68. Text Reha

Standard

Liebe Blogbesucher!

Nun bin ich also gestern hier gelandet und muss sagen, dass ich positiv überrascht bin.
Die Einrichtung ist eigentlich ein 4-Sterne-Hotel, in dem auch Privatgäste ihre Zeit verbringen können.
Mein Zimmer ist etwa 28 qm groß, hat eine gemütliche Ecke mit Ohrensessel und geschwungenem Schreibtisch.
Die verwendeten Materialien sind sehr gediegen.
Das Bad ist sehr groß mit einem großen Duschplatz mit so einem großen Regenduschkopf.
Es gibt einen Kosmetikspiegel, einen dreiteiligen Wandspiegel, Föhn samt Diffuser, einen erwärmbaren Handtuchwärmer (da trocknet gerade mein Bademantel), natürlich ein Waschbecken mit großer Abstellfläche.
Verfliest ist es mit großen hell-sandfarbenen Granitfliesen und wird von Deckenspots beleuchtet.
Das Bett spielt alle Stückerl. Ich kann den Kopfteil, den Fußteil verstellen und die Liegehöhe verändern.
Dann habe ich noch einen Flachbildschrim, der schwenkbar ist, je nachdem, ob ich im Bett liege oder im Ohrensessel sitze.

Vor dem Zimmer habe ich einen nach Osten liegenden Balkon mit Tischerl und 2 Sesseln und einer Trockeneinrichtung, die man so ausziehen kann. Ein Fliegengitter schützt vor lästigen Insekten und ich kann auch Außenrollos (aus Stoff) elektrisch herunter- und dann wieder hinauffahren.

Auch alle anderen Räume wie Restaurant, Lobby, Thermenbereich sind sehr freundlich gestaltet mit vielen Kunstwerken aus Natur (halbe Baumstämme, Birkenstämme, Klangkugeln, die von der Decke hängen …). Die Wartebereiche sind mit sehr bequemen Sesseln versehen, wie man sie in eienr Hotellobby findet.

Also alles in allem eine sehr angenehme Atmosphäre.
Auch die Menschen sind alle sehr, sehr freundlich und entgegenkommend.

Gestern hatten alle Neuankömmlinge (etwa 10) Kurzeinführungen der verschiedenen Bereiche: Restaurant-Crew, Kurzführung durch das Haus, Vorstellung der psychologischen Therapiemöglichkeiten.
Der ärztliche Leiter kam persönlich samt Krankenschwester und Pflegehelferin für ein erstes Kennenlernen und Abklären von medizinischen Basisinformationen.  Ich bekam auch einen 4-seitigen Fragebogen, wie meine psachische Sitaution aussieht und welche Beratungssgespräche ich mir wünsche. Aus 8 Gruppen konnte man 3 wählen und sollte die möglichst auch nach Priorität reihen.
Dann war noch eine Sozialarbeiterin da, die abgeklärt hat, ob man soziale Unterstützung oder Infos benötigt.
Das Ärzte- und Schwesternteam ist 24 Stunden da, ich hab auch Notruftaster im Zimmer, um im Falls des Falles jemanden zu rufen.

Heute folgte in der Früh ein Termin bei der Aufnahme mit Blutdruck- und Pulsmessung, Gewicht (ich wollte es gar nicht so genau wissen) und Größe (dafür bin ich 1 cm größer als gedacht) und dann einem EKG. Danach bat mich ein Arzt zum Gespräch und ging mit mir meine Befunde durch und meine soziale Situation, testete dann meine Beweglichkeit, meine Koordinationsfähigkeit udn horchte mich ab.
Dann besprach er mit mir, welche Therapien er mir verordnen würde und ob ich noch einen Bedarf für eine Therapie sehe, die er nicht ins Auge gefasst hätte.

Heute hatte ich dann schon einen Termin bei der Ergotherapeutin und nach dem Mittagessen einen bei der Diätologin. Dann war ich für heute entlassen, was ich für einen Spaziergang in die Umgebung genutzt habe und dann für einen Besuch der Therme, wo ich das Sportbecken und das Massagebecken genutzt habe und natürlich die herrlichen Ruheliegen.

Nach dem Abendessen, das um 17 (!!!) Uhr stattfindet, bekam ich den Therapieplan für die nächsten drei Wochen.
Ich bekomme Ausdauertraining, Ergotherapie-Rückenschule, Psychologische Einzeltermine, Stressbewältigung, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Beckenbodengymnastik (die habe ich noch gewollt), Therabandgruppe (darunter kann ich mir noch nichts vorstellen), Heilmassage des Schulterbereichs, Ergontherpaie Kreativgruppe, Rehabilitation, Achtsamkeitseinheit, Nordic Walking, Unterwassergymnastik, Von Kopf bis Fuß Gymnastikmatte.
Ihr seht also, das absolute Rundumprogramm. 🙂

Am Abend gibt es in der gemütlichen Hotellobby Vorträge oder Musik- bzw. Tanzabende.
Heute kommt irgendein Giacommo – die italiensiche Stimme. 🙂
Für kommende Woche habe ich mich zu einer Kochschule für ein leichtes 4-gängiges Menü angemeldet samt Weinbegleitung.
Es werden auch Ausflüge in die nähere Umgebung angeboten.

Das Essen ist ok. Nicht wirklich berauschend,  ist halt doch in gewisser Weise Massenverköstigung.
Wir können schon eine Woche im Vorhinein unter Vollkost mit und ohne Fleisch und Reduktionskost entscheiden.
Das Frühstücksbuffet ist allerdings wirklich der absolute Hammer – da gibt es wirklich alles, was man sich vorstellen kann.
Dazu Säfte: Multivitamin, Johannisbeere, naturtrüber Apfelsaft, Orangensaft
Zum Trinken steht mittags und abends ein Krug Leitungswasser auf dem Tisch und wenn man alternativ etwas anderes möchte, muss man das bezahlen.
Da ich von zu Hause gewohnt bin, Leitungswasser zu trinken, geht mir also nichts ab.

Ich werde euch weiter berichten – wenn ich neben meinem Therapieeinsatz noch dazukomme bzw. am Abend die Augen offen halten kann. 😉

Liebe Grüße
Eure Patentsocke, die es sich gut gehen lässt. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s