Archiv für den Monat Mai 2020

309. Text_Wochen im Schnelldurchgang

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Liebe Blogbesucher!

 

Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mich durch die in meinem Maileingang befindlichen Blogeinträge derjenigen zu lesen, die ich abonniert habe.

So bin ich durch eure Wochenerlebnisse im Schnelldurchgang gereist.
Ich habe viele schöne Gartenbilder gesehen, habe berührende Worte gelesen, viele Alltagssituationen und Emotionen beschrieben gefunden die auch mich begleiten.

Ich bin nach wie vor im Homeoffice, nur zuständig für mein ureigenstes Projekt und in Kurzarbeit.
Die Zeitaufzeichnungen zeigen, dass ich 60 % meiner Arbeitszeit mit meinem Projekt befasst bin. 40 % meienr Arbeitsleistung unterstütze ich also meine beiden Kolleginnen. Und diese Woche habe ich mitbekommen, dass eine von ihnen auf Urlaub war und die andere, die eine 30-Stunden-Verpflichtung hat, mit einer Menge Arbeit versehen war und eine freie Mitarbeiterin angeheuert wurde, um sie zu entlasten. Da stellt sich für mich wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit meiner Kurzarbeit. Aber der Chef wird schon wissen, wie es für ihn wirtschaftlicher ist …

Schon am Tag davor hat der Projektverantwortliche angefragt, ob wir das Pensum intern schaffen oder wir die gewohnte freie Mitarbeiterin anfragen, was ich getan habe.

Ihre Verzweiflung, dass sie nicht alles schaffen wird und dass sie voll im Stress ist, habe ich als Leiterin unserer 3-Frauen-Abteilung gelöst, indem ich die schon vom Projektverantwortlichen angesprochene freie Mitarbeiterin kontaktiert und ihre Zusage weitergeleitet habe.
Früher hätte ich mich gleich selbst angeboten und mitgehakelt, aber ich denke jetzt mal auch an meinen Vorteil . Das habe ich daraus gelernt, wie man mit meiner Arbeitskraft umgegangen ist. Es reicht ja, wenn ich angemeldet für 10 % arbeite und nur für mein Projekt verantwortlich bin.

Aufgrund der Homeoffice-Erfahrungen und dass es ihnen taugt, ist nu nder Gedanke aufgekommen, unsere Geschäftsführung mit der Idee einer moderenen Arbeitszeitregelung, sprich Homeoffise-Varianteb, zu konfrontieren. Ich hab mir für meine Miniabteilung schon Gedanken gemacht udn werde am Dienstag ins Unternehmen fahren, um mit meinen beiden Kolleginnen die Ideen durchzugehen.

Ich hab mich ja voll an Homeoffice gewöhnt und es wird eine riesige Umstellung sein, wenn ich wieder ins Büro muss.

Aber da ich ja zur Risikogruppe gezählt werde, ist dieser Termin mal bis auf Weiteres verschoben. Wie es mit der Kurzarbeit weitergeht, ob ich für weitere 3 Monate verlängert werde, weiß ich noch nicht.

VorigeWoche war ich dann auch zur jährlichen Mammografie und Ultraschall und es ist alles bestens! 🙂

Im Garten haben wir nun ein Hochbeet aufgestellt und es mit Schnittgut, Erde von unserem Kompost (gleich mit einer Menge Regenwürmer) und Hochbeeterde angefüllt.
Nun müssen wir noch ein paar Gemüse- und Salatpflanzerl besorgen.

Vorigen Samstag haben wir den 21. Geburtstag von Kleintochter gefeiert. Wir haben die Familienfeier gesplittet und so kamen vorige Woche meine Eltern udn mein Bruder samt Familie und diesen Samstag kommen meine Söhne mit Anhang.

Das Wetter ist ja so mittelprächtig, ich hoffe, dass wir auf der Terrasse sitzen können und die Kinder im Garten rumkrebsen können.

Liebe Grüße von eurer herzensglücklichen Patentsocke

 

 

308. Text_Alles neu macht der Mai

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Liebe Blogbesucher!

Nun ja, alles ist nicht wirklich neu.
Aber einiges in unserem Alltagsleben ist neu: Masken, Abstand halten, Hände waschen, keine Kultur, kein freies Reisen, Gastronomie-Besuche mit Einschränkungen …

Ich bin nach wie vor im Homeoffice.
Und so wie mich der Gedanke, in Kurzarbeit exklusiv für mein Projekt verantwortlich zu sein und nicht mehr den Kolleginnen unter die Arme zu greifen, wenn bei meinem Projekt grad nix los ist, sehr irritiert hat, so ist es jetzt der Gedanke an die Rückkehr zum Arbeitsplatz und 8 Stunden dort zu verbringen.
Mein Projekt läuft wirklich sehr gut und zum Abschluss des vergangenen hat die seitens des Auftraggebers mit mir Zusammenarbeitende ein Mail mit sehr lobenden Worten an meinen leitenden Kollegen und an ihren Chef, der der Präsident der Organisation ist, für die die Projekte abgewickelt werden, geschrieben: Dass die Projektabwicklung so komplikationslos und toll über die Bühne ging und sie hat explizit erwähnt, dass sie ja hauptsächlich mit mir zu tun hat und es in diesen herausfordernden Zeiten so war, als ob wir nebeneinander im Zimmer gesessen wären.

Auch der Chef meines Unternehmens hat bei einem Jour fixe von diesem Mail Kenntnis erhalten und ich denke, es ist ganz gut, wenn er bemerkt, dass ich sehr engagiert für das Projekt arbeite. Ich mache mir um meinen Arbeitsplatz jetzt nicht allzu große Sorgen, aber die Situation hat doch auch gezeigt, dass von einem Moment zum anderen alles ganz anders sein kann. Also 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Vergangene Woche gab es Treffen in Kleingruppen zu 11 Personen in meinem Unternehmen zum Austausch, wie es allen in der aktuellen Situation geht und auch, um Feedback einzuholen, das man bei den Überlegungen berücksichtigt, wie man jetzt langsam wieder zur Normalität übergeht.
Meine Kurzarbeit ist bis Ende Juni angemeldet, also ich hab kein Problem, bis dahin im Homeoffice zu bleiben. Das habe ich auch geäußert.
Aber ich gestehe, der Gedanke, ab Juli dort wieder 8 Stunden am Tag zu verbringen, ist gewöhnungsbedürftig.

Herzensglück ist diesen Monat 2 Tage im Büro und 3 im Homeoffice.
Wie es danach weitergeht, steht noch nicht fest.

Kleintochter hat leider ihren geringfügigen Job verloren und arbeitet heute den letzten Tag. Man hat ihr gesagt, dass man auf sie zurückgreift, wenn man wieder Unterstützung benötigt und es nicht an ihrer Arbeitsleistung liegt, dass man sie gekündigt hat.
Aber natürlich fasst sie es als Zurückweisung auf.

Aber genug vom Job.

Ich genieße es, die Entwicklung im Garten beobachten zu können. Wie alles blüht und neue Triebspitzen aus der Erde gucken, wie unser Sternmoos gedeiht und die einzelnen Pölster beginnen zusammenzuwachsen. Wie die nach dem Winter karg aussehende Terrassenböschung immer dichter zuwächst.

Vergangenen Samstag waren Herzensglück und ich bei meinem Sohn und Partnerin und meinem 2-jährigen Enkelkind zur Jause eingeladen. Mein ältester Sohn kam auch mit Familie und so habe ich nach Wochen meine Lieben wieder einmal gesehen. Und mit meinen Enkelkindern plaudern und spielen können.
Vor allem das älteste Enkelkind, das zur Welt kam, als ich meine Krebsdiagnose erhielt, ist ein sehr wissbegieriges Kind und ein guter Gesprächspartner.
Jedenfalls habe ich dieses Wiedersehen sehr genossen.
Schwiegertochter erzählte, dass es ihr mit der Schwangerschaft sehr gut geht und alles ok ist.

Sonntag war Kleintochter zum Frühstück bei uns und wir konnten aufgrund des schönen Wetters draußen sitzen. Wir hatten wieder sehr gute Gespräche mit ihr.
Sie hat uns dann auch beim Auftsellen des Pools geholfen. Jetzt könnte eigentlich der Sommer kommen, aber wettertechnisch ist es ja jetzt eher wieder wie Herbst. 😦

Das erinnert mich an das Mai-Wetter vor 5 Jahren, als ich auf die Rückkehr meines Herzensglücks von seiner 3-monatigen Südostasien-Reise wartete und ihm auch geschrieben habe, dass es windig, regnerisch und kalt ist und er dies in seinem heißen Süden herbeigesehnt hat. 5 Jahre! Die Zeit vergeht.
So viel haben wir inzwischen schon erlebt, gemacht, genossen.

Herzensglück hat morgen Geburtstag und da die Gastronomie wieder öffnet, hat er uns für Samstag einen Tisch reserviert und freut sich schon darauf, wieder einmal ausgehen zu können.
Unsere Londonreise für Ende Mai mussten wir stornieren und er leidet schon darunter, dass es momentan auch unmöglich ist, irgendwelche Pläne zu schmieden.
Die Konzertkarten für die Royal Albert Hall behalten ihre Gültigkeit, denn das Konzert wurde auf 1. Mai 2021 verschoben.
Nun hoffen wir, dass wir diese London-Tage kommendes Jahr nachholen können.

Meine Mammografie, die eigentlich im März stattfinden sollte und die ich aufgrund des Rates meines Gynäkologen verschoben habe, werde ich, sobald ich die Überweisung erhalten habe, auch nachholen und hoffe, dass wieder alles in Ordnung ist.

Morgen bin ich bei einem Orthopäden, da ich seit einiger Zeit Schmerzen in den Fingergelenken habe. Früher hatte ich das ab und zu und schob das auf die Nebenwirkung des Tamoxifen. Das nehme ich ja jetzt seit Anfang Jänner nicht mehr und die Schmerzen halten jetzt auch schon kontinuierlich seit 2 Wochen an.
Mal sehen, was das wieder ist.

Es grüßt euch eine herzensglückliche Patentsocke.