169. Text_Neues Leben

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Liebe Blogbesucher!

Die letzten Tage waren sehr ereignisreich, darum kam ich auch nicht dazu, hier zu posten.

Die Erfahrung, die ich über mich selber an besagtem 1. November gemacht habe, hat sehr tiefgreifende Spuren in mir hinterlassen.
In der gestrigen Therapie habe ich nochmal aufgearbeitet, welche Knöpfchen da bei mir gedrückt wurden, wie besch… ich nach alten Mustern reagiert habe.
Aber auch meine Dankbarkeit, durch diese Erfahrung gegangen zu sein, denn ich bin jetzt befreit, schaue nach vorne.

Ich habe innerhalb einer Woche alle Schritte gesetzt, um jetzt ehrenamtlich tätig sein zu können.
Die Dame, die mit mir bei der Freiwilligenmesse gesprochen hat, hat mich der Leiterin des Ehrenamtes in so glühenden Worten beschrieben, dass diese mich kontaktiert hat.
Ich war beim Informationsabend, hatte zwei Tage später mit ihr das Einzelgespräch und war vergangenes Wochenende bereits in der dreitägigen Grundschulung, die notwendig ist, ehrenamtlich tätig sein zu können.
Nun kann ich Sozialbegleitung für psychisch kranke Menschen machen.
Es wird jetzt geschaut, welcher Klient und ich „zusammenpassen“.
Dann gibt es unter der Führung der Leiterin des Ehrenamtes ein Erstgespräch und wenn der Kleint und ich einverstanden sind (also die Chemie passt), beginnt die Begleitung.

Ein Mal in der Woche 1-3 Stunden den Menschen aus seiner Isolation holen, Ausstellungen besuchen, spazieren, Gespräche führen, einfach Da-Sein, eine Beziehung aufbauen.
Ich kenne die Herausforderungen und möchte mich ihnen ganz bewusst stellen.
Beim Schulungswochenende waren auch bereits tätige Sozialbegleiter da und haben von ihren Anfangs“fehlern“ berichtet und den Situationen, die auf einen zukommen können, und wie sie gelernt haben, damit umzugehen.
Ein Mal im Monat gibt es Supervision, da habe ich mich bereits in die zeitlich (nämlich abends stattfindende) passende Gruppe eingetragen.
Alle zwei Monate findet ein Teamtreffen statt, bei dem die Sozialbegleiter mit ihrem Teamleiter (der ein sehr erfahrener Sozialbegleiter ist und ständiger Ansprechpartner, falls man eine Frage hat) ihre Erfahrungen austauschen.
Es gibt ein Mal monatlich zu diversen Themen Fortbildungen.
Am 22. 11. bin ich schon bei einer.
Man ist haftpflicht- und unfallversichert und bekommt eine Aufwandsentschädigung.
Monatlich schreibt man einen Tätigkeitsbericht.

Es wird also eine sehr spannende, lehrreiche und bereichernde Zeit werden.
Ich freue mich schon sehr darauf!

Letzte Woche bin ich von dem Mann, der mich ab und zu zum Mittagessen einlädt und der mir handwerklich hilft, nach der Arbeit in eine Therme außerhalb meiner Heimatstadt eingeladen worden und habe mit ihm sehr, sehr angenehme Stunden verbracht.
Unter der Woche treffen wir einander ab und zu vor dem Arbeitstag für einen Spaziergang, genießen die Natur, plaudern, tanken Energie auf und dann geht es an die Arbeit.

Kommendes Wochenende habe ich am Samstag meinen Cousin mit Frau am Nachmittag zu Besuch, sie spielen auch gerne Gesellschaftsspiele und das werden wir bei dem netten Beisammensein machen.
Sonntag gehe ich mit Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind sowie einer befreundeten Familie von ihnen, die ich auch kenne, zu einer Keramikmalwerkstatt.
Die Idee, da mit meinem Enkelkind hinzugehen, hatte ich und alle anderen haben sich angeschlossen, weil sie das auch machen wollen.
Also nicht, dass hier der Verdacht aufkommt, ich hänge mich an die Aktivitäten  meiner Kinder ran, weil ich mit mir nichts anzufangen weiß. 😉

Kleintochter hat nun einen fixen Freund. Ein sehr sympathischer Bursche.
Sie wird also jetzt auch mehr und mehr flügge. 🙂

Mein Leben ist momentan hell und schön und lebenswert.
Schön ist das!
Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

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    • Liebe Sue!

      Ja, es ist momentan sehr spannend, ich lerne viel Neues kennen. Auch über mich.
      Ich werde hier über meine Erfahrungen mit der Begleitung erzählen.

      Liebe Grüße!
      Söckchen – das patenter ist denn je 😉

  1. Liebes Söckchen,
    wie freue ich mich mit Dir über Deine Worte, dass Dein Leben hell – schön und lebenswert ist.
    Herzliche Grüße von Christel

    • Liebe Christel!

      Ja, das Leben hat wirklich eine Qualität bekommen, die sehr schön ist. Die schmerzliche Erfahrung hat sehr, sehr viel in mir bewegt. Ich kann das gar nicht wirklich in Worte fassen, aber es spürt sich sehr gut an.
      Vielleicht passt diese Erklärung: Ich bin ein Stück mehr bei mir angekommen.

      Liebe Grüße
      Söckchen

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