Archiv für den Monat August 2017

257. Text_Alle Jahre (nicht) wieder

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Liebe Blogbesucher!

Die Liedzeile stammt von einem Weihnachtslied.
Und mein Eintrag heute hat auch in gewisser Weise mit Weihnachten zu tun.

Herzensglück und ich haben ja vereinbart, dass wir einander zu Weihnachten nichts schenken, sondern uns gemeinsame angenehme Tage gönnen.
Die letzten beiden Jahre haben wir diese Tage Anfang des Jahres in einem Wellnesshotel verbracht.
So war es auch für  „heuer – also eigentlich Jänner 2018 – gedacht.
Und dann sah ich die Information, dass Robert Plant auftritt.
In London.
Herzensglück ist ja ein absoluter London-Fan und hat mir bei unserem Besuch viele schöne Ecken der Stadt gezeigt und mich zu einem Fan der Stadt gemacht.
Und er las, dass Robert Plant in der Royal Albert Hall auftritt.
Und so entspann sich in etwa folgender Dialog:
Ich: „Oh, das wäre toll, Robert Plant zu sehen.“
Herzenslück: „In der Royal Albert Hall!“
Ich : „Das wäre ja fast eine Idee zu schauen, ob man da Karten bekommt.“
Herzensglück tippt im Handy herum: „Kartenvorverkauf startet morgen um 9 Uhr.
Da braucht man einen persönlichen Zugang zur Royal Albert Hall, den hab ich noch von unserem letzten Besuch.“ (Anm: vom Ticketkauf bei unserem letzten Besuch)
Ich: „Also kümmerst du dich um die Karten?“
Herzensglück: „Ja, mach ich.“
Ich: „Was kosten eigentlich Flüge nach London?“
Herzensglück – weiter am Handy tippend: „Also bei XY kosten die Flüge XY Euro, da sind die Flugzeiten aber uninteressant. Bei  YZ kosten sie YZ Euro. Das wäre eine Option.“
Ich: „Ist schon ein bissel verrückt, dass wir da jetzt einfach so einen London-Trip überlegen …“
Herzensglück tippt weiter am Handy, beugt sich zu mir, hält mir das Display vor die Nase: „Schau, dieses Hotel habe ich schon lange auf meiner „Wunsch“liste stehen und das kostet zu dem Zeitpunkt nur XY Euro. So viel habe ich bereits vor 12 Jahren in einem Hotel gezahlt. Das ist absolut günstig. Und das liegt super nah an einer U-Bahn-Station.“
Ich: „Wollen wir das wirklich machen?“
Herzensglück: „Na, jetzt müssen wir erstmal Karten bekommen.“

Am darauffolgenden Tag – Vorverkaufsstart – schickt er mir einen Screenshot, der zeigt, dass er sich schon 1 Stunde vor Verkaufsbeginn in der RAH eingeloggt hat.
Selbst vor dem Start „steht“ man virtuell in einer Warteschlange, bekommt eine Nummer zugeordnet.
Ich denke: „Na ja, wir könnten ja auf jeden Fall nach London fliegen, auch wenn wir keine Karten für Plant bekommen.“
Da kommt schon ein Mail, in dem mir Herzensglück schreibt, welche anderen interessanten Konzerte es an unseren Aufenthaltstagen gäbe. Und wenn wir keines besuchen, wäre doch London alleine schon eine Reise wert.
Kurz nach Verkaufsstart kommt seine Info, dass er tatsächlich 2 Karten bekommen hat.
Das Konzert war bereits 30 Minuten nach Start ausverkauft!!
Die Flüge hatte er schon davor gebucht. Weil London ist immer eine Reise wert.
Und das Hotel hat er auch reserviert.

So ist unser Weihnachtsgeschenk heuer also ein London-Trip mit dem Konzert von Robert Plant. Wie ich mich darauf freue!
Wir haben uns am Abend tief in die Augen geschaut und gesagt:
„Es geht uns wirklich gut!“
Uns ist sehr bewusst, dass es keine Selbstverständlichkeit ist.

 

 

 

256. Text_Auszeit

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Liebe Blogbesucher!

Bezüglich der Erzählungen zu unseren „großen“ Reiseplänen für Anfang kommenden Jahres, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.
Heute schreib ich euch ein paar Zeilen zu unseren vergangenen drei Tagen, die wir wieder sehr angenehm und auch arbeitsam verbracht haben.
Aber arbeitsam ist mit Herzensglück ja auch immer angenehm. 🙂

Freitag am frühen Nachmittag fuhren Herzensglück und ich in ein Nachbarbundesland und quartierten uns dort in ein Hotel mit Wellnessangebot ein.
Wir bezogen unser hübsches Zimmer und gingen gleich in den Wellnessbereich.
Also eigentlich nur in den Außenpool, da der Magen schon knurrte und die Enstcheidung zu fällen war, ob wir mit knurrendem Magen wellnessen oder gleich zum Essen fahren. Darum entschlossen wir uns für einen Mittelweg und gingen nur schwimmen. Der Außenpool führte auch ins Innere und dort entdeckten wir erhöht positioniert einen Whirlpool, den wir sofort in Beschlag nahmen, die Düsen in Betrieb setzten und es genossen, im warmen Wasser von den Massagedüsen durchgewalkt zu werden.
Noch eine Runde in dem –  sich nun wesentlich kühler anfühlenden Außenpool – und zurück ins Zimmer.
Auf ging es zu einem Lokal, das auf dem Hügel thront und von dem aus man einen herrlichen Blick in die Lansdschaft hat.
Die Qualität des Essens und die Größe der Portionen konnten mit dem Blick durchaus mithalten.

Samstag begannen wir mit einem reichhaltigen Frühstück im Wintergarten, da es uns draußen doch eine Spur zu kühl war.
Da wir am Vortag neugierig in die diversen Räume und den Saunarium-Bereich geschaut hatten, wussten wir bereits, dass es im Raum der Stille hinter halbtransparenten Vorhängen eine große Ruhefläche gab.
Diese steuerten wir sofort an und machten es uns auf ihr für den Rest des Tages gemütlich.
Zwischen lesen und schlafen und Gesprächen gingen wir in die Sauna, in den Whirlpool und das Außenbecken und hatten all diese Bereiche bis zum frühen Nachmittag ganz für uns alleine.
Ich konnte wirklich herrlich entspannen – es ist doch etwas anderes, als zu Hause, wo ich  diesen und jenen Handgriff sehe, der zu erledigen ist, und eigentlich nie ganz zur Ruhe komme.
Am frühen Abend machten wir uns ausgehfertig, da wir Karten für eine Oper bei einem Freiluftfestival hatten. Die Opernaufführungen finden dort vor der Kulisse des Schlosses statt und beziehen Außenteile des Schlosses in die Handlung immer mit ein. Man sitzt auf Tribünen unter dem freien Sternenhimmel – gut, der war bei der Aufführung nicht wirklich sternenklar.
Ich hatte eine sehr große warme Decke mitgenommen (unter Herzensglücks kritischen Augen und der Anmerkung, dass meine Reisetasche wieder mal vieeeeel größer wäre als seine und ob ich nicht eine kleinere Decke mitnehmen wolle …), die mir gute Dienste leistete … und Herzensglück dann auch, denn der fror wie ein Schneider. Anscheinend verlangte sein Körper nach den heißen Saunagängen nach mehr Wärme. Jedenfalls teilte ich mir die Decke mit ihm und in der Pause holte er aus dem Auto dann eine Umzugsdecke, die wir immer im Kofferraum haben, und den 2. Teil konnte er dann gewärmt genießen.
Meine Eltern waren für die Aufführung mit Freunden auch gekommen, blieben nur eine Nacht und wohnten in einem anderen Quartier, und da vor der Aufführung vor dem Schloss diverse Spezialitäten der Region angeboten werden, hatten wir einen gemütlich Einstieg in den Abend.
Die Aufführung selbst war wieder sehr schön und gefiel uns sehr gut.
Zurück im Hotelzimmer stellten wir uns dann an den französischen Balkon, um vielleicht eine Sternschnuppe zu sehen, da der Himmel aufgeklart hatte.
Und tatsächlich: Kaum, dass wir umarmt am Fenster standen, sauste eine ganz helle, nahe Sternschnuppe herunter.
Was für ein schönes Symbol.
War es doch knapp nach Mitternacht und daher mein Geburtstag schon angebrochen.

Gestern genossen wir noch Frühstück und dann ging es heimwärts … also erst in Herzensglücks Wohnung, da der Bücherschrank und 10 Umzugskisten übersiedelt wurden.

Wir haben also den Schrank teilweise zerlegt, um den Abtransport einfacher zu gestalten, hängten Bilder ab, zogen Nägel aus der Wand und montierten eine Vorstellwand ab.
Der Mann, der die Küche von Herzensglück kauft, erledigte den Transport des Schrankes und der Kisten und stellte den Bücherkasten in unserem Heim wieder auf.
Dann waren wir gefordert, die jahrzehntealte Staubschicht aus den Regalen zu wischen.
Den Mittelteil haben wir noch eingeräumt, dann packte uns der Hunger und nach dem Essen die Müdigkeit.
Heute werden noch die Regalbretter der beiden breiten Kastenteile gesäubert und dann der Schrank eingeräumt.
Wir mischen seine und meine Bücher … wie hat mein Herzensglück gestern mit Augenzwinkern gemeint: Immerhin sind wir ja jetzt verheiratet. 😉
Nun gut, unsere CDs haben wir schon lange vor Antrag und Heirat zusammengemischt und es hat sich damals schon gut und selbstverständlich angefühlt, das „Mein und „Dein“ zu einem „Wir“ zusammenzuführen.
Unser Haus wird nun nach und nach zu einem wirklichen Wir. Sachen von ihm und mir gehen eine harmonische Koexistenz ein, dazu kommen gemeinsam ausgewählte Dinge.

Schön ist das und mit so viel Wohlgefühl verbunden.

Es grüßt euch eure
immer noch und immer noch mehr herzensglückliche
Patentsocke

 

255. Text_Es wird ernst

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Liebe Blogbesucher!

Herzensglück gibt seine Wohnung auf –  wir reden ja schon länger davon, dass er sie Ende September zurückgibt …  vor ein paar Tagen hat er die Kündigung nun tatsächlich abgeschickt.
Jetzt ist es ernst – bis dahin müssen wir alle seine Habseligkeiten übersiedelt haben.
Und hat er mir immer vorgeschwärmt, dass er kein „Aufheber“ ist, stellt er jetzt selber fest, dass da so einiges auftaucht, an das er gar nicht mehr gedacht hat.
Sein Schuhkontingent hat sich z. B. explosionsartig vergrößert.

Unsere Freizeitbeschäftigung ist nun also die Wohnungsräumung.
Nach der Arbeit ist sie unser Meeting Point.

Aussortieren und bestimmen, was mitkommt und was er entsorgt, das muss natürlich er machen.
Die großen Gegenstände wie Sofa (da stand mein altes drinnen, weil seines ja schon voriges Jahr übersiedelt ist), Bett, Vitrinen, Couchtisch, Schrankraummöbel und auch die Küche sind verkauft.
Und bis auf die Küche, die diesen Monat abgebaut und weggebracht wird, und den Bücherschrank, der in unser Zuhause übersiedelt, ist schon alles weg.
Nun stehen noch unzählige Kisten, Taschen, Sackerl oder einfach nur „Häufchen“ herum und warten darauf, geordnet behandelt zu werden. Sei es nun, dass sie in die Umzugskisten kommen oder zur freien Entnahme an eine von unserer Heimatstadt angebotene Sammelstelle kommen, damit sie noch jemanden erfreuen, der sowas benötigt (Gläser, Kochgeschirr, Bücher, Decken …)

Kommende Woche übersiedelt sein Bücherschrank (und 10 Umzugskisten) in unser Heim. Somit baute ich meine Bücherschränke ab, verkaufte sie und auch bei uns zu Hause stehen nun Kisten und Taschen mit Büchern herum und warten darauf, in den neuen Kasten eingeräumt zu werden.
So oft wie die letzten Wochen habe ich all die Bücher noch nie in der Hand gehabt. 😉

Wenn ich „den Auftrag“ bekomme, die Küche oder das Bad komplett auszuräumen, denn da wäre in den Kasteln nichts mehr, an dem er hängt, ich soll halt schauen, ob ich noch was sehe, was wir benötigen könnten, dann sortiere ich und werfe weg. Und frag ihn dennoch häufig, ob er das wirklich nicht aufheben mag.

So leert sich die Wohnung …, aber keine Bange, es gibt noch genug zu tun.
Ich frag ihn dann, wie es ihm damit geht, weil er von sich behauptet, keiner zu sein, der Veränderungen liebt. Und außerdem hat er von seiner Wohnung immer als seinen Rückzugsort, seine Burg gesprochen. Er hatte sie wirklich zu einer Wohlfühloase gemacht. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, als ich ihn nach seiner 3-Monate-Reise vom Flughafen abgeholt und zur Wohnung gebracht hatte und mit ihm hinaufgegangen war, wie wohl ich mich gleich gefühlt hatte.

Schon vor ein paar Monaten sagte er, sie sei eine Belastung für ihn und er würde sie lieber heute als morgen abgeben. Es waren aber noch ein paar Dinge bzgl. Umbauten zu klären und Ablöse etc.

Und er sagt, dass es für ihn eine Erleichterung sei, dass sich das nun dem Ende nähert, dass es für ihn total in Ordnung ist.
Mir ist bewusst, dass er ganz schön viel aufgibt.

Parallel richteten wir uns UNSER Zuhause im ursprünglich nur MEIN Zuhause ein.
Es ist erstaunlich, was sich in den letzten 18 Monaten alles getan hat, wie gemütlich, durchdacht, befreit von Ballast es nun ist.

Wir waren/sind ganz schön fleißig.

Für kommendes Jahr haben wir bereits beschlossen, dass wir keine „Baustelle“ aufreißen.
Kommendes Jahr wollen wir mit dem Roller am Wochenende die Umgebung erkunden, Ausflüge machen …

Und eine große Reise im März 2018 haben wir auch schon organisiert.
Davon aber in einem anderen Post mehr.

Es grüßt euch eine sehr herzensglückliche
Patentsocke