkplatzsuche.

Nach der Woche ging es weiter nach Triest, wo wir 2 Übernachtungen eingeplant hatten, die ich zu meinem Geburtstag von Herzensglück geschenkt bekommen hatte. Den ersten Abend dazu noch ein Essen in einem guten Restaurant.
Wir sind durch die Stadt geschlendert, haben auf schönen Plätzen Kaffee getrunken und das Treiben um uns beobachtet. 2 Museen haben wir besucht, auf der Mole Audice den Sonnenuntergang betrachtet.

Und wir haben festgestellt, dass die Italiener sich sehr an die „Corona“-Regeln halten; Maske aufsetzen, Hände desinfizieren (fast immer mittels Fußhebel betätigbar, was ich wesentlich besser finde als jeder tatscht auf den kleinen Hebel des Spenders, und Abstand halten. Vor manchen Geschäften waren Warteschlangen, da im Inneren die Höchstanzahl an Kunden bereits erreicht war.

Wir haben beschlossen, dass wir Triest wieder besuchen wollen und dann auch die Umgebung erkunden möchten, z. B. die Karsthügel, die sich hinter der Stadt erheben.

Nun sind wir wieder zurück, den Kopf voll neuer, schöner Eindrücke und der Hoffnung, dass wir im Frühjahr wieder eine Reise unternehmen können. Wenn wir nicht wegfliegen können, so bietet Italien noch einige schöne Ecken, die es sich lohnt zu besuchen. Und so entstehen in unseren Köpfen bereits erste Ideen.

Unsere allernächste Reise führt uns Anfang Dezember nach Berlin. Mal sehen, ob man uns auch lässt. 😉

Es grüßt euch
eine herzensglückliche und entspannte Patentsocke