187. Text_Innenschau

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Liebe Blogbesucher!

Es gibt momentan so viele Aha-Erlebnisse in meiner Welt, dass ich manchmal mit offenem Mund staunend dastehe und mich frage,
ob ich bis jetzt geschlafen habe, wo ich war.
Es ist, als ob eine Kruste nach und nach aufbricht..
Ich begegne jetzt mehr und mehr der Person, die in mir drinnensteckt.
Das klingt vielleicht komisch, vielleicht abgehoben und ich bin mit der Formulierung selbst nicht ganz zufrieden.
Aber ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll.
Ich kann plötzlich agieren und argumentieren und mich distanzieren  … wie es mir bislang nicht möglich war.
Ich stehe mehr und mehr zu mir. Zu mir mit all meinen Stärken und Schwächen.
Es sind Kleinigkeiten in meinem Alltag und doch groß in ihrer Dimension, was sie mit mir machen, wie sie mich freier, unabhängiger machen.
Ich knabbere nach wie vor noch an einigen Themen, aber meine Herangehensweise, meine Sichtweise hat sich verändert.
Manchmal wünsche ich mir, ich könnte darüber mit meinem letzten Partner sprechen.
Nicht in dem Sinn, dass ich wieder eine Beziehung möchte.
Ich kann beziehungsmäßig derzeit nicht viel anbieten, weil ich noch nicht ganz bei mir angekommen bin, weil die Schritte, die ich setze, zwar in die richtige Richtung gehen, aber noch nicht gefestigt genug sind.
Da gibt es noch einiges aufzuarbeiten. Da ist viel auszumisten.
Ich würde mit ihm gerne darüber reden …. ja, warum eigentlich?
Geht es hier wieder nur um mein Ich, mein übergroßes Ich, das es mir zuletzt vorgeworfen hat?
Darum, dass ich mich ihm gegenüber nur rehabilitieren möchte, um mich besser zu fühlen?
Was hätte er davon, wenn ich ihm von dieser Entwicklung erzähle?
Gar nichts … Vielleicht eine gewisse Befriedigung, dass er mit manchem sehr richtig lag.
Was lässt mich diesen Wunsch verspüren? Was erwarte ich mir davon, warum pocht das als Gedanke immer wieder an?
Der Wunsch ist da und ich möchte ihn nicht einfach beiseite schieben, sondern in mir wirken lassen und vielleicht komme ich daraus wieder einem Muster von mir auf die Spur.
Ist vermutlich ein gutes Thema für die heutige Therapie.

Die Frauengruppe, die mir im Herbst so gut getan hat, findet ab Mitte April eine Fortsetzung, auch mit neuen Inhalten
und ich freue mich schon sehr darauf.

Über das Osterwochenende werde ich vermutlich zu meiner Tochter ins Nachbarland fahren,
vielleicht kommt in diesen Tagen Enkelkind Nummer 3 auf die Welt.
Das familiäre Osterfeiern werde ich heuer nur im kleinen Rahmen mit meinen Söhnen und ihrer Familie/Partnerin feiern.
Einfach ein nettes Beisammensein mit guten Gesprächen und Wohlfühlen.
Und wenn Enkelchen Nummer 3 nicht in dieser Zeit zur Welt kommt, haben wir besprochen, dass ich Ende April nochmal zu ihr komme, denn dann wird Enkelchen bestimmt schon auf der Welt sein.

Die Begegnungen mit den Menschen haben jetzt auch eine ganz andere Qualität.
Ich beobachte mich auch, wie ich reagiere, ob ich etwas sage/mache nur deshalb tue, weil es mir um die Anerkennung dieser Person geht.
getsren habe ich einmal eine Liste erstellt, von welchen Menschen ich mir Anerkennung erwarte und was ich möchte, dass sie über mich anerkennend sagen.
Na das war auch sehr erhellend.

Es tut sich viel, auch wenn es nach außen nicht die großen Umbrüche sind, so bewirken sie doch eine Menge.
Und es spürt sich gut  und richtig an.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

 

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  1. Ich würde vermuten, Du würdest Dich gerne mit jemandem austauschen, der Dich auf eine besondere Art gesehen hat und Dich kennt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Du in der Frauengruppe ähnlich gute Gespräche haben wirst.
    Denk an die Schmetterlinge, die ja in ihren unterschiedlichen Zyklen auch ganz verschiedene Formen haben . . . 😉
    Mir hat mal jemand gesagt, wenn man sich das Leben als Kreis vorstellt, ist man in unserem Alter an einer Stelle, in der man eine gute Sicht auf Vergangenes hat.

    lieben gruss
    sue

    • Liebe Sue!
      Ich hab diesen Gedanken/Wunsch heute bei der Therapie angesprochen und die Therapeutin meinte auch, dass ich meine Freude darüber, welche Entwicklungen ich mache und was sie in mir und meinem Leben bewirken, mit jemandem teilen möchte. Und es wundert sie gar nicht, dass ich dabei an meinen Ex-Partner denke. Denn er hat doch einige Jahre meines Lebens mit mir verbracht und er kennt die Verstrickungen, die es in meinem Leben gegeben hat und dass in meiner Vorstellung er meine Entwicklung wertschätzen würde, da er verstehen würde, welche große Bedeutung das für mich hat. Und daher kommt dieser Wunsch,gerade mit ihm darüber zu reden
      Und dein Vergleich mit den Schmetterlingen macht mich schmunzeln, denn den hatte ich heute auch schon. Ich entpuppe mich gerade, Oder so ähnlich. 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Söckchen

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