218. Text_Sch…… Schon wieder

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Liebe Blogbesucher!
Schon wieder!
Ich lag schon wieder unter dem OP-Messer!
Gestern!
Kürettage nach massiven Blutungen.

Dienstag war ich noch bei meinem Gynäkologen, samt Ultraschall sowie Krebsabstrich, der diesmal schmerzte, und der Info: Alles ok
Ich: Ich reise am 11. 2. nach Asien für 3 Wochen, muss ich mich da eh auf keine Überraschungen gefasst machen?
Er: Nein

Mittwochmorgen: Blut
Nicht viel, aber doch mehr, um als Schmierblutung bezeichnet werden zu können.
Untertags wird es stärker.
Mein Arzt hat keine Ordi, also ruf ich im Spital auf der Gynäkologie an, Frage, ob das von der Kontrolluntersuchung am Vortag sein kann:
„Ja, kann es, wenn der Arzt mehr Gewebe entnimmt für den Abstrich.“
Die Blutung wird stärker und stärker.
In der Nacht trotz Tampon und Einlage ein Blutmeer und Unterleibsschmerzen.
8 Uhr in der Spitalsambulanz: Auskunft. „Wir haben heute Spezialambulanz und viele Frauen mit Termin, Sie müssen mit 4 Stunden Wartezeit mindestens rechnen.“
4 Stunden kann ich mit meinen Blutungen und Schmerzen nicht im Spital sitzen, wackle also wieder zu Fuß nach Hause und zur praktischen Ärztin.
Ich  lasse mich krankschreiben, fahr am Nachmittag zu meinem Arzt.
Ja, er hätte am Dienstag schon einen Schleimaufbau gesehen, aber 4 Wochen nach einer Kürettage ist das ungewöhnlich …
Und wegen Asien wollte er mich nicht beunruhigen.
HÄH?!?
Ich bin ja kein kleines Kind, ich will wissen, was Sache ist.
Ist das nicht unverantwortlich, mich hier im Unklaren zu lassen?
Das denke ich mir alles, sprech es nicht laut aus, will stattdessen wissen, was zu machen ist.
Bin zu sehr fokussiert auf die Lösung des „Problems“.
Er ruft auf mein Ersuchen hin im Spital an, bittet, mich noch am gleichen Tag anzuschauen.
Ich fahr also ins Spital.
Warte eine halbe Ewigkeit.
Der Turnusarzt will mich im Gespräch mal mit Tabletten-Kur abwimmeln, Kürettage dann, wenn es nicht hilft, in 2 bis 3 Wochen:
„Was glauben Sie denn, wie voll unser OP-Programm ist.“
Ich verweise auf Dezember, wo die OP innerhalb von 2 Tagen möglich war.
„Was ist an der jetzigen Situation anders?“, möchte ich von ihm wissen.
Er hat keine Antwort, meint stattdessen: „Na, dann untersuche ich Sie einmal.“
Ich mache mich frei.
Trotz Tampon rinnt mir das Blut die Beine hinunter, ich bekleckere den Untersuchungsraum massiv.
Der Arzt ist erschrocken: „Das ist ja eine immens starke Blutung!!!“
Nach der Untersuchung die Auskunft: „Ich red mit dem OA (interimist. Leiter der Gynäkologie), vielleicht machen wir heute noch eine Not-OP. Kürettage plus Thermoablatio.“
Endergebnis: Der OA sieht sich alles an, gibt mir Cyklokapron-Tabletten. 2 gleich, 2 vor dem Schlafengehen und 2 in der Früh.
Wenn die Blutung nicht massiv besser wird, soll ich in der Früh in der Ambulanz sein.
Tabletten helfen nichts, ich steh Freitagfrüh in der Ambulanz, werde aufgenommen und für die OP vorbereitet. Am Nachmittag ist die Blutungsstärke normal.
Ich warte und warte und warte. Nüchern. Kein Essen, kein Trinken.
Flüssigkeitsinfusion.
Dann steht die Schwester mit Abendessen da: „Sie kommen heute nicht mehr dran.“
Endeffekt: 2 Notfälle kamen dazwischen, kein Anästhesist mehr verfügbar, ich werde auf Samstagvormittag verschoben.
Gestern also Kürettage.
Thermoablation kann nicht gemacht werden, weil meine Gebärmutter zu groß ist.
Normalwert ist laut Arzt 6 bis 8 cm, meine ist 15 cm groß.
Seine Prognose: „Sie werden vermutlich immer wieder diese Blutungen bekommen.“
Er rät zur Totalentfernung der Gebärmutter.
Ich habe auch 5 Myome, die durch die Gebärmuttermuskulatur in den Bauchraum ragen.
Komplett-OP: aber erst nach meiner Reise.
Ich bekomme ein Rezept für Cyklokapron, die ich auf die Reise mitnehmen soll, falls Blutungen auftreten.

Und nun sitze ich da und überlege, ob es nicht besser wäre, mit dem Tamoxifen aufzuhören. Im Dezember wäre damit ja ohnehin Schluss, warum also nicht 8 Monate früher und sich die OP ersparen.
Und mit wem darüber reden?
Das Vertrauensverhältnis zu meinem Gynäkologen ist massiv gestört.
Der OA des Spitals hat meine Krankenkasse nicht, aber ich überlege, die Ordination privat zu zahlen, wenn es leistbar ist.

Grad nicht so einfach mit all den Überlegungen.
Aber was das Schöne ist: Herzensglück steht mir bei.
Er unterstützt mich, er gibt mir Stärke und Kraft.
Das hilft schon sehr.

So werden die nächsten Tage wohl mit Entscheidungsfindung zu tun haben.
Ich werd euch auf dem Laufenden halten.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

»

  1. Ach herrjeee, ich hoffe, es geht Dir aktuell besser und Deiner Reise steht nichts im Wege!! Ich habe diese OP schon vor Jahren hinter mich gebracht, wegen immer größer werdenden Myome und ich muss sagen, mir ging es nie so gut wie danach!!
    Ich wünsche Dir alles alles Gute!!

    • Momentan geht es mir ganz ok.
      Die Reise kann ich machen (der Arzt hat zumindest nicht gesagt, dass ich die lieber absagen soll), ich hoffe, halt, dass ich nicht mitten drin solche Blutungen bekomme und wenn doch, dass die Cyklokapron-Tabletten helfen, wenn ich sie gleich am Beginn auftretender Blutungen nehme.
      Hast du gar keine Probleme bzgl. deiner Blase? Das wurde mir als Gegenargument genannte, dass die Gebärmutter ja quasi Platzhalter ist und es nach der Total-OP zu Inkontinenz kommen kann oder Vorfall des Rektums.
      Ganz liebe Grüße!

      Ei

      • Das müssen die Ärzte sagen, sonst kann man sie verklagen, die MÜSSEN auf alles hinweisen!! Ich ärgere mich heute, dass ich die OP nicht schon Jahre früher gemacht habe!! Mir geht es seither besser. Such Dir einen guten Operateur, der das oft macht, und mache hinterher so Übungen für den Beckenboden, lernt man bei Psysiotherapeuten, mir hat das sehr geholfen. Mein Professor sagte damals hinter vorgehaltener Hand, Probleme mit der Blase heißt nichts anderes, als dass der Chirurg nicht gut genug war. Also such Dir einen guten und dann klappt das auch!! Ich habe es nie bereut, im Gegental, es war DIE Erlösung für mich!!

      • Das hört sich ja gut an!
        Ich werd mal mit dem OA sprechen, der gestern die Kürettage gemacht hat. Werd mir seine Privat-OP leisten. Operieren kann er mich ja in dem Spital, in dem er Oberarzt ist, und wo die beiden Kürettagen gemacht wurden und wo ich im Brustzentrum in Behandlung bin, das gehört nämlich der Krankenkasse, bei der ich versichert bin. Nur in seiner Ordi hat er die leider nicht.
        Ich werde das wohl nach der Reise im März/April angehen.

  2. Liebes Söckchen!!
    Hast Du auch mal über eine Verschie-bung der Reise nachgedacht?Habe lange überlegt: jedoch schreibe ich es nun doch mal. Gesundheit geht vor.Von Herzen alles Liebe und gute Entschei-dungen wünscht Dir Christel (ich lebe seit 1987 gut ohne Gebärmutter – es war nichts mit bösartigem Hintergrund)

  3. Liebe Christel!

    Gesundheit geht vor, da hast du Recht.
    Aber da der Arzt auch meinte, ich soll die Reise genießen, weil eher anzunehmen ist, dass alles gut geht, ziehe ich eine Verschiebung derzeit nicht in Erwägung.
    Die Entscheidung pro Total-OP ist im Prinzip bereits gefallen, da meine Myome mir immer wieder Probleme bereiten werden.
    Ich habe jetzt schon von vielen Sieten gehört, dass dieser Arzt eine Koryphäe ist und ein ganz toller Operateur. Ich fühl mich also in guten Händen.

    Liebe Grüße!

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