Archiv für den Monat Dezember 2013

142. Text_Blockade

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In mir so viele Bilder, die gemalt werden wollen,
doch auf dem weißen Papier nehmen sie keine Gestalt an.

In mir so viele Melodien,
doch aus meinem Mund kommen nur Misstöne.

In mir so viele Zeilen,
doch auf dem Papier landen nur sachliche Texte.

In mir so viel Ich,
doch so selten kommt es nach draußen.

141. Text_Wohin geht die Entwicklung?

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Liebe Blogbesucher!

Die letzten Tage begleitet mich eine nicht wirklich formulierbare Unzufriedenheit, ich will aber dennoch versuchen, in Worte zu fassen, was da in meinem Kopf rumspukt.
Ich habe den Eindruck, dass mir weniger übrig bleibt als früher, dabei gönne ich mir nicht mehr als früher.
Ich nage jetzt nicht am Hungertuch, aber manche Anschaffung muss ich mir doch überlegen.
Und ich habe den Eindruck, dass das Geld nur so dahinrennt.
Alleine was ein Einkauf kostet! Wenn ich das in die alte Währung umrechne (ja, ich stamme aus dieser Generation ;-)), dann hätte ich um das Geld früher viel mehr Lebensmittel einkaufen können.
Es ist ja fein, wenn Dinge wie Autos, elektronische Artikel, Handys … billiger werden – nur davon kann ich im wahrsten Sinn des Wortes nicht abbeißen.

Und die zweite Sache ist, dass ich neben dem Job gerne etwas Erfüllendes machen würde, etwas, das anregt, neue Blickwinkel bietet.
Aber es drängt sich jetzt nichts auf, also gedanklich, dass ich wüsste, in welche Richtung es gehen soll.
Und nach wie vor merke ich, wie ich nach dem 8-Stunden-Tag geschafft bin und die Zeit für mich alleine brauche.
Und das spießt sich mit dem „was tun wollen“.
Dann denke ich mir wieder, dass mich etwas, das mich wirklich anregt, vielleicht aus diesem Erschöpfungszustand herausholen würde.
Und so laufe ich momentan gerade etwas unrund in mir selber … und das fühlt sich gar nicht gut an.

Und weihnachtlich gestimmt bin ich auch noch nicht wirklich.
Ich freu mich schon auf die Familienfeier, die wir mit einem Mittagsfondue beginnen, fortsetzen mit der Bescherung und mit einem netten Spiele- und Plauderabend ausklingen lassen wollen,
aber weihnachtlich fühlt sich das nicht an.
Wobei die Frage ist, was weihnachtliche Gefühle eigentlich bedeutet.
Was zeichnet diese aus?
Es kann aber nicht nur daran liegen, dass ich erwachsen und kein Kind mehr bin.
Meine Kleintochter meinte gestern nämlich auch, dass sie sich überhaupt noch nicht weihnachtlich fühlt und es früher soooo lange bis zur Bescherung gedauert hat und sie schon ganz aufgeregt war und jetzt spürt sie das gar nicht mehr.
Die Tage rennen nur so dahin und die Schulverpflichtungen verstellen den Blick auf die Weihnachtsfeiertage.

Wie geht es euch so mit Weihnachten?

Nachdenkliche Grüße
Eure Patentsocke

140. Text_Wieder auf der Höh’

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Liebe Blogbesucher!

Ich muss zugeben, ich bin mit dem Bloggen hier ein bissel faul geworden.
Das liegt auch daran, dass kaum mehr Kommentare auf meine Beiträge kommen und ich daher denke, dass das eh keinen interessiert, was ich da so von mir gebe.
Jetzt hat mir mal wieder wer ein paar Zeilen geschickt und geschrieben, dass sie immer wieder bei mir mitliest.
Und das hat wieder mal einen Schreibschwung ausgelöst. 😉

Vorige Woche war ich im Krankenstand.
Es fing mit einem ganz leichten Hüsteln an und wuchs sich zu einem starken Husten und 39,7 Fieber am Samstag aus.
Montag in der Früh noch immer 38 °C Fieber, also zu Hause geblieben.
Der Husten war sehr trocken und krampfig, war ganz schön lästig – vor allem nachts.
Am Freitag bei der Kontrolluntersuchung hat mir die Ärztin dann Sultanol zum Trockeninhalieren verschrieben – mit dem wird es jetzt besser.
Fieber ist seit vorigem Donnerstag weg, also bin ich seit gestern wieder in Amt und Würden.
Die KollegInnen machen zwar einen großen Bogen um mich, die Arbeit landet dennoch auf meinem Tisch. 😉

Vergangenes Wochenende feierten wir den 2. Geburtstag meines Enkelkindes und die ganze Familie war bei mir zu Gast, der Meinige kochte zwei riesige Töpfe Würstelgulasch.
Sohn und Schwiegertochter sorgten für die Jause, dekorierten, während ich mich mit dem Enkelkind ins Schlafzimmer zurückzog und es tatsächlich nach 45 Minuten geschafft hatte,  es zum Schlafen zu bringen.
Ich genieß das echt sehr – bin ganz rausgenommen aus dem Geschehen, die anderen werkeln und ich liege mit dem Kind, wir plaudern, es drückt sich an mich und schläft dann selig ein.
Was gibt es Schöneres?

Ich merke überhaupt, wie ich mit dem Enkerl ganz anders umgehe als damals mit meinen Kindern, als sie so klein waren: Ich bin geduldiger, nehme mir die Zeit zu spielen, Buch vorzulesen …

Und als letztens so die Frage gestellt wurde: Was bedeutet Glück?
Wenn das Enkelkind auf meinem Schoß sitzt und wir gemeinsam spielen, es ganz vertrauensvoll sein Händchen in meine Hand legt und mich anstrahlt.

Zum Thema Glück gab es ja eine Themenwoche im Fernsehen.
Die Sendung mit Anke Engelke, in der sie sich auf die Suche nach dem Glück begibt, war für mich schon sehr berührend.
(Wenn es jemanden interessiert, kann er die Sendung in der Mediathek noch ansehen.)
Man wird ganz demütig, wie gut es einem doch geht – trotz Krankheit, trotz Nebenwirkungen der Therapie, trotz der Tiefs, die der Alltag manchmal bietet.
Und dass es für das Glück gar nicht so viel bedarf.

Ich wünsch euch noch einen angenehmen Tag!
Liebe Grüße
Eure Patentsocke