Archiv für den Monat Februar 2013

111. Text_Nix is fix

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Liebe Blogbesucher!

Ich habe 99 Urlaubstage, von denen ich bis Ende September 33 verbrauchen muss, denn das ist noch Urlaub von vor 3 Jahren, der sonst verfällt.
Ich schaffe es Jahr für Jahr immer nur, diese 33 Tage abzubauen.

Und da es ein Produkt gibt, das nur ich betreue, schaue ich, dass ich mich mit meiner Urlaubsplanung auch ein bissel danach richten, wann ich damit befasst bin.
Nur wie soll man was planen, wenn, kaum dass ein Timing erstellt ist, schon wieder alles anders ist, weil über den Haufen geworfen?
Es ist so mühsam! 😦

Wollte mir im Juni eine Woche nehmen, jetzt hat sich wieder was verschoben, sodass das wieder flach fällt.
*grrrrrrr*

Meinen Sommerurlaub hab ich schon mal eingetragen und da fährt die Eisenbahn drüber.
Mir bleiben aber nach dem Weihnachts- und Oster- sowie Sommerurlaub noch immer 8 Tage über, die ich verbrauchen muss.
Ich muss also meine freien Tage mit dem Produkt und natürlich auch den Urlaubsplänen meiner Kollegin abstimmen …. und stelle dann immer fest, dass ich, wenn ich nicht einfach sage, dass ich da und da frei habe,
eigentlich schwer Tage finde, an denen ich mir frei nehmen kann.
Die einzige Vertretung, die meine Arbeit wirklich übernehmen kann und bei der ich ein einigermaßen gutes Gefühl habe, dass alles gut über die Bühne geht, ist außerhalb der Firma – und die fällt heuer im Sommer auch für 6 Wochen aus.

Und es ist ja so, dass ich neben dem Produkt, das nur ich betreue, noch andere Dinge gemeinsam mit meiner Kollegin bearbeite.
Also eigentlich ist nie keine Arbeit.
Irgendwas muss ich da noch lernen, es anders zu machen, konsequenter an mich zu denken, einfach meine freien Tage vorzugeben und dann müssen die anderen sehen, wie sie damit zurechtkommen.
Aber ich kenne mich, ich bin dann nicht guten Gewissens weg.
Da muss ich an meinen Schrauben auch noch gehörig drehen.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

110. Text_Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

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Liebe Blogbesucher!

Der PatentsockenVater wurde am Sonntagnachmittag mit Verdacht auf Schlaganfall ins Spital eingeliefert.
Intensivüberwachung bis gestern, jetzt auf der normalen Neurologie-Abteilung.
MRT erbrachte die „Entwarnung“, dass es nur eine vorübergehende Unterversorgung des Gehirns war (Sprachstörungen, etwas Orientierungslosigkeit).
Hervorrufen kann das ein Blutgerinnsel, das sich selbst auflöst, kann auch durch Plaque, die sich löst und ein Aderl verstopft, entstehen …
Ist ein Schuss vor den Bug, wie die Ärzte meinten.
Er kann sich auch schon wieder artikulieren, nur gestern am Abend, als er schon müde war, kam es wieder zu der Situation, dass ihm ein Begriff nicht eingefallen ist und er nach den Worten gerungen hat.
Der Arzt, der in der Situation dabei war, meinte, das wären noch Nach“wehen“ von Sonntag.
Das gehört jetzt auch noch beobachtet, ob es weitere Ausfälle gibt.

Aber was soll ich euch sagen?
Bereits in der Intensivüberwachung wollte er seinen Laptop, weil er muss noch Arbeit abliefern.
PatentsockenPapa ist nämlich trotz 70+ nicht wirklich in Pension.
Der Arzt meinte, er darf seinen Laptop haben.
Der hat wohl gemerkt, dass für PatentsockenPapa das Nichtmachen-Können der Arbeit und das damit verbundene Gefühl des Nicht-verantwortungs-und-pflichtbewusst-sein-Können ihm mehr Stress verursachen als das Arbeiten.

Tja, und da wurde es mir schon wieder vor Augen geführt, dass Patentsocke von diesem Stamm gefallen ist und ihren PatentsockenPapa verstehen kann.
Ich hab ja auch in meinem Krankenstand noch meine Büro-Mails gecheckt und war in der Reha auch nur deshalb recht entspannt, weil ich wusste, dass gerade keines der Projekte ansteht, für das ich alleine verantwortlich bin.

Das ist auch ein harter Lernprozess, dass man nicht immer „funktionieren“ muss und dass das eigene Wohl vorgeht.
Patentsocke ist ja noch unverschämt jung *lach* und kann daher da gegensteuern.
Was auch mühsam ist. 😦

Ich fürchte aber, dass das bei PatentsockenPapa nicht mehr so einfach möglich sein wird.
Jetzt hab ich ihm mal ein Buch bestellt: Sei gut zu dir, wir brauchen dich.
Ich denke, mit dem Titel kann ich ihn „überlisten“, weil das Gebrauchtwerden ihm schon wichtig ist.

Und jetzt hoffe ich, dass er sich gut erholt und doch ein bissel diesen Schuss vor den Bug ernst nimmt und vielleicht doch ein wenig an seinen Schrauben dreht.

Euch einen angenehmen Dienstag!
Eure Patentsocke

109. Text_Mal wieder ich

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Liebe Blogebsucher!

Melde mich mal kurz, damit ihr wisst, dass es mich noch gibt. 😉

Bin gerade dabei, für mich neue Lebensspuren zu finden und manchmal benutze ich die auch schon.
Das provoziert dann Meldungen aus meiner Umgebung, die da lauten: Du bist momentan sehr neben der Spur.
Ja, neben meinen alten, eingefahrenen und mir nicht immer gut tuenden Spuren.

Das „Neben-der-Spur-Sein, wie es die anderen empfinden, ist aus einem anderen Blickwinkel betrachtet genau die richtige Spur für mich.

Ist halt für die anderen nicht so einfach zu akzeptieren, dass Patentsocke nicht wie gewohnt „funktioniert“ , sondern auch rebelliert, zurückredet, standhaft bleibt …

Ich wünsche euch eine angenehme Woche!
Eure Patentsocke

108. Text_Fürs Erste ist Aufatmen angesagt

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Liebe Blogbesucher!

Gestern also Check durch eine andere Ärztin.
Die war von ihrer Art her ein bissel … hmmm … grummelig, aber na ja …

Sie schallte und fragte dann, wie lange die Strahlentherapie her sei.
Antwort von mir:
Ende März 2012 war die letzte Betsrahlung und 4 Tage später bekam ich dann eine Brustgewebsentzündung mit hohem Fieber.

Sie schallte weiter und sagte dann:

Also es sieht hier verdächtig aus, aber ich meine, es sieht meines Erachtens nicht sooo verdächtig aus, als dass man es gleich mit Biopsie abklären muss.
Ich möchte aber, dass Sie in 3 Monaten wieder zur Kontrolle kommen, damit ich das beobachten kann.
Ein MRT bringt nichts, weil die Bilder nicht aussagekräftig genug wären.

Ich war doch erleichtert.

Die Befunde von Lungenröntgen und Bauchraum-Ultraschall sind beide ohne Befund. 🙂

Jetzt bin ich Anfang März im Brustzentrum zur Kontrolle und für Mai werde ich mir eben wieder einen Ultraschall-Termin für die operierte Brust ausmachen.

So kann ich also mein Wochenende doch recht entspannt genießen.

Ich wünsche euch schöne Tage und DANKE!!!! fürs Daumendrücken und An-mich-Denken! :-))

Eure Patentsocke

106. Text_KreativSocke

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Liebe Blogbesucher!

Heute habe ich einmal die Keramikwerkstücke fotografiert.

Bei der ovalen Platte sieht man ganz eindeutig, dass ich die Sattheit (= Deckkraft) der Farbe auf der Rohkeramik überschätzt hatte, denn das Ergebnis ist nicht ganz zufriedenstellend.

ovale Platte

Aber aus Fehlern lernt man.
Bei dem kleinen Teller war ich schon ausdauernder. 😉

kleine Platte

Und nun beim 2. Besuch habe ich für mein grün-oranges Kaffeeservice ein Milchkännchen gemacht:

002

 

Und last but not least nun mein Meisterstück.
Der Meinige bat um die Gestaltung eines Zigarrenaschenbechers.
Voila!
Die matte Grundierung gefällt mir ausnehmend gut und ich denke, diese Technik werde ich beim
3. Besuch wieder anwenden. 🙂

Zigarrenaschenbecher
Liebe Grüße
Eure Patentsocke

105. Text_Nach der Staging-Untersuchung ist vor der Untersuchung

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Liebe Blogbesucher!

Heute war es also soweit und ich bin gleich in der Früh ins Diagnostikzentrum, um meine Untersuchungen, die ich vom Brustzentrum per Überweisung verschrieben bekommen habe, durchführen zu lassen.
Zuallererst wurde die Mammografie gemacht und gegen meine zarten Befürchtungen, meine operierte Brust könnte sich schmerzhaft bemerkbar machen, war es wie immer ohne Probleme.
Dann wechselte ich nahtlos von der einen Umziehkabine in die des Röntgenbereichs und das Lungenröntgen wurde gemacht.
Zum Schluss war der Bauchraumultraschall dran und nach mittlerer Wartezeit kam ich in den Untersuchungsraum. Der untersuchende Arzt – einer der Leiter des Diagnostikzentrums und schon ein älteres Semester – begann zuerst mit meiner Brust und stellt diverse Fragen:
Arzt: Ist das die erste Mammografie seit der OP?
Ich: Ja
Arzt: Vergleichsbilder haben Sie nur die,von der Mammografie, die zur Biospsie und dann der OP geführt haben?
Ich: Ja. Die, die im Spital im Zuge der Biopsie und der OP gemacht wurden, habe ich nie bekommen.
Arzt: Aha. Sie wissen aber schon, dass Sie die verlangen können. Wenn Sie wollen, fordern wir die an. Das wird zwar ein bissel dauern, aber man bekommt sie.
Ich: Ja, von mir aus.
Arzt: Und wie sieht es mit Ihren Laborwerten aus?
Ich: Welche Laborwerte?
Arzt: Na Blutuntersuchung …
Ich: Da wurde bei mir nie etwas untersucht. Weder vor der OP noch jemals danach.
Arzt: Es wurde bei Ihnen nie ein Tumormarker untersucht?
Ich: Nein.
Arzt: Haben Sie Chemotherapie auch bekommen?
Ich: Nein, nur Strahlentherapie.
Arzt: Nun ja, es ist da in der operierten Brust etwas auffällig. Das kann Narbengewebe der OP sein, verändertes Brustgewebe durch die Strahlentherapie, aber auch eine Gewebsveränderung. Sieht wie eine Zyste aus …
Die erste Mammografie nach OP und Strahlentherapie ist immer schwierig …
Ich möchte, dass sich meine Kollegin, die Frau Dr. XY, das auch noch ansieht.
Man könnte dann eventuell noch ein MRT machen, wobei die Bilder des MRT auch nicht immer eindeutig zeigen, ob das vernarbtes Gewebe ist oder eine Gewebsveränderung.

Na ja, und jetzt bin ich am Freitag zur Mittagszeit nochmals zum Ultraschall dort, damit die Kollegin sich da auch ein Bild macht und dann werde ich ja sehen, was weiter geschieht.
Momentan rede ich mir ein, dass das Narbengewebe ist und nicht schon wieder ein Krebsgewebe.
Ganz wegschieben kann ich die Gedanken nicht, aber ich versuche, mich jetzt nicht selber narrisch zu machen.

Mein Wohlfühlprogramm Therme habe ich auch gecancelt, da meine Freundin seit gestern einen kranken Sohn zu Hause hat und nicht mitkommen konnte.
Und da ich erstens 2 Gutscheine habe und es zweitens alleine nicht so viel Freude macht, habe ich es storniert.
Hoffentlich gelingt es dann im 4. Anlauf endlich.
So habe ich mir nach dem Institut ein Frühstück gegönnt (musste dort ja nüchtern hinkommen), dann war ich shoppen und beim Heimgehen purzelten plötzlich Teile meiner Plombe des hintersten Backenzahns heraus.
Das also auch noch. Zahnarztbesuch nötig!

Ich finde, jetzt reicht es dann!

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

104. Text_Ein Schritt vor, einer zurück

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Liebe Blogbesucher!

Wieder mal sind die Tage da, an denen irgendwas in mir drinnen heftig grummelt und nach Bereicherung verlangt.
Hmmm, ob Bereicherung das richtige Wort ist?
Ich möchte etwas erlernen, tun …, das den alltäglichen Trott belebt.

Aber schon da beginnt meine Unentschlossenheit.
Denn will ich lieber eine Weiterbildung machen, mich ehrenamtlich engagieren, ein neues Hobby angehen …?
Und solange ich noch nicht einmal das weiß, kann ich auch keinen Weg einschlagen.

Und wenn mich dann etwas „anspringt“ und ich dann recherchiere, wie wo was wann, dann stolpere ich über die nächste Hürde:

Ausbildung zum Imker.
JA! Etwas für die Bienen tun.
Ab Ende Februar bis Ende Juni zwei Mal die Woche von 17.50 bis 19.50.
Oh Mann, mit meiner Spannkraft schaffe ich das nie, zwei Mal die Woche nach der Arbeit noch ans andere Ende der Stadt zu fahren und dann auch wieder zurück nach Hause.
Und das vier Monate lang.
Nein, da stellt sich schon beim Drandenken eine Müdigkeit ein.

Gebärdensprachkurs.
JA! Da habe ich das 1. Modul vor 11 Jahren bereits mal gemacht und es hat mir sehr gefallen.
Irgendwas reizt mich an dieser Kommunikation.
Ausbildung entweder 4 Mal die Woche von 18 bis 20 Uhr oder ein halbes Jahr lang ein Mal die Woche von 18 bis 20 Uhr.
Nein, beides keine Option.

Reiten
JA! Das hab ich doch auch mal regelmäßig gemacht, das wäre auch gut für die „Fitness“.
Der nächstgelegene Reitstall ist nur mit dem Auto erreichbar und der Hin- und Rückweg nicht gerade kurz.
Und wann soll ich das nach der Arbeit unterbringen?
Da bin ich doch schon auf der Heimfahrt zumeist müde.
Wochenende?
Die Zeit will ich doch mit meinen Lieben verbringen.
Und Wochenende brauche ich auch, um meine Batterien wieder aufzuladen.

Ehrenamt
JA! Außer Kleidersammlung und Spende aktiv was beitragen.
Aber die verlassen sich dann vielleicht auf mich und meinen Einsatz, rechnen damit, dass ich unterstütze und ich kann dann vielleicht nicht immer, weil ich die Energie nicht habe.
Das wäre doch unfair den Menschen gegenüber.

Und so stehe ich mir selber im Weg, mache einen Schritt nach vor, begeistere mich für etwas und dann ziehe ich den Fuß wieder zurück, weil sich Zweifel auftürmen.
Was ist nur los mit mir?

Und gleichzeitig ist da der innere Wunsch, was zu verändern, das Gefühl, dass so, wie es jetzt gerade läuft, nicht ganz passt.
Das mir was abgeht.
Aber was?
Und vor allem: Ich bin so lax, so energielos.
Es ist ein Sch…gefühl, einerseits loslegen zu wollen und dann zu merken, dass der „Motor“ nur ruckelt, aber nicht an Vorwärtskraft gewinnt, sondern wieder abstirbt.

😦

Eure Patentsocke