Archiv für den Monat Januar 2016

219. Text_Entscheidung gefällt

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Liebe Blogbesucher!

Ich habe am Freitag mit dem operierenden Arzt telefoniert.

Der Histologiebefund zeigt nichts Bösartiges, meine Blutungen kamen von einer hormonellen Störung.
Er meinte auch, dass ich über die Reise hinaus mal Ruhe haben sollte, hat aber wieder die Erfordernis der Total-OP angesprochen.
So habe ich nun mit ihm für kommende Woche Montag einen Termin vereinbart, damit wir diese OP mal besprechen können.
Mit Herzensglück habe ich schon gesprochen, dass ich ihn gerne bei dem Gespräch dabei hätte, wenn das für ihn ok ist. Und es war für ihn mehr als nur ok.
Auch der Arzt fand es sehr gut, dass der Partner mitkommt, um Bescheid zu wissen.
Ich möchte die OP gerne gleich nach der Rückkehr von unserer Reise durchführen lassen.
Ich muss mit 1 Woche Spitalsaufenthalt rechnen und dann mit 3 bis 4 (Arzt meinte: Rechnen Sie eher mit 4 Wochen) Krankenstand.
Die Woche im Spital kann sich Herzensglück ein bissel um Kleintochter kümmern,
wenn ich dann nach Hause entlassen werde, ist sie mit der Familie ihres Freundes auf Skiurlaub, somit kann ich wirklich total entspannt zu Hause am Sofa liegen.
Kenne mich ja: Ich hab dann den Anspruch, ihr doch ein Mittagessen zu machen …
Herzensglück wird sich diese 1. Woche, die ich zu Hause sein werde, Pflegeurlaub nehmen und mich unterstützen.

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Freitag haben Herzensglück und ich noch die Teppichmuster geholt, um sie in unserem begehbaren Schrankraum aufzulegen und einen Eindruck zu bekommen.
Vom bordeauxroten Teppich, der uns im Geschäft noch gut gefallen hat, sind wir dann ganz schnell abgekommen und nun wird es ein auberginefarbener Teppich.
Herzensglück geht ihn heute bestellen.

Morgen in der Früh kommt ein Malermeister zu uns, um sich bzgl. der Renovierung des Wohnzimmers einen Eindruck zu machen und eine Zeitdauer- als auch Kostenabschätzung abzugeben.

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Am Samstag waren wir vormittags bei einer Kuratorenführung in einer Fotogalerie, was sehr, sehr interessant war.
Nachmittags war in einer anderen Galerie dann der 2. Teil der Ausstellugn mit Kuratorenführung zu besichtigen.
Inzwischen hatte starker Schneefall eingesetzt und als wir dann zu Herzensglücks Wohnung fuhren, sind wir im Schritttempo unterwegs gewesen.
Herzensglück hat den Sonntag über seine Sachen sortiert und zusammengepackt, was er übersiedeln möchte.
Da sind wieder einige Kisten zusammengekommen, die wir zu mir/uns geschafft haben.
Den Nachmittag und Abend haben wir dann sehr entspannt auf dem Sofa verbracht.
Kleintochter setzt sich jetzt sehr oft zu uns und die Gespräche mit ihr sind sehr interessant.
Herzensglück meinte, er genießt diese Gespräche sehr: „Kleintochter ist eine echte Bereicherung.“
Schön ist das, dass sich die beiden so gut verstehen.

Und ich bin noch immer so geerdet glücklich mit ihm.
Es ist so ein harmonisches Miteinander, es greift bei uns alles so wunderbar ineinander.
Es ist eine große Innigkeit zwischen uns, ohne dass einer den anderen klammert.
Ich finde gar nicht die richtigen Worte, um es zu beschreiben.
Ganz prosaisch ausgedrückt: Es flutscht einfach. 🙂
Man kann auch Liebe dazu sagen. 🙂

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

 

218. Text_Sch…… Schon wieder

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Liebe Blogbesucher!
Schon wieder!
Ich lag schon wieder unter dem OP-Messer!
Gestern!
Kürettage nach massiven Blutungen.

Dienstag war ich noch bei meinem Gynäkologen, samt Ultraschall sowie Krebsabstrich, der diesmal schmerzte, und der Info: Alles ok
Ich: Ich reise am 11. 2. nach Asien für 3 Wochen, muss ich mich da eh auf keine Überraschungen gefasst machen?
Er: Nein

Mittwochmorgen: Blut
Nicht viel, aber doch mehr, um als Schmierblutung bezeichnet werden zu können.
Untertags wird es stärker.
Mein Arzt hat keine Ordi, also ruf ich im Spital auf der Gynäkologie an, Frage, ob das von der Kontrolluntersuchung am Vortag sein kann:
„Ja, kann es, wenn der Arzt mehr Gewebe entnimmt für den Abstrich.“
Die Blutung wird stärker und stärker.
In der Nacht trotz Tampon und Einlage ein Blutmeer und Unterleibsschmerzen.
8 Uhr in der Spitalsambulanz: Auskunft. „Wir haben heute Spezialambulanz und viele Frauen mit Termin, Sie müssen mit 4 Stunden Wartezeit mindestens rechnen.“
4 Stunden kann ich mit meinen Blutungen und Schmerzen nicht im Spital sitzen, wackle also wieder zu Fuß nach Hause und zur praktischen Ärztin.
Ich  lasse mich krankschreiben, fahr am Nachmittag zu meinem Arzt.
Ja, er hätte am Dienstag schon einen Schleimaufbau gesehen, aber 4 Wochen nach einer Kürettage ist das ungewöhnlich …
Und wegen Asien wollte er mich nicht beunruhigen.
HÄH?!?
Ich bin ja kein kleines Kind, ich will wissen, was Sache ist.
Ist das nicht unverantwortlich, mich hier im Unklaren zu lassen?
Das denke ich mir alles, sprech es nicht laut aus, will stattdessen wissen, was zu machen ist.
Bin zu sehr fokussiert auf die Lösung des „Problems“.
Er ruft auf mein Ersuchen hin im Spital an, bittet, mich noch am gleichen Tag anzuschauen.
Ich fahr also ins Spital.
Warte eine halbe Ewigkeit.
Der Turnusarzt will mich im Gespräch mal mit Tabletten-Kur abwimmeln, Kürettage dann, wenn es nicht hilft, in 2 bis 3 Wochen:
„Was glauben Sie denn, wie voll unser OP-Programm ist.“
Ich verweise auf Dezember, wo die OP innerhalb von 2 Tagen möglich war.
„Was ist an der jetzigen Situation anders?“, möchte ich von ihm wissen.
Er hat keine Antwort, meint stattdessen: „Na, dann untersuche ich Sie einmal.“
Ich mache mich frei.
Trotz Tampon rinnt mir das Blut die Beine hinunter, ich bekleckere den Untersuchungsraum massiv.
Der Arzt ist erschrocken: „Das ist ja eine immens starke Blutung!!!“
Nach der Untersuchung die Auskunft: „Ich red mit dem OA (interimist. Leiter der Gynäkologie), vielleicht machen wir heute noch eine Not-OP. Kürettage plus Thermoablatio.“
Endergebnis: Der OA sieht sich alles an, gibt mir Cyklokapron-Tabletten. 2 gleich, 2 vor dem Schlafengehen und 2 in der Früh.
Wenn die Blutung nicht massiv besser wird, soll ich in der Früh in der Ambulanz sein.
Tabletten helfen nichts, ich steh Freitagfrüh in der Ambulanz, werde aufgenommen und für die OP vorbereitet. Am Nachmittag ist die Blutungsstärke normal.
Ich warte und warte und warte. Nüchern. Kein Essen, kein Trinken.
Flüssigkeitsinfusion.
Dann steht die Schwester mit Abendessen da: „Sie kommen heute nicht mehr dran.“
Endeffekt: 2 Notfälle kamen dazwischen, kein Anästhesist mehr verfügbar, ich werde auf Samstagvormittag verschoben.
Gestern also Kürettage.
Thermoablation kann nicht gemacht werden, weil meine Gebärmutter zu groß ist.
Normalwert ist laut Arzt 6 bis 8 cm, meine ist 15 cm groß.
Seine Prognose: „Sie werden vermutlich immer wieder diese Blutungen bekommen.“
Er rät zur Totalentfernung der Gebärmutter.
Ich habe auch 5 Myome, die durch die Gebärmuttermuskulatur in den Bauchraum ragen.
Komplett-OP: aber erst nach meiner Reise.
Ich bekomme ein Rezept für Cyklokapron, die ich auf die Reise mitnehmen soll, falls Blutungen auftreten.

Und nun sitze ich da und überlege, ob es nicht besser wäre, mit dem Tamoxifen aufzuhören. Im Dezember wäre damit ja ohnehin Schluss, warum also nicht 8 Monate früher und sich die OP ersparen.
Und mit wem darüber reden?
Das Vertrauensverhältnis zu meinem Gynäkologen ist massiv gestört.
Der OA des Spitals hat meine Krankenkasse nicht, aber ich überlege, die Ordination privat zu zahlen, wenn es leistbar ist.

Grad nicht so einfach mit all den Überlegungen.
Aber was das Schöne ist: Herzensglück steht mir bei.
Er unterstützt mich, er gibt mir Stärke und Kraft.
Das hilft schon sehr.

So werden die nächsten Tage wohl mit Entscheidungsfindung zu tun haben.
Ich werd euch auf dem Laufenden halten.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

217.Text_Möge das neue Jahr so wundervoll sein wie das alte

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Liebe Blogbesucher!

Erstes Post im neuen Jahr:
Ich wünsche euch allen ein fried- und freudvolles Jahr 2016!

Das alte Jahr ging mit arbeitsamen Tagen zu Ende.
Da Herzensglück zu mir zieht – also eigentlich wohnt er ja schon bei mir, es sind halt noch nicht alle seine Sachen bei mir – sind wir am Umräumen.
Ich sortierte mein Bücherregal aus, trennte mich von vielen Büchern, die einfach nicht mehr zu mir passen.
Ich gebe sie an eine Stelle, wo sie sich interessierte Menschen nehmen können. So erfreuen sie auch andere Menschen noch.
So finde ich das gut! 😀
Damit Herzenglücks Bücher alle reinpassen, haben wir einen weiteren Bücherschrank erworben. Auch über den Online-Flohmarkt.
Gemeinsam haben wir das 2 Meter hohe Möbel zum Auto geschafft und sind mit offener Heckklappe, die wir mit Gummispinnen  heruntergezogen haben, nach Hause gefahren.

Für unser Schlafzimmer haben wir neue Nachtkästchen erworben. Die alten braunen passen nicht mehr.
Wir haben uns ja ein „Unser-Bett“  mit grauem Stoffbezug gekauft.
Wenn die alten Kleiderkästen wegkommen, werden wir die Wand in Grau streichen und eine Bildleiste montieren, auf der wir wechselnd Fotos/Bilder draufstellen können.

Ein Zimmer haben wir komplett ausgeräumt und die Möbel verkauft.
Einen Teil nahm mein Bruder für sein kleinstes Kind.
Das Zimmer wird nun unser begehbarer Schrankraum.
So ein richtiges Boudoir mit dunkelroten Stirnwänden, einem Kristallleuchter und einem flauschigen Teppich sowie einer Bank –
falls die Damen des Hauses mal wieder nicht wissen, was sie anziehen wollen und ein bissel gustieren müssen. 😉
Den Kristallleuchter haben wir in einem Online-Flohmarkt erworben:
80 EUR.
Wir kommen zur Abgabestelle, ein junger Mann öffnet, der Kristallluster hängt noch, staubig ist er, aber man erkennt seine Schönheit.
„Er ist ein Einzelstück. Mein Großvater war nämlich Kristalllustererzeuger.“

Unser 1. Tag im neuen Jahr war gleich dem Neugestalten gewidmet, die Wände wurden gestrichen: Plafont weiß und die Stirnseiten in einem wundervollen Bordeaux.
Am vorletzten Tag des Jahres waren wir die Kästen bestellen und morgen werden sie geliefert.
Und was machen wir das Wochenende über?
Richtig!
Wir bauen 7 Meter Schrankraummöbel auf.

Vergangenen Samstag, nach einem „Frühschoppen mit Gulasch und Bier“ bei meinen Eltern und mit geladenen Bekannten, fuhren Herzensglück und ich ins Bundesland zu seinen Eltern, blieben über Nacht und fuhren weiter zu einem Wellness-Hotel, wo wir bis gestern sehr entspannte Tage verbrachten.
Mit Thermalwasser mit Außenpool, Kräutersauna, finnischer Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine sowie Frühstücksbuffet, Mittagssnack und Abendwahlmenü haben wir es uns gut gehen lassen.
Wir haben uns das statt eines Weihnachtsgeschenks gegönnt.
Es war ein supergünstiges Angebot.

Und gestern öffnete ich den Brief des Spitals, in dem ich operiert worden war: Nix Böses vorhanden. Nur überschießendes Wachstum des Endometriums. *freufreufreu

Herzensglück und ich sind noch immer von Herzen glücklich.
Es ist absolutes Wohlfühlen und noch immer so viel geerdetes Glücklichsein.
So kann es bleiben – das ganze Jahr 2016 … mindestens. 🙂

Liebe Grüße
Eure Patentsocke