216. Text_Alle Dezember wieder

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Liebe Blogbesucher!

Der Dezember scheint mein Favorite für operative Eingriffe zu sein.
Vor vier Jahren, am 14. 12., hatte ich meine Brustkrebs-OP und heuer am 15. 12. meine Kürettage plus Entfernung einiger Polypen.

Anruf am Montag (nach dem Besuch des Gynäkologen) in der Gynäkologie des Spitals wo ich auch wegen meines Brustkrebses in Behandlung bin, brachte die Aussage, dass ich am Dienstag um 8 Uhr in der Früh nüchtern beim Counter sein soll, dann untersucht werde und danach der Eingriff durchgeführt wird.
Und wenn alles passt, kann ich am Abend wieder heim.

Hab dann Herzensglück darüber informiert, dass ich operiert werden muss. Er war grad unterwegs, eine Besorgung für uns zu machen.
Wir vereinbarten, zu Hause dann detailiert zu reden.
Und dann fuhr ich zu meiner Psychotherapie.
Im Aufzug – nach der Einheit – denk ich mir noch, dass es schön wäre, wenn Herzensglück vor dem Eingang warten würde.
Und was ist?
Vor dem Eingang steht groß und mit dem Gesicht Richtung Stiegenaufgang, von dem ich komme, er: mein Herzensglück.
Er umarmt mich fest und meint: Ich hab mir gedacht, du freust dich, wenn ich dich abhole.
Und wie ich mich gefreut habe!!!

Am nächsten Morgen fuhr mich mein Vater zum Spital, damit am Nachmittag Herzensglück das Auto für die Abholung zur Verfügung hat.
Der untersuchende Arzt bestätigt die OP-Erfordernis und meint: Dann machen wir uns einen OP-Tremin aus.
Ich: Mir wurde zugesagt, dass ich heute gleich drankomme.
Er: Nein, das geht nicht, man muss ja OP-Vobereitung machen. Und wer weiß, ob ein Bett frei ist.
Ich: Ich habe gestern aber von Frau Dr. XY die Info bekommen, dass ich heute drankomme und habe alles danach organisiert.
Er (blättert in den Unterlagen): Also wenn Ihnen das zugesagt wurde – ja, hier steht es auch, Sie binden uns also keinen Bären auf –, dann werden wir wohl flexibel sein.
Telefonat mit der station udn dem OP-Saal ergibt grünes Licht für den Eingriff.
Ich muss zum Blutlabor, zur Anästhesie Ambulanz und dann auf die Gynäkologische Abteilung.
Dort komme ich um 11.45 an, werde gleich in das nekische Spitalshemdchen gesteckt und mit Stützstrümpfen versorgt. Dann sucht die Schwester verzweifelt nach einer Vene für den Venflon, findet nix, stochert herum, eine junge Ärztin kommt zum Blutdruckmessen und meint, dass sie das dann übernimmt.
Ergebnis: Ich habe momentan eine schön blaue Ellenbeuge.
Flüssigkeitsinfusion und Magentablette sowie Beruhigungstablette.
Ich  kommuniziere mit meinen kindern, denen ich bescheid gegeben habe, mit Herzensglück, bis ich geistig so schwummelig bin ,dass es besser ist, ich formuliere nichts mehr.

Um 13 Uhr werde ich abgeholt und zum OP gebracht.
Am Bettenaufzug treffen wir auf meinen Anästhesisten, der mir alles genau erklärt.
Im OP-Saal werden meine Hände angebunden und eine Maske auf die Brust gelegt.
Der Anästhesist sagt: Ich schicke Sie jetzt in den Tiefschlaf, denken Sie an etwas Schönes und legt die Maske sanft auf mein Gesicht … ein paar letzte Worte verstehe ich noch, denke mir: Hoffentlich wirkt das Mittel, wiel ich höre die ja immer noch …. und weg war ich.
Um 14.15. fällt mein Blick zum ersten Mal bewusst auf die Uhr im Aufwachzimmer.
Immer wieder dämmere ich weg, mir ist aber nicht schlecht, nicht schwindelig, kein Halskratzen, keine Schmerzen.
Um ca. 15 Uhr werde ich ins Zimmer zurückgebracht, schlaf noch ein wenig, nachdem ich allen Bescheid gegeben habe, dass ich es gut überstanden habe.
Herzensglück steht um 16 Uhr neben dem Bett.
Die Visite kommt um 17 Uhr, man meint, ich muss auf jeden Fall noch 90 Minuten bleiben, eigentlich laut operierendem Arzt soll ich über Nacht bleiben, weil ich so spät operiert wurde und ausßer der Kürettage noch einige polypen entfernt wurden.
Ich bespreche mit Herzensglück, dass er inzwischen nach Hause fährt und ich ihm Bescheid gebem was nun wirklich passiert.
Kaum ist er zur Tür hinaus, ruft mich die Schwester ins Untersuchungszimmer und siehe da, es wird die Einlage, die in die Gebärmutter reicht, herausgenommen.
Festgestellt, dass das sehr schön aussieht und wir einigen usn darauf, dass ich heim darf.
Also hab ich Herzensglück Bescheid gegeben, dass er mich wieder holen kann.

Gestern war ich noch zu Hause.
Ich habe keine Schmerzen, kaum bis keine Blutung und fühlte mich wirklich total gut.
Und heute bin ich wieder in Amt und Würden.
Jetzt hoffe ich noch, dass der histologische Befund nichts Auffälliges zeigt.
Mein Gynäkologe meinte: Laut Ultraschall ist das zu 99,9 % ohne Befund.
Hoffentlich behält er recht. 🙂

Heute am Abend ist Weihnachtsfeier von der Arbeit und da das heuer in einem Hotel nahe der Wohnung von Herzensglück ist, und er auch heute Weihnachtsfeier nahe der Wohnung hat, übernachten wir in seiner Wohnung.
Morgen werden wir dann wieder einige seiner Sachen ins Auto packen und zu mir nehmen.
Er wohnt ja schon bei mir.
Unsere Adaptierungen im Haus laufen auch weiter.

Im neuen Jahr gönnen wir uns einen 3-tägigen Thermenaufenthalt – quasi statt Weihnachtsgeschenk – und besuchen auf der Hinfahrt seine Eltern, die ja in einem anderen Bundesland wohnen.

Ich freue mich schon auf die Feiertage, ich habe ab 24. 12. bis 6. 1. frei.
Bis dahin ist aber noch genug zu tun: Ich muss meine Projekte abschließen.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

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