Archiv für den Monat September 2014

160. Text_Ups and downs

Standard

Liebe Blogbesucher!

Wieder zurück im Alltag, hat mich die Arbeit fest im Griff.

Samstag war ich auf der Silberhochzeitsfeier meiner Schulfreundin.
Ganz alleine, weil Kleintochter ja beim Turnier war.
Ein wenig ein komisches Gefühl war es schon, so ganz alleine in eine Gesellschaft zu gehen.

Dort angekommen hab ich vor der Kirche mal meine Freundin und ihren Ehemann begrüßt und dann winkte schon mein Exmann, der mit seiner Frau in der Nähe stand, und ich gesellte mich zu ihnen.
Da der Silberhochzeiter ein ehemaliger Schulfreund meines Ex-Mannes ist, kamen noch zwei andere Schulfreunde, die ich aus der Zeit kenne, als ich meinen damaligen Freund und späteren Mann von der Schule abholte oder es Feste der Clique gab. Für Unterhaltung war also gesorgt. 🙂
Dann kam auch noch mein zweiter Ex – nämlich der Ex-Lebenspartner und Vater von Kleintochter.

Der hatte sich nach unserer Trennung in dem „von mir eingebrachten“ Freundeskreis breit gemacht und Kontakt gepflegt und  …. ja was weiß ich, wieso er eingeladen war … er war es und kam mit Freundin.
Er tat sich sichtlich schwer damit, dass ich auch dort war. Sah an mir vorbei, über mich drüber …
Ich hab kurz in mich hineingehört und festgestellt, dass ich nicht den Nachmittag/Abend mit der komischen Situation leben möchte, dass wir einander möglichst nicht begegnen und ich zwei Möglichkeiten habe: Ich kann mich ins Auto setzen und wegfahren, aber warum soll ich mir die Freude an dieser Einladung nehmen lassen?
Also habe ich Möglichkeit 2 gewählt, bin erst auf seine Partnerin zugegangen, hab ihr die Hand gereicht und sie begrüßt und dann ihn.
Er war sichtlich überrascht. Das war mir aber egal.
Ich wollte einen angenehmen Tag haben … und den hatte ich dann auch. 🙂
Vielleicht hätte man es auch anders lösen können, aber das ist meine Art, damit umzugehen.

Dann ging es zur Erneuerung des Eheversprechens in die Kirche und anschließend in ein Lokal.
Tischkärtchen wiesen den Platz zu und ich saß an einem Tisch mit einer weiteren „Single“Frau, die ich einfach anquatschte und mit der ich den restlichen Abend wirklich angenehme Gespräche hatte.
Zwischen uns war der Bruder des Silberhochzeiters gesetzt worden, den ich auch von früher kenne und mit dem ich mich auch gut unterhalten habe.
Als es dann Tanz gab, hat er mich aufgefordert. Hab mich ja gewehrt, weil ich absolut keine Tänzerin bin, aber er meinte, so schlimm wird es schon nicht sein, zumal es um den Spaß geht und dann gab es so allgemeine Tänze, wo alle miteinander irgendwelche komischen Verrenkungen machen.
Ich hab mitgemacht, obwohl ich ja nicht wirklich auf tanzen stehe, aber es hat Spaß gemacht.

Und ich habe festgestellt, dass man es überlebt, ganz alleine zu so einer Veranstaltung zu gehen, dass es geht, angenehme Gespräche zu führen, Kontakte zu knüpfen, seinen Spaß zu haben.
Bin knapp nach Mitternacht aufgebrochen und war richtig aufgekratzt.

Gestern traf ich den an mir interessierten Mann vom Umbuch-Chaos und  … naja …
Es war ganz nett, aber mehr auch nicht.
Er hat sich mehr erwartet, aber ich hatte keine Schmetterlinge im Bauch.
Ich bin nicht bereit, mich einzulassen.
Und das Eigenartige ist, dass mein letzter Partner, von dem ich momentan gar nicht sagen kann, dass er mein Begleiter ist, sehr präsent war und alles, was ich an Vertrautem mit ihm hatte.

Und warum nicht Begleiter, werde ihr euch jetzt fragen:

Nun, unser letztes Zusammentreffen, da war ich wohl ein wenig zurückhaltend.
Ich war noch so voll der Erfahrungen von den Tagen im Norden, ich mit mir und meinem „Alleinsein“, das ja durch meine liebe Begleitung nicht wirklich ein komplettes Alleinsein war,  aber dass ich die Tage auch ohne männliche Begleitung genießen konnte, und die Erfahrung, dass ich die Probleme alleine meistern konnte etc.
Ich hab gemerkt, dass für ihn etwas nicht passt.
Ich hab ihm zu seinem Geburtstag, den er kurz darauf hatte, auch eine Nachricht geschrieben, auf die nur „Danke“ zurückkam.
Und was mir am meisten gezeigt hat, dass er keinen Kontakt möchte: Er hatte mich über so einen Cloud zu einem Musikordner eingeladen, in dem das Album einer Band drinnen war, deren Musik für ihn immer mit mir in Verbindung stand. Ich kam nicht gleich dazu, diesem Ordner beizutreten, da mein Laptop Manderl gemacht hat (also eigentlich noch immer macht). Als ich ein paar Tage später endlich den Laptop bewegen konnte, mich über das Programm doch ins Internet zu lassen, bekam ich die Info, dass die Einladung nicht mehr aufrecht ist und ich um eine neue Einladung ansuchen soll.
Das war für mich das Zeichen, dass er diese „gemeinsame“ Musik, nicht mehr mit mir teilen will.

Daraus habe ich geschlossen, dass er keinen Kontakt mehr möchte.
Ich habe mich auch nicht gemeldet, weil ich das respektiere und es bei ihm lassen wollte, ob er mit mir Kontakt aufnehmen möchte.
Und da er sich bis jetzt nicht gemeldet hat, ist er mir wohl nicht mehr Begleiter.

Es schmerzt mich, aber ich respektiere seinen Rückzug.
Wir haben darüber geredet, dass jeder die Freiheit hat festzustellen, dass er mit der Situation nicht mehr leben und die Konsequenzen daraus ziehen kann.
Und das scheint bei ihm jetzt der Fall zu sein.
Vielleicht hat er auch eine andere Frau kennengelernt, ide ihm mehr „Zukunft“ versprechen kann, als ich das im Moment kann.
Wie auch immer: Es ist wie es ist.

So trainiere ich mein Alleinsein.
Das geht mal besser und mal schlechter und manchmal erklären mir meine Morgengeister, dass sie das gar nicht gut finden.
Aber diesen Geistern möchte ich standhalten.

So ist mein Leben voller Ups und Downs.
Ich gehe meinen Weg, mal beschwingt und heiter, dann wieder mit Tränen in den Augen.
Aber ich gehe ihn. Und das ist gut.

Ich schicke euch liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

 

159. Text_ Ein Mal in den Norden und retour

Standard

Liebe Blogbesucher!

Seit Sontag bin ich retour aus dem hohen Norden.
Die Tage waren sehr schön, ich hatte sehr nette Begleitung, wir haben viel geplaudert, gesehen und gelacht.
Und eines weiß ich schon jetzt: Ich komme wieder. 😀
Die Rückreise hatte dann so einige Überraschungen parat.
Mein Rückflug war annuliert und obwohl ich als etwa 5. am Umbuchcounter war, stand ich 2 (!!!) Stunden, um meine neuen Flugdaten zu bekommen.

Da ergeben sich dann mit den umstehenden Leidensgenossen sehr interessante und kurzweilige Gespräche und Gott sei Dank bin ich ein sehr kommunikativer Mensch, denn so haben sich ein paar Sachen ergeben, die mir Glück im Unglück beschert haben.
Dass wir erst am nächsten Tag zurückfliegen würden und eine Übernachtung bezahlt bekommen, kristallisierte sich recht rasch heraus.
Ich also meine Tochter informiert, die sich eine weitere Nacht bei meinem Bruder einquartierte.
Und weil kommunikativ, habe ich mit dem Pärchen vor mir geplaudert und im Vergleich von ihrem und meinem Computerausdruck auf dem Weg zmit dem Hotelshuttle zum Hotel, komme ich drauf, dass die Flughafenbedienstete mir die Zeile mit dem Weiterflug aus einer anderen Stadt als Abflugzeit markiert hatte und alle Infos (Terminal, Eincheckzeit etc.) auf Basis dieser Daten bekanntgegeben hatte.
In Wahrheit musste ich bereits viel früher am Flughafen sein. Wenn ich also nicht mit den beiden geredet hätte und wir unsere Computerausdrucke verglichen hätten, wäre ich am nächsten Tag zu der von der Bediensteten genannten Zeit auf den Flughafen gekommen und hätte festgestellt, dass mein Flieger seit eineinviertel Stunden weg ist.
Und dann habe ich noch zwei nette Männer kennengelernt, mit denen ich eigentlich nicht sooo besonders viel geplaudert habe, bei dem einen aber anscheinend einen so positiven Eindruck hinterlassen habe, dass er sich mit mir auf einen Kaffee treffen will.
Da er in einem anderen Bundesland lebt und nur ab und zu in meiner Heimatstadt ist, geht dieses Treffen nicht ganz so fix.
Und dann habe ich in einer absoluten Luxussuite übernachtet: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Garderobe, großes Bad …
Leider konnte ich das ja nur kurz genießen.

Jetzt muss ich noch die Beschwerde an die  Fluggesellschaft schicken, weil ich ja Geld zurückbekomme.
Vielleicht geht sich damit der 2. Besuch der schönen Stadt bald aus. 😉

Kommenden Samstag bin ich bei der Silberhochzeit einer Freundin aus der Schulzeit.
Meine Güte, wie die Zeit vergeht.
Meine Söhne haben damals den Schleier getragen, da waren sie noch zwei kleine Buben.
Ich bin alleine dort, da Kleintochter ein Turnier hat.
Wird auch eine neue Erfahrung werden, mich ganz alleine in so einer Gesellschaft zu bewegen.

Wobei mir die Tage meiner Reise auch sehr viel über mich gezeigt haben.
Und das Selbstvertrauen gegeben haben, dass ich es alleine seh gut genießen kann, und auch alle Widrigkeiten ganz gut gemeistern bekommen habe.
Das gibt auch Auftrieb. 😀

Ich schicke euch allen liebe Grüße!
Eure
Patentsocke

 

158. Text_Es gibt mich noch … und wie ;-)

Standard

Liebe Blogbesucher!

Ich bin so dermaßen gut beschäftigt – egal ob im Urlaub oder jetzt wieder in der Arbeit – , dass ich einfach keinen längeren Eintrag schaffe.

Aber wie ihr merkt, lebe ich noch. 😉

Es geht mir ganz gut, bin weiter auf meinem Weg, der immer wieder neue Aha-Erlebnisse bringt, mir neue Sichtweisen und Herangehensweisen bietet.
Meine Psychotherapie-Einheiten tun mir auch gut und bestätigen mich auf meinem Weg.
Der ist nicht leicht, und er stellt mich auch immer wieder vor die Herausforderung, wie ich mit Sitautionen umgehe.
Ich stolpere auch immer wieder in die  – oftmals selbst gestellten – Fallen.
Aber ich bemerke sie und ich derappel mich und beginne auch schön langsam, mich dafür nicht selber zu sehr zu kritisieren, sondern aus den Erfahrungen zu lernen.
Die eine oder ander Falle, die so ähnlich aufgebaut ist, werde ich bestimmt auch schnurgerade ansteuern.

Vergangenes Monat habe ich einen runden Geburtstag hinter mich gebracht und festgestellt, dass ich am nächsten Morgen mit den gleichen Wehwehchen und Falten und und und aufgewacht bin.
Also alles beim Alten, wie man so schön sagt. 😉

Meine Tochter, die im April eine Fehlgeburt hatte, ist wieder schwanger und erwartet kommendes Frühjahr das Baby.
Ich hoffe, dass alles gut geht, da sie auch diesmal unter Blutungen leidet.
Wir waren auch einmal – sie kam zu meinem Geburtstag in meine Heimatstadt – in der Notaufnahme des Spitals, weil sie so starke Blutungen hatte.
Außer der Erfahrung, wie man an einem Samstag um 21.30 mit einer wie Espenlaub zitternden Tochter bei dem Anmelde-Counter behandelt wird, hatten wir die positive Nachricht, dass mit dem Baby alles ok ist und sie „nur“ eine Entzündung hat, die die Schleimhaut so reizt, dass sie blutet.
Schwiegertochter ist auch wieder schwanger und erwartet das 2. Kind.
Also bin ich kommendes Frühjahr dann dreifache Oma.
Wie das klingt!

Aber ich freu mich total. 😀
Ich genieße ja immer die Momente mit meinem bald dreijährigen Enkelkind immer sehr.
Da bleibt man jung im Herzen und im Kopf … und der Körper versucht auch mitzuhalten.

Kommende Woche geht es in den Norden in eine Stadt, die ich schon lange sehen möchte.
Und jetzt hab ich einfach meinen Enthusiasmus beim Schopf gepackt und gebucht
und freu mich auch schon sehr auf ein Kennenlernen, das hoffentlich für alle Beteiligten 🙂 eine Freude ist.

Bis bald,
Eure
Patentsocke