Archiv für den Monat Mai 2012

66. Text_FreiZeit

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Liebe Blogbesucher!

Diese Woche habe ich Urlaub. 🙂
Gestern und heute habe ich mit Shopping verbracht, da ich ein paar Utensilien und ein bissel Gewand für meinen Reha-Aufenthalt benötige.
Also gestern haben wir eigentlich hauptsächlich für Kleintochter eingekauft, die in letzter Zeit einen Wachstumsschub hingelegt hat und neue Sommerkleidung benötigt.
Außerdem ist sie ja jetzt Teenager und da ist der Kleidungsstil auch ein anderer als noch vor einem Jahr. 😉

Am Nachmittag haben wir meine Mutter und eine gemeinsame Bekannte in einem entzückenden kleinen Salon de Thé getroffen.
Mit Tee, Quiches, Tartes, Macrons und netten Gesprächen ist die Zeit nur so dahingelaufen.
Abends kamen wir dann  erschöpft zu Hause an.
Ich war wirklich froh, die Beine hochlegen zu können.

Heute gleich in der Früh war ich bei der Fußpflege und habe dann in der Apotheke ein paar Medikamente für die Kur eingekauft.
Danach ging es dann zum Shopping für mich und ich habe tatsächlich einige schöne Sachen gefunden. 🙂
Irgendwie ist es momentan komisch, weil ich den Eindruck habe, dass die Fettablagerungen am Bauch mehr werden, die Waage aber kein Gramm mehr an Gewicht anzeigt.
Verdrängt da die Fettmasse die Muskeln?
Und das, obwohl ich zum Medical Fitness Training gehe?

Heute Abend besuche ich noch einen Vortrag über Psychoonkologie.

Ja, und bei all dem genieße ich ganz einfach die freie Zeit.
Und das im Wissen, dass nach einem einzigen Arbeitstag am Montag drei Wochen Reha anfangen mit ganz viel Entspannen.
Hoffe ich halt.
Ich war ja noch nie auf so einer Kur.
Ich hab so Gedanken, ob ich mich da wohl „eingesperrt“ fühlen könnte.
Oder ist es doch eher so wie „Urlaub“?
Ich hoffe, dass die Therapien meinem Körper und meiner Seele gut tun werden.
Ich hoffe, dass diese Tage ohne Verpflichtung mir Zeit geben, mehr in mein Inneres gehen zu können, zu erfahren, was meine Bedürfnisse sind, mich auf mich zu besinnen.
Ich merke seit einiger Zeit, dass in mir irgendetwas unruhig ist, eine Veränderung möchte.
Aber ich habe absolut keine Idee, in welche Richtung die Veränderung gehen soll.
Vielleicht geben mir diese Tage und Erfahrungen, die ich hier mache, eine Richtung, was momentan nicht in Balance ist.

Da ich meinen Laptop mitnehme, kann ich ja immer mal meine Erlebnisse hier posten.

Liebe Grüße!
Eure Patentsocke

 

65. Text_Vorträge online

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Liebe Blogbesucher!

Für alle, die es interessiert, hier ein Link:
http://www.leben-mit-krebs.at

Links findet ihr im Menü den Punkt „Vorträge“.

Nach der kostenlosen Registrierung kann man sich die aufgelisteten Vorträge ansehen.
Die Vorträge sind teilweise solche aus dem Workshop der Cancer School für Interessierte (Betroffene, Angehörige, in Ausbildung stehende ….), der momentan zum 2. Mal an vier Abenden Basiswissen vermittelt.

Liebe Grüße
Patentsocke

64. Text_Paris-Impressionen vom 4. Tag

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Liebe Blogbesucher!

So, heute habe ich wieder mal genug Muße, den Reisebericht von unserem 4. und letzten Tag in Paris zu schreiben.

Der Wetterbericht sagte für den Vormittag bis zum frühen Nachmittag sonniges Wetter voraus und kündigte Regenschauer ab dem Nachmittag an.
Dementsprechend beschlossen Großtochter und ich, die „Außen“plätze zuerst zu besuchen und am Nachmittag das Musée d’Orsey anzusteuern.
Da ich den Friedhof Pére Lachaise schon immer einmal besuchen wollte, fuhren wir zuerst zu ihm und gingen durch diesen parkartigen und auf einem hügeligen Gelände angelegten größten Pariser Friedhof. Dort sind auch viele berühmte Persönlichkeiten wie Jim Morrison, Edith Piaf, Yves Montant etc. begraben. Wir waren aber nicht auf eine VIP-Tour aus und schlenderten ohne den Plan, wo wer seinen letzten Ruheplatz gefunden hat, durch den Friedhof. Es gibt viele kuriose und bombastische Grabplastiken zu sehen und die ruhige Atmosphäre des Platzes trägt das Ihrige zu einem ruhigen und entspannten Schlendern bei.

Unser nächstes Ziel war der Canal du Martin, der mit seinem baumgesäumten Ufer, den Schleusenstellen und den schmalen Brücklein  an die holländischen Kanäle erinnert. Man kann auch eine Bootsfahrt auf dem Kanal buchen, dazu war unsere Zeit aber zu kurz, also wollten wir ein Stück zu Fuß gehen.
Gerade als wir nach einem Stück des Weges beschlossen hatten, ein wenig weiter vorne auf einer Bank am Kanalufer auszuruhen, begann es zu tröpfeln. Aus dem Tröpfeln wurde leichter Regen, der immer heftiger wurde.
Also gemütlich am Wasser zu sitzen war damit nicht mehr möglich und wir beschlossen, zurück zur Metrostation zu gehen.
Und was soll ich euch sagen. Dort angekommen, hörte der Regen auf.
Wir beschlossen, trotzdem zum Musée d’Orsey weiterzufahren.
Dazu mussten wir erst Notre Dame ansteuern, um dort in die RER C (Schnellbahn) einzusteigen. Das ist ein ganz eigenes Erlebnis, weil man in einer Untergrundstation steht und plötzlich der gesamte Tunnel mit einem zweistöckigen Schnellbahnzug ausgefüllt ist.
Wir also eine Station gefahren und beim Museum ausgestiegen.
Als wir auf dem Vorplatz ankamen, stellten wir fest, dass eine Menschenschlange vor dem Eingang wartete und dass wir wohl mit einer Stunde Wartezeit rechnen müssten. Da wir gesamt nur mehr 2,5 Stunden hatten, bevor wir zurück zum Hotel fahren mussten, um unser Gepäck abzuholen und zum Flughafen zu fahren, war uns das zu lange und wir beschlossen, uns den Museumsbesuch für einen weiteren Paris-Besuch aufzuheben.
Damit mussten wir uns aber neu orientieren, was wir stattdessen noch besuchen wollen und wie wir das öffentlich erreichen.
So wurden die Galerie Vivienne und das Palais Royal unser neues Ziel.
Die Galerie Vivienne – eine glasüberdachte und mit Mosaikfußboden ausgestattete Geschäftspassage – ist eine von rund 20  altmodischen Passagen, die zwischen 1820 und 1840 errichtet wurden und deren Glasdach und Holzvertäfelung restauriert wurden und luxuriösen Ladengeschäften Platz bieten.


Da wir Hunger hatten und wussten, dass das Speisenangebot im Flieger nicht unbedingt unseren Hunger stillen wird, suchten wir ein Lokal auf, in dem wir an den berühmten kleinen Straßentischerln ein Mittagessen einnahmen.
Nach der Labung ging es weiter zum Palais Royale, das einst für Kardinal Richelieu als Stadtpalais errichtet wurde. In seinem Inneren beherbergt das Gebäude einen wirklich schönen Garten, den viele Menschen nutzten, um die mittlerweile wieder hervorgekommene Sonne zu genießen. Ein paar Männer konnten wir beim Petanque-Spielen beobachten. Den Garten umsäumen Arkaden, in denen Geschäfte und Restaurants untergebracht sind.

Fassade des Palais Royale

Garten des Palais Royale


Am anderen Ende der Grünalanlage, dort, wo die gestreiften, unterschiedlich hohen Säulenstümpfe des Künstlers Daniel Buren stehen, grenzt die Comédie Francaise an das Palais und durch einen Ausgang gelangt man auf die Rue de Rivoli.
Hier entschieden wir uns, ein Café aufzusuchen, unter dessen Arkaden ein Tischlein frei wurde und genossen noch Limonade und Espresso und noch einmal den Blick auf die vorbeischlendernden Menschen.

Zurück ging es dann zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten und uns Richtung Flughafen aufmachten. In der RER-Station mussten wir den ersten Zug, der gerade abgefertigt wurde, fahren lassen, da wir nicht mehr ins das völlig überfüllte Abteil hineinkamen.
Dann mussten wir aufpassen, da diese Schnellbahnlinie sich knapp vor dem Flughafen teilt und man Gefahr läuft, einen Zug zu besteigen, der zwar auch RER B heißt, aber nicht den Flughafen anfährt.
Nach etwa 10 Minuten Wartezeit kam der nächste passende Zug und wir schoben uns mit Dutzenden anderen Menschen samt unserer Koffer in die Schnellbahn. Wie die Sardinen standen wir eingeklemmt in der Hitze und ich  fürchtete schon, dass wir den langen (45 Minuten) Weg so zubringen würden müssen.
War aber nicht so, denn bei der Station Gare Nord verließen viele Personen den Zug und wir ergatterten sogar einen Sitzplatz.
Am Flughafen waren wir schon 2 Stunden vor Abflug, bekamen die gleichen Sitzplätze wie beim Hinflug und passierten nach dem Einchecken und der Kofferabgabe die Sicherheitsschleuse.
Da Terminal 3 klein ist, gibt es dort nur ein Duty-Free-Geschäft, das wir heimsuchten.
Dann noch bei einem kleinen Lokal, das an einen Kiosk erinnerte,  einen Snack  besorgt und dann gingen wir zum Gate.
Der Heimflug verlief sehr angenehm und nach Abliefern meiner Großtochter bei ihrer Wohnung fiel ich müde nach Mitternacht ins Bett.

Das waren also unsere sehr ausgefüllten Tage in Paris und ich muss sagen: Ich habe sie sehr genossen! 🙂

Liebe Grüße an euch
Eure Patentsocke

63. Text_Paris-Impressionen vom 3. Tag

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Liebe Blogbesucher!

Heute erzähle ich euch von unserem dritten Tag in Paris.
Wir starteten wieder nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel gegen 10 Uhr. Unser Ziel war Montmartre  und die Kirche Sacré-Coeur.
Das Wetter war wieder besser: Sonnenschein bei etwa 18 bis 20 Grad.
So richtig herrlich, um die Gegend zu erkunden. 🙂

Mit der Metro fuhren wir zur Station Blanche, die sich als Ausgangspunkt für den Spaziergang hügelaufwärts nach Montmartre anbietet. Denn gleich beim Aufgang der Metrostation leuchtet einem das rote Mühlenrad des Revuetheaters Moulin Rouge entgegen.


Dabei ist schon der Metroeingang mit seinem Jugendstil-Schild sehenswert.

Bergauf geht es durch die Rue Lepic – und landet mitten in der Welt von Amèlie Poulin, bekannt aus dem Kinofilm „Die wunderbare Welt der Amèlie“.
Man geht vorbei an dem Café des 2 Moulins, in dem die Titelheldin als Serviererin arbeitet.

Statt gemütlich mit der Seilbahn den Montmartre zu erklimmen, haben wir uns entschlossen, gemütlich durch die netten Gassen zu schlendern und über die Treppen den Höhenunterschied zu überwinden.

Wir kamen auch zum Place Emile Goudeau, an dem sich einst Picassos Atelier befand.

Nach der Steigung erreicht man den Place du Tertre, der von den Touristen nur so überschwemmt wird. Die vielen Lokale rund um den Platz haben auf dem Platz ihre Freiluftgastronomie errichtet und damit die Porträtmaler, die früher den Platz frequentierten, verdrängt.
Ein paar von den Künstlern begegnet man rund um den Platz mit ihren Stiften und Zeichenblocks auf der Suche nach Willigen, die sich porträtieren lassen wollen.
In vielen der Loakle werden im Straßenverkauf Crepes mit diversen Füllungen (Nutella, Maron, Marmelade, Zucker …) angeboten. 3 Euro muss man dafür schon hinblättern, aber ich hab mir eine gegönnt. 🙂

Und dann hatten wir es geschafft: Wir kamen zur Kirche Sacré-Coeur, deren weiße Fassade hell im Sonnenschein strahlte.
Auf den Stufen mit dem unvergleichlichen Blick auf Paris saßen die Touristen und genossen den Moment.
Meine Tochter und ich haben das natürlich auch gemacht.

Während Tochter sich danach noch in den Geschäften umsehen wollte, zog es mich in die stillen Gässlein hinter der Kirche und zum Weinberg von Montmartre.
Hier ein paar Impressionen von der abseits des Touristenstroms gelegenen Gegend.

Hausfassade

Cabaret Au Lapin Agile

Weinberg

Dann ging es den Montmartre wieder hinunter.

Weiter fuhren wir mit der Metro nach Bercy Village. Dort entstanden in ehemaligen Weinhauerkellern Lokale mit viel Freiluftgastronomie und Geschäfte. Im Sommer finden dort auch viele Konzerte statt, die die Besucher bei freiem Eintritt genießen können.

Nach einem Rundgang fuhren wir wieder zurück nach Paris und steuerten den angeblich schönsten Stadtplatz von Paris – den Place des Vosges – an.
Elegante Renaissancepavillons aus roten Ziegeln umschließen die kleine Grünanlage symmetrisch an allen vier Seiten – nur unterbrochen durch einen kleinen Straßendurchbruch.
Wir haben es uns im Halbschatten auf einer Parkbank gemütlich gemacht und dem Treiben auf dem Platz zugesehen
Die Wiese wurde sowohl von Familien als auch jungen Leuten bevölkert.

Danach schlenderten wir durch die Pariser Straßen zu unserer Metrolinie, fuhren erst zu unserem Hotel (ich wollte den Web-Check-in erledigen) und dann zu unserem Lieblingslokal, wo wir den Tag an dem Straßentischerl mit einem köstlichen Abendessen ausklingen ließen.
Da wir ein wenig später dran waren, fragte ich meine Tochter, ob wir es gemütlich angehen und die Dämmerung abwarten, um dann die paar Schritte zu den Champs des Mars zu gehen, um den Eiffelturm beleuchtet auch noch zu erleben.
Sie war natürlich sofort von der Idee angetan und wir brachen bei Einbruch der Dunkelheit vom Lokal auf.
Und der Anblick des erleuchteten Turms war schon sehr sehenswert.

HIER STÜNDE JETZT DAS FOTO VOM EIFFELTURM BEI NACHT.
GOLDSONNE HAT MICH DARAUF AUFMERKSAM GEMACHT, DASS ES PROBLEME GEBEN KÖNNTE.
DAFÜR MUSS MAN LIZENZ ZAHLEN …. WAS ES NICHT SO ALLES GIBT …
MÖCHTE NATÜRLICH KEINE LIZENZ BEZAHLEN UND KEINE PROBLEME BEKOMMEN.
DARUM, LEIDER, KEIN SCHÖNES FOTO. 😦

 

Und natürlich gingen wir näher und näher und als ich bemerkte, dass beim Sondereingang gar keine Menschen anstanden, meinte ich, ob wir auch bei Nacht mal rauffahren sollen und uns Paris von oben bei Nacht ansehen sollen.
Na das hätte ich wohl nicht zu fragen brauchen.
So nutzten wir meine Spezialkarte also nochmals und fuhren hinauf.
War das ein Anblick!
Die glitzernd leuchtenden Lichter von Paris, der beleuchtete Triumphbogen, die symmetrisch angelegten Straßenzüge …
Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und meine Tochter meinte, dass ihr Paris bei Nacht noch besser gefiele als bei Tag.
Gegen 22.30 machten wir uns an den Abstieg und da waren noch so viele Menschen auf dem Eiffelturm, wie ich es nie erwartet hätte.
Bis 00.45 kann man ja den Eiffelturm hinauf.

Zurück über die Champs des Mars zur Metrostation und zurück ins Hotel, wo wir knapp nach Mitternacht müde, aber glücklich und zufrieden ins Bett plumpsten.

Das war unser 3. Tag.
Vom 4. und letzten berichte ich demnächst.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

62. Text_Paris-Impressionen Fortsetzung

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Liebe Blogbesucher!

Der zweite Tag war wettermäßig nicht so optimal, es hatte etwa 16 Grad und der Himmel war wolkenbedeckt.
So beschlossen wir, einmal bis zur Station Madleine zu fahren, da wir am Vortag vom Oberdeck des Buses aus einen Sephora-Shop entdeckt hatten. Unter den Unwissenden wie ich es bis dahin eine war: Das ist ein Kosmetiktempel.
Und da meine Tochter eine Affinität zu Kosmetik hat (sie möchte auch gerne die Ausbildung zum Make up Artist machen) und sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt, weiß sie einfach alles zu den verschiedenen Marken, welche gut sind, welche Kollektionen gerade aktuell sind etc.
Also den Sephora-Shop erkundet und da ich nach einiger Zeit darin nichts mehr für mich entdecken konnte (ich bin nicht so der Kosmetik-Fan), hab ich meine Tochter alleine weitertesten lassen und bin zur Pinakothek und hab mich dort in einem wirklich tollen Papiershop umgesehen und auch ein paar nette Dinge erstanden.

Da das Busticket von der L’Open Bus Tour auch am zweiten Tag noch gültig war, nutzten wir das aus und fuhren erneut auf der Hauptlinie bis zu den Champs Elysées und verließen den Bus, um die Prachtstraße hinaufzumarschieren.
Welch Glück, dass es dort auch einen Sephora und diesmal einen echt megagroßen gab. 😉
Also Tochter nichts wie hinein.

Danach weiter die Prachtstraße hinauf und dann enterten wir den Bus beim Triumphbogen.

Da die Linie diesmal so fahren konnte, wie vorgesehen, war der übernächste Halt beim Trocadero.
Wir also wieder ausgestiegen und Richtung Trocadero marschiert und ich war schon gespannt auf die Reaktion meiner Tochter, wenn wir ums Eck kommen und der Eiffelturm so vor einem liegt.
Und tatsächlich: Sie hat tief durchgeatmet und gemeint: „Wow, ist das toll!“


Wir sind dann über den Trocadero hinunter zur Seine und zum Eiffelturm und haben dort wieder einen Bus bestiegen.

Da es mittlerweile nicht mehr nur Grau in Grau war, sondern es auch zu regnen begonnen hatte, beschlossen wir, den Tag als Shoppingtag enden zu lassen und waren noch bei Au Printemps und in der Galerie  La Fayette, die für ihre tolle Glaskuppel mit dem bunten Glasmosaik berühmt ist.



Glaskuppel  &  Detail der Glaskuppel

 

 

 

Und nach all dem Shopping war der Tag dann auch schon in den Abend übergegangen und wir beschlossen, unsere Taschen ins Hotel zu bringen und dann wieder mit der Metro zu „unserer“ Brasserie zu fahren.


Man isst ja in diesen Brasserien an so winzig kleinen Tischerln, die Sessel sind alle zur Straße hin ausgerichtet, damit kann man so richtig bequem die vorbeiflanierenden Menschen beobachten.
Das haben auch wir ausgiebig getan und sind danach wieder retour ins Hotel und müde ins Bett gefallen.

Das war unser zweiter Tag und von den anderen beiden berichte ich in den nächsten Einträgen.

Liebe Grüße
Eure Patentsocke

61. Text_Paris-Impressionen

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Liebe Blogbesucher!

Ich bin seit Freitag 23 Uhr wieder im Lande.
Die vier Tage mit Großtochter in Paris waren sehr erlebnisreich.

Aber alles der Reihe nach und außerdem gibt es so viel zu berichten, dass ich das nicht alles heute preisgeben werde.
Es werden sich also alle gedulden müssen und die nächsten Tage meinen Blog beobachten. 😉
Ankunft am 1. Mai um 8 Uhr morgens. Übernächtigt (ich bin erst spät eingeschlafen, habe unruhig geschlafen und da wir um 4 Uhr auf dem Flughafen sein mussten, läutete der Wecker um 3 Uhr) und auch ohne viel im Magen zu haben – damit auch irgendwie nervlich ein bissel angeschlagen – verließen Großtochter und ich den Terminal, um zur RER (Schnellbahn) nach Paris zu gelangen. Vor uns ging ein asiatisches Pärchen, beide mit kleinen Trolleys, sie ein helles Kostüm, hochhackige Pumps und eine Handtasche.  Knapp vor dem Erreichen des Bahnhofsgebäudes (zu rechter Hand stehen die Roissy-Busse nach Paris) überholen wir das Pärchen, weil sie mit ihren hohen Schuhen eher dahintrippelte,  ihr Freund ging mittlerweile auch knapp vor ihr, und werden aufmerksam, weil wir plötzlich einen spitzen Schrei hören, uns umdrehen und ich sehe, wie ein paar Zettel durch die Luft fliegen. Denk noch, dass ihr die aus der Hand gefallen sind, als ich bemerke, wie ein Typ im Kapuzenpulli zu einem langsam fahrenden Auto läuft mit ihrer Handtasche in der Hand und dort reinspringt. Der Freund des Mädchens ließ alles liegen und stehen und spurtete hinterher, riss die Hintertüre des Autos auf und verschwand im Fond. Ich denk mir noch: Wenn die mit ihm jetzt fortfahren und ihn an irgendeiner Ecke rauswerfen – verprügelt oder noch viel schlimmer …, als die Beifahrertüre aufgeht, ein Typ mit Kapuzenpulli rausspringt und den Freund aus dem Auto rauszerrt, ihn dort auf der Straße liegen lässt, ins Auto springt und dieses losfährt.
Und das alles ging so schnell, dass ich mich heute noch ärgere, weil ich mir das Kennzeichen ja hätte merken können.
Ich war in dieser Situation aber zuerst einmal damit beschäftigt, zu kapieren, was da abläuft und dann von dem Geschehen so paralysiert, dass ich wie das Kaninchen vor der Schlange einfach nur dagestanden bin.
Ich hab gezittert und eigentlich wollte ich nur mehr umdrehen und mit dem nächsten Flieger nach Hause.
Tochter und ich haben dann geschaut, dass wir so schnell als möglich ins Bahnhofsgebäude und unter Leute kommen.
Zu dem Pärchen ist schon ein Security des daneben liegenden Ibis-Hotels hin.

Das war also unser Einstieg: ziemlich heftig.
Aber auch lehrreich, weil wir dann immer recht aufmerksam waren, welche Leute um uns herum sind.

Mit dem RER und zwei Metrolinien ging es zum Hotel, das in einer sehr netten, gemütlichen Gegend von Paris lag.
Die Metrolinie war ca. 300 Meter vom Hotel entfernt und eine, die direkt ins Zentrum führte.
Das Hotel war einfach, aber sauber und da wir ja ohnehin nur zum Schlafen auf dem Zimmer waren, hat es unseren Ansprüchen genügt. Im Sommer möchte ich allerdings nicht darin wohnen müssen, da es unklimatisiert ist und unser Fenster auf den Innenhof ging und auf dem Geländer des französischen Balkons ab und zu die Tauben saßen.
Also offenes Fenster wäre unmöglich (zumindest für mich).
Wir haben uns dann auf in die Stadt gemacht und sind an der Station Opéra aus dem Untergrund, wo uns – bevor wir noch oben ankamen – bereits laute Stimmen, Musik und skandierende Rufe empfingen. Und als wir aus den Tiefen endgültig auftauchten, waren wir mitten in einer Kundgebung. Menschen, französiche Fahne schwingend, bewegten sich auf eine Tribüne zu und auf den Plakaten erkannte ich, dass wir mitten in eine Veranstaltung von Marine Le Pen gelandet waren.
Schnell weg und zu unserem eigentlichen Zielort: dem Sightseeingbus L’Open Bus Tour mit Hop-on-Hop-off-Modus.
Die ersten Busse waren oben im Freiluftbereich total besetzt, sodass wir erst einmal eine vis a vis gelegene Brasserie aufsuchten und mir bewusst wurde, dass Paris ein teures Pflaster ist. Salate, Sandwiches etc. nicht unter 9 Euro.  Und nicht nur dort, wo die Touristenströme solche Preise  „rechtfertigen“, sondern auch in Nebengassen oder im Bezirk, in dem unser Hotel stand. Mit 15 Euro für ein Essen muss man rechnen – also meine Essensrechnungen machten immer zwischen 30 und 40 Euro aus.
Da Dienstag auch in Paris Feiertag war, konnten wir auch auf keinen Supermarkt ausweichen und mussten an den offenen Kiosken an den Touristen-Hotspots unser Trinken kaufen. Ein halber Liter Cola um 5 Euro!!!!

Ich bin abgeschweift: Also das Busticket gekauft und da aufgrund der Demonstrationen (Herr Sarkozy belegte den Trocadero, La Pen die Oper etc.) bekamen wir die Information, dass die am 1. Mai gekauften Eintages-Tickets deshalb auch am nächsten Tag gültig wären. Na prima! 🙂
Wir haben dann vom Oberdeck aus alles genossen, was der Bus angesteuert hat – wir haben natürlich die Hauptroute gewählt mit Notre Dame, Seine, Place de la Concorde, Champs Elysées, Triumphbogen (Trocadero musste umfahren werden), Eiffelturm, Dome des Invalides …
Eine Runde haben wir mal mitgemacht, ohne den Bus zu verlassen und dann entschieden, bei der 2. Runde bei Notre Dame auszusteigen, weil dort ums Eck auch ein netter Blumenmarkt zu finden war.  Den haben wir auch besucht:

Neben allerhand Blumen gab es auch jede Menge netter Accessoires.
Also ich musste mich sehr zurückhalten, dort nicht in den Kaufrausch zu verfallen.
Aber wie sollte ich das alles (Blumentöpfe, Wandbilder …)  nach Hause transportieren?
Frau Landgeflüster, das wäre auch etwas für Sie gewesen! 🙂
Habe auch die Auslagenscheibe eines Anbieters samt Internetadresse  fotografiert und muss mich mal schlau machen, ob man dort online einkaufen kann und die Ware ins Ausland verschickt wird.

Dann sind wir weiter der Seine entlang, haben bei den Bouquinists gestöbert und an der Pont du Neuf vorbei die Pont des Arts besucht, deren Geländer mit Vorhangschlössern vollgehängt ist. Liebende hängen diese dorthin, nachdem sie  die Schlösser mit ihren Initialen versehen haben und werfen den Schlüssel dann in die Seine als Zeichen, dass ihre Liebe unauflöslich ist.

Bei der nächsten Busstation bestiegen wir wieder den Bus und fuhren weiter.
Ich muss schon sagen, dass diese Bustour am Oberdeck sehr fein ist:
Man bekommt einen guten Überblick und auch ein Gefühl für die Stadt und ihr Flair.
Mit der Metro ist man ja immer im Untergrund unterwegs und bekommt gar nicht mit, wie die Umgebung so aussieht.

Am Place de la Concorde musste der Bus an der Station länger stehen, bis Leute aus- und andere eingestiegen waren und Ticktes gekauft hatten. So hörte ich in der Endlosschleife über die Kopfhörer das Lied  „Au Champs Elysées“ und musste natürlich gleich an die Exilbayerin denken, der das Lied eines Morgens nicht aus dem Kopf gegangen war.

Den nächsten Halt machten wir beim Eiffelturm und staunten, weil eine Menschenschlange anstand, die unübersehbar lange war. Ich habe so eine Spezialkarte, mit der ich samt Begleitperson auf ziemlich viele hohe Türme der Welt gratis rauf darf und da ist praktischerweise der Eiffelturm auch drunter. Ich also zur Kasse für Gruppenreservierungen (da stand nämlich niemand an) und nachgefragt, wo ich mit dieser Spezialkarte den hin müsse. Zum Eingang für Vorreservierungen bei der blauen Fahne, bekam ich zur Antwort. Wir also an der langen Menschenwarteschlange zum Eingang mit der blauenFahne, dort ziemlich weit nach vorne und nach 20 Minuten Anstellen sind wir beim Aufzug gestanden. Wir haben dann geschätzt, dass die Menschen in der Warteschlange bestimmt 4 Stunden anstanden, um überhaupt einmal zur Tageskasse zu kommen.
Danach muss dann jeder warten , egal ob mit Reservation oder „Normalticketbesitzer“, um in einen Aufzug zu kommen.
Wir haben gestoppt, dass wir so 30 Minuten benötigten, um zur obersten Plattform zu kommen (der Zwischenstopp auf der unteren Plattform nicht mitgerechnet).
Ja, und dann haben wir den tollen Blick über Paris genossen.
Gut, ich muss zugeben, ein bisschen mulmig war mir da oben schon.
Aber mutig genug, um dort oben sogar die Toilette zu benutzen. 😉

Eiffelturm                                                                                                                                      


                                                                                                                                                                                                                                                                    

 

 

 

 

 

 

 

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Nach dem Erlebnis, Paris vom Eiffelturm aus gesehen zu haben, marschierten wir durch den Parc du Champs de Mars und da es nun schon Abend war, suchten wir eine dort gelegene Brasserie auf (La Terrasse), die wir für den Rest unseres Aufenthalts zu unserm Lieblingslokal wählten und jeden Abend dort einkehrten und die Speisekarte durchprobierten. 🙂

Nach dem Essen dann zurück ins Hotel, Dusche genommen und schon recht bald eingeschlafen.

Ja, und für die, die es interessiert: Ich berichte bei nächster Gelegenheit über unsere weiteren Reiseerlebnisse.

Habt noch einen angenehmen Sonntag.
Ich genieße diesen vor einer sehr arbeitsintensiven Arbeitswoche.

Eure Patentsocke