Archiv für den Monat Juli 2020

316. Text_Leichter leben

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Liebe Blogbesucher!

Die Kenntnis des erhöhten Blutzuckers sowie der Befund „Fettleber“ haben in mir etwas ausgelöst.

Ich war schon die letzten Monate unzufrieden mit meinem Gewicht/Aussehen, Lockdown zu Coronazeiten hatte auch noch ein paar Fettröllchen gesponsert.
Nun halte ich mich an die Empfehlung der Ärztin, meinen Kohlenhydratkonsum einzuschränken und das Süße wegzulassen.

Ich esse bewusst nur 1 Mal am Tag eine ausgiebige Mahlzeit.

Wenn ich weiß, dass wir am Abend auswärts essen gehen, zum Abendessen eingeladen sind oder uns zu zweit ein leckeres Mahl zubereiten, gibt es zu Mittag nur Buttermilch, Joghurt mit frischen Früchten oder ein Butterbrot, Salat …

Außerdem sind wir jetzt wieder 2 bis 3 Mal die Woche im Fitnessstudio.

Und mittlerweile zeigt die Waage bereits 4 Kilo weniger.

Ich merke es auch an den Hosenbünden und an meiner Freude, mir etwas Hübsches zum Anziehen herauszulegen. Es passen wieder einige Kleidungsstücke, die im Schrankraum ganz nach unten oder hinten gewandert waren.
Herzensglück meint (auf meine Nachfrage) auch, dass ihm eine Veränderung meiner Silhouette bereits auffällt.

Mein Reflux ist weniger geworden, weil kein Bauch mehr auf den Magen drückt, ich bekomme besser Luft und fühle mich leichter.

Und ich merke, dass ich seit einiger Zeit besser schlafe.

Ich glaube, das liegt auch daran, dass ich kaum (zeitweise gar keine) Hitzewallungen mehr habe. Es scheint also, dass das Tamoxifen nun aus meinem Körper draußen ist und der natürliche Wechsel auch hinter mir liegt.

So kann es weitergehen und ich werde dranbleiben, ein paar Kilos weniger gehen schon noch. 🙂

***

Nach einer kurzen Phase, in der Herzensglück und ich ein wenig unrund miteinander waren (Stichwort Mental Load) und zwei intensive Gespräche führten, turteln wir wieder wie Frischverliebte.

So ein reinigendes Gewitter (wobei es bei uns nicht wirklich geblitzt und gedonnert hat) hat schon etwas Gutes: Verfestigtes, Starres, mit dem wir beide nicht zufrieden waren, wurde in Worte gefasst, ausgesprochen, angegangen ist aufgebrochen und macht Platz für neue, gute Saat, die keimen und sprießen darf.

Es grüßt euch eine erleichterte und herzensglückliche
Patentsocke

 

315. Text_Familienbesuch

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Liebe Blogbesucher!

Von Anfang der vergangenen Woche an war Großtochter aus dem Nachbarland mit ihren Lieben bei uns und alle haben bei uns gewohnt.
Ich habe nach 6,5 Monaten mein jüngstes Enkelkind wieder in natura gesehen, das sich zu einem propperen kleinen Menschlein entwickelt hat.

Das ältere Enkelchen war schon ganz aufgeregt, wieder zur Oma zu kommen und hat sich vom ersten Moment an so gefreut, wieder bei uns zu sein.

Wir hatten wirklich ganz wunderbare Tage.

Haben viel unternommen und dazwischen auch schön enstpannte Stunden gehabt, die wir im Garten verbracht haben.
Kleintochter kam fast täglich zu uns, um mit uns die Zeit zu verbringen.

Es lief alles ganz stressfrei ab.

Und ich hab diese Tage wirklich von ganzem Herzen genossen.

Als diesen Montag der Abschied kam, verlief er wieder sehr tränenreich und ich hatte ein Gefühl wie Heimweh, obwohl ich ja zu Hause war.

Großtochter erzählte mir, dass am Vorabend das größere Enkelchen fragte:
Mama, muss ich jetzt wieder nach Hause?
Sie: Ja
Enkelchen: Mama, ich glaub, jetzt muss ich weinen.

Und als sie fort waren, war es so still, keine bunten Kinderspielsachen in Haus und Garten, kein Lachen meiner Enkelkinder, keine interessanten Gespräche mit Großtochter und ihrem Partner.

Als  meine Mutter bei meinem Besuch bei ihr am gleichen Tag meinte: Na, atmest jetzt auf nach einer Woche volles Haus?, antwortete ich ihr: Nein, es geht mir ab, denn es lief alles ganz entspannt und stressfrei ab.

Samstag hatten wir noch die ganze Familie bei uns zum Grillen, weil  alle Großtochter und ihre Familie sehen wollten, da sie sie ja nur 1 Mal im Jahr treffen.

Wir waren 13 Erwachsene und 6 Kinder.
Meine Schwiegertochter mit Baby im Bauch fehlte, da sie ein Seminar besuchen musste.

Der Partner meiner Großtochter ist ja gelernter Koch und hat bei den Vorbereitungen tatkräftig mitgeholfen. Die Grillerei übernahm zum Großteil mein Mann und es war für alle ein wirklich sehr gemütlicher Nachmittag. Es gab tolle Gespräche zwischen den 4 Generationen. Herzensglück hat die Sofortbildkamera wieder aktiviert, die wir zuletzt bei unserer Hochzeit im Einsatz hatten, und jeder konnte fotografieren, was ihm als festhaltenswertes Motiv ins Auge stach. So gibt es eine Menge sehr toller Fotos von dem Nachmittag/Abend.

Es war wirklich sehr, sehr fein!

Das nächste Treffen haben wir schon ins Auge gefasst, nämlich dass Herzensglück und ich zu Jahresbeginn 2021 ins Nachbarland fahren und ein paar Tage mit ihnen verbringen und wir alle gemeinsam den 1. Geburtstag vom kleinen Enkelchen feiern.

314. Text: Mental Load

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Liebe Blogbesucher!

Habt ihr den Begriff schon einmal gehört?

Ich bin im Zuge meiner Arbeit heute darauf gestoßen und habe nachgelesen, worum es da geht.

Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das ist das, was ich in mir spüre, das mich ab und zu unzufrieden macht, zu einer inneren Grantigkeit führt, die ich auch manchmal nach außen lasse.

Aus Wikipedia: Über die Summe der praktischen Aufgaben hinaus umfasst die Mental Load auch die Last der alltäglichen Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie, die Beziehungspflege sowie das Auffangen persönlicher Bedürfnisse und Befindlichkeiten.

Eine andere Erklärung: Damit das Alltagsleben klappt, müssen neben den sichtbaren Aufgaben sehr viele unsichtbare Aufgaben mitgedacht werden. Diese Aufgaben werden oft nicht explizit genannt, werden jedoch nebenher identifiziert, geplant und dann erledigt. Neben tatsächlichen To-Dos, bringen diese Aufgaben nochmal ein nicht unbeträchtliches Eigengewicht in die Gesamtsumme aller sichtbaren Aufgaben. Die eigentliche Belastung ist dabei, verantwortlich für alles zu sein.

Jetzt hat das endlich einen Namen, was ich schon lange spüre. Diese Gedankenarbeit, dass der Alltag läuft.

 

Hier ein guter Artikel dazu:
https://krautreporter.de/1983-du-hattest-doch-bloss-fragen-mussen

Kennt ihr das auch? Wie geht ihr damit um?

Eure gerade nachdenkliche
Patentsocke

313. Text_Ich bin zu süß

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Liebe Blogbesucher!

Ich hab ja schon davon erzählt, dass mein Nüchternblutzucker bei 127 lag.

Daraufhin wollte die Ärztin noch einen Langzeiterzuckerwert und als ich das Kuvert vom Blutlabor öffnete, strahlte mir schon ein gelbes Blatt Papier entgegen, das sich als Diabetiker-Ausweis entpuppte.

Langzeitzuckerwert auch über dem Normalwert.
Ich bin väterlicherseits vorbelastet: Opa und Papa haben Diabetes.

Die Ärztin rät mir, mich nun 3 Monate sehr streng daran zu halten, wenig Kohlenhydrate und nichts Süßes zu mir zu nehmen, viel Bewegung zu machen und Gewicht zu verlieren. Und dann lassen wir den Langzeitwert nochmals ermitteln.

So reduziere ich nun die Kohlenhydrate. Süßes wie Schokolade, Pralinen etc. sind ganz gestrichen, aber ab und zu gönne ich mir zum Kaffee etwas kleines Süßes à la Kuchen/Torte.
Ins Fitnessstudio gehen wir 3 Mal die Woche und so habe ich mittlerweile 2,6 Kilo abgenommen.

Und ich muss sagen, dass ich mich sehr viel wohler fühle.
Die Hosen gehen besser zu, beim täglichen Sitzen im Büro drückt der Bauch nicht so auf den Magen und ich bekomme weniger Magenschmerzen.

Da ich jetzt meist um 15/16 Uhr zum letzten Mal Essen zu mir nehme (oft nur 500 ml Buttermilch), habe ich auch nachts keine Magenschmerzen und keinen Reflux mehr.
Das erhöht die Lebensqualität schon sehr.

Und ich weiß zwar nicht, wie wissenschaftlich bewiesen es ist, dass das Intervallfasten etwas bringt, aber ich schaffe so ein 16:8-Intervall und fühle mich gut damit.
Und wenn es meinen Körperzellen eine Frischekur verschafft, dann soll es mir recht sein. 🙂

Ich habe mir jetzt ein eigenes Blutzuckermessgerät zugelegt und meine Werte schwanken zwischen 86 und 116.
Woran diese Schwankungen genau liegen, habe ich noch nicht erfasst.

Es ist mittlerweile so, dass süße Getränke (Apfelsaft aufgespritzt, Sirupgetränke …) mir gar nicht mehr schmecken und ich reines Wasser bevorzuge.

Wir waren die vergangenen 4 Tage in einem anderen Bundesland, in dem meine Schwiegereltern seit 12 Jahren wohnen und die wir auch besuchten.
Als alle einen großen Eisbecher zum Dessert aßen, konnte ich ihnen ohne jegliches negative Gefühl des Verzichts dabei zusehen.

An einem der Tage sind wir auch auf dem Berg wandern gewesen: 3 Stunden reine Gehzeit. Und während ich früher oft das Gefühl hatte, dass beim Bergaufgehen 1.000 kleine Männchen auf meiner Lunge sitzen und mein Lungenvolumen stark einschränken, hatte ich diesmal damit gar kein Problem.

Ich hab mir eine App runtergeladen, in die ich eintrage, was ich den Tag über so zu mir nehme, damit ich einen ungefähren Eindruck davon habe, wie viele Kalorien ich zu mir genommen habe.

Ich bin also sehr motiviert, diesen Weg weiter fortzusetzen.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

 

 

 

 

 

 

312. Text_Zurück mit Frust

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Liebe Blogbesucher!

Nach vier Wochen seit dem letzten Post bin ich mal wieder hier zurück und seit 1. Juli  auch zurück in meinem Arbeitsalltag.

Kurzarbeit ist zu Ende und man will mich wieder an meinem Arbeitsplatz sehen.

So sitze ich also wieder hier, verplempere 45 Minuten Fahrzeit von zu Hause bis zur Arbeit (und natürlich retour nach Hause) und schaue hier in den 8 Stunden ab und zu Löcher in die Luft, wenn ich auf die Arbeitsunterlagen zum Weitermachen warte.

Ooooh, liest man aus meinen Zeilen die Begeisterung für die neue alte Situation? 😉

Rundherum erzählen mir Freunde, dass ihr Unternehmen darufgekommen ist, wie toll Homeoffice ist und dass man die Mitarbeiter nicht unter Beobachtung haben muss, damit sie produktiv sind und vereinbart regelmäßiges Homeoffice (HO).
Bei uns wurde das fürs Gesamtteam mal kategorisch abgelehnt – hat auch mit dem Vertrag mit einem unserer Auftraggeber zu tun.

Aber ich gehöre ja nicht zu dem Bereich der Arbeitsstätte, wie ich in Coronazeiten erfahren durfte, denn ich gehöre vom Arbeitsvertrag zu einem anderen Teilbereich des Gesamtunternehmens und konnte deshalb in Kurzarbeit geschickt werden, während alle anderen, mit denen ich im Großraumbüro sitze, davon nicht betroffen waren.

Der Betriebsrat der Großtruppe, unter denen ich sitze wie das Röslein im Getreidefeld, ist auch nicht für mich zuständig, weil ich ja zu dem anderen Teil gehöre.
OT :“Du bist ein Spezialfall und da du nur fallweise für uns arbeitest (Häääää?!? Mit 40 % meiner Arbeitsleistung unterstütze ich dieses Großteam), können wir nicht argumentieren, dass du von uns ,ausgeliehen‘ bist und wir dich deshalb vertreten können.“
Ich gehöre hier also eigentlich nicht wirklich dazu.

Info bzgl. Homeoffice also, dass es fürs Großteam abgelehnt wird, aber Einzelvereinbarungen eventuell getroffen werden können.

Noch aus dem Homeoffice mit dem IT-Mann geplaudert, was denn da für technische Möglichkeiten für mich bestehen, was das kostet etc.
Neuer Laptop für mich (1.700 bis 2.700 EUR je nach Modell) als Festplatte nutzbar plus Bildschirm um 200 EUR, also maximal 3.000 EUR.

Ich hab dann vorige Woche den Teamleiter angesprochen.
Anlassbedingt kann eh schon immer Homeoffice gemacht werden (Interessant, das wurde aber nie kommuniziert) und es gibt da 2 Laptops, die dafür zur Verfügung stehen.

Wenn ich HO machen möchte muss ich ihm vorher Bescheid geben (Klartext: Mir sein OK einholen).
Weiterverwiesen an eine Kollegin, die da mehr Einblick  bzgl. der Hardware hat, die mir erzählt, dass ich ja dann einen Serverzugang benötige, der momentan auf keinem der Laptops vorhanden ist, den der IT-Mann für mich einrichten muss.
IT-Mann unglücklich, denn diese Laptops hängen nicht ständig im Netz, werden also nicht automatisch upgedatet und es kann jetzt sein, dass der Laptop wochenlang nicht im Netz hing und wenn ich dann HO machen möchte, dann muss er erst sehen, ob der auf dem Letztstand ist.
Eigener Laptop für mich wäre toll  – meinte der IT-Mann wieder -, denn der würde als Festplatte mit Bildschirm auf dem Tisch im Büro immer am Netz hängen und damit immer upgedatet werden und wenn ich HO mache, nehme ich den halt einfach mit.
Ich gebe seine Anmerkungen an den Teamleiter weiter: Es kam ein kategorisches NEIN!
IT muss auf einem der beiden vorhandenen Laptops den Serverzugang einrichten.
IT-Mann jammert, dass das dann viel mehr Supportarbeit bedeutet.
Nutzt aber nix.

Und wisst ihr, was ich vermute:
Es geht nicht um das Finanzeille. Es geht um das Privileg, das ich dann hätte.

Schöne neue alte Arbeitswelt. 😦