Archiv für den Monat Januar 2018

261. Text_Neues Jahr

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Liebe Blogbesucher!

Wie die Zeit vergeht!
Ist schon eine Weile her, dass ich hier gepostet habe.
Viel ist passiert in diesen Tagen.

Einerseits hat uns eine Verkühlung ganz schön arg in ihren Fängen gehabt.
Herzensglück wurde ein paar Tage bevor es nach London ging krank, erfing sich aber rechtzeitig und wir flogen also für 4 Tage nach London, wo wir eine ganze Menge erlebt haben, die fantastische Weihnachtsstimmung genossen haben, ohne dem Weihnachtstrubel zu erliegen. Und dann noch das großartige Konzert von Robert Plant in der Royal Albert Hall erlebt haben, das ja unser Anlass für die London-Reise war.

Als wir zurückkamen, empfing uns Kleintochter mit (wie sich durch die Diagnose der Hautärztin, zu deren Besuch ich sie gedrängt habe, herausstellte) einer bakteriellen Infektion, die sich mit roten kleinen Flecken auf ihren Hand- und Fußflächen sowie im Gesicht (was sie natürlich am meisten gestört hat) geäußert hat. Sie bekam ein Antibiotikum sowie eine  desinfizierende Salbe und einen Spray.
Eine gute Woche nach unserer Rückkehr bekam ich so starken Husten und Schnupfen mit erhöhter Temperatur, dass ich 3 Tage zu Hause blieb.
Sonntagabend fühlte sich Herzensglück dann krank, 39 Grad Fieber.
Damit er gut schlafen konnte, entschied er sich, ein fiebersenkendes Mittel einzunehmen.
Ich werde um 2.30 munter, weil er unruhig schläft, greife hinüber und merke, dass er glüht. Er ist wach und ich bitte ihn, Fieber zu messen: 40,5 Grad.
Ich mache ihm Wadenwickel und mit seinem Einverständis rufe ich den Notarzt, der auf einen gripallen Infekt tippt.
Ich bleibe 3 Tage bei ihm zu Hause, da er hoch fiebert und Unterstützung benötigt … und am 3. Tag bemerke ich auf seiner Handaußenfläche erste rote Pünktchen, die bis zum Abend mehr und intensiver gefärbt werden. Er also auch.
Die Hausärztin verschreibt ihm das gleiche Antibiotikum wie Kleintochter und bis Sonntag sind die Pünktchen verschwunden.
Nun warte ich darauf, dass ich durch diese 2-fach-Bombardierung auch noch diese Pünktchen bekomme, aber außer Halsschmerzen bekomme ich nichts.

Aber was wir merken, ist, dass uns dieses permanente Kranksein ziemlich am Zahnfleisch gehen lässt und daher ist es auch kein guter Zeitpunkt für den Besuch des griechischen Freundes von Kleintochter, der knapp vor Weihnachten beginnt.
Der junge Mann (schon Ende Zwanzig) trägt sich mit dem Gedanken, in unserem Heimatland beruflich Fuß zu fassen. Er kann aber nicht unsere Sprache, hat keine Unterkunft ….
Die Vorstellungen sind so nebulös und wenig durchdacht und basieren auch auf: Ihr kommt für mich auf, während ich mir was suche.
Wir erklären uns bereit, ihm für 14 Tage Unterkunft zu gewähren, äußern, dass wir nicht auf unbestimmte Zeit Quartiergeber sein wollen.
Die folgenden Tage sind eine Herausforderung für unsere Nerven, da sich ein Haushalt im Haushalt bildet und es zu mehr Unruhe kommt, als wir gewohnt sind.
Da wir die Zeit von vornherein limitiert haben, hat sich Kleintochter eine alternative Wohnmöglichkeit gesucht und so wohnt er nun bei ihrem Vater.
Ende der Woche kehrt er wieder in sein Heimatland zurück, da sich seine Wünsche um einen Job natürlich nicht in dieser kurzen Zeit erfüllt haben, so wie er es sich gedacht hatte.

So waren die letzten Tage des Jahres noch eine große Herausforderung für uns mit vielen Erkenntnissen verbunden mit dem Reflektieren, warum uns diese oder jene Situation so fordert. Und ich habe auch wieder ein Stückchen gelernt, meine Grenzen zu ziehen.
Was wir auch gemerkt haben, ist, wie sehr Herzensglück und ich uns ähnlich sind, wie sehr wir harmonieren, gleiche Lebensziele haben, gleiche Interessen, gleiche Ansichten. Und dass wir sehr gut und ehrlich miteinander kommunizieren können … auch in schwierigen Sitautionen.

Nun ist das neue Jahr hier, noch jung und unbeschrieben.
Es gibt einige schöne Dinge in unserem Kalender, auf die wir uns schon sehr freuen.

Ich wünsche euch ein möglichst gelingendes 2018!
Eure herzensglückliche Patentsocke