Archiv für den Monat Juni 2020

311. Text_Wo ist der Resetknopf?

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Liebe Blogbesucher!

Langsam reicht es und ich suche für das Jahr 2020 den Resetknopf.

Baustelle 1: An der Arbeitsstelle die komischen Aussagen und seitdem ein irritierendes Gefühl in mir.

Ich hab mich entschieden, kein Schreiben zu verfassen, denn  da gibt es keinen Dialog und meine Worte könnten missinterpretiert werden und zu noch mehr Unmut führen.

Ich fahr deswegen auch nicht an die Arbeitsstelle, zumal dort die Situation sein könnte, dass die Kolleginnen im Stress sind und ohnehin kein vernünftiges Gespräch zustandekommt.
Also bis ich sie wieder sehe, ist schon viel Wasser den Fluss hinuntergeronnen.

Und ich mag mich eigentlich auch nicht wochenlang mit dieser Situation und den daraus folgenden Emotionen belasten.
Ich hab es für mich jetzt ganz gut verarbeitet und werde mein Verhalten einfach an das anpassen, wie mir und meiner Situation begegnet wurde.

Baustelle 2: Aufgrund der Fingergelenksschmerzen riet meine Mutter mir, meinen Harnsäure-Status checken zu lassen. Die Ärztin hat natürlich ein paar mehr Werte auf die Überweisung geschrieben und da sind ein paar nicht in der Norm.
Mein Nüchternblutzucker war bei 127. Laut Internet Beginn von Diabetes.

Nun habe ich mir von meinem Vater das Messgerät ausgeborgt (er verwendetes nicht mehr, da er kein Insulin spritzt, sondern Tabletten bekommt).
Gestern  der Wert 116 stimmte mich froh, heute lag er wieder bei 123.

Zudem sind die  Werte der Neutophile Segmentk. und der Lymphozyten nicht in der Norm: Die ersteren nur wenig unter und die zweiteren nur ganz wenig über dem Normalwert.

Und dann steht da:
Linksverschiebung bis zum Metamyelozyten
atypische Lymphozyten suspekt reaktiv
visuell kontrolliert

Das klingt irgendwie …. ja suspekt.

Und dann ist der GOT-Wert erhöht: statt bis zu 34 ist er bei mir 51.

Meine Ärztin hat heute am Nachmittag wieder Oridnation und ich werde sie anrufen.

Baustelle 3: Unser Pool verliert Luft, also der Luftring. Fiel uns schon vor Tagen auf, suchten das Loch, fanden keines, haben den Ring wieder aufgepumpt.
Gestern in der Früh noch alles ok, spät am Abend war der Luftring so schlapp, dass schon eine Menge Wasser über den Rand ausgelaufen war. Pool ganz knautschig. 😦
Bei Sturm und Regen haben Herzensglück und ich den Luftring aufgeblasen, heute habe ich wieder Wasser einlaufen lassen, überprüfe nun alle paar Stunden den Luftring.
Gestern dann noch beschlossen, einen Stahlrohrrahmenpool zu erwerben – tja, den gibt es in der von uns gewünschten Größe nur nirgendwo. 😦

Baustelle 4: Das Wassereinlassventil der Klospülung ist undicht und ich muss immer wieder kontrollieren, ob das Wasser rinnt.
Installateur wird übermorgen den gesamten Spülkasten tauschen.

Gestern beim Schlafengehen, als Herzensglück und ich Arm in Arm lagen, fragte ich, wo denn der Resetknopf für das Jar 2020 wäre.

Herzensglück drückte mich und sagte: „Schau, das Wichtigste ist, dass es uns beiden gut geht und wir beisammen sind.“

Damit hat er ja absolut recht.
Aber ein bissel schlauchig ist das schon, dass so viele Dinge grad nicht gut funktionieren.

Es grüßt euch eine noch immer herzensglückliche,
aber von anderen Umständen grad genervte
Patentsocke

 

310 Text_Die Masken fallen

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Liebe Blogbesucher!

Ich war heute auf Stippvisite an meiner Arbeitsstelle.

Und die knapp 50 Minuten dort haben mich enttäuscht und irritiert und auch verletzt zurückgelassen.

Es fielen die Masken bei KollegInnen, mit denen ich eng zusammenarbeite und die sich durch meine Situation anscheinend „zurückgesetzt“ behandelt fühlen und neidisch sind.

Da wird meine Kurzarbeit als Kurzurlaub bezeichnet.
Ich war so perplex, dass ich gar nicht darauf reagieren konnte.

Ich wurde nicht richtig offen angegriffen, aber jede Äußerung sprach zwischen den Zeilen davon, dass niemand so viel arbeitet wie jene Person, dass diese Person immer ohne Unterstützung klarkommt, wenn eine von uns KollegInnen Urlaub hat und diese Person das auch schafft: „Na ich sitze ja auch oft alleine hier und erledige alles.“

Mir wurde zwischen den Zeilen vorgeworfen, dass ich momentan eh nicht zur Verfügung stehe, dass sie in den letzten Wochen zum Handkuss kam und sich auch Kurzurlaub wünschen würde …

Ich kam nach Hause und sagte zu meinem Herzensglück: „Können wir bitte Lotto spielen, damit ich die Chance auf den Hauptgewinn habe, damit ich nie wieder dorthin muss.“

So viel menschliche Enttäuschung, ich fass es nicht.

Ich merk auch, wie mir die Worte fehlen, um es hier zu formulieren.

Ich muss das jetzt in meinem Kopf mal alles sortieren und hab jetzt noch einen Punkt mehr, der mich gedanklich und emotional beschäftigt, wie ich künftig damit umgehe.

Es grüßt euch eine noch immer herzensglückliche,
aber von den KollegInnen enttäuschte

Patentsocke