152. Text_Aufblühen

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Liebe Blogbesucher!

Es geht mir gut.
Ich bin weiter auf meinem Weg.
Und der ist nicht die breite bequeme Autobahn, sondern oft mit ein paar gehörig großen Steinen und manchmal mit kleinen, kaum sichtbaren, aber umso spitzeren versehen.
Aber dennoch geht es mir gut, denn ich weiß: Jeder einzelne der Steine, die ich aus dem Weg räume, bringt mich weiter.

Ich komme drauf, wie verletzlich und alleine ich innen drinnen bin und wie schwer es manchmal ist, mit dem Alleinsein umzugehen.
Wie bei manchen Themen, die ich z. B. meiner Freundin gegenüber formuliere, die Tränen aufsteigen und mir zeigen, dass ich da grade an einem sehr verletzlichen Teil von mir angekommen bin.
Wenn ich meinem Unterstützer, auf seine Frage, was ich gerade mache, schreibe,  dass ich im Garten gerade den Christbaum aus dem Kreuz mit der Axt rausschlagen wollte, ich jetzt einen halben Zehennagel habe und der Baumstamm sich keinen Millimeter gerührt hat.
Er schreibt sofort zurück: Lass das, ich mach das!!!!
Und bei mir rinnen die Tränen, weil ich mir meiner Hilflosigkeit bewusst bin, bewusst bin, dass ich manches einfach nicht schaffe.

Und jetzt werden sich manche von euch fragen, ob bei so vielen Tränen wie hier die Rede ist denn der Titel Aufblühen dazupasst.
Ja, er passt!
Ich komme mir selber auf die Spur.
Ich bin offen, ich setze mich mit mir auseinander, ich merke, was mir gut tut und was nicht.
Ich kann zu meinen Bedürfnissen stehen, zu meinen Tränen, ich kann ich sein.

Ich habe aufgrund meiner Offenheit viele sehr bereichernde Begegnungen und Gespräche und bin erstaunt, wie viel Verständnis, Gleichklang da besteht, der mir vorher nicht aufgefallen ist, weil ich die Menschen nicht wirklich an mich herangelassen habe.

Ich bin nach wie vor aktiv. Kleintochter meint immer wieder positiv erstaunt:
Mama, du machst jetzt viel mehr, bemerkst du, was du alles unternimmst?
Ich bin sportlich, ich besuche weiter Konzerte , integriere weiter Theater-, Ausstellungsbesuche in mein Leben.

Manchmal denke ich voll Wehmut an meine letzte Beziehung und trauere darum, dass wir es nicht geschafft haben.
Da sind ja auch die Übereinstimmungen, Harmonien und ja, ich werde diesen Mann immer in meinem Herzen tragen.

Und
Ich blühe auf.
Weil ich keinen Groll in mir habe, weil ich die Vergangenheit wertschätze und als Teil meiner Gegenwart und auch Zukunft sehe.
Ohne sie wäre ich heute nicht dort, wo ich bin.
Weil ich froh bin, wo ich heute bin. Mit allen Schrammen und Beulen und Kratzern.
Ich weiß, dass ich noch lange nicht angekommen bin – ist man das jemals in seinem Leben?

Und dann dürft ihr mir für heute die Daumen halten.
Es stehen die großen Jahresuntersuchungen (Mammografie, US Brust, US Bauchorgane) an.
Ich bekomme es ganz gut hin, mich davon nicht fertig machen zu lassen, aber eine gewisse Nervosität macht sich jetzt schon bemerkbar.
Hoffe, dass alles ok ist.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

 

 

 

 

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    • Liebe Sue!

      Ja, sie ist ein Schatz und ich genieße die Gespräche mit ihr sehr.
      Ihre Ehrlichkeit, wenn ich sie etwas frage, und ihre Freude, wenn sie merkt, dass es mir gut geht.

      Liebe Grüße
      Söckchen

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