Archiv für den Monat Juli 2018

270. Text_Gesetz der Serie

Standard

Liebe Blogbesucher!

Jetzt hat es zugeschlagen: das Gesetz der Serie.

Erst begann der Fernseher bei 2 Programmen das Bild pixelig zu machen und den Ton zu verkrächzen. Blöderweise ist eines der Programme das, auf dem jedes 2. Spiel der WM gezeigt wurde, darum musste Herzensglück auf einen Sender wechseln, dessen Komentator er gar nicht leiden kann. Aber was soll’s, bevor er die Spiele gar nicht sieht halt mit doofem Kommentator.

Dann beschloss unsere Gegensprechanlage, dass sie die Türe nicht mehr öffnet. Die Klingel funktioniert. Also dass jemand vor der Türe steht,  dürfen wir wissen, aber wir müssen dann selbst zur Gartentür und öffnen, weil Türöffner nicht möchte.
Gestern war ein handwerklich geschickter Nachbar gute 2 Stunden bei uns, hat alle Leitungen überprüft, Stromdurchfluss überprüft – alles geht.
Aber wenn man auf den Knopf des Gerätes drückt, summt es draußen nicht.

Dafür konnte er Herzensglück aber bei unserem 3. „Unglück“ helfen. Er hat mit ihm die Waschmaschine aus dem Keller in den Vorgarten geschleppt.
Denn die ist auch eingegangen.
Hat die letzten Waschgänge schon immer sehr wenig Wasser reingelassen. Ich lt. Bedienungsanleitung den Zuflussschlauch abmontiert, Siebe gereinigt, wieder angeschlossen. Noch immer nur tröpfchenweise Wasser. Durch die Einlasslöcher an der Decke der Wachmittelkammer kommt nur ganz wenig Wasser – also sind die verstopft.
In Zeiten von Youtube mal ein Video gesucht und tatsächlich gefunden, wie man die ausbaut und durch eine neue Kammer ersetzt. Nix für Ungeübte.
Anruf beim Kundendienst ergibt, dass die Reparatur schon fast so viel kostet wie eine neue. Also mal Rechnung suchen, wie alt das Gerät ist, ob sich das noch auszahlt.
Denn die Bullaugentüre ist auch schon sehr „wakelig“. Der Magnetmechanismus funktioniert nicht mehr. Im Türrahmen scheppert dafür immer etwas, wenn man sie bewegt.
Rechnungsordner vom Dachboden mit Rechnungen zurück bis ins Jahr 2010 geholt und keine Rechnung gefunden.
Also eine neue online bestellt beim Elektrohändler unseres Vertrauens, die hoffentlich am Mittwoch geliefert wird.
Die dunkle  und weiße Wäsche inzwischen über die Gasse zu meiner Mutter gebracht und dort gewaschen.

Die Weißwäsche war gestern erst um 21.30 fertig, also ging ich sie heute in der Früh im Garten aufhängen. Beim Zurückgehen Richtung Haus denke ich mir, dass es irgendwie heller, freier aussieht und …. Oh du meine Güte: Unser Birnbaum hat sich in der Nacht umgelegt.
Komplett!
Nun liegt er teilweise auf dem Zaun der Nachbarn. Ich wollte ja gleich loslegen, in der Arbeit Bescheid geben, dass ich nicht komme, Motorsäge von den Eltern holen …
Dann wurde mir klar, dass beim Absägen der Äste, die auf dem Zaun liegen, der Baum komplett auf mich fällt, weil ihm die Stütze fehlt.
Die Nachbarin angerufen und mit dieser vereinbart, dass wir uns das am Nachmittag gemeinsam ansehen und dann so sägen, dass möglichst wenig kaputt geht.
Den Gärtner hab ich auch kontaktiert, der kommt Freitag, um die Teile kleinzuschneiden und abzutransportieren.
Und dann muss ich noch mit der Haushaltsversicherung reden, ob ein etwaiger Schaden der Nachbarn von ihnen übernommen wird.

Und für die nächste Zeit reicht es mir mal mit Herausforderungen, das könnt ihr mir glauben!

Es grüßt euch eine trotz aller Widrigkeiten noch immer herzensglückliche
Patentsocke

269. Text_Flügge werden

Standard

Liebe Blogbesucher!

 

Kleintochter hatte sich voriges Jahr bei der Reise anlässlich des Abschlusses der Schule ja in einen Griechen verguckt.
Dann hatten wir ja die „Freude“, ihn zwei Mal beherbergen zu dürfen und alle, die Kleintochter kennen, waren wenig begeistert von dem jungen Mann.

Vor ein paar Wochen war sie mit Freunden wieder in seiner Heimtstadt.
Und sie kam ziemlich ernüchtert zurück.
Also eigentlich war sie schon vor dem Wegfliegen ein wenig enttäuscht.
Denn während sie auf das Ankunftsdatum hinge“fiebert“ hatte, hat er bei ihrem Anruf einen Tag vor ihrer Ankunft  gemeint, er hätte gedacht, sie käme eine Woche später.
Und als sie dann endlich angekommen war, war er trotz wochenlangem Nichtsehen nicht besonders aufmerksam.
Das fiel nicht nur ihr auf, sondern auch die mitgereisten Freunde fanden seine Art sehr eigentümlich.
Auf ihre Frage zum Abschied, wie nun der Beziehungsstatus sei, meinte er, es sei alles sehr kompliziert, da so viele Kilometer zwischen ihnen lägen und und und.
Sie hat es bei ihrer Ankunft in unserer Heimatstadt für sich emotional abgehakt.

Nun hat sie einen anderen jungen Mann kennengelernt, der sich um sie bemüht. Er hat Job, Auto und das Haus seiner Tante gemietet. Er hat Ziele, die er verfolgt.
Wir durften ihn auch schon ein Mal kurz kennenlernen und man sagt ja, der erste Eindruck sei entscheidend: Und der war gut. Er hat eine sehr offene, herzliche Art.

Nun hat Kleintochter bereits die 2. Nacht auswärts verbracht.
Sie und ich haben vereinbart, dass sie mir eine kurze Nachricht schickt, wenn sie auswärts nächtigt.
Einfach, damit ich mir keine Sorgen mache, wenn sie nicht heimkommt.

Es beginnt sich schon ein wenig so anzufühlen, wie es ist, wenn sie mal ganz ausgezogen ist.

Für mich ist diese Situation neu und ich muss gestehen, dass sie mir gefällt.
Nach Jahrzehnten, in denen ich eigene Aktivitäten erst nach Organisation einer Betreuung meiner Kinder – und zuletzt Kleintochter –  in Erwägung ziehen konnte, kann ich seit einiger Zeit frei entscheiden, was ich mache, ohne vorher ein Netz zu ziehen, damit Kind(er) versorgt und gut aufgehoben ist/sind, wenn ich weg bin.
Das ist schon eine besondere Freiheit.

So ist es gerade eine Phase des Flügge-Werdens – für Kleintochter und mich. 🙂