Archiv für den Monat März 2013

117.Text_Schnee soweit das Auge reicht

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Liebe Blogbesucher!

Nein, nein, die Zeilen meines Artikels stammen nicht vom Rande der Skipiste auf dem hohen Berg.
Ich sitze in meinem Esszimmer und schaue in den Garten hinaus.

Da fällt der Schnee, als ob es Dezember oder Jänner wäre.
Hat da oben der Wettergott verschlafen und noch nicht mitbekommen, dass wir bereits Ende März haben?!?
Das Gras ist lückenlos schneebedeckt, die grünen Spitzen der Märzenbecherblätter ragen gerade noch aus der weißen Pracht und die Schneeglöckchen sind schon ganz verschwunden.

Das Vogelhäuschen wird von den Vögeln wieder heftig frequentiert.

Tja, und da es da draußen jetzt so gar nichts mehr mit Garteln ist, haben wir den Ausflug zum großen Gartencenter auch gestrichen.
Macht ja keinen Sinn, sich Primeln und Narzissen etc. zu kaufen, wenn man die dann gar nicht einsetzen kann. Das Freigelände ist bestimmt auch verwaist, weil bei den kalten Temperaturen kein Pflänzchen draußen überlebt.
Und ich merke, wie mein Pflanzenthusiasmus auch eingefroren ist. 😦

Bei all der Kälte draußen haben Kleintochter und ich gestern im Shoppingcenter dafür meine Kredit- und Bankomatkarte zum Glühen gebracht.
Sogar Schuhe haben wir für sie gefunden und wir hatten sogar den gleichen Geschmack, was die Farbe betraf – da gab es nämlich mehrere zur Auswahl.
Also für Kleintochter landete mehr in den Einkaufstaschen als für mich.
Ich tue mir momentan schwer, mir selbst zu gefallen und dann gar was Neues zu kaufen.
Alles macht einen dicken Hintern, betont die breiten Hüften und kaschiert viel zu wenig den Bauch.

Jetzt nehme ich diese Tabletten „erst“ seit fast 15 Monaten – wie sehe ich denn aus, wenn ich die fünf (!!!!) Jahre lang nehme?!?

Heute werden wir das Geschäft aufsuchen, in dem ich alle Untensilien für das Kettenknüpfen bekomme – da darf sich Kleintochter was aussuchen und ich mache ihr eine Kette.
Dann fahren wir zu einem Ostermarkt, zu dem Frauen vom Land mit ihren selbst gemachten Osteraccessoires kommen.
Und danach – während Kleintochter eine Freundin zu Besuch hat – werde ich die Kette knüpfen.

Unseren für heute geplanten Skitag haben wir auf morgen verlegt, da die Wettervorhersage für morgen besseres Wetter voraussagt.Ich hoffe also, dass wir nicht das Nebelhorn brauchen.
Warm anziehen ist aber dennoch angesagt.
Bin schon gespannt, wie es mir geht, wenn ich in den warmen Sachen dann einen Hitzeanfall bekomme.

So, jetzt schicke ich euch allen dem aktuellen Wetter hier zum Trotz frühlingsbunte Grüße!
Eure Patentsocke

116. Text_Vorfreude auf den Urlaub

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Liebe Blogbesucher!
Heute noch den Arbeitstag erledigen und dann sind 11 (!!!!!) freie Tage angesagt. 🙂
Erst hatte ich vor, mit Kleintochter die aufgrund ihrer Erkrankung entfallenden Skitage nachzuholen.
Es gibt aber einige Besorgungen zu machen, und so haben wir beschlossen, in unserer Heimatstadt zu bleiben.
Für einen Tag – vermutlich den Dienstag – planen wir einen Skitag in einem Skigebiet nahe unserer Heimatstadt.
Wir werden es mal langsam mit einer blauen Familienpiste angehen – also mehr für mich als für sie. 😉

Und die übrigen Tage werden wir Shopping machen: Kleintochter benötigt Schuhe.
Tja, die ultracoolen, modernen Keilabsatzsneaker sind  nicht wirklich ihr Ding – also nicht für alle Tage und lange Strecken.
Und da gleich nach Ostern Projekttage mit der Schulklasse anstehen, für die sie festes Schuhwerk benötigt, werden wir uns auf die Suche nach einem im wahrsten Sinn des Wortes für sie tragbaren Kompromiss von „festes Schuhwerk“ und „Ich lauf damit auch im Alltag rum“ machen.
Ich wünsche mir schon jetzt starke Nerven. 😉

Einen Tag wollen wir mit meiner Mutter in ein Gartencenter.
Das Wetter lädt ja mit kalten 0,5 Grad momentan nicht wirklich zum Garteln ein, aber ich merke, wie es in mir kribbelt, was Blühendes, Buntes in mein Leben zu bringen.
Und alleine der Gang durch das duftende, bunte großen Gartencenter mit Freibereich ist schon Labsal für meine Gärtnerinnenseele.

Und da wir am Osterwochenende erst meine groooooooooße Familie zum traditionellen Brunch geladen haben und am Tag danach die Töchter samt Enkelkind des Meinigen zu Mittagessen und Jause kommen,
gehören die Lebensmittel auch alle gekauft und erste Vorbereitungen gemacht.
Apropos Vorbereitungen: Heute habe ich in drei Schalen Kressesamen gesät und hoffe, dass die auf dem nach Süden ausgerichteten Fensterbrett bis Ostern auch ordentlich keimen.

Den letzten Tag meines Urlaubs habe ich mich mit meiner Freundin zum Frühstück und anschließenden Besuch einer Ausstellung verabredet.
Darauf freue ich mich auch schon sehr!

Dazwischen gönne ich mir Entspannungsmomente.
Ich möchte lesen, weitere Ketten knüpfen und es mir einfach gut gehen lassen. 🙂

Ihr seht also, die nächste Zeit wird PatensockenZeit!

Liebe Grüße an euch alle!
Eure Patentsocke

 

115. Text_wieder mal eine Kreativsocke

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Liebe Blogbesucher!

Gestern habe ich mir Nachmittag Zeitausgleich genommen und den Kettenknüpfkurs (Basiskurs) besucht.
In 90 Minuten sind wir – eine Gruppe von 6 Personen (alle Frauen :-)) – in die Kunst des Kettenknüpfens eingewiesen worden.
Aus einer Auswahl an Rohketten (also Perlen, Steine aufgefädelt auf einem Faden) hat sich jede eine ausgesucht.
Auf jedem Arbeitsplatz befand sich ein Tascherl mit dem Werkzeug – diverse Zangen, Pinzette, farbloser Nagellack – sowie die Zusatzmaterialien wie Faden, Karabinerverschluss, Federringe und Kalotten.

Dann wurden wir in die Kunst des Kettenknüpfens eingewiesen, was nach ein paar Anfangsschwierigkeiten auch prima funktioniert hat.
Meine Lust am kreativen Arbeiten war mal wieder geweckt und so habe ich mir nach dem Kurs gleich ein paar Materialien gekauft und zu Hause mit vorhandenen Süßwasserperlen eine erste Kette geknüpft, damit ich nicht aus der Übung komme.

erster Kettenknüpfversuch

Kette aus Süßwasserperlen mit silberfarbigem Mittelteil

 

 

 

 

 

Und – wie kann es anders sein – habe ich mich auch gleich zum Aufbaukurs 1 im kommenden Monat angemeldet.
Und einen Aufbaukurs 2 gibt es auch noch und ich werde jetzt mal gleich meinen Egoismus zu Wort kommen lassen und mich für diesen Kurs auch anmelden.
Mit meinem Projekt in der Arbeit geht es sich terminmäßig super aus.
Dass genügend sonstige Arbeit vorhanden wäre, das ist ja Alltag.
Und wenn ich ständig darauf Rücksicht nehmen würde, und mir immer nur dann frei nehmen würde, wenn gar keine Arbeit zu erledigen wäre, dann hätte ich nie Urlaub oder Zeitausgleich.
Das kann es ja auch nicht sein.

Liebe Grüße an euch alle!
PatentKreativsocke

114. Text_Erkenntnis gewonnen

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Liebe Blogbesucher!

Beim gestrigen Termin bei der Osteopathin ist mir bewusst geworden, dass mich dieser unklare Ultraschallbefund doch mehr beschäftigt, als ich mir das bis jetzt eingestanden habe.
Mir wurde bewusst, dass meine Entscheidung, erstmal den Ultraschall in drei Monaten abzuwarten und  – wenn dann noch immer was verdächtig aussieht – erst dann das MRT machen zu lassen, aus dem Gefühl entstanden ist:
Geh, nimm dich da nicht so wichtig, mach da nicht so viel Aufhebens, das steht dir nicht jetzt gleich zu, sondern erst, wenn es noch ein 2. Mal verdächtig ist …
Absolut blödsinnig
Teilweise vielleicht aber auch erklärbar aus der Tatsache, dass in meiner Kindheit Krankheiten/Schmerzen eher unter dem Aspekt: „Geh, das ist ja gar nicht so schlimm, stell dich nicht so an …“ abgehandelt wurden.

Aber ich bin kein Kind mehr.
Ich darf mich ernst nehmen.
Es geht um mich, es geht um mein Leben.

Diese Unsicherheit hat vermutlich auch einige Ressourcen gebunden, die ich für mein tägliches Leben benötige.
Jedenfalls fühle ich mich sehr befreit, seit ich die Entscheidung getroffen habe, das MRT zur Abklärung – und hoffentlich Bestätigung meiner Gesundheit –  machen zu lassen.

So habe ich also heute im Brustzentrum angerufen, der Arzt, der vorige Woche meine Kontrolle betreut hat, war da und gab sein OK zum MRT.
Nun bin ich in in 2 Wochen zur Terminbesprechung im Spital.
Mir wurde erklärt, dass es da vorab auch einer Blutuntersuchung bedarf und eben dieses Vorgesprächs.

Liebe Grüße an euch alle!
Patentsocke

 

113. Text_Zum Verzweifeln

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Liebe Blogbesucher!

Seit Tagen merke ich es schon – nein, eigentlich schon seit  2 bis 3 Wochen: Ich bin am Ende meiner Kräfte.

Vermutlich hält mich nur die Alltagsroutine am Weitermachen, das Werkl läuft einfach weiter und nimmt das, was ich als mein ICH bezeichne, einfach mit.

Ich merke,
dass mich „Stör“faktoren im Alltag seeeeehr schnell unrund werden lassen,
ich bin hundemüde, und das schon nach dem Aufstehen,
ich kann mich nicht konzentrieren,
ich kann einfachste logische Schlüsse nicht ziehen,
ich habe keine Spannkraft mehr,
ich stolpere über meine eigenen Füße,
ich vergesse, wo ich Dinge hingelegt habe,
ich merke, dass die Tränen gleich hinter den Lidern sitzen

Ich würde mich gerne einfach nur hinlegen und nichts, absolut gar nichts, tun müssen.

Ja, ich kenne das: Voriges Jahr in der Mitte der Strahlentherapie war es auch so.
Da hat mich dann die Ärztin der Radioonkologie in den Krankenstand geschickt.
Aber da war Strahlentherapie.
Jetzt bin ich doch „gesund“.
Was ist das für eine Krankeheit?
Ich kann doch nicht zur Ärztin gehen und sagen,: Hören Sie, schreiben Sie mich krank, weil mich das Leben gerade überfordert.

Ich verzweifle an meinen Hitzwallungen, ich verzweifle daran, dass mein Körper laut Waage immer mehr wird, obwohl ich nicht mehr esse.
Es ist zum K…!

Eure grad sehr wolkenverhangene
Patentsocke

112. Text Kontrolle im Brustzentrum

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Liebe Blogbesucher!

Heute also Kontrolle im Brustzentrum mit meinen Befunden.

Ich hab den Arzt dort wegen des MRT angesprochen und er meinte, wir könnten ein MRT machen, es sieht aber auch für ihn eher wie Narbengewebe aus.
Meine Narbe ist ja so hässlich nach innen gezogen, dass man stark vermuten könne, dass das vernarbtes Gewebe ist.
Ich hab mich nun entschlossen, mal die Kontrolle in 3 Monaten zu machen und wenn es da noch immer „verdächtig“ aussieht, dann lass ich ein MRT machen.
Ich bin also in 3 Monaten zum Ultraschall und soll dann mit dem Befund wieder ins Brustzentrum.
Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich in das gleiche Diagnoseinstitut gehe oder in die Krankenhausabteilung meiner Freundin, auf deren Arzt sie große Stücke hält und der auf Brusterkrankungen spezialisiert ist.

Die Brust wurde noch abgetastet und der Arzt fand keine Hinweis auf ein Rezidiv.
Meine eingezogene Narbe wird sich nicht mehr bessern, da Verklebungen sie „hineinzieht“.
Man könne nur die Narbe nochmal aufmachen, die Verklebungen lösen und wieder vernähen, wobei der Arzt meinte, im neuerlichen Heilungsprozess muss man davon ausgehen, dass da wieder Verklebungen entstehen und das Ergebnis vermutlich den Aufwand nicht wert ist.

Auf meine Frage, ob ich eigentlich all die 5 Jahre diese Hitzwallungen ertragen muss (beim natürlichen Wechsel gewöhnt sich der Körper ja auch an das geringere Östrogen), meinte der Arzt, dass diese auch im Laufe der Therapie leichter werden sollten.
Vor allem wenn ich nach den 3 Jahren nicht mehr die Trenantone-Spritze bekäme sollte es spürbar besser werden.

Dann bekam ich noch meine Rezepte für Tamoxifen, Cal-D-Vita und die nächste Spritze.

Also dann bis in den Mai zur nächsten Kontrolle.

Habt einen angenehmen Dienstag!
Eure Patentsocke