195. Text_Herzensglück

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Liebe Blogbesucher!

Es ist wieder Wochenende.
Zwei Tage mit lieben Gästen.

Heute am Nachmittag kommen mein Cousin und seine Frau zu Besuch, wir werden wieder viel plaudern und ein Spiel spielen.
Dazu wird gejausnet – ich versuche mich heute erstmals aln dem „Lavakuchen“, dieser Schokokuchen, der innen noch wiech ist – und später dann zu Abend gegessen. Dafür bereite ich jetzt gleich Chili con carne zu.

Ich freue mich auf den Besuch der beiden lieben Menschen.
Es ist so wohltuend mit ihnen zu reden, zu lachen, Spaß beim Spiel zu haben.
Es ist so eine Grundherzenswärme, die von den beiden ausgeht.

Morgen kommen mein Ältester und seine Familie um 10.30 zum Brunch.
Wir haben den Tremin schon vor Längerem ausgemacht und als mich diese Woche mein Zweitgeborener anrief, um nachzufragen, ob ich Sonntag zu Hause wäre, wurde mir erst klar, dass Muttertag ist.
Wir feiern den ja nie.

Wir haben das ganze Jahr über guten Kontakt und genießen unsere gemeinsamen Momente,
dafür brauch ich keinen „verordneten“ Tag.

So sind also meine Söhen, meine Schwiegertochter und meine beiden Enkelkinder bei mir.
Wir werden den Tag miteinander sehr entspannt genießen.
Das ist auch eine neue Qualität, dass ich mich nicht mehr zerspragle, sondern gemütlich dabeisitze.
Das musste ich auch erst lernen, dass die Welt nicht untergeht und mein Haus nicht versifft und ich nichts versäume (ganz im Gegenteil!!!), wenn ich weniger mache.

Aber das Wenige mache ich mit viel Achtsamkeit/Aufmerksamkeit.
Bei dem Wenigen bin ich voll und ganz dabei.

Und dann gibt es da noch mein (mögliches) Herzensglück: Das nähert sich.
Es nähert sich schon einmal rein geografisch, denn das Herzensglück ist gerade gute 9.000 Kilometer entfernt.
Aber mit jedem geschriebenen Wort nähert sich etwas in meinem, in unserem Inneren.
Es ist noch ganz zart und gleichzeitig hat es eine enorme Kraft.
Und es ist mir bewusst, dass es ist sehr wichtig ist, dass ich ganz bei mir bleibe.
Ich möchte die Fehler der Vergangenhiet nicht wiederholen.
Es hat sich bei mir ja schon sehr viel bewegt, manchmal springen noch immer die alten Muster/Gedanken/Ängste an, aber ich erkenne sie und ich stelle mich ihnen und ich spüre ihnen nach, was sie mir über mich sagen.

Manche mögen den Kopf schütteln und sagen, wie kann man sich nur schriftlich annähern.
Nun ja, wir haben uns ein Mal (kurz vor seiner Abreise) gesehen, waren miteinander bei einem Musik-Event.
Da war auch meine Freundin mit, die nun meinte, sie hätte schon damals sein Interesse an mir bemerkt.
Nur ich hab das wieder mal nicht mitbekommen – wie immer.

Aber ich habe bemerkt, dass ich mich in seiner Gegenwart wohlfühle, dass wir für ein erstes Treffen sehr locker und angenehm miteinander reden konnten.
Kein mühsames Suchen nach (gemeinsamen) Themen.
Nein, die sind nur so gesprudelt.

Und dann fuhr er fort und von seiner dreimonatigen Reise hat er begonnen, mir auf der Plattform, auf der ich die Gruppe habe, um gemeinsam Konzerte zu besuchen, zu schreiben.
Und ich habe ihm zurückgeschrieben und wir haben bemerkt, dass wir – fast schon erschreckend viele – Gemeinsamkeiten haben.
Viele Dinge ähnlich sehen, ähnliche Wertvorstellungen haben, gleiche Interessen.
Und: Er bringt mich mit seinen Formulierungen zum Lachen, ich mag seinen Humor sehr!

Als uns bewusst wurde, dass sich da etwas – rein aus der schriftlichen Kommunikation heraus – entwickelt,
haben wir die „Spaßbremse“ gezogen.
Haben uns bewusst gemacht, dass es irgendwie „verrückt“ ist, ob es das geben kann …
Und er hat unser beider Gefühl mit einem Zitat aus einem Buch in Worte gefasst:
Jeder macht aus einer Situation, einem Ort, einem Menschen das, was er in dem Moment gerade braucht.“

Dessen sind wir uns bewusst.
Wir beide spüren aber, dass es möglich ist, dass wir das, was sich hier durch die Kommunikation aufgebaut hat, was sich an Gleichklang zeigt und auch das, was an Unterschieden besteht, eine große Chance hat, in der „Realität“ Bestand zu haben.
Wir wollen es jedenfalls einmal versuchen.

Das Buch, aus dem das Zitat stammt, ist von Tiziano Terzani und heißt
„Noch eine Runde auf dem Karussell – Vom Leben und Sterben“ .
Terzani schreibt hier seine Geschichte, die beginnt, als er von seiner Krebserkrankung erfährt, von seiner Reise.
Eine Reise, die er sowohl im Außen macht, als er die Länder auf der Suche nach Antwort, wie er dem Krebs begegnen könnte, durchreiste, als auch eine Reise zu sich selbst.
Ein Zitat aus dem Buch, das mir auch sehr gut gefällt:
„Es geht darum zu verstehen, dass Leben und Tod lediglich zwei verschiedene Aspekte derselben Sache sind“, sagt ihm ein 80-jähriger Inder, bei dem er im Himalya wohnt. Und der Autor schlussfolgert: Das einzige wahre Ziel jener Reise, zu der wir alle mit unserer Geburt aufbrechen; eine Reise, von der ich selbst auch nicht allzu viel weiß, außer, dass die Richtung – davon bin ich überzeugt – von außen nach innen geht und vom Kleinen zum immer Größeren.

Mich haben die Gedanken Terzanis bereits auf den ersten Seiten gefangen genommen.
Eure Patentsocke,
die Momente des geerdeten Glücklichseins erlebt

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  1. Ich habe den Tizzitazzi verschlungen!! Meine Schwester und ich haben uns oft über ihn unterhalten und konnten uns aber den Namen nicht merken und sagten darum Tizzitazzi 😉 das hat sich bis heute gehalten 😉 Das Buch war das erste, was ich gelesen habe, es hat mir so gut gefallen!!

    Ich wünsch edir alles Glück und noch ein Stückchen mehr!!

    • Musste über dein Tizzitazzi sehr lachen, das Problem mit dem Namen kann ich sehr gut nachvollziehen! 🙂
      Dieses Buch ist so wunderbar, ich wollte, ich könnte meine Gedanken so ausdrücken, wie er es vermag.
      Danke für deine lieben Wünsche wegen dem Glück und ein Stückchen mehr.
      Ich wünsche dir auch alles Glück und noch ein bissel mehr! 🙂

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