Archiv für den Monat Juni 2012

74. Text_Wieder zu Hause

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Liebe Blogbesucher!

Melde mich nur kurz.
Seit gestern bin ich wieder zu Hause und bin heute auch wieder in der Arbeit gewesen.
Mit anderen Worten: Der Alltag hat mich wieder.

Vormittags hatte ich heute ein Seminar und am Nachmittag habe ich mich mal orientiert, wie es um das von mir verantwortete Projekt steht, das in meiner Abwesenheit eine Kollegin betreut hat.
Na viel hat sich da in meiner Abwesenheit nicht getan.

Morgen bin ich wieder in der Arbeit und am Freitag habe ich frei, da Kleintochter ja Zeugnis bekommt.

Wünsch euch noch einen angenehmen Abend!
Eure Patentsocke

73. Text_Fellnase auf Kurzvisite

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Liebe Bligbesucher!

Heute morgen weckt mich der SMS-Ton meines Handys und mit schlafrigen Augen lese ich, dass mein Kater in seinem Katzenbett liegt, und vom Meinigen als er zur Toilette pilgerte entdeckt wurde und sehr tief schlief und sich nicht gemuckst hat, obwohl er vorbeigegangen ist.
Er hat ihn schlafen lassen, ging wieder ins Bett und hörte 30 Minuten später einen Plumpser, stand auf und sah, dass Kater in Richtung Küche zum Fressnapf pilgert. Da Kater auf 4 Beinen schneller als der Meinige auf 2 wackeligen Morgenbeinen war, hat die Fellnase dort mal das übrige geblieben Futter aus dem Napf unserer Katze aufgefressen, dann ein eigenes frisches Packerl aufgemacht bekommen und verschlungen und dann noch eine Schüssel mit Trockenkeks vernascht und ab durch die Katzenklappe im Keller nach draußen.
Der Meinige ihm nach (also nicht durch die Katzenklappe 😉 ), auf die Gasse, gesehen, dass Kater diese hinaufläuft und auf Zuruf kurz stehen blieb und zurückmaunzte, weiterlief und in einem Eckgarten verschwand. Der Meinige hintennach und ihn nochmal aus mehr Nähe angesprochen, Kater kurz aus dem Gartentor herausgeguckt und dann im Garten verschwunden.
Na ja, und jetzt sind wir erstmal erleichert, dass es ihm gut geht, dass er gut frisst, dass er seinen Heimweg noch kennt.
Und jetzt auch gespannt, wie lange er diesmal ausbleibt.
Es wäre ja interessant, was er zu berichten hätte von seinen Strawanzertagen.

So, jetzt warte ich auf die Ankunft meiner Eltern und meiner Kleintochter.
Vermutlich werden wir nach dem Mittagessen ins Freibad gehen, das Wetter ist sonnig und sehr warm.
Und ich kann schon mal testen, wie ich mich abgrenzen kann, falls das notwendig ist.

Euch wünsche ich noch einen angenehmen Sonntag!
Eure Patentsocke

72. Text_Reha & der Alltag holt mich ein

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Liebe Blogbesucher!

Nur noch wenige Tage und ich reise von hier wieder ab. 😦
Ich gebe zu, ich habe dabei ein lachendes und ein weinendes Auge, denn ich freue mich auch schon auf zu Hause und meine Lieben und gleichzeitig ist mir bewusst, dass der schwierige Teil jetzt erst beginnt.
Weil sich nämlich alle meine guten Vorsätze und Einsichten dann im Alltag bewähren müssen.

Gerade eben telefonierte ich mit meiner Mutter, die mich an meinen Vater weitergab und während des Übergebens des Handys hörte ich, wie sie sich angifteten.
Sie besuchen mich am Wochenende und ich merke, wie ich absolut keine Lust darauf habe, ihre Zänkereien zu ertragen.
Na dann sag ihnen das und verabschiede sie, falls sie miteinender zoffen, höre ich schon die meisten von euch sagen.
Das sagt mir ja auch mein Inneres.
Und dann meldet sich da die Stimme, die sagt, dass ich nicht so hart sein kann und außerdem haben sie meine Kleintochter mit, die ich dann quasi auch heimschicken würde.
Und es wird mir bewusst, dass ich einen Weg finden muss, der es mir gestattet, mich auch im Alltag dem Einfluss meiner Eltern genügend zu entziehen. Da geht es nicht nur um Streitereien, sondern auch um Vereinnahmungen.
Das wird ein hartes Stück Arbeit!

Für den beruflichen Alltag habe ich bereits von hier aus ein paar Weichen gestellt, indem ich meine Kollegin bat, eine Unterstützungskraft während ihrer beiden Urlaubswochen zu organisieren und ich für meinen Sommerurlaub auch schon eine Vertretung organisiert habe.
Darüber hinaus wird es natürlich noch ein paar andere Grenzziehungsmomente geben.
Nicht nur den KollegInnen gegenüber, sondern auch mir selber: Dass ich nicht jeden Tag Mehrstunden machen muss, dass ich mir auch meine Gutstunden mal nehmen kann, dass ich nicht für alles verantwortlich bin, das heißt nicht alles umhängen lasse etc.

Beim Vortrag über „Umgang mit Erschöpfung“ wurden drei Glaubenssätze genannte und als die Psychologin gefragt hat, ob sich da wer bei dem einen oder anderen wiederfindet, musste ich heftig nicken: Ich habe mich bei allen drei gefunden:

Ich muss alles alleine erledigen.
Ich bin für alles verantwortlich.
Ich muss immer für die anderen da sein.

Und weil das noch nicht genügt, fragte sie auch, ob jemand den Ausspruch: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ kennt.
Na und wie!!!
Mit dem bin ich ja aufgewachsen. Heim von der Schule, Mittag esssen, Aufgabe machen, lernen und wenn dann noch Zeit blieb, dann durfte ich spielen gehen, lesen …
Und nach der Maxime gehe ich heute noch vieles an.
Erst gehören die Handgriffe im Haushalt/Garten erledigt und dann darf ich ausspannen/erholen.
Dann passiert es z. B., dass der Meinige schon beim Frühstück sitzt, das wir vereinbarten, gemeinsam einzunehmen, und ich  inzwischen die Wäsche in die Waschmaschine gebe, das Katzenkisterl mache, Bügelwäsche zusammenlege …
Und dann darf ich mich hinsetzen … da ist der Meinige natürlich schon fertig. Er will ja keinen kalten Espresso trinken.
Gar kein Problem, all diese Handgriffe nach dem Frühstück zu machen, aber das alte Muster schlägt zu.

Aber jetzt bin ich kein kleines Kind mehr und abhängig von meinen Eltern, sondern kann frei entscheiden, wie ich lebe.

Apropos Katzenkisterl:
Mein Kater hat es vorgezogen meine Reha zu nutzen, sich anscheinend auch ein anderes Platzerl zu finden. 😦
Er war schon vor meiner Reha 2,5 Tage weg und ich machte mir schon Gedanken, als er in der Nacht vor meiner Abreise wiederkam und am Morgen in seinem Katzenbett lag. Wir haben dann noch ordentlich geschmust, dann musste ich fahren.
Einen Tag blieb er zu Hause und dann war er wieder 3 Tage fort, kam wieder, fraß wie ein Verrückter und schlief 1,5 Tage, kam und ging die nächsten Tage mit immer größeren Abständen des Heimkommens.
Und seit einigen Tagen ist er nicht wieder gesehen worden.
Der Meinige meinte, bei seinem letzten Besuch lief unsere Katze (sie sind ja gemeinsam in meinem Hauhalt eingezogen und haben viel miteinander gekuschelt und einander abgeschleckt) auf ihn zu, aber er hat sie „abgewiesen“, sie nicht an sich rangelassen, worauf sie sich zurückgezogen hat und dann schlief jeder für sich.
Tja, und dann war er am nächsten Morgen fort.
Ich weiß, dass Katzen ihr Eigeneleben haben und wenn sie das Geringste stört, ziehen sie ihre Konsequenzen.
Ich bin jetzt gespannt, ob er zurückkommt, wenn ich kommende Woche wieder zu Hause bin oder ob er sich endgültig einen anderen Fressnapf gefunden hat.
Ja, dass ihm was passiert ist, das kann ich natürlich auch nicht ausschließen …, aber an das mag ich jetzt gar nicht wirklich denken.
Er ist gechippt, also wenn jemand Vernatwortungsvoller ihn findet und zum Tierschutzhaus oder einem Tierarzt bringt, sollten die ihn anhand der registrierten Nummer mir zuordnen können.

Kann doch nicht sein, dass mein „Neu“Anfang mit dem Verlust meines Katers einhergeht. 😦

Liebe Grüße
Patentsocke

71. Text_Reha_Es gerät was in Bewegung

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Liebe Blogbesucher!

Noch eine Woche, dann geht es wieder zurück in den Alltag.
Mit vielen guten Vorsätzen und vielen neuen Einsichten, die mir die Zeit hier gebracht hat.

Ich habe hier auch ein Buch gelesen (also eigentlich lese ich es ja noch immer), das mir vor Wochen bei uns in der Arbeit auf einem Bücherflohmarkt ins Auge gestochen ist: „Wieder gesund werden – Eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“ von O. Carl Simonton, Stephanie Matthews Simonton und James Creighton.
Mit CD mit Übungen zur Entspannung und Visualisierung nach der Simonton-Methode.

Eine der Aussagen des Buches ist:

Botschaft der Krankheit

Dr. Simonton ist der Meinung, dass jede Erkrankung eine spezielle Botschaft hat. Fragen Sie sich ganz ehrlich:

  • Was erlaubt mir die Krankheit zu tun, was ich immer schon gerne getan hätte, mich aber nicht getraut habe, bzw.
  • Was muss ich durch die Krankheit nun nicht mehr machen, was ich ohnedies nicht mehr tun wollte?

Wenn Sie auf diese Fragen eine entsprechende Antwort finden, dann beschäftigen Sie sich auch gleich mit der Nächsten: Welche  g e s u n d e n Strategien kann ich einsetzen, um zum gleichen Ergebnis zu kommen?

Oho, da ist einiges zum Vorschein gekommen, man muss nur ehrlich sich selbst gegenüber sein.

Und noch einige andere für mich sehr anregende Gedanken sind darin zu finden.
Es wird mir vieles klarer und es gerät da jetzt eine Menge in Bewegung.

Habe gestern auch der Krebshilfe in meiner Stadt ein Mail geshcickt mit der Anfrage, wie es mit psychotherapeutischer Unterstützung für mich aussieht und habe heute Antwort bekommen, dass sie diese gratis für Krebspatienten und ihre Angehörigen anbieten.
Aufgrund der starken Nachfrage ist zwar etwa 2 Wochen Wartezeit, aber das stört mich nicht.
Ich bin ohnehin erst in einer Woche wieder zurück.
Ich möchte jedenfalls dranbleiben und diesen Spalt, der sich jetzt in mein Inneres, zu meiner Psyche, aufgetan hat, offen halten und vergrößern.

Gestern habe ich bei meinem Gynäkologen angerufen, weil ich ja alle 3 Monate zur Kontrolle (Gynäkologe – Brustzentrum – Gynäkologe …) soll.
Bekam für den 3. 7. in der Früh einen Termin. Wollte den schon nicht annehmen und auf einen späteren Tremin ausweichen, weil ich ja am 2. 7. in der Früh zur Kontrolle auf der Radioonkologie bin und was sagen die in der Arbeit, wenn ich kurz nach der Reha gleich zwei Arzttermine hintereinander habe und später komme …
Hab mir aber rechtzeitg auf die Zunge gebissen und ihn genommen.
Es geht hier um mich und meine Gesundheit und nicht um meine Firma!

Ich bin so dankbar, dass ich diese Tage hier erleben darf, die so viel in mir und mit mir bewirken.

Eure glückliche
Patentsocke

70. Text_Reha-Halbzeit

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Liebe Blogbesucher!

Kaum angekommen, ist schon wieder die Halbzeit erreicht.
Ich finde, diese Tage vergehen viel zu schnell.
Es tut mir wirklich sooooo gut, hier komplett entspannen zu können, den Alltag zum Großteil hinter mir lassen zu können.
Die Zeit, die ich hier wirklich nur für mich habe, lässt es zu, dass ich in mich reinhören kann, erfahren kann, was meine Bedürfnisse sind, was mir gut tut und was nicht.
Ich überlege, wie ich die Veränderungen in meinen Alltag zu Hause umsetzen kann.
Ich habe Nordic Walking kennen gelernt: Und was ich das früher belächelt habe, so finde ich es jetzt eine ausgezeichnete Gelegenheit, mich zu bewegen.
Ich bin in einer Kreativgruppe und meine früher viel mehr ausgelebte Freude am Basteln ist wieder gekitzelt worden.
Das möchte ich wieder mehr in meinem Alltag einsetzen.
Ich ernähre mich hier gesund. Viel Gemüse und Obst.
Habe den MorgenStund‘-Brei jetzt schon 2 Mal gefrühstückt und festgestellt, dass er mich gut sättigt, ohne zu beschweren und mit Obst, geröstetem Sesam und Zimt lecker schmeckt.
Mit einem Narbenöl, das ich hier von einer Krankenschwester, die Aromatherapie macht, bekommen habe, wird das harte Gewebe rund um meine hässlich eingezogene Narbe weicher.
Ich gehe schwimmen und stelle fest, wie das meiner Rückenmuskulatur gut tut.
Das möchte ich zu Hause auch wieder öfter machen.
Von meiner Arbeitsstelle sind es sogar nur 15 Minuten zu einer Therme.
Ihr merkt also, diese Tage hier zeigen mir neue Wege.

Die Gespräche mit der Psychoonkologin bringen recht viel ans Tageslicht.
Einen Termin hatte ich bei ihr, da brachen nach 2 Minuten schon die Tränen aus mir heraus.
Hab ihr gesagt, dass ich mir normalerweise schwer tue zu weinen und dann gar vor jemand anderem.
Aber meine Psyche bricht jetzt anscheinend so heftig hervor, dass die Tränen fließen.
Und im Gespräch sind wir dem dann auf die Spur gegangen, warum meine Ratio so im Vordergrund steht und bei welchen Gelegenheiten meine Psyche sich mit Tränen meldet.
Immer dann, wenn ich mir was Gutes tue, wenn es um mich geht, wenn ich erfahren darf, dass es ok ist, dass ich bin wie ich bin und wenn  ich mich erfreue an Kleinigkeiten: einem Lächeln, einem Klang.
Mein inneres Kind wird endlich wahrgenommen.

Gestern wurde vom Reha-Hotel ein Kochabend mit einem Haubenkoch organisiert und wir hatten viel Freude bei der Zubereitung eines 4-gängigen Sommermenüs, das wir dann mit passender Weinbegleitung genossen haben.

Der liebevoll gedeckte Tisch

Köstlichkeiten werden zubereitet

 

Die Nachspeise: Griesauflauf mit Erdbeeren

 

Heute steht bei mir noch eine Physiotherapie-Einheit an und dann Schwimmen.
Und nach der Schwimmeinheit werde ich gleich im Schwimm- und Saunabereich bleiben und es mir bis zum Abendessen so richtig gut gehen lassen. 🙂

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

69. Text_Reha-Zwischenbericht

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Liebe Blogbesucher!

Nun bin ich also bereits den 4. Tag hier, mittlerweile kenne ich mich mit dem Ablauf hier auch schon ganz gut aus.
Ich „arbeite“ täglich meinen Therapieplan ab.
Bis jetzt haben mir alle Therapien und Vorträge sehr gut getan und gefallen.
Und ich merke in der Ruhe und Zeit, die ich hier habe, in dem Bei-mir-Seins, dass ich bis jetzt etwas tief in mir begraben habe.

Bei der Progressiven Entspannung liege ich und plötzlich steigen die Tränen auf.

Keine Ahnung warum. Da ist wohl was in mir drinnen, das raus will.
Aber will ich es rauslassen?
Ich hab Angst davor, Angst, dass ich damit nicht umgehen kann,
Angst, dass es zu weh tut,
Angst, dass es zu massiven Veränderungen kommt, wenn ich ans Tageslicht lasse, was da in mir drinnen steckt.
Aber trotzdem bahnt es sich schön langsam seinen Weg.
Es hat auch damit zu tun, dass ich meinem „inneren Kind“ endlich Aufmerksamkeit zukommen lasse, dass ich etwas tue, das ihm/mir gut tut.
Vor allem bei solchen Themen kommen die Tränen.
Ich sitze und warte auf die Psychologin neben so Klangrohren, in deren Mitte eine Holzkugel hängt und wenn man die auch nur ganz zart bewegt, beginnt sie die Rohre zum Klingen zu bringen.
Und ich sitze im Sessel und bekomme feuchte Augen, etwas rührt sich in mir.
Hatte gehofft, dass das Psychologische Einzelgespräch mir da ein bissel weiterhilft.
Aber im ersten ging es quasi  ums Kennenlernen.
Außerdem dauert es nur 30 Minuten …
Vielleicht komm ich beim nächsten am Montag mehr in Kontakt mit dem, das sich mir mitteilen/offenbaren möchte.

Heute hatte ich mit anderen einen Vortrag über Stressbewältigung und es kam zu einigen Wortmeldungen und damit zu einem Austausch zwischen uns Kurenden.
Am Gang dann kam ich mit zwei Mitbetroffenen ins Gespräch und eine davon spiegelt mir total wider, wie mein Umgang mit mir und der Erkrankung bisher läuft.
Sie hat auch nach der Brust-OP, Strahlentherapie und Antihormontherapie wietergemacht wie bisher.
Beruf und Haushalt geschupft, für alle dagewesen, als ob nichts wäre und hat nicht akzeptiert, dass sie krank ist.
Und nun hat sie Metastasen in den Knochen und der Leber, verabreicht sich selbst mittels Tabletten die Chemotherapie.
Das alles nur mehr lebenserhaltend, da ist keine Heilung mehr möglich.
Sie ist ein Jahr jünger als ich.
Und sie meinte, sie hat diesen zweiten Klescher gebraucht, um wirklich zu begreifen, was sie verändern soll.

Das gibt zu denken.

Ach ja, falls es eine von euch interessiert, wo genau ich zur Reha bin, dann schreibt mir bitte eure persönliche Mailadresse, damit ich euch antworten kann.
So öffentlich will ich das hier nicht tun.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

68. Text Reha

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Liebe Blogbesucher!

Nun bin ich also gestern hier gelandet und muss sagen, dass ich positiv überrascht bin.
Die Einrichtung ist eigentlich ein 4-Sterne-Hotel, in dem auch Privatgäste ihre Zeit verbringen können.
Mein Zimmer ist etwa 28 qm groß, hat eine gemütliche Ecke mit Ohrensessel und geschwungenem Schreibtisch.
Die verwendeten Materialien sind sehr gediegen.
Das Bad ist sehr groß mit einem großen Duschplatz mit so einem großen Regenduschkopf.
Es gibt einen Kosmetikspiegel, einen dreiteiligen Wandspiegel, Föhn samt Diffuser, einen erwärmbaren Handtuchwärmer (da trocknet gerade mein Bademantel), natürlich ein Waschbecken mit großer Abstellfläche.
Verfliest ist es mit großen hell-sandfarbenen Granitfliesen und wird von Deckenspots beleuchtet.
Das Bett spielt alle Stückerl. Ich kann den Kopfteil, den Fußteil verstellen und die Liegehöhe verändern.
Dann habe ich noch einen Flachbildschrim, der schwenkbar ist, je nachdem, ob ich im Bett liege oder im Ohrensessel sitze.

Vor dem Zimmer habe ich einen nach Osten liegenden Balkon mit Tischerl und 2 Sesseln und einer Trockeneinrichtung, die man so ausziehen kann. Ein Fliegengitter schützt vor lästigen Insekten und ich kann auch Außenrollos (aus Stoff) elektrisch herunter- und dann wieder hinauffahren.

Auch alle anderen Räume wie Restaurant, Lobby, Thermenbereich sind sehr freundlich gestaltet mit vielen Kunstwerken aus Natur (halbe Baumstämme, Birkenstämme, Klangkugeln, die von der Decke hängen …). Die Wartebereiche sind mit sehr bequemen Sesseln versehen, wie man sie in eienr Hotellobby findet.

Also alles in allem eine sehr angenehme Atmosphäre.
Auch die Menschen sind alle sehr, sehr freundlich und entgegenkommend.

Gestern hatten alle Neuankömmlinge (etwa 10) Kurzeinführungen der verschiedenen Bereiche: Restaurant-Crew, Kurzführung durch das Haus, Vorstellung der psychologischen Therapiemöglichkeiten.
Der ärztliche Leiter kam persönlich samt Krankenschwester und Pflegehelferin für ein erstes Kennenlernen und Abklären von medizinischen Basisinformationen.  Ich bekam auch einen 4-seitigen Fragebogen, wie meine psachische Sitaution aussieht und welche Beratungssgespräche ich mir wünsche. Aus 8 Gruppen konnte man 3 wählen und sollte die möglichst auch nach Priorität reihen.
Dann war noch eine Sozialarbeiterin da, die abgeklärt hat, ob man soziale Unterstützung oder Infos benötigt.
Das Ärzte- und Schwesternteam ist 24 Stunden da, ich hab auch Notruftaster im Zimmer, um im Falls des Falles jemanden zu rufen.

Heute folgte in der Früh ein Termin bei der Aufnahme mit Blutdruck- und Pulsmessung, Gewicht (ich wollte es gar nicht so genau wissen) und Größe (dafür bin ich 1 cm größer als gedacht) und dann einem EKG. Danach bat mich ein Arzt zum Gespräch und ging mit mir meine Befunde durch und meine soziale Situation, testete dann meine Beweglichkeit, meine Koordinationsfähigkeit udn horchte mich ab.
Dann besprach er mit mir, welche Therapien er mir verordnen würde und ob ich noch einen Bedarf für eine Therapie sehe, die er nicht ins Auge gefasst hätte.

Heute hatte ich dann schon einen Termin bei der Ergotherapeutin und nach dem Mittagessen einen bei der Diätologin. Dann war ich für heute entlassen, was ich für einen Spaziergang in die Umgebung genutzt habe und dann für einen Besuch der Therme, wo ich das Sportbecken und das Massagebecken genutzt habe und natürlich die herrlichen Ruheliegen.

Nach dem Abendessen, das um 17 (!!!) Uhr stattfindet, bekam ich den Therapieplan für die nächsten drei Wochen.
Ich bekomme Ausdauertraining, Ergotherapie-Rückenschule, Psychologische Einzeltermine, Stressbewältigung, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Beckenbodengymnastik (die habe ich noch gewollt), Therabandgruppe (darunter kann ich mir noch nichts vorstellen), Heilmassage des Schulterbereichs, Ergontherpaie Kreativgruppe, Rehabilitation, Achtsamkeitseinheit, Nordic Walking, Unterwassergymnastik, Von Kopf bis Fuß Gymnastikmatte.
Ihr seht also, das absolute Rundumprogramm. 🙂

Am Abend gibt es in der gemütlichen Hotellobby Vorträge oder Musik- bzw. Tanzabende.
Heute kommt irgendein Giacommo – die italiensiche Stimme. 🙂
Für kommende Woche habe ich mich zu einer Kochschule für ein leichtes 4-gängiges Menü angemeldet samt Weinbegleitung.
Es werden auch Ausflüge in die nähere Umgebung angeboten.

Das Essen ist ok. Nicht wirklich berauschend,  ist halt doch in gewisser Weise Massenverköstigung.
Wir können schon eine Woche im Vorhinein unter Vollkost mit und ohne Fleisch und Reduktionskost entscheiden.
Das Frühstücksbuffet ist allerdings wirklich der absolute Hammer – da gibt es wirklich alles, was man sich vorstellen kann.
Dazu Säfte: Multivitamin, Johannisbeere, naturtrüber Apfelsaft, Orangensaft
Zum Trinken steht mittags und abends ein Krug Leitungswasser auf dem Tisch und wenn man alternativ etwas anderes möchte, muss man das bezahlen.
Da ich von zu Hause gewohnt bin, Leitungswasser zu trinken, geht mir also nichts ab.

Ich werde euch weiter berichten – wenn ich neben meinem Therapieeinsatz noch dazukomme bzw. am Abend die Augen offen halten kann. 😉

Liebe Grüße
Eure Patentsocke, die es sich gut gehen lässt. 🙂

67. Text_Kurznews

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Liebe Blogbesucher!

Nun ist also meine Urlaubswoche auch schon wieder um.
Heute am Abend bin ich beim Klassentreffen der Klasse aus der Schule, in der ich die 1. und 2. Klasse Mittelschule verlebte.
Also irrsinnig lange her schon das Ganze.
1982 gab es mal ein Klassentreffen, zu dem ich auch geladen war, da hab ich ja einige noch wiedererkannt.
Das ist aber auch schon wieder 20 Jahre her!!!
Aber wie das wohl heute wird?
Ich bin jedenfalls schon gespannt.
Zur Sicherheit hab ich ein Klassenfoto von damals mit und der Einladung war ein Foto der Maturklasse beigefügt.

Außerdem bin ich nach dieser Schule in noch drei Mittelschulen gewesen – und da tue ich mir manchmal mit der Zuordnung, mit wem bin ich in welche Schule gegangen, schwer.
Wird also lustig, wenn ich heute von jemandem rede, die/der in einer anderen Schule mein/-e Kollegin/Kollege war.

Das Wochenende selbst möchte ich möglichst entspannt mit viel lesen, spazieren gehen, garteln verbringen.
Am Montag muss ich dann nochmal richtig viel arbeiten.
Konnte es im Urlaub nicht lassen und war via Webmail in meinem Arbeitsmail-Eingang.
Daher weiß ich, dass für ein Projekt einige Unterlagen eingegangen sind, die ich am Montag noch abspeichern muss und dann organisieren muss, wer sich weiter darum kümmert.

Ich wünsche euch allen jedenfalls ein schönes, angenehmes Wochenende!
Eure Patentsocke

PS
Hinter mir liegt schon ein Riesenberg an Gewand und Utensilien (Bücher, Befundmappe, Schuhe, Waschzeug, Fotoapparat, MP3-Player …) für die Reha.
Das geht nie und nimmer alles in den Koffer rein.
Da muss ich wohl noch aussortieren.