198. Text_Nach- und Vorfreude

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Liebe Blogbesucher!

Die letzten Tage waren wieder gut gefüllt mit Programm, aber nicht zuuuu gefüllt.
Nein, grade so, wie es mir gut tut, wie ich die Momente genießen kann.

In der Arbeit geht ein neues Projekt los, neues Thema, neue Kontakte mit zuarbeitenden Personen, neue Erfahrungen, Bereicherung.
Donnerstag- und Freitagabend war ich jeweils mit einer anderen Freundin bei einer kultruellen Veranstaltung.
Ein Mal klassisches Theater von einem Kabarettisten „komödiantisch“ umgesetzt.
Viel Situationskomik, ich habe sehr gelacht, manchmal sogar Tränen gelacht.
Der zweite Abend war ein Kabarettabend.
Auch nett, aber nicht soooo unterhaltsam wie der Donnerstagabend.
Und an beiden Abenden habe ich interessante Gespräche mit den Begleiterinnen geführt.

Samstag hatte Kleintochter ihren 16. Geburtstag.
Durch Zusammenlegen der Familie bekam sie einen Tischtennistisch, der am Samstag  zwischen 10 und 12 Uhr geliefert wurde.
Passt, sie schläft an schulfreien Tagen immer bis Mittag, also kein Problem, dass sie etwas vor der Zeit mitbekommen könnte.
Und was ist?
Genau am Samstag steht sie um 9 Uhr neben mir – sie will ja ihren Geburtstag voll auskosten.
Na prima.
Ausgemacht war auch, dass wir am Vormittag einkaufen gehen und sie fragt und fragt und wundert sich und wundert sich, warum ich sooo intensiv mit dem Abspeichern meiner Fotos in Alben am Handy beschäftigt bin und dann noch im Computer was erledigen muss.
Kurz nach 12 Uhr dann der Lieferwagen, sie schaut natürlich aus dem Fenster, als das große Paket in die Garage getragen wird.
Ich hab aber eine gute Erklärung geliefert, was/warum da was geliefert wurde. 🙂

Sonntagnachmittag wurde familienintern gefeiert und das große Paket übergeben.
Ihre Brüder und ihr Onkel (mein Bruder) haben den Tisch dann gleich zusammengebaut und eingeweiht wurde er natürlich auch sofort.
Mein Ältester war bereits zu Mittag mit seiner Familie gekommen und so hatte ich viel Zeit, mit meinen beiden Enkelkindern zu spielen und zu kuscheln. Das jetzt drei Monate alte Enkelchen schlief auf mir ein und das große lehnte sich an mich an und so verbrachten wir eine gute Stunde auf dem Sofa mit Buch schauen und plaudern.
Das ist wirklich ein schönes Gefühl, das Vertrauen dieser beiden kleinen Menschen zu spüren.

Gestern habe ich meinen Klienten getroffen, der mir mit seiner Art und dem, was er mir erzählt, auch sehr viel Vertrauen entgegenbringt.
Es sind keine großen Gesten oder Worte, sondern kleine, die mir aber sehr ans Herz gehen, die mir zeigen, dass ihm die gemeinsam verbrachte Zeit so gut tut und wichtig ist.

Heute am Abend bin ich beim letzten Konzert aus meinem Konzert-Abo.
Darauf freue ich mich auch schon, es musiziert eine Künstlerin, deren Musik ich bereits kennengelernt habe und mir gefällt.

Das waren die Nachfreuden der letzten Tage.

Die Vorfreude habe ich in mir, weil der Tag der Rückkehr meines Herzensglücks näherrückt.
Ein bisschen ein eigenartiges Gefühl ist es schon: Vorfreude mit ein bissel „Spannung“, weil es ja doch ein Wiedersehen wird, das irgendwie besonders ist.
Gut 13 Wochen nach dem ersten und bis jetzt einzigen persönlichen Aufeinandertreffen, aber bereichert um das, was sich in der schriftlichen Kommunikation zwischen uns entwickelt hat.
Vorfreude, all das, was wir schriftlich bereits geplant und uns vorgenommen haben, umzusetzen und gleichzeitig auch die „Bremse“, das Wissen, dass es wichtig ist, Schritt für Schritt zu machen.
Und  entstehen lassen, was entstehen möchte … vielleicht Liebe.
Aber es kann natürlich auch passieren, dass „nichts passiert“.
Und ganz wichtig: Bei mir bleiben.
Das, was ich in den letzten Monaten – manchmal recht schmerzlich – erfahren habe an „Ich schaffe es“, „Das ist mir wichtig“, „Das möchte ich machen“ … fortzusetzen.
Keine Abhängigkeit vom Du, sondern wunderbare Ergänzung mit dem Du.

Dazu ein Gedicht von Erich Fried:

Dich

Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist

Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter

Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist
Liebe Grüße von
Eurer Patentsocke,
die bestimmt spannenden und hoffentlich auch glücklichen Zeiten entgegengeht

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