251. Text_Hochzeit

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Eine gute Woche ist es her, dass Herzensglück und ich Hochzeit gefeiert haben.
Es war ein wunderschöner Tag (nicht nur wettertechnisch).
Um 10 Uhr kam eine Freundin, die mir die Haare hochsteckte und ein paar kleine Glitzersteinchen hineinsetzte.
Meine große Tochter schminkte mich und Herzensglück ging inzwischen den Brautstrauß abholen und im gegenüber dem Blumengeschäft liegenden Lokal, in dem  unser Hochzeitsessen stattfand, die Tischkärtchen, Gastgeschenke, Hochzeitsbuch, Sofortbildkamera etc. abgeben.
Das nützte er gleich, um sich ein kühles Blondes zu gönnen. 🙂
Als er von zu Hause wegging und die Haustüre öffnete, stieß er einen Schrei des Entzückens aus, der mich natürlich sofort zu ihm gehen ließ: Meine Schwägerin und Trauzeugin hatte heimlich, still und leise unseren Vorgarten mit roten und weißen Luftballons sowie Mascherln geschmückt. Es sah sooo hinreißend aus.
Herzensglück meinte mit feuchten Augen: „Es ist schön, wenn sich alle mitfreuen, das macht das Fest gleich noch einmal schöner.“
Mit meinen Töchtern, dem Partner der Großtochter und ihm hatte ich am Vorabend aus rotem Buntpapier eine Girlande mit dem Schriftzug „Just married“ gefertigt (jeder übernahm ein paar Buchstaben), die beiden Worte wurden durch ein „Karterl“ mit unserem Hochzeitsdatum und ineinander verschlungenen Ringen getrennt (die Gestaltung dieses Teils hat Herzensglück übernommen). Die Girlande haben wir schon am Morgen an unsere Gartentüre gehängt. Gemeinsam mit den Luftballons und den Mascherln sah das sehr, sehr nett aus.
Als es Zeit war, zogen wir unser Hochzeitsgewand an und eine Stunde vor Trauungsbeginn holte uns ein Taxi ab und brachte uns zum Standesamt.
Dort trudelten alle anderen Gäste nach und nach ein und als unsere Trauung an der Reihe war, begaben sich alle in den Trauungssaal.
Mein Vater, ich und Kleintochter blieben im Vorraum.
Als unser Lied (wir hatten eine CD mit 2 Liedern mitgebracht) ertönte, führte mich mein Vater zu meinem Platz an der Seite meines Verlobten. Kleintochter folgte uns mit dem Ringkissen und bekam einen eigenen Sitz neben dem Tisch der Standesbeamtin.
Es folgte die Zeremonie, die die Standesbeamtin, bei der wir im Februar auch das Aufgebot hatten, sehr persönlich gestaltete.
Beim Ringtausch war Kleintochter wieder gefragt, die uns das Ringkissen hielt.
Meine Schwägerin meinte nachher, sie sei irritiert gewesen, da ich meinem Mann den Ring links ansteckte und er mir meinen rechts. Aber das war/ist unsere volle Absicht. Er als Linkshänder findet es angenehmer, den Ring links zu tragen und ich habe bemerkt, dass ich ihn lieber rechts trage. 🙂
Zu unserem 2. Lied verließen wir den Trauungssaal und vor dem Saal kamen uns alle nacheinander beglückwünschen.
So gingen Herzensglück und ich als Letzte die Stiegen hinunter und wurden unten von einem Seifenblasen-Spalier erwartet, durch das wir schritten.
Im Auto meines Bruders, an das Metalldosen gehängt waren, was auf der Fahrt  einiges Aufsehen erregte, fuhren wir zum Lokal, wo uns eine wunderschön gedeckte Tafel im Freien, unter großen Kastanienbäumen, bereits erwartete.
Es folgten gute 4 Stunden gemütliches Beisammensein, bei dem sich alle sichtlich sehr wohlfühlten. Meine Schwiegermutter verstand sich auf Anhieb mit meinen Eltern, Jeder plauderte mit jedem. Es wurde gegessen, getrunken und unser Hochzeitsbuch ging herum und alle trugen sich ein. So köstlich witzige, herzliche Worte, die uns noch in Jahrzehnten ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern wird.
Wir hatten eine Sofortbildkamera dabei und jeder, der wollte, konnte Aufnahmen machen. Es entstanden so viele tolle Fotos und jeder hatte Spaß mit dem Apparat. Und es gibt schon viele „Bestellungen“ für eine Collage der Fotos.
Ein Teil der Gesellschaft folgte noch unserer Einladung auf unsere Terrasse, wo bis 1.45 gefeiert wurde. Wenn Herzensglück und ich nicht gesagt hätten, dass wir schon sehr müde sind und ins Bett wollen, wären alle weiter sitzengeblieben.

Wir plumpsten also zufrieden ins Bett, ließen den Tag noch einmal Revue passieren, freuten uns an dem einen oder anderen Moment … und den Rest der Hochzeitsnacht hüllen wir in Schweigen. 😉

In den letzten Tagen haben wir immer wieder über die Feier gesprochen und erfreuen uns an den Erinnerungen, die dabei hochkommen. Die Rückmeldung der Gäste, die sich nochmal für die Einladung bedankten und betonten, wie schön das Fest gewesen sei, freut uns auch sehr.
Meine Schwiegermutter rief 3 Tage nach dem Fest an, um zu sagen, dass dies die schönste Hochzeit gewesen sei, auf der sie jemals war.
Und wir …. wir genießen das Eheleben, freuen uns, dass das Leben uns zusammengeführt hat, dass wir dies alles erleben dürfen.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

 

 

 

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