153. Text_Lebenswertes Leben

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Liebe Blogbesucher!

Beim letzten Eintrag stand ich vor der großen Untersuchung, nun habe ich sie bereits hinter mir und die Befunde gleich bekommen.

Nun, die Mammografie- und Ultraschallbilder der Brust zeigen keinerlei Auffälligkeit. 🙂
Beim Ultraschall der Bauchorgane gab sich eine gutartige Zyste auf der linken Niere zu erkennen und ein
echoarmes Areal in der rechten Niere ist zu sehen, das auf eine Metastase schließen lassen könnte oder auf eine vergrößerte Bertinische Säule.
Tja, die Fachärzte haben sich jetzt dafür entschieden, dass sie es eher für die zweite Variante halten, was mir natürlich auch lieber ist.
Mit den Befunden bin ich Ende des Monats zu meiner Kontrolle mit Spritzengabe im Spital und ich nehme an, die werden sich der Meinung anschließen.

In der Arbeit ist viel los und mit meinem neuen Verantwortungsbereich habe ich auch mehr bei dem eigenen Projekt zu tun, das nur ich betreue.
Es ist aber eine sehr positiv-spannende Herausforderung.

Privat geht es mir gut.
Letztes Wochenende habe ich meine Nachtkästchen gesäubert und bin über ein „Buch“ gestolpert, das mir mein letzter Partner einmal geschrieben hat, als ich für 10 Tage verreist war. Er hat darin jeden Tag – manchmal auch mehrmals am Tag – seine Erlebnisse, Gefühle, Gedanken niedergeschrieben und mir nach meiner Rückkehr gegeben.
Natürlich habe ich darin gelesen und dann standen wieder die Tränen in den Augen, weil all das Schöne, Bereichernde in Erinnerung kam und die Liebe spürbar wurde, die zwischen uns bestand.
Und dieses Spüren ist zwar schmerzhaft, aber auch schön, weil ich auch spüre, wie bereichernd alles ist, was ich mit ihm erlebt habe und durch ihn kennengelernt habe.

Aber das Leben geht weiter.
Mein Unterstützer in handwerklichen Angelegenheiten wurde nun auch zu einem Begleiter im Patentsockenleben.
Ich kenne ihn ja schon länger und wir haben uns voriges Jahr z. B. nur 2 oder 3 Mal gesehen, da haben wir, da ich sehr spröde war, nur sachliche Themen (eben Handwerkliches, Berufsthemen) besprochen.
Nun habe ich mich geöffnet und bemerkt, dass wir einige Gemeinsamkeiten haben, dass ich mit ihm Themen bereden kann und sehr empathische Reaktionen bekomme und auch Interesse an meinem Leben und an den Themen, die mich beschäftigen, besteht.

Wir waren schon Badminton spielen mit meiner Tochter, wir waren Billard spielen zu zweit, wir waren gestern nach der Arbeit in einer Therme nahe meiner Heimatstadt, er lädt mich ab und zu in meiner Mittagspause zum Essen ein. Da er in der Nähe meiner Arbeitsstelle arbeitet, lässt sich das gut machen.
Er ist aktiv, er macht die Vorschläge.
Wir haben ähnliche Interessen, er ist ruhig, ich fühle mich sicher und wohl, wenn ich mit ihm zusammen bin.
Ich merke, wie diese Begegnung mir gut tut und bin gleichzeitig sehr vorsichtig, da ich weiß, dass es jetzt vor allem darum geht, dass ich mein Leben lebe, meine Bedürfnisse wahrnehme, meine Selbstständigkeit stärke.
Wir verbringen jetzt auch nicht Wochenenden miteinander oder stecken permanent zusammen, aber ich weiß, dass er einfach da ist, dass er Anteil an meinem Leben nimmt.
Als ich meine Untersuchung hatte, wollte er wissen, wann ich die Befunde bekomme und ob ich ihm da Bescheid geben kann, was rausgekommen ist, und da wegen des unklaren Nierenzustandes ich auf das Ergebnis dann doch länger gewartet habe und ihm natürlich auch länger nicht Bescheid geben konnte, kamen seine Zeilen: Hab dazwischen schon nachgesehen, ob Nachricht von dir da ist. Diese Warterei zerrt an den Nerven. Drück dich.

Ich merke, wie ich mich wohlfühle, meine Umgebung meint, ich wirke so entspannt und glücklich.

Und dennoch bin ich sorgsam, dass ich nicht in den anderen etwas projiziere, das ich nicht in mir finde und daher von ihm gedeckt haben möchte.
Damit bin ich in meinem Leben schon ein paar Mal kläglich gescheitert, das will ich hinter mir lassen.

Klingt jetzt vielleicht alles ein bissel wirr/kompliziert und es ist mit Worten auch nicht so einfach auszudrücken.

Ende der Woche geht es jetzt einmal ins Nachbarland, ich besuche mit Kleintochter meine Großtochter samt Freund und freue mich schon sehr darauf, ein paar Tage mit meiner  großen Tochter verbringen zu können. 🙂

Ich habe die Karwoche bis inkl. den Dienstag nach Ostern Urlaub und werde die freien Tage zur Erholung, für Besuche und Erledigungen nützen.
Ich werde das Leben genießen.

Bis zum nächsten Eintrag schicke ich euch liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

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  1. Ich finde da klingt nix wirr 🙂 Ich kann sehr gut verstehen was Du meinst und finde Deine Herangehensweise absolut nachvollziehbar.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und erholsamen Urlaub.

    lg sue

  2. War lange nicht hier und grüße herzlich.

    Er nimmt Anteil an Deinem Leben, wie schön.
    Nimmst Du auch Anteil an seinem Leben?

    E

    • Liebe Christel!

      Es hat sich seit meinem letzten Eintrag eine Menge getan/verändert.
      Ich komme nur nicht dazu, einen Beitrag zu schreiben.
      Hoffe, in den nächsten Tagen Zeit für das Update zu haben. 🙂

      Liebe Grüße
      Patentsocke

  3. Zu früh abgeschickt.
    Freue mich über die guten Ergebnisse bei den Untersuchungen.

    Christel freut sich auf neue Infos

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