Archiv für den Monat Februar 2012

36. Text_Gääääähn

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Liebe Blogbesucher!

In letzter Zeit spüre ich am frühen Nachmittag immer Müdigkeit und hätte am liebsten ein Sofa, auf dem ich mich langstrecken könnte.
Geht aber im Job natürlich nicht.
Heute war es besonders schlimm, ich habe immer wieder herzlich gähnen müssen und war sowas von streichfähig.
Keine Ahnung, ob das von den Bestrahlungen ist oder die Frühjahrsmüdigkeit.

Egal aber auch, was es ist, es trägt nicht unbedingt dazu bei, dass ich mich wohl bei der Arbeit fühle, wo ich doch aufmerksam und konzentriert meinen Job erledigen will.
Ich merke auch, wie ich schon bei kleinen Alltagsproblemen so ein inneres „Na nicht das auch noch“ habe und sowas von unwillig bin, mich damit auseinanderzusetzen. Jetzt sind das keine weltbewegenden Probleme. Da geht es darum, etwas erledigen zu müssen, was aber in ein paar Tagen auch noch geschehen kann, dass ich etwas einkaufen sollte, was aber nicht zur Hungersnot in meinem Haushalt führt, wenn ich das nicht am selben Tag mache.
Ich schau‘ mir dann dabei zu, wie ich unwirsch werde, unwillig, grantig, wie ich gleichzeitig realisiere, dass ich diesen oder jenen Handgriff ja gar nicht gleich machen muss und dann gleich wieder grantig auf mich bin, weil ich da so „nachlässig“ bin,
Mit einem Wort: Ich kann es mir selbst gerade gar nicht recht machen.
Mir steht mein Perfektionsanspruch im Weg.
Aber perfekt sein geht im Moment eben gar nicht.
Verlangt auch kein anderer von mir … nur ich selber.

Zuletzt hatte ich solche Momente als ich meine Schilddrüsenmedikamente nehmen musste.
Jede kleinste Entscheidung zu treffen war ein Horror.

Apropos Schilddrüse. Hab gestern meine Blutwerte von meinem Check vorigen Montag bekommen – alle im Normbereich, Kontrolle in 6 Monaten, keine Medikamentation nötig, Jodkarenz weiter einzuhalten und keine jodhaltigen Kontrastmittel.
Wenigstens das passt! 🙂

So, und jetzt bleib ich weiter faul auf dem Sofa liegen und mach einfach gar nichts mehr.

Liebe Grüße an euch
von einer superschlappen Patentsocke

35. Text_Bergfest :-))

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Liebe Blogbesucher!

Heute hatte ich „Bergfest“ bei meinen Bestrahlungseinheiten – ich habe 15 Einheiten, also die Hälfte der Gesamtanzahl, geschafft! 🙂
Und zur Belohnung erfuhr ich heute, dass morgen wegen der Servicierung des Gerätes keine Bestrahlung stattfindet.
Da kann sich meine Haut ein bissel erholen – heute hat sie sich nach der Bestrahlung schon ein bissel mehr bemerkbar gemacht.

Mich selbst belohne ich auch mit zwei Zeitausgleich-Tagen übernächste Woche.
Werde mit meiner Freundin wieder einen Kulturtag einlegen mit leckerem Frühstück im Café des Museums und anschließendem Ausstellungsrundgang. Am Nachmittag hab ich mir dann einen Friseurtermin ausgemacht.
Ich glaub‘, so kurz wie im Jänner lass‘ ich mir die Haare nicht mehr schneiden, die dürfen jetzt wieder so Nackenlänge erreichen. Trotzdem gehören sie ein bissel in Form gebracht … und vermutlich gönne ich mir nach Langem auch wieder ein paar hellere Strähnen darin, aber so, dass es wie natürliche helle Strähnen aussieht.
Und den darauffolgenden Tag hab ich dann auch gleich frei, da werd ich ein bissel shoppen gehen und außerdem kommen alle meine Kids wieder zum Abendessen. Das kann ich dann in aller Ruhe vorbereiten.

So, ich mach‘ jetzt Schluss, weil meine Eltern kommen in Kürze zu mir und Kleintochter auf einen Spieleabend.
Zu spät darf es ohnehin nicht werden, da Kleintochter morgen Englisch-Schularbeit hat.

Euch allen auch einen angenehmen Abend!
Eure Patentsocke

34. Text_Montagsstarter – noch schnell, bevor der Tag um ist. ;-)

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Hier also meine Antworten auf Martins Montagsstarter:

 

1. Alles neu auszumalen wird auch bald nötig sein.

2. Leckere Kuchen und Torten backen – das kann ich.

3. Muss ich morgen wirklichwieder arbeiten?

4. Ich brauche bald eine ordentliche Auszeit zur Erholung.

5. Chaos herrscht in meinem Vorzimmerkasterl.

6. Ich denke oft an die Umgestaltung meiner Küche , aber bis jetzt habe ich die Pläne noch nicht in die Realität umgesetzt.

7. Danke an alle lieben Wegbegleiter.

8. Für die neue Woche stehen bei mir ein Spieleabend  und Kofferpacken auf dem Plan.

Allen Blogbesuchern einen angenehmen Montagabend!
Patentsocke

33. Text_Wochenend‘ wie Kurzurlaub

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Liebe Blogbesucher!

Dieses Wochenende verbringe ich nach langer, langer Zeit wieder im Häuschen des Meinigen am anderen Ende der Stadt.
Früher waren wir regelmäßig alle 2 Wochen (wenn Kleintochter Papa-Wochenende hat) in seinem Refugium. Da lebte aber auch noch Großtochter bei mir und konnte die Katze versorgen. Dann zog Großtochter aus und Katzenversorgung machte meine Mutter.
Dann musste ich die Katze einschläfern lassen (akutes Nierenversagen) und ich konnte – ohne meine Mutter immer einsetzen zu müssen – meine Tage bei dem Meinigen verbringen.
Kleintochter hatte den Tod ihrer geliebten Katze (mit der sie ja quasi aufgewachsen war) kommentiert mit: Du weißt, ich überstehe das nur, wenn wir wieder eine Katze bekommen.
Da hab ich mich noch zurückgehalten, weil mir der Tod der Katze ziemlich nahe ging und ich das erst mal verdauen musste und nicht diese geliebte Katze gleich durch die nächste ersetzen wollte.
Außerdem war es die letzten Wochen schon recht anstrengend gewesen mit täglicher Tablettengabe und ein bis zwei Mal die Woche zum Tierarzt.
Na ja, dann verstrichen so zwei Monate und ich bemerkte, wie mir das Umschnurren und Umstreichen einer Katze bei der Gartenarbeit und im Haus sehr fehlten und  …. was soll ich sagen.
Jetzt haben wir gleich zwei: Kater (kastriert) und Katze (sterilisiert), aber aus unterschiedlichen Würfen.
Und jetzt muss ich halt auch immer meine Mutter bitten, sie zu versorgen, wenn ich nicht zu Hause bin.
Und da meine Eltern 4 Wochen auf Reisen waren, konnte ich in der Zeit nicht zum Meinigen und wir haben die Wochenenden bei mir verbracht.
Ja, und so Wochenenden in seinem Haus sind für mich wie Kurzurlaub. Irgendwie ist es einfach anders, wenn ich nicht meinen Alltag rund um mich habe. Klar sauge ich bei ihm und mach den einen oder anderen Handgriff im Haushalt, aber trotzdem sieht mich nicht an allen Ecken und Enden die Arbeit an.
Also eigentlich kann ich es gar nicht in Worte fassen, stelle ich gerade fest, aber es ist so und ich genieße das.
Zudem liegt sein Haus nahe einem Naturschutzgebiet, in dem es sich mit Spaziergängen oder – in der warmen Jahreszeit – mit Radausflügen wunderbar ausspannen lässt.
Ich wohne ja auch am Rande der Stadt – am anderen Ende sozusagen -, aber dennoch müsste man bei mir einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf nehmen, um so richtig in der Natur zu sein.

Ich hab dem Meinigen vorgeschlagen, dass wir doch am Samstag gleich nach dem Frühstück ins Grüne aufbrechen  und spazieren gehen könnten und dann bei dem urigen Gasthaus, das direkt neben dem Parkplatz und damit „Einstieg“ zu der Spazierrunde liegt, Mittagessen gehen könnten.
Es ist nämlich so, dass im Fall, dass er das Mittagessen kocht, der Vormittag schon mit seinen Vorbereitungsarbeiten belegt ist und nach dem Essen ist er meist vom Kochen und Essen so müde, dass er sich nicht direkt danach aufraffen kann, das Haus zu verlassen, und wenn er dann schon auf dem Sofa liegt gleich einmützelt und bis er dann wieder munter ist, ist auch der Nachmittag nimmer so lang.

Tja, und da kam mir der Gedanke, dass wir das Problem eben mit Auswärtsessen lösen können.
Gesagt, getan.
Wir haben ein bissel länger geschlafen, gefrühstückt und sind dann gleich aufgebrochen. 1,5 Stunden sind wir durch den lichten Wald spaziert, die Sonne kam durch die Wolken und hat gewärmt und wir haben es genossen, draußen an der frischen Luft zu sein. Die Runde führte uns um ein stehendes Gewässer herum, auf dem noch als letzte Überbleibsel der eiskalten Tage eine Eisschicht war, doch neben dem Weg haben schon hellgrüne Spitzen den Frühling angekündigt. Genauso die Vögel, die um uns in den Bäumen herumwuselten und zwitscherten. In der Ferne war das Klopfen eines Spechts zu hören. Der Weg war teilweise noch gatschig und wir mussten ganz an den Rand ausweichen, um halbwegs trocken voranzukommen. Aber mit dem richtigen Schuhwerk ist das auch kein Problem.
Und nach der Runde kehrten wir in das urige Wirtshaus ein, das innen rundum mit Holz ausgestattet ist, am Tresen lehnen Männer in Arbeitsgewand und halten sich an ihrer Bierflasche fest, ältere Ehepaare mit Kleinhund sind dort genauso zu Gast wie Radfahrer, die im schlammbespritzten Trikot Platz nahmen.
Der Meinige gönnte sich eine  geröstete Blutwurst mit Sauerkraut und Bratkartoffeln und ich mir ein Schweinsschnitzel mit Kartoffelsalat. Ja, nicht gerade die gesündeste Kost, aber heute sind wir mit Penne mit Gemüse (Zucchini, Tomaten, Zwiebel) und Schafkäse wieder vegetarisch unterwegs. Da ist so ein deftiges Mittagessen schon mal drinnen.
Am Nachmittag kamen dann noch Freunde, die in seiner Nachbarschaft wohnen, zu uns auf Kaffee und Kuchen und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag mit Plausch.
Heute bleiben wir wohl eher im Haus, der Himmel ist wolkenverhangen und es bläst ein recht starker Wind.
Ich sitze auf dem Sofa des Meinigen und tippsle hier herein, er ist an seinem Compi und liest sich durch die Tageszeitungen.
Nicht mehr lange und er wird in der Küche das Mittagessen zubereiten, während ich auf dem Sofa faulenze und in einem Buch lese.
Mit der Biografie vom Ben Becker bin ich gestern fertig geworden, jetzt habe ich mir wieder einen Krimi genommen.
So werden wir auch den Nachmittag gemütlich verbringen und irgendwann wieder zu mir nach Hause aufbrechen.
Normalerweise fahre ich am Montag von ihm aus direkt zur Arbeit, aber ich muss ja morgen wieder in der Früh auf der Radioonkologie parat stehen … und den Stress, in der Früh im Morgenberufsverkehr durch die Stadt zu stauen, den tue ich mir nicht an, also fahren wir heute zu mir rüber.
Das wird auch die Katzis freuen, wenn sie mit uns kuscheln können. Der Kater liegt ja bevorzugt auf meinem Bauch sobald ich das Sofa erklimme. Da liegt er dann wie ein Baby eingerollt oder auch mal ausgestreckt in meiner Armbeuge. Sie ist ein bissel zurückhaltender und legt sich gerne neben uns – mit Körperkontakt. Aber ab und zu legt auch sie sich auf dem Rücken auf meinen Bauch, lässt sich den Bauch kraulen und schnurrt wie eine Nähmaschine. 🙂

So, dann werde ich hier jetzt Schluss machen und mich auf Mörderjagd in meinem Buch begeben. 😉

Der Meinige klappert mittlerweile schon mit dem Kochgeschirr und es wird nicht mehr lange dauern und es wird hier wieder köstlichst riechen.

Ich wünsche allen noch einen angenehmen Sonntag!
Eure Patentsocke

32. Text_Mitten in der Woche

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Liebe Blogbesucher!

Wieder mal ein kurzes Lebenszeichen von mir hier.

Wirklich Weltbewegendes kann ich gar nicht berichten, die Tage kommen und gehen, bieten lustige, schöne und auch ärgerliche Situationen.
Jeder Tag beginnt ja mit dem Termin auf der Radioonkologie und obwohl das für mich ja jetzt wirklich kein großer Aufwand ist (kurzer Weg ins Spital, kaum Wartezeit …) merke ich schon, wie der Gedanke, dass ich von 30 Einheiten heute erst die 11. bekommen habe und wenn ich beim Ansehen der unbelaubten Bäume vor dem Wartebereich mir überlege, ob ich die wohl noch austreiben sehe, die noch folgenden 4 Wochen als lästig lang empfinde.
Mein Brusthof beginnt jetzt schon empfindlich zu sein, man kann zwar keine Rötung erkennen, aber jede Berührung quittiert er mit einem leichten Schmerz.
Und weil ich oben geschrieben habe, dass der Aufwand für mich nicht groß ist, ich hab mitbekommen, dass das auch gaaaaaanz anders sein kann:
Ich hatte ja mit Kleintochter vor Anfang Jänner 4 Tage skifahren zu gehen und hatte da auch schon ein Quartier gebucht.
Da dann klar war, dass man meine OP nicht erst im Jänner machen möchte – rückblickend gesehen eine gute Entscheidung, da ja schon ein Karzinomembolus auf dem Weg zum Wächterlymphknoten gewesen war und die assistierende Ärztin nach der OP gemeint hat, wenn wir bis Jänner gewartet hätten, wäre es möglich gewesen, dass die Lymphe schon befallen gewesen wäre -, musste ich den Urlaub, für den ich schon eine Anzahlung geleistet hatte, stornieren.
Habe den Vermietern ein Mail geschrieben, in dem ich meinte, dass ein Befund mein Leben ein bissel auf den Kopf stellt und ich deshalb leider vermutlich nicht kommen kann (war mir nämlich nicht so klar, ob ich nicht trotz OP fahren kann, ich hab dann aber selber irgendwie realisiert, dass das keine so tolle Idee wäre) und bis wann ich Bescheid geben muss und wie das mit der bereits überwiesenen Anzahlung aussieht.
Da kam ein total liebes Mail retour, in dem mich die Vermieterin  ansprach und meinte, sie hätte aus meinen Zeilen rausgelesen, dass ich einen Krebsbefund bekommen hätte und dass sie vor 9 Jahren Gebärmutterkrebs gehabt hätte.
Und für ihre Bestrahlung ist ihr Vater jeden Tag um 6.30 mit dem Auto vor der Türe gestanden, um sie dann ins Spital zu fahren, das 55 Kilometer weit weg lag, damit sie für ein paar Minuten behandelt wird. Und das lief auch 6 Wochen lang.
Und meine Anzahlung hat sie mir sofort rückgebucht.
Dafür haben wir jetzt einen wirklich netten Mailkontakt und vielleicht schaffe ich es ein paar Tage  in der Karwoche – kommt halt auf die Schneelage an -, mit Kleintochter hinzufahren.
Freu mich echt, sie persönlich kennenzulernen!

Ich muss auch sagen, dass ich durch diese ganze Krebssituation hier auf den Blogseiten gelandet bin
und sehr bereichernde Kontakte erleben darf.
Und daher hat meine Erkrankung auch seine absolut positive Seite.
Und ich möchte diese Seite der Medaille absolut nicht außer Acht lassen.

So, jetzt möchte Kleintochter mit mir fernsehen und ich mach hier Schluss.

Habt einen angenehmen Mitten-der-Woche-Abend! 😉
Patentsocke

31. Text_Montagsstarter

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Liebe Blogbesucher!

Bevor ich in diese Woche starte – heute gleich mit einer Spitalstour. Denn nach der Bestrahlung auf der Radioonkologie muss ich wieter zur Nuklearabteilung, dort werd ich nach den neuesten Neuigkeiten gefragt – na da hab ich denen diesmal viel zu erzählen – und dann wird Blut abgenommen.

Patientin bin ich dort, weil im Herbst 2009 eine Überfunktion der Schilddrüse (man sprach auch von der Autoimmunerkrankung Morbus Basedow) festgestellt wurde. Das Ganze auch erst, nachdem ich den Notarzt bei mir hatte, weil ich dachte, mein letztes Stündlein hat geschlagen. Ok, die Anzeichen hatte ich schon 9 Monate lang – Hitzewallungen, 12 Kilo an Gewicht verloren und eine Hyperaktivität, die allen anderen aufgefallen ist, nur nicht mir.
Und dann der „Zusammenbruch“, die Diagnose und dann Therapie mit Thiamazol, absolutes Verbot von körperlicher Anstrengung, da ich einen Ruhepuls von permanent 110 hatte und  – bis heute – Jodkarenz (also keine Meerestiere und -fische), das jetzt aber nicht mehr so streng ist, ich darf also ab und zu Shrimps-Spaghetti genießen und andere Köstlichkeiten.

Dass unter der Tabletteneinnahme meine 12 Kilo bald wieder oben waren, brauch ich wohl nicht dazusagen. Dazu kam ein absolutes Distanzbedürfnis – was sich in einer Partnerschaft auch nicht gerade als das Highlight herausstellt – und eine innere Aggressivität. Hätte jeden, der mir begegnete, umbringen können, auch wenn mir der ganz freundlich entgegentrat. Nun, es pflastern jetzt keine Leichen meinen Weg, weil ich mich zurückhalten konnte. Das hat aber auch ziemliche Anstrengung gekostet, diese Aggressivität nicht rauszulassen. Thiamazol darf man nur 18 Monate nehmen und da bei meinen Blutchecks, die anfangs in kurzen Intervallen stattfanden, die Werte immer besser wurden, reduzierten sich die Tabletten und nach 18 Monaten (also vorigen Mai) konnte ich ganz damit aufhören. Danach die Sorge (mehr der Ärzte als meine, ich war interessanterweise immer der Meinung, dass das Thema jetzt „gegessen“ ist), dass ganz ohne Medikament die Werte wieder hochschnellen und doch eine OP ansteht. Jetzt werden so alle 4 Monate Blutwerte ermittelt.
Da aber beim Blutcheck, der anlässlich der Brustkrebs-OP gemacht wurde, diese Werte auch abgefragt wurden und sie im Normalbereich lagen, gehe ich davon aus, dass nun – 2 Monate später – sich da nichts geändert hat.

So, jetzt aber zu meinen Antworten auf Martins Montagsstarter:

1. Ich mag eigentlich nicht, dennoch muss ich heute zur Arbeit fahren.

2. Bücher, davon krieg ich nie genug.

3. Neu in meiner Wohnung ist eine Zeremonienmaske aus Südafrika.

4. Jeden Tag  würde ich gerne mit einem Lächeln beginnen.

5. Frühling sollte jetzt aber wirklich bald kommen.

6. Zähneputzen ist wichtig.

7. Der Samstagsjausennachmittag mit meinen Lieben war mein Wochenend-Highlight.

8. Mit Spitalstermin startet meine neue Woche und mit dem Wochenendeinkauf am Freitag wird sie enden.

So, und jetzt ab zur Therapie!

Euch einen angenehmen Start in die Woche!
Patentsocke

30. Text_Sonntag, kein Sonnentag

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Liebe Blogbesucher!

Eigentlich gibt es nichts Spektakuläres zu berichten, aber ein bissel was tut sich ja immer.
Diese Woche habe ich die Bestrahlungen Montag bis Freitag gehabt und muss schon sagen, dass sich meine Haut am Freitag dann schon mehr bemerkbar gemacht hat (mittlerweile hat sie sich wieder beruhigt). Nicht richtig schmerzhaft, aber schon ein bissel unangenehm, wenn bei jeder Bewegung die Kleidung auf der Haut „reibt“ und die das gar nicht gutiert.
Ich war trotzdem am Nachmittag brav bei meinem Medical Fitness Training.
Meine Mutter, der ich Zeit meines Lebens immer zu dick war (auch als ich 42 kg wog, hatte ich ihrer Ansicht nach zu breite Hüften um Hosenröcke zu tragen!), meinte in letzter Zeit mehrfach, dass ich ihr schlanker vorkomme.
Dabei zeigt meine Waage immer das gleiche Gewicht, das meines Erachtens ruhig 5 bis 7 Kilo weniger sein könnte.
Der Meinige äußert zwar immer, dass er mein Hüftgold liebt, aber ich meine, ich könnte ein bissel weniger vertragen.
Nun, ich bin ja schon froh, dass ich noch nicht zugenommen habe, was ja eine Nebenwirkung der Medikamente sein soll (durch Wasserablagerungen im Gewebe).

Aber zurück zum Medical Fitness Training:
Ich merk einfach, wie mir diese körperliche Betätigung an den Geräten gut tut.
Habe weitere 10 Einheiten bezahlt und so werde ich weiter fleißig meine Mukis trainieren.

Gestern am Nachmittag kam mein Ältester samt Familie, ich konnte also wieder ausgiebig mit meinem Enkelkind schmusen.
Ok, diesmal war es ein wenig unwirsch und hat mich niedergebrüllt und ich musste feststellen, dass ich trotz eigener vier Kinder – und damit sicher einem gewissen Maß an Baby-Kenntnissen – bei einem „fremden“ Kind doch gleich nervös werde, was ich wohl falsch gemacht haben könnte.
Jedenfalls hat eine Milchgabe und eine Runde Schlaf dann das Babygemüt wieder beruhigt und meine Eltern, die dann auch noch dazukamen, konnten als Urgroßeltern ein zufriedenes und sie anlächelndes Urenkerl schaukeln.
Unfair find ich das.
Großtochter war auch mit dabei und es war ein echt nette, gemütliche Nachmittagsrunde.
Der als Premiere gebackene Apfel-Mohn-Kuchen kam bei allen gut an, nur mir hat er nicht soooo geschmeckt.
Er war eigentlich sehr flaumig und auch saftig (Zutaten u. a. Honig, Apfelraspeln, Haselnüsse, Mohn), aber vielleicht war mir gestern nicht so nach Mohn, obwohl ich den sonst total gerne habe.

Heute habe ich mich mit Kleintochter schon in die Alpen begeben, weil sie in Biologie das Exzerpieren lernt.
Nebstbei macht der Meinige gerade das Rindfleisch in Rotweisauce – es riecht schon wieder sowas von lecker.
Nach dem Essen werden Kleintochter und ich auf der Spielkonsole mal wieder die Prinzessin aus den Klauen des Bowsers retten.
Ja, und in der Biografie von Ben Becker werde ich auch weiterlesen.

So, das war es auch schon wieder mit meinen Alltäglichkeiten.

Einen angenehmen, geruhsamen Sonntag wünsche ich euch!
Patentsocke

PS. Hätte ich doch beinahe vergessen, dabei steht es in der Überzeile: Das Wetter präsentiert sich heute Grau in Grau und grade fängt es zu nieseln an. Kein Rausgehwetter, nein, ganz und gar nicht! Nicht mit mir.

29. Text_Oh Wunder

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Liebe Blogbesucher!

Bei der heutigen Bestrahlung empfing mich im Bestrahlungsraum wieder der schweigsame Mann von letzter Woche … und siehe da … der richtet heute das Wort an mich, redet tatsächlich mit mir.

Gestern hatte ich eine nette Dame und als sie mich mit dem Bestrahlungstisch runterließ, meinte sie: „Sie sind fertig.“
Darauf ich launig : „Ja, fix und fertig.“ Antwortet sie: „Na das wollen wir nicht, dass wir Sie fix und fertig machen.“
Das war für mich das Stichwort, ihr zu sagen, dass ich mich vorige Woche gar nicht wohl gefühlt hatte, weil keiner mit mir geredet hatte. Es wäre mir klar, dass es für sie Alltagsroutine sei, aber als quasi frisch gefangte Patientin wäre ich über erklärende Worte sehr froh gewesen.
Jetzt weiß ich nicht, ob das alle in dem Überwachungsbereich Anwesenden mitbekommen haben, weil man ja angeblich eine Sicht- und Sprechverbindung aus dem Strahlenraum dorthin hat.
Jedenfalls stand gestern auch der schweigsame Mann dort …

Aber eigentlich egal warum, es tut gut, persönlich angesprochen zu werden.

*****

Sonst ging der Tag heute ziemlich unspektakulär über die Bühne.

Das Wetter war aprilmäßig und wechselte zwischen heftigen Schneefällen aus dem dunkelgrauen Himmel und nach 10 Minuten schien wieder die Sonne vom blauen Himmel, um sich nach weiteren 20 Minuten wieder hinter Wolken zu verstecken.
Jedenfalls lagen die Temperaturen am Nachmittag bei 4 Plusgraden.

Ins Haus habe ich mir schon ein bissel Frühling geholt –

mit einer Hyazinthe im Wasserglas, die ich als Knolle ins Dunkel stellte und jetzt, sobald die Knospe sichtbar wurde, ins Zimmer holte,
es ist für mich immer ein kleines Wunder, dass in dieser Knolle so viel Schönheit und Leben steckt.

einer Schneerose im Pflanztopf, die ich dann in meinen Garten setzen kann und die mich hoffentlich kommendes Jahr wieder mit ihren Blüten erfreut.

Und die Nachbarn, die am Sonntag zur Jause bei uns waren, brachten einen Tulpenstrauß mit.

Ein fröhlich bunter Frühlingsgruß

Ich will jetzt nicht unbescheiden sein, aber ich freue mich schon darauf, wenn im Garten der Frühling auch wieder Einzug hält.

Liebe Grüße!
Patentsocke

28. Text_Dienstagslied

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Das Lied rührt irgendwas in mir drinnen an, das ich nicht mit Worten ausdrücken kann (Lyrics am Ende des Blogs):

Euch allen einen angenehmen Dienstag!
Ich geh jetzt zu meiner Therapie, auf dass ich strahlend durch den Tag wandle. 😉

Eure Patentsocke

 

here be friends…
here be heroes…
here be sunshine…
here be grey…
here be life…
here love lies bleeding…
memories so hazy…
and dreams that drove me crazy

here be down…
here be paradise…
here be starbright…
here be pain…
here be smiles in eyes like rainbows…
my father and my mother…
my sisters and my brother –
pictured within

where there’re shadows ill met by moonlight…
there are dragons I have slain…
and here be bright eyes with hair so golden…
sunrise and sunset and running free…
and laughing at the rain

here be home…
here be travellin’…
here be thunder…
here be blue…
and Sometimes heaven and thoughts of wonder…
the Miracle of children…
a poet and a pilgrim

kith and kin – pictured within
lose and win – pictured within

27. Text_Montagsstart

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Liebe Blogbesucher!

In den Montag bin ich zwar schon vor einigen Stunden gestartet – und ihr wohl auch 😉 -, jetzt komme ich dazu, meine Antworten auf Martins Montagsstarter zu schreiben:

1. Griechenland ist eine  schöne Urlaubsdestination.

2. Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende.

3. Kann ich bitte irgendwann mein Spiegelbild mögen?

4. Wenn ich doch nur endlich wieder warme, sonnige Tage im Garten genießen könnte.

5. Rohpopcorn muss ich dringend besorgen.

6. Schneerose ist mein Lieblings-Frühblüher.

7. Whitney Housten war wohl auch eine vom Leben gebeutelte.

8. Für die neue Woche habe ich mir vor allem gute Nerven für die tägliche Spitalstour und Leisetreten in der Arbeit vorgenommen.

*****

Sonst gibt es zum Montag nicht viel zu berichten.
Den Bestrahlungstermin hatte ich heute wieder mit den beiden gesprächigen Damen … sehr angenehmer Start in die Woche.
Meine Arbeitskollegin hat am Wochenende eine starke Verkühlung erwischt und blieb zumindest heute noch zu Hause, arbeitsmäßig war es aber auch für mich alleine gut zu bewältigen.
Abends bin ich noch zum Medical Fitness Training gegangen.

Und jetzt liege ich faul auf dem Sofa, merk, dass ich doch schon ein wenig müde bin und werde wohl demnächst ins Bett gehen und in meinem Buch weiterlesen, bis die Äuglein zufallen.

Ach ja, ich bekam noch per MMS ein Foto meines strahlend lächelnden Enkelkindes.
Ist das schön, so ein fröhliches kleines Menschlein zu sehen.
Am Freitag kommt es mich ja mit seinen Eltern besuchen und ich werde es wieder genießen zu schmusen und zu schäkern …
Darauf freue ich mich schon seeeeeehr! 🙂

Alles Liebe für euch!
Patentsocke