Archiv für den Monat Oktober 2019

295. Text_Wohlfühltage

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Liebe Blogbesucher!

Herzensglück hatte mir zum Geburtstag einen Gutschein für den Aufenthalt in einem Thermenhotel geschenkt, dem ein spezieller Spa-Bereich angeschlossen ist.
Da im Arrangement auch ein Frühstück bis 11 Uhr am Anreisetag direkt im Spa beinhaltet war, tranken wir zu Hause nur Kaffee, teilten uns miteinander ein kleines Kuchenstück und fuhren los.
Im Thermenhotel angekommen, wurden wir mit Badetasche mit Bademantel, Flip Flops, Handtüchern und viel Information ausgestattet.
Das Zimmer war erst ab dem Nachmittag bezugsfertig.
In der Tagesgarderobe zogen wir uns um und steuerten den Spa-Bereich an. Dort war schon eine Doppelliege für uns reserviert, die mit halbtransparenten Vorhängen umgeben war, was für Intimität sorgte.
Die haben wir in Besitz genommen und haben das Frühstück angesteuert, das wirklich sehr reichhaltig und gut war.
Auf dem Weg zurück zur Liege haben wir erkundet, wo die Angebote wie Dampfbad, Saunarium, Sauna, Pools sind.
Wir beschlossen, das Wasserbecken mit 34,5 Grad warmem Wasser als erstes anzusteuern. Im großen Innenbereich drehten wir ein paar Runden, schwammen durch eine Regenwand, bevor wir direkt ins Freie schwammen.
So herrlich, im dampfenden Wasser mit Blick auf herbstlich bunte Bäume vor blauem Himmel einfach im Wasser zu treiben oder auf der Sitzfläche, bedeckt mit warmem Wasser bis zu den Schultern, auszuruhen.
Wir verbrachten den Tag damit, auch das Solebecken zu genießen, Herzensglück gönnte sich einen Saunaufguss mit Salz-Peeling und ich inzwischen das für meinen Kreislauf verträglichere Saunarium. Danach war ich auch noch im Dampfbad.
Dazwischen lesen, auf dem bereitgestellten Tablet surfen, ein bissel dösen.
Am Nachmittag gab es auch noch Kuchen mit Kaffee und gegen 18 Uhr brachen wir auf, um unser Zimmer zu beziehen.
Im Gesamtpaket war auch ein fünfgängiges Abendessen enthalten, das wirklich sehr, sehr gut war.
Am nächsten Tag gab es ein großes Frühstückbuffet und danach gönnten wir uns noch ein paar Stunden im Hotelspa. Auch dieser offerierte einen Innenpool und im Saunabereich einen Außenpool und diverse Sanuakammern und ein Dampfbad.
Wir blieben bis am frühen Nachmittag.
Danach ging es nach Hause, da wir mit der Familie zum Abendessen verabredet waren. Das war wieder sehr gemütlich.
Samstag machte ich wie jeden Samstag meine Sozialbegleitung und konnte mich wieder daran erfreuen, dass mein Klient so viel Vertrauen zu mir hat, dass wir miteinander Spaß haben und wie ich immer wieder neue Blickwinkel durch seine Art, das Leben zu bewältigen, bekomme.
Abends kamen Freunde von uns zu Besuch und wir kochten gemeinsam typische Speisen eines Bundeslandes. Da wurde es in unsere Küche ganz schön eng, wenn 4 Personen gleichzeitig werken. Aber es machte sehr viel Spaß.
Nach Mitternacht endete das Beisammensein.
Der Sonntag gehörte dann ganz uns und dem Faulsein. Als die Sonne durch den Hochnebel brach, arbeitete ich auch ein wenig im Garten.

Am Abend im Bett ließen wir noch Arm in Arm liegend die vergangenen Tage Revue passieren und freuten uns über die schönen Momente, die wir miteinander verbracht haben.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

294. Text_Ein Sonntag, der es in sich hatte

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Liebe Blogbesucher!

Wir hatten gestern einen Enkelkindersonntag mit einem bald 8-jährigen Kind und einem mit 4 dreiviertel Jahren.
Da das Wetter für einen Ausflug auf einen Berg mit Auffahrt per 4er-Sessellift und dann Wanderung am Berg zu verschiedenen für Kinder attraktive Stationen aufgrund der Temperaturen nicht stattfinden konnte,
haben wir Plan B ins Auge gefasst und wollten eine Burg und einen Reptilienzoo besuchen.
Am Nachmittag dann Kino in der Stadt, die nahe dem Heimatort von Sohn, Schwiegertochter und den Kindern liegt.

Zum Frühstück waren wir bei meinem Sohn und Frau eingeladen, Schwiegertochters Mutter war auch da und so war es eine nette Frühstücksrunde.

Gegen 10.15 fuhren wir los, 40 Minuten später waren wir bei der Burg … und mit uns gaaaaaaanz viele andere Menschen und damit kein Parkplatz mehr verfügbar.
Auf dem Hinweg war uns in einem kleinen Ort am Hauptplatz ein Feuerwehrfest aufgefallen.
Also mal dorthin zurück und Herzensglück träumte davon, dass es dort für die Kinder Karussell und andere Attraktionen gibt.
Nun ja, das war halt ein kleiner Ort.
Und so standen dort 3 Feuerwehrautos herum, ein Rettungsfahrzeug und eine Hupfburg.
Wir gingen ins Zelt, weil das ältere Kind meinte, es hätte ein bisschen Hunger, und sind mitten in einem dörflichen Oktoberfest gelandet.
Die Dorfbewohner hatten sich mehrheitlich in Trachten geschmissen, auf einer kleinen Bühne saß ein Orchester und hat sehr laut Musik von der Art Musik produziert, die Herzensglück und ich so gar nicht hören, und ab und zu wurde ein Witz zum besten gegeben, die alle schon ewig lange Bärte hatten.
Natürlich wurden wir misstrauisch beäugt, weil wir waren bestimmt die einzigen „Fremden“ in dem ganzen Zelt.
Die Kinder wollten Pommes und Cola, Herzensglück nahm Weißwurst mit Laugenbrezel und ich war vom Frühstück noch satt.
Dann haben wir noch die Feuerwehrautos begutachtet, die Kinder durften hinein und dann haben wir beim Rot-Kreuz-Tisch noch diverse Geschenke abgeräumt.
Telefonat mit Sohn mit der Frage, was wir in der Gegend noch unternehmen könnten, das für Kinder geeignet ist, erbrachte, dass es eigentlich nix mehr gibt.
Bis zum Kinofilmbeginn waren es noch 2 Stunden.
Da mittlerweile die Sonne ein bissel rausgekommen ist, haben wir beschlossen, den Spielplatz in der Stadt, wo auch das Kino steht, anzusteuern (dank google haben wir in Erfahrung gebracht, dass es den gibt).
Wir sehen einen Parkplatz, Herzensglück schiebt zurück und trotzdem das Auto schon wie verrückt gepipst hat (macht es bei Hindernissen) und die Rückfahrkamera alles im hinteren Bereich des Autos anzeigte, hat es Rums gemacht, weil ein Baum „im Weg stand“.
Herzensglück meinte nach Besichtigung der „Kontaktstelle“, dass die schwarzen Fahrer auf dem weißen Lack nur Farbe der Rinde sind, die man mit Wasser bestimmt wegbekommt, er habe das mit Spucke schon ausprobiert.
Delle ist keine zu sehen.
Das Experiment mit dem Wasser hab ich noch nicht gemacht, kann daher noch nichts dazu berichten.

Der Spielplatz war dafür ein Highlight für die Kinder … wegen der dort zu Tausenden herumliegenden Kastanien, die mehr Begeisterung auslösten als die Spielgeräte.
Nach einer guten halben Stunde sind wir dann mit einem vollen Stoffsackerl (gut, dass ich so eines immer in der Handtasche habe) aufgebrochen.

Das Kino nach 10 Minuten erreicht, Tickets kaufen, große Packung Popcorn, großes Cola Zero gegen Bezahlung von 45,50 EUR erworben.
Auf dem Weg zum Saal schau ich auf die Karten und bemerke, wir haben für den falschen Film Karten bekommen.
Also ich wieder zurück zur Kassa, für den „richtigen“ Film Karten bekommen, mich noch erinnert, dass auf der Homepage stand, dass er in Saal 3 gespielt wird, dort reingegangen, wir die einzigen Menschen.
Dafür, dass der Film in 7 Minuten beginnt und laut Kassadame schon 50 Karten verkauft sind, ist das erstaunlich.
Dann haben wir doch mitbekommen, dass der Film wohl nicht in diesem Saal gezeigt wird, ich also ohne Brille auf die Karte geblickt und sage: Saal 1.
Also Saal 1 angesteuert, dort lief schon ein Film, also alles dunkel, wir finden die Plätze nicht, stehen zwischen Zusehern und Leinwand, werfen Schatten auf das Geschehen auf der Leinwand, nehmen dann irgendwelche Plätze und bemerken, dass wir im falschen Kinderfilm sitzen.
Also wieder raus – jedes Mal 2 Kinder, große Popcorn, großes Cola, 2 Kinderjacken, 2 Kinderhauben, meine Jacke und eine Sitzplatzerhöhung für das jüngere Kind schnappen.
Als wir endlich im richtigen Kinosaal sitzen, beginnen die Kinder die Popcorn zu mampfen und fragen, wo wir das Trinken haben.
Ich schaue zu Herzensglück, der den 1-Liter-Trinkbecher nach dem Kauf geschnappt hatte, und erfahre, dass sich der Becher beim Umziehen von einem Saal in den nächsten aufgelöst hat und er ihn weggeschmissen hat.
Großes gesalzenes Popcorn und 2 Kinder ohne Getränk in einem über 1,5 Stunden laufenden Film ist ein Ding der Unmöglichkeit, ich also wieder hinaus und neues Getränk gekauft.
Der Film war dann sehr nett, auch das jüngere Kind hielt durch.

Als wir vom Kino wegfahren, um die Kinder nach Hause zu bringen, tappt Herzensglück in eine Radarfalle und muss Strafe zahlen.

Ich hätte mir wirklich dringend einen Reset-Knopf für diesen Tag gewünscht.

Aber den Kindern hat es gefallen, obwohl wir improvisieren mussten und wir hatten Spaß mit ihnen  – abgesehen von den Unliebsamkeiten, die passierten.