Archiv für den Monat Januar 2015

183. Text_Ahnung von Schnee

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Liebe Blogbesucher!

Morgen geht es los in den Skiurlaub.
Schnee kommt ja gerade mehr als genug, sodass wir mit guten Pistenverhältnissen rechnen dürfen.
Unser Hotel liegt auf einer Alm direkt an der Piste, sodass wir nach  dem Frühstück direkt auf die Ski steigen können und auch nach dem letzten Abschwung direkt in unser Apartement plumpsen können.
Ich möchte es aber sehr gemütlich angehen, bei absolutem Schlechtwetter einfach relaxen, lesen, Dampfbad, Infrarotkabine des Hotels nutzen.

Aber in meinen zarten Hoffnungen ist es die kommende Woche durchgängig strahlend sonnig. 😉

Mein Spaziergeh-Mann ist auch wieder zurück, wir haben uns gestern auf einen kurzen Spaziergang gesehen.
Wie es weitergeht, ist mir gerade selber nicht klar, weil ich merke, dass für mich etwas, so wie es momentan „läuft“, nicht passt, es aber nie die Rahmenbedingungen bei unseren Treffen gibt, dass ich ansprechen und klären kann, was mir wichtig ist.
Nun ja, jetzt bin ich mal eine Woche weg und werde die genießen.
Danach werde ich weitersehen.

Skiausrüstung ist im Auto, mein Koffer gepackt, Kleintochter packt ihren, wenn sie vom Badmintontraining kommt.
Die Nachbarin, die sich um meine Katzen kümmert, ist instruiert.

Morgen sind wir noch zum Frühstück bei meinen Eltern.
Ist noch die Gelegenheit gemütlich mit meinen Eltern zusammenzusitzen und zu plaudern.
Kommende Woche wird meine Mutter am Herzen operiert.
Ich hoffe, dass alles ok geht!

Ich werde den Abend jetzt noch auf dem Sofa relaxen, im Kopf durchgehen, ob ich an alles gedacht habe und rechtzeitig ins Bett gehen, um morgen für die Autofahrt ausgeschlafen zu sein.

Ich hoffe, die Straßenverhältnisse stellen keine allzu große Herausforderung dar.
Da fällt mir ein, ich muss noch die Schneeketten ins Auto geben.
Das werde ich aber gleich machen, sonst vergesse ich darauf.

Ich grüße auch herzlich und hoffe, dass ich mich wohlauf aus dem oder nach meinem Urlaub bei euch melde.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

182. Text_Reflexion

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Liebe Blogbesucher!
Die letzte Zeit bin ich immer wieder mit mir selbst konfrontiert und mit Situationen, die mir zeigen, wo ich noch einiges Lernpotenzial habe.
Wobei: Um das Motto „Lebenslanges Lernen“ kommt man eh nicht herum. 😉

Ich bin draufgekommen, dass ich aus Angst vor den Einsamkeitsgefühlen in den Monaten bis Jahresende teilweise zu viel Programm in meine Tage gepfercht habe.
Nur keine weiße Stelle im Kalender … so angsteinflößend waren die.

Und nun: Es geht immer besser.
Klar habe ich sie noch immer, aber ich kann mit ihnen besser umgehen.
Vor allem ich gehe mit ihnen um und verhindere sie nicht mit Überaktivität.
Wenn mir das jemand gesagt hätte, dass ich zu viel mache, hätte ich das rundheraus bestritten und verteidigt.
Jaja, es hat schon was, dass man auf diese Sachen selbst draufkommen muss. 🙂

Und ich gehe weiter langsam. Lasse mir Freiraum für meine Gefühle und Gedanken.
Hinterfrage übernommene Wertvorstellungen, setze mich mit dem Gedanken auseinander, ob ich wirklich immer in dem Haus bleibe, in dem ich jetzt wohne, denn mein Sehnsuchtswunsch ist ein ganz anderer.
Ich kann solche Gedanken jetzt zulassen, kann die „Sicherheiten“ loslassen, die mich bis jetzt gehalten, aber auch gefangen gehalten haben.
Ich beginne über den Tellerrand zu schauen, nämlich wirklich zu schauen, mich umzublicken, abzuwägen, was ist meines und wo verfolge ich wieder alte, gewohnte Muster.
Und es fühlt sich gut an, so wie ich es jetzt mache.

Zu meiner Familie habe ich ein gutes Distanzverhältnis.
Es ist momentan wirklich eine gute Balance. Und ich dikutiere mit meinen Eltern über Themen, zu denen ich früher geschwiegen hätte.
Ich sage meine Meinung und stelle fest … sie wird akzeptiert.
Auch im Verhalten meiner Mutter mir gegenüber merke ich die Veränderung – sie ist nur zart merkbar, aber sie ist da – nämlich, dass sie mich für erwachsener nimmt. Ich kann das jetzt gar nicht genau an einem Beispiel „zeigen“, aber es ist an der Art merkbar, wie sie mit mir umgeht.
Früher war mein Vorname in der Verniedlichungsform oder „Schätzchen“ ihre beliebte Anrede und jetzt nennt sie mich bei meinem Vornamen.
Die Themen, die sie mit mir anschneidet sind andere.
Meine Mutter wird dieses Monat noch am Herz operiert und die OP wird immer umfangreicher, da die Voruntersuchungen ein paar Schwachstellen aufweisen, die alle saniert gehören.
Es wird ein großer Eingriff und einer, der auch Risiken beinhaltet.

Der Mann, der mich zum Spazieren und Essen einlädt, hat mir vorige Woche zwei Tage vor Abreise eröffnet, dass er 10 Tage  auf Urlaub fährt – ziemlich weit weg.
Mir fiel innerlich alles hinunter – außen habe ich mir nichts anmerken lassen.
Und dann habe ich mich damit auseinandergesetzt, warum mir da alles hinunterfällt, warum es mich traurig macht, warum ich nicht unbeeinflusst (mir selbst) sagen kann: Ok, dann ist er weg, ich leb mein Leben (das kann ich ja auch ohne ihn) und dann ist er wieder da und gut ist.
Es ist ein Verlassenheitsgefühl, das hier auftaucht und das hat nichts mit ihm und der gegenwärtigen Situation zu tun, sondern mit mir und Erfahrungen, die ich wohl in meiner Kindheit gemacht habe.
Und mit denen setze ich mich auseinander. Und ich kann euch sagen. Sobald ich mal in den Schmerz eingetaucht bin und auch die Tränen habe fließen lassen und mir bewusst geworden bin, dass er nur der Auslöser für etwas ist, das in mir ist und mit dem ich mich auseinandersetzen soll, um es bearbeiten zu könne, wurde es leichter.
Er hat jetzt schon SMS geschrieben und ich habe bemerkt, dass ich mich sehr darüber gefreut habe, es mich aber nicht wieder im Schmerz über seine Abwesenheit aktiviert hat.
Das ist jetzt natürlich nur eine absolute Kurzfassung von all dem, was in mir so los war/ist.
Ich habe ja geschrieben, dass sich da was entwickelt, ich aber noch nicht weiß, wohin und was.
Und mir ist auch bewusst geworden, dass ich da auch mehr Klarheit brauche und bei ihm verschiedenes ansprechen möchte
Dem bin ich bis jetzt auch ganz gut ausgewichen.

Vergangenen Samstag war ich mit meiner Freundin schwimmen, dann haben wir uns ein Mittagessen in einem Lokal gegönnt und anschließend bei mir Kaffee und Kuchen genossen sowie einen Film via DVD angeschaut, den sie mitgebracht hat.
Den haben wir nicht ganz geschafft und vereinbart, dass wir den Rest gemeinsam ansehen, wenn es bei uns beiden wieder geht.
Denn wir mussten das Haus verlassen, weil wir am Abend bei einem Musical waren.
Meine Tochter kam direkt vom Turnier zum Theater und so haben wir zu dritt einen sehr unterhaltsamen Abend genossen.

Mein Klient hat mir gestern wieder sehr schönes Feedback gegeben.
Es freut mich so, dass es ihm gut tut, sich mit mir zu treffen.
Dass ich mit dem Zurverfügungstellen der Zeit und meiner Präsenz einen Menschen viel Freude geben kann.

Und dann ist da die Aussicht auf eine Woche Urlaub, die ich mit meiner Tochter skifahren gehe werde.
Darauf freuen wir beide uns schon sehr.

Liebe Grüße!
Eure Patentsocke

 

 

 

181. Text_Langsam gehen

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Liebe Blogbesucher!

Angeregt durch den Blogeintrag von I-will-survive habe ich einen Kommentar formuliert und festgestellt, dass das Gedanken sind, die ich hier mit euch teilen möchte:

Ich habe mir die letzte Zeit viel Druck gemacht, jetzt endlich alles richtig zu machen.
In mir ist so ein Drängen, irgendwas rumort da drinnen und will raus und ich hab die Tür noch nicht gefunden, durch die ich das rauslassen kann.
Und im hektischen Herumwuseln und eine Tür nach der anderen probieren, in der Hoffnung, dass ich die richtige endlich aufmache, hab ich mich teilweise ordentlich verirrt.
Nun hab ich mal innegehalten und beginne mich, in meinem Inneren zu orientieren und es fühlt sich grade sehr richtig und gut an.

Liebe Grüße
Eure Patentocke

180. Text_Arbeitsstart

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Liebe Blogbesucher!

Nach 18 (!!!) freien Tagen war heute wieder erster Arbeitstag.
Und wie könnte es anders sein, war natürlich nix mit langsam wieder in die Gänge kommen, sondern gleich volles Programm.

Für meine Besprechung war einiges vorzubereiten, vor allem auch mich vorzubereiten, um auf die zu erwartenden Fragen Antworten zu haben. Es war eine größere Runde und ging gut voran.
Es konnten nicht alle Punkte geklärt werden, sodass es eine weitere Besprechung geben wird.

Morgen ist ein weiteres Projekt zu bearbeiten und wird den Tag also auch sehr arbeitsintensiv werden lassen.

Privat ist soweit alles ok.
Gestern war es 12 Wochen her, seit ich die letzte Trenantone-Spritze bekommen habe.
Ab nun kann mein Körper also wieder Östrogen produzieren und ich darf mich überraschen lassen, was sich nun tun wird. Kommende Woche bin ich bei meinem Gynäkologen und da werd ich mal nachfragen, ob er per Ultraschall schon erkennen kann, ob es so aussieht, dass mein Körper wieder den normalen Zyklus hochfährt.
Meine ehrenamtliche Sozialbegleitung läuft auch gut.
Mein Klient bedankt sich jedes Mal aufs Neue und betont, wie gut ihm unsere Treffen tun.
Er ruft mich auch hin und wieder an und erzählt, was sich getan hat und fragt, wie es mir geht.
Und er macht auch von sich aus Vorschläge, was wir beim kommenden Treffen unternehmen könnten.

In meinem Schlafzimmer habe ich schon wieder einen nassen Fleck … genau dort, wo ich ihn im Frühjahr auch hatte. 😦
Da ich die Nadeln der nachbarlichen Fichte, die meine Dachrinne innerhalb kürzester Zeit vollkommen zustopft, für die Verursacher dieser unliebsamen Erscheinung halte, wollte ich mich am Wochenende per Leiter zur Dachrinne aufschwingen (8 Meter Höhe). Das Wetter war aber nicht so, dass ich mir das zugetraut habe. Ist schon bei schönem Wetter eine Herausforderung, und erst dann, wenn es regnet und der Wind stark bläst.
Ich hab von der Flecken-„Überraschung“ meinem Spazierbegleiter geschrieben und am Montag kam seine Anfrage, wie es mit dem Fleck aussieht und ob die Rinne schon gesäubert sei.

Und als ich meinte, ich sei das ob des Wetters nicht angegangen, meinte er, wenn ich möchte, käme er einen Sprung vorbei und würde das erledigen. Auf meine Frage, ob er sich das bei dem nach wie vor grauslichen Wetter wirklich antun möchte, meinte er, gerade weil es regnet, sei es wichtig , dass das erledigt werde.
Da hatte er ja nicht unrecht. 😉
Und so hab ich vorbereitend die Leiter aufgestellt und ihm, als er ankam, eine alte Jacke gegeben und er ist auf mein Dach zur Dachrinne und war ganz geschockt, wie vollgefüllt sie ist, obwohl sie erst im Frühling gereinigt worden ist.
Er hat eine Viertel Stunde gewerkt, um sie komplett sauber zu machen und war dann noch kurz bei mir herinnen aufwärmen, bevor er wieder ins Büro gefahren ist.
Und der Fleck war am nächsten Tag schon kleiner und heller.
Und jetzt, wo es schneit und regnet, ist es für mich eine Erleichterung, dass dies „erledigt“ ist.

Kommendes Wochenende habe ich von Samstagvormittag bis Sonntagnachmittag mein Enkelkind bei mir, da Sohn und Schwiegertochter zu einem weiter weg stattfindenden Konzert fahren.
Wir werden es uns angenehm machen und je nach Wetter ein schönes Programm.

Kommende Woche geht es auch mit der Psychotherapie weiter.
Das ist gut, ich merke, wie mich die Gespräche und das Besprechen der gerade anstehenden Themen mir sehr gut tun und mich unterstützen.
Ich lese viel zu den Themen, die mich beschäftigen (Selbstwert, Abgrenzung), habe so manches Aha-Erlebnis, stelle fest, wie gut ich mich schon von familiären Vereinnahmungen distanzieren kann, wie ich mehr und mehr mir selber über den Weg traue, ich kann mich im Spiegel ansehen, ich weiche nicht mehr so schnell und so oft aus, wenn ich aussehensmäßig oder charakterlich Sachen an mir erkenne, die mir nicht gefallen.
Es ist gar nicht so einfach zu beschreiben, was sich getan hat und was sich nach wie vor tut, was es in mir alles bewegt.
Es sind teilweise kleine Schritte, aber ich gehe voran.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

179. Text_Vertrauen in das Leben

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Liebe Blogbesucher!
Nun ist es also schon 3 Tage alt, das neue Jahr.
Der Jahreswechsel bei meinem Cousin und seiner Familie war sehr angenehm, ich war bis 2.45 Uhr bei ihnen und fuhr dann noch meine Kleintochter von ihrer Silvesterparty abholen. Einen Schulfreund, der ganz in unserer Nähe wohnt, haben wir auch mitgenommen und nach Hause gebracht und um 4 Uhr lagen wir im Bett.
Den ersten Tag des neuen Jahres habe ich mir am Vormittag gemütlich auf dem Sofa gemacht, erst die DVD von ZAZ eingelegt, die ich samt CD (die momentan im Auto-CD-Player steckt) von meiner Freundin geschenkt bekommen habe, dabei festgestellt, dass mein Französisch nicht reicht, alles im Interview zu verstehen, und hab mir dann noch via DVD den Film „Ziemlich beste Freunde“ angesehen.
Ohne es wirklich in Worte fassen zu können, hat mich sehr vieles in dem Film sehr bewegt und eine innere Erkenntnis gebracht. Wobei Erkenntnis so nach „Ich hab es vollkommen begriffen“ klingt. Das ist es aber nicht. Aber es sind da so Blitzlichter von inneren Aha-Momenten, auf der emotionellen Ebene wird plötzlich was zum Klingen gebracht, ohne dass ich es wirklich komplett fassen kann. Aber ich denke, das ist gar nicht so wichtig. Alleine, dass es in mir was in Bewegung bringt, ist gut, irgendwann wird es auch fassbarer werden.

Gestern habe ich mir Skischuhe und Skier gekauft, da ich ja mit Kleintochter eine Woche skifahren gehe und auch mit dem Mann, der mit mir spazieren, essen geht …., geplant habe, einen Skiausflug zu machen.
Ich habe ihn jetzt 2 Wochen nicht gesehen, da er über die Feiertage Verwandtenbesuch im Nachbarland gemacht hat, aber er hat mir jeden Tag 3 SMS geschickt und so war Kontakt da, wenn auch nicht persönlich.

Es entwickelt sich was, ich weiß noch nicht, wohin es geht.
Ich lasse es auf mich zukommen.
Es ist gut so, wie es ist.
Es zeigt mir auch sehr viel über mich, wie meine Muster wirken, wie ich mit welcher Situation umgehe,
was sie in mir auslöst.
Zeigt mir, dass ich Angst vor Verletzung habe, verführt mich, im anderen wieder meine „Lösung“ zu sehen.
Mich verführt, die Verantwortung, dass es mir gut geht, abzugeben.
Das kann nicht funktionieren!
Jetzt steht etwas anderes an, jetzt geht es um „Ich mit mir alleine“.
Selber Verantwortung zu übernehmen, erwachsen zu sein.
Das Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Es ist nicht immer leicht und

manchmal kämpfe ich mit mir und meinen Unzulänglichkeiten, Schwächen,
manchmal rinnen die Tränen,
manchmal packt mich die Verzweiflung,
manchmal bin ich ungeduldig

Aber es ist auch das Vertrauen da, dass das Leben mich führt.
Es gibt die Momente des Glücksgefühls, der Freiheit, des Ja-Sagens zu allem, was kommt.

Das Leben leben, mit allem, was kommt,
nicht aus Angst vor Verletzung, vor dem Schmerz einfrieren, hart werden, unbeweglich,
sondern sich voll und ganz auf das Leben einlassen.

Dieser Songtext begleitet mich seit einiger Zeit:
The rose
Some say love, it is a river
That drowns the tender reed
Some say love, it is a razor
That leaves your soul to bleed

Some say love, it is a hunger
An endless aching need
I say love, it is a flower
And you, its only seed

It’s the heart afraid of breaking
That never learns to dance
It’s the dream afraid of waking
That never takes the chance

It’s the one who won’t be taking
Who cannot seem to give
And the soul, afraid of dyin‘
That never learns to live

When the night has been too lonely
And the road has been too long
And you think that love is only
For the lucky and the strong

Just remember in the winter
Far beneath the bitter snows
Lies the seed that with the sun’s love
In the spring becomes the rose

 

Liebe Grüße an euch!
Patentsocke