Archiv für den Monat Januar 2020

304. Text_Bald geht es los

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Rundreise Isaan_Kambodscha-BKK

Der Plan oben zeigt die Rundreise, die Strecke von Bangkok bis Phang Kohon legen wir mit dem Mietauto zurück, von dort geht es mit dem Flieger nach Siem Reap und dann mit dem Flieger für die letzten 3 Tage nach Bangkok

Liebe Blogbesucher!
In 3 Tagen geht unsere Reise los, die uns in Thailand in den südlichen Teil des Isaan, dann nach Siem Reap in Kambodscha und in die thailändísche Hauptstadt Bangkok bringen wird.
Im Gegensatz zu den letzten Reisen, bin ich diesmal sehr „entspannt“.
Ich habe noch gar nichts an Gewand hergerichtet, die Gedanken an die bevorstehende wochenlange Abwesenheit von zu Hause und was ich da alles organisieren muss, beginnt erst schleppend in meinem Kopf anzulaufen.
Ich bemerke es, staune, frage mich, warum das so ist und lass es einfach geschehen, dass es diesmal so ist.
Am Abflugtag habe ich in den letzten Momenten, bevor ich das Haus verlasse, immer die Panik, dass ich irgendetwas Wichtiges vergessen haben könnte. Dann checke ich, ob ich den Pass habe, die Kreditkarte, das Handy und sage mir selbst, dass alles andere auch im fernen Land organisierbar ist.
Für die Versorgung unserer Vierbeiner ist  bereits gesorgt, die Post ist informiert, dass sie amtliche Mitteilungen in der Zeit unserer Abwesenheit nicht zustellen soll, damit wir keine Fristen versäumen, im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten habe ich den Auslandsservice mit den Daten der aktuellen Reise gefüttert, damit wir im Fall von Katastrophen und politischen Unruhen von der Botschaft des jeweiligen Landes, in dem wir uns befinden, mit Infos und Unterstützung versorgt werden können, am Handy ist der Währungsrechner aktualisiert, ich hab das Geocontrol für mein Konto deaktiviert, damit ich Geld an den asiatischen Automaten abheben kann.
Der internationale Führerschein wird heute oder morgen beim Automobilclub besorgt.
Also es ist – wenn ich mir das so durchlese – schon einiges geschehen, aber irgendwie kommt mir doch vor, dass ich noch nicht richtig im „Ich-reise-weg“-Modus bin.

Ich werde in den nächsten Wochen hier also vermutlich nicht aktiv sein, aber nach Rückkehr, werde ich hier berichten, was wir alles erlebt haben und auch ein paar Fotos einstellen.

***

Noch zu meinen Erfahrungen, was nach Tamoxifen so geschieht.
Ich habe nach wie vor Hitzewallungen.
Von einem Abbau der Wassereinlagerungen, merke ich auch nichts: Die Hosen schlackern noch nicht um den Bund. 😦

 

 

 

 

 

 

303. Text_Aussichten

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Liebe Blogbesucher!

Heute mal wieder Kontrolle im Spital, aber nicht wegen des Brustkrebses, sondern aufgrund einer im Herbst 2009 diagnostizierten Überfunktion der Schilddrüse, die dann mit abnehmenden Dosen eines Medikaments behandelt wurde und völlig verschwand.
Nun wird jährlich per Ultraschall nach den vorhandenen Knoten geschaut und mittels Blutabnahme werden meine TSH-Werte geprüft.
Heute war es wieder soweit, der Leiter des Nuklearinstituts persönlich machte den Ultraschall, erklärte, ich hätte eine Menge Knoten an der Schilddrüse, aber sie hätten sich nicht verändert.
Dann wurde noch Blut abgenommen, die Werte erfrage ich morgen telefonisch.

Es ist eigenartig: Bis jetzt habe ich mir bei den jährlichen Kontrollen keinen Kopf gemacht und heute war plötzlich der Gedanke da: Und was, wenn ich jetzt zwar kein Tamoxifen mehr nehmen muss, aber vielleicht wieder dieses Schilddrüsenmedikament, weil die Werte nicht passen?
Vermutlich ist in meinem Hirn die Erinnerung angesprungen, dass nach Ende der Tabletteneinnahme für die Schilddrüse die Brustkrebsdiagnose kam. So gefreut hatte ich mich damals, dass ich endlich wieder gesund bin und keine „blöden“ Tabletten mehr nehmen muss und dann kam die Krebsdiagnose.
Aber ich kenne die Auswirkungen auf den Körper, die eine Überfunktion hat, und diese Zustände habe ich jetzt beileibe nicht, also sind die Blutwerte sicher auch wieder im Normalbereich.
Dass ich kein Tamoxifen nehme, merk ich jetzt  noch nicht.
Ist aber bestimmt noch zu früh.

Großtochter schickte heute ein Video meines neugeborenen Enkelkindes, in dem es mit wachen Augen in der Gegend herumschaut, die Stirn runzelt und Töne von sich gibt. Sooo schön! Ich bin schon gespannt, was das kleine Menschlein bei seinem Besuch im Juni in unserer Heimatstadt dann schon alles kann.
Und ich freue mich sehr auf sein großes Geschwisterl!

Ich freue mich schon auf unsere Reise in den Isaan in Thailand, unseren Besuch von Siem Reap und dann noch unsere Bangkok-Tage.
Los geht es Ende des Monats und wir werden 3,5 Wochen unterwegs sein.

Erst geht es mit dem Mietauto durch den 2. Teil des Isaan, den wir voriges Jahr nicht gesehen haben. Zum Abschluss sind wir wieder bei dem ausgewanderten Holländer in seinem familiären 4-Zimmer-Resort und werden wieder die Gegend mit dem Roller erkunden, im Pool oder Schwimmteich planschen, die Gespräche genießen … dann geht es mit dem Flieger von Udon Thani via Bangkok nach Siem Reap, wo wir uns Angkor Wat ansehen. Herzensglück war dort schon, für mich ist es eine Prämiere, auf die ich mich schon freue. Die Massenansammlung beim Sonnenaufgang werden wir wohl auslassen. Mir machen solche Massenereignisse keinerlei Spaß.
Für die Tempelbesichtigungen auf dem großen Areal hat Herzensglück einen persönlichen Fahrer organisiert, der uns entgegengesetzt zu den üblichen Touristenströmen führen wird. Der Fahrer wird uns 2,5 Tage betreuen, denn wir wollen auch Tempel im Umland von Siem Reap besuchen.
In Siem Reap gönnen wir uns wieder eine private Poolvilla in einem Hotelareal, da sind wir von unserem vorjährigen Aufenthalt verwöhnt. Herzensglück meinte, aus seiner Erfahrung heraus können wir irgendwann keine Tempel mehr sehen und werden es auch genießen, mal einen halben Tag nur am eigenen Pool zu faulenzen. Wir werden uns auch wieder ein Zweirad mieten und auf eigene Faust einige interessante Orte besichtigen.

Es geht dann zurück nach Bangkok, wo wir noch 3 Tage haben, Bekannte aus dem Reiseforum treffen, in dem Herzensglück aktiv ist und die zum 1. Mal in dieser Stadt sind. Außerdem leben dort ja auch zwei Freunde, mit denen wir auch zusammentreffen werden.
Ich freue mich schon auf diese Reise, die bestimmt wieder sehr viele neue Eindrücke bereithalten wird.

Es grüßt euch eine vorfreudig-herzensglückliche Patentsocke

302. Text_Therapieende!!!!

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Bildschirmfoto 2020-01-10 um 11.19.37Liebe Blogbesucher!

Morgen ist es soweit.
Ich schlucke nach 8 Jahren morgen die allerletzte und damit 2.927ste Tamoxifen-Tablette.

Einerseits freue ich mich, dass ich damit meine Therapie gegen den Brustkrebs nun hinter mich gebracht habe.
Andererseits ist ein ein wenig mulmiges Gefühl dabei, weil ich ja nun nichts mehr „gegen“ den Krebs unternehme.
Meine Arbeitskollegin meinte auf meine Bemerkung hin: Nun, du kannst ja daran denken, dass dein Körper mittlerweile gelernt hat, sich selbst zu heilen.
Und so möchte ich es sehen.
Ich hatte gute Voraussetzungen: kleiner Knoten, kein Lymphdrüsenbefall.
Hormorezeptor positiv, aber da ich mich nun auch schon im altersbedingten Wechsel befinde, wird da nicht mehr so viel Östrogen in meinem Körper herumschwirren wie vor 8 Jahren.

Nun bin ich neugierig, wie mein Körper auf das „Absetzen“ reagiert.
Werde ich mit meinem Gewicht weniger zu hadern haben (abgesehen davon, dass ich ja jetzt mehr Fitness betreibe), werden die manchmal spürbaren depressiven Verstimmungen, die mich von jetzt auf gleich überfallen, wegbleiben? Wie wird es mit den Hitzewallungen aussehen und damit auch mit dem Durchschlafvermögen?
Werden die ab und zu vorhandenen Knochenschmerzen in den Fingergelenken verschwinden?
Wird sich überhaupt etwas verändern?
Oder geht das vielleicht auch so schleichend, dass es mir gar nicht auffallen wird?

Was wird in 8 Jahren sein?

 

 

301. Post_Neues Jahr, neues Leben

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Liebe Blogbesucher!

Jetzt war ich eine Zeit „absent“, aber es gab sehr wichtige Dinge zu erledigen.

Die Weihnachtstage verbrachten Herzensglück und ich ganz ruhig und entspannt.
Am 23. 12. trafen wir uns mit Freunden sowie Kleintochter samt Partner auf einem Weihnachtsmarkt zum Punschtrinken und nachher ging es noch in eine Bierstube.
Dort hat Herzensglück ein bissel viele Biere getestet, was er dann am Morgen des 24. 12. mit Brummschädel und leichter Übelkeit bereute.
Bis Mittag hatte er sich aber erholt und so fuhren wir am frühen Nachmittag in die Innere Stadt, schlenderten ein wenig umher, bevor wir um 15 Uhr zu unserem Afternoon Tea in einem Hotel eintrudelten.
Wir genossen wieder die weihnachtliche Dekoration, die guten Fingerfoods, die jeweils 2 Kannen Tee und die nette Atmosphäre.
Wieder ging es durch die Stadt, um mit den öffentlichen Verkehrmitteln nach Hause zu fahren, wo wir einen sehr gemütlichen Abend verbrachten.
So waren auch der 25. und 26. gestaltet: Wir waren im Fitnessstudio, haben gelesen, ausgeruht, ferngesehen.
Am 25. 12. war ja der errechnete Geburtstermin bei Großtochter, aber es blieb alles ruhig.
Am 26. 12. haben uns meine Eltern zu einem gemütlichen Frühstück geladen, das wir mit nettem Plaudern verbracht haben.
Für den 27. 12. hatte ich mich mit meinem Klienten verabredet und bin mit ihm ein wenig über einen Silvestermarkt spaziert, bevor wir uns in einem Kaffeehaus wämten.
Samstag und Sonntag stand wieder das Fitnessstudio auf dem Programm. Sonntagnachmittag packten wir unsere Koffer, da es am nächsten Tag ja zu Großtochter und ihren Lieben ins Nachbarland ging.
Das Baby war noch immer im warmen Bauch und es zeigten sich keine Anzeichen, dass es bald losgehen würde.
Montagnachmittag trafen wir ein und haben den Abend dann mit viel Plaudern und dem Austausch der neuesten Neuigkeiten verbracht.
Ich hab wieder festgestellt, dass mein Enkelkind ein sehr liebes, fröhliches Kind ist, das ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Obwohl wir uns nur 2 Mal im Jahr und da immer nur für wenige Tage sehen, zeigt es keine Scheu, ist witzig, krativ und erheitert mich mit seinem schauspielerischen Talent und seiner Fantasie.
Wir waren ja ins Nachbarland gereist, um im Fall der Geburt das Enkelkind zu betreuen und meiner Großtochter und ihrem Partner, der in der Gastronomie arbeitet und unregelmäßige Arbeitszeiten hat, unter die Arme zu greifen. So brachte ich z. B. meine Großtochter mit Enkelkind am 1. 1. zur Kontrolle ins Spital, fuhr mit Enkelkind dann weiter zum Brunch ins Lokal, in dem der Partner von Großtochter arbeitet.
Herzensglück kam zu Fuß ins Lokal und holte Großtochter nach erfolgter Kontrolle ab.
Wir genossen ein wirklich gutes Buffet sowie das Zusammensein mit Großtochter und Enkelkind.
An den anderen Tagen übernahmen wir frühmorgens das Enkelkind, damit Großtochter von ihrem Partner zur Kontrolle ins Spital gefahren werden konnte.
Untersuchungen waren ab sofort täglich.
An einem Tag besuchten wir mit Enkelkind einen Tierpark und anschließend ging es zum Spielplatz.
So verging Tag um Tag mit Unternehmungen …. und bei Großtochter tat sich absolut nichts.
Da klar war, dass wir Sonntag, allerspätestens Montag, wieder in die Heimat zurückkehren müssen, wurde sie zusehends nervös, weil ab unserer Abreise die Betreuung vom Enkelchen nicht mehr gesichert war. Außer ihr Partner würde darauf verzichten, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, was natürlich auch nicht die Wunschoption von allen war.
Freitag war der Muttermund dann bei der Kontrolle schon 2 cm offen und der Arzt äußerte die Einschätzung, dass es noch am Freitag losgeht. Falls wider Erwarten nichts passiert, dann würde am Samstag eingeleitet werden.
Großtochters Partner musste wieder zur Arbeit, Herzensglück stromerte auf Fotopirsch durch die Stadt und ich blieb bei Großtochter und Enkelkind und wir verbrachten einen sehr schönen Tag mit viel Reden und Spielen.
Was soll ich sagen. Nix passierte.
Samstag waren wir frühmorgens wieder bei Großtochter und Partner, um das Enkelkind zu betreuen. Wir machten einen sehr schönen Ausflug zu einem Schloss, wo es gerade eine Ausstellung über Aschenbrödel gab.
Vom Partner wurden wir immer auf dem neuesten Stand gehalten, welche Schritte gesetzt wurden. Und dann kam nichts mehr.
Ich sagte: „Jetzt treten sie vermutlich in die heiße Phase ein.“
Auf dem Weg zurück kam dann ein Bild mit erschöpft, aber stolz blickender Großtochter mit Baby im Arm aus dem Kreißsaal.
Als sie nach etwa 3 Stunden aus dem Kreißsaal ins Zimmer kamen, fuhren wir los, damit Enkelkind sein kleines Geschwisterchen kennenlernen kann.
Ich durfte mein 5. Enkelkind dann auch noch halten und es ist schon ein einzigartiges Erleben, so ein kleines Wesen im Arm zu halten.
Da der frisch gebackene Vater damit seinen Arbeitstag „versäumt“ hatte und seine Kollegen beim Vorbereiten für den sonntäglichen Brunch aber nicht im Stich lassen wollte, schlief Groß-Enkelkind bei uns im Hotel, das sehr zuvorkommend schon seit unserer Anreise ein Zusatzbett gerichtet hatte, es wurde aber nur die Nacht verrechnet, an dem Enkelkind wirklich bei uns schlief.
Am nächsten Morgen fuhren wir ins Spital, wo Herzensglück auf Bitte meiner Großtochter einige Fotos vom neuen Erdenbürger sowie ihr mit Baby und dem großen Geschwisterl sowie der ganzen Kleinfamilie machte.
Dies wird in ein Fotobuch gegeben. Beim anderen Kind hatten sie um teures Geld eine Spitals-Fotografin und das Geld konnten sie nun sparen.
Und nach einer guten Stunde hieß es für uns dann Abschied nehmen, da es in
660 Kilometern Autofahrt zurück nach Hause ging.
Jetzt freue ich mich schon auf den Besuch der kleinen Familie im Juni bei uns.

2 Stunden nach Ankunft begann Herzensglück mit einem trockenen Husten und seit gestern hat sich Fieber dazugesellt.
Während er also im Krankenstand ist, arbeite ich seit heute wieder.

 

 

Erdenbürgerhand