256. Text_Auszeit

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Liebe Blogbesucher!

Bezüglich der Erzählungen zu unseren „großen“ Reiseplänen für Anfang kommenden Jahres, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.
Heute schreib ich euch ein paar Zeilen zu unseren vergangenen drei Tagen, die wir wieder sehr angenehm und auch arbeitsam verbracht haben.
Aber arbeitsam ist mit Herzensglück ja auch immer angenehm. 🙂

Freitag am frühen Nachmittag fuhren Herzensglück und ich in ein Nachbarbundesland und quartierten uns dort in ein Hotel mit Wellnessangebot ein.
Wir bezogen unser hübsches Zimmer und gingen gleich in den Wellnessbereich.
Also eigentlich nur in den Außenpool, da der Magen schon knurrte und die Enstcheidung zu fällen war, ob wir mit knurrendem Magen wellnessen oder gleich zum Essen fahren. Darum entschlossen wir uns für einen Mittelweg und gingen nur schwimmen. Der Außenpool führte auch ins Innere und dort entdeckten wir erhöht positioniert einen Whirlpool, den wir sofort in Beschlag nahmen, die Düsen in Betrieb setzten und es genossen, im warmen Wasser von den Massagedüsen durchgewalkt zu werden.
Noch eine Runde in dem –  sich nun wesentlich kühler anfühlenden Außenpool – und zurück ins Zimmer.
Auf ging es zu einem Lokal, das auf dem Hügel thront und von dem aus man einen herrlichen Blick in die Lansdschaft hat.
Die Qualität des Essens und die Größe der Portionen konnten mit dem Blick durchaus mithalten.

Samstag begannen wir mit einem reichhaltigen Frühstück im Wintergarten, da es uns draußen doch eine Spur zu kühl war.
Da wir am Vortag neugierig in die diversen Räume und den Saunarium-Bereich geschaut hatten, wussten wir bereits, dass es im Raum der Stille hinter halbtransparenten Vorhängen eine große Ruhefläche gab.
Diese steuerten wir sofort an und machten es uns auf ihr für den Rest des Tages gemütlich.
Zwischen lesen und schlafen und Gesprächen gingen wir in die Sauna, in den Whirlpool und das Außenbecken und hatten all diese Bereiche bis zum frühen Nachmittag ganz für uns alleine.
Ich konnte wirklich herrlich entspannen – es ist doch etwas anderes, als zu Hause, wo ich  diesen und jenen Handgriff sehe, der zu erledigen ist, und eigentlich nie ganz zur Ruhe komme.
Am frühen Abend machten wir uns ausgehfertig, da wir Karten für eine Oper bei einem Freiluftfestival hatten. Die Opernaufführungen finden dort vor der Kulisse des Schlosses statt und beziehen Außenteile des Schlosses in die Handlung immer mit ein. Man sitzt auf Tribünen unter dem freien Sternenhimmel – gut, der war bei der Aufführung nicht wirklich sternenklar.
Ich hatte eine sehr große warme Decke mitgenommen (unter Herzensglücks kritischen Augen und der Anmerkung, dass meine Reisetasche wieder mal vieeeeel größer wäre als seine und ob ich nicht eine kleinere Decke mitnehmen wolle …), die mir gute Dienste leistete … und Herzensglück dann auch, denn der fror wie ein Schneider. Anscheinend verlangte sein Körper nach den heißen Saunagängen nach mehr Wärme. Jedenfalls teilte ich mir die Decke mit ihm und in der Pause holte er aus dem Auto dann eine Umzugsdecke, die wir immer im Kofferraum haben, und den 2. Teil konnte er dann gewärmt genießen.
Meine Eltern waren für die Aufführung mit Freunden auch gekommen, blieben nur eine Nacht und wohnten in einem anderen Quartier, und da vor der Aufführung vor dem Schloss diverse Spezialitäten der Region angeboten werden, hatten wir einen gemütlich Einstieg in den Abend.
Die Aufführung selbst war wieder sehr schön und gefiel uns sehr gut.
Zurück im Hotelzimmer stellten wir uns dann an den französischen Balkon, um vielleicht eine Sternschnuppe zu sehen, da der Himmel aufgeklart hatte.
Und tatsächlich: Kaum, dass wir umarmt am Fenster standen, sauste eine ganz helle, nahe Sternschnuppe herunter.
Was für ein schönes Symbol.
War es doch knapp nach Mitternacht und daher mein Geburtstag schon angebrochen.

Gestern genossen wir noch Frühstück und dann ging es heimwärts … also erst in Herzensglücks Wohnung, da der Bücherschrank und 10 Umzugskisten übersiedelt wurden.

Wir haben also den Schrank teilweise zerlegt, um den Abtransport einfacher zu gestalten, hängten Bilder ab, zogen Nägel aus der Wand und montierten eine Vorstellwand ab.
Der Mann, der die Küche von Herzensglück kauft, erledigte den Transport des Schrankes und der Kisten und stellte den Bücherkasten in unserem Heim wieder auf.
Dann waren wir gefordert, die jahrzehntealte Staubschicht aus den Regalen zu wischen.
Den Mittelteil haben wir noch eingeräumt, dann packte uns der Hunger und nach dem Essen die Müdigkeit.
Heute werden noch die Regalbretter der beiden breiten Kastenteile gesäubert und dann der Schrank eingeräumt.
Wir mischen seine und meine Bücher … wie hat mein Herzensglück gestern mit Augenzwinkern gemeint: Immerhin sind wir ja jetzt verheiratet. 😉
Nun gut, unsere CDs haben wir schon lange vor Antrag und Heirat zusammengemischt und es hat sich damals schon gut und selbstverständlich angefühlt, das „Mein und „Dein“ zu einem „Wir“ zusammenzuführen.
Unser Haus wird nun nach und nach zu einem wirklichen Wir. Sachen von ihm und mir gehen eine harmonische Koexistenz ein, dazu kommen gemeinsam ausgewählte Dinge.

Schön ist das und mit so viel Wohlgefühl verbunden.

Es grüßt euch eure
immer noch und immer noch mehr herzensglückliche
Patentsocke

 

255. Text_Es wird ernst

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Liebe Blogbesucher!

Herzensglück gibt seine Wohnung auf –  wir reden ja schon länger davon, dass er sie Ende September zurückgibt …  vor ein paar Tagen hat er die Kündigung nun tatsächlich abgeschickt.
Jetzt ist es ernst – bis dahin müssen wir alle seine Habseligkeiten übersiedelt haben.
Und hat er mir immer vorgeschwärmt, dass er kein „Aufheber“ ist, stellt er jetzt selber fest, dass da so einiges auftaucht, an das er gar nicht mehr gedacht hat.
Sein Schuhkontingent hat sich z. B. explosionsartig vergrößert.

Unsere Freizeitbeschäftigung ist nun also die Wohnungsräumung.
Nach der Arbeit ist sie unser Meeting Point.

Aussortieren und bestimmen, was mitkommt und was er entsorgt, das muss natürlich er machen.
Die großen Gegenstände wie Sofa (da stand mein altes drinnen, weil seines ja schon voriges Jahr übersiedelt ist), Bett, Vitrinen, Couchtisch, Schrankraummöbel und auch die Küche sind verkauft.
Und bis auf die Küche, die diesen Monat abgebaut und weggebracht wird, und den Bücherschrank, der in unser Zuahse übersiedelt, ist schon alles weg.
Nun stehen noch unzählige Kisten, Taschen, Sackerl oder einfach nur „Häufchen“ herum und warten darauf, geordnet behandelt zu werden. Sei es nun, dass sie in die Umzugskisten kommen oder zur freien Entnahme an eine von unserer Heimatstadt angebotene Sammelstelle kommen, damit sie noch jemanden erfreuen, der sowas benötigt (Gläser, Kochgeschirr, Bücher, Decken …)

Kommende Woche übersiedelt sein Bücherschrank (und 10 Umzugskisten) in unser Heim. Somit baute ich meine Bücherschränke ab, verkaufte sie und auch bei uns zu Hause stehen nun Kisten und Taschen mit Büchern herum und warten darauf, in den neuen Kasten eingeräumt zu werden.
So oft wie die letzten Wochen habe ich all die Bücher noch nie in der Hand gehabt. 😉

Wenn ich „den Auftrag“ bekomme, die Küche oder das Bad komplett auszuräumen, denn da wäre in den Kasteln nichts mehr, an dem er hängt, ich soll halt schauen, ob ich noch was sehe, was wir benötigen könnten, dann sortiere ich und werfe weg. Und frag ihn dennoch häufig, ob er das wirklich nicht aufheben mag.

So leert sich die Wohnung …, aber keine Bange, es gibt noch genug zu tun.
Ich frag ihn dann, wie es ihm damit geht, weil er von sich behauptet, keiner zu sein, der Veränderungen liebt. Und außerdem hat er von seiner Wohnung immer als seinen Rückzugsort, seine Burg gesprochen. Er hatte sie wirklich zu einer Wohlfühloase gemacht. Ich kann mich noch an den Tag erinnern, als ich ihn nach seiner 3-Monate-Reise vom Flughafen abgeholt und zur Wohnung gebracht hatte und mit ihm hinaufgegangen war, wie wohl ich mich gleich gefühlt hatte.

Schon vor ein paar Monaten sagte er, sie sei eine Belastung für ihn und er würde sie lieber heute als morgen abgeben. Es waren aber noch ein paar Dinge bzgl. Umbauten zu klären und Ablöse etc.

Und er sagt, dass es für ihn eine Erleichterung sei, dass sich das nun dem Ende nähert, dass es für ihn total in Ordnung ist.
Mir ist bewusst, dass er ganz schön viel aufgibt.

Parallel richteten wir uns UNSER Zuhause im ursprünglich nur MEIN Zuhause ein.
Es ist erstaunlich, was sich in den letzten 18 Monaten alles getan hat, wie gemütlich, durchdacht, befreit von Ballast es nun ist.

Wir waren/sind ganz schön fleißig.

Für kommendes Jahr haben wir bereits beschlossen, dass wir keine „Baustelle“ aufreißen.
Kommendes Jahr wollen wir mit dem Roller am Wochenende die Umgebung erkunden, Ausflüge machen …

Und eine große Reise im März 2018 haben wir auch schon organisiert.
Davon aber in einem anderen Post mehr.

Es grüßt euch eine sehr herzensglückliche
Patentsocke

 

254. Text_Zeig mir deine Freunde und …

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… ich sag dir, wer du bist.

Liebe Blogbesucher!

Ende vergangener Woche kamen Freunde meines Herzensglücks auf ihrer Heimreise bei uns vorbei und blieben bis Sonntag.
Ich verstand mich auf Anhieb sehr gut mit ihnen, schon der erste Abend endete nach Mitternacht.

Freitag hatten Herzensglück und ich uns freigenommen. So stand einem gemütlichen Frühstück nichts im Weg. Das Wetter schön, also nichts wie raus auf die Terrasse und mit viel Plaudern die ertse Stärkung des Tages eingenommen.
Für den Abend ware der Besuch von Herzensglücks Trauzeuge mit Frau schon seit Längerem ausgemacht.
Dazwischen lagen also noch genügend Stunden.
Da die beiden begeisterte Geocacher sind, hatten sie natürlich schon nachgesehen, wo in unserer Umgebung so Caches zu finden seien.
Und ich staunte nicht schlecht – quasi an jeder Ecke.
Herzensglück hat eine Zeitlang auch Geocaches gesucht, sodass er wusste, wie das so abläuft.
Also war ich das absolute Greenhorn in dieser Runde.

Und für diejenigen unter euch, die jetzt gar nicht wissen, wovon ich schreibe, bekommen ein bissel „Einblick“ … also  so viel ich halt darüber erfahren habe.
Geocaches sind versteckte „Dosen“ (die können in unterschiedlich Größe und Ausprägung auftreten, meist sind es Filmdosen), in denen sich ein Zettel befindet, auf den sich jeder, der diese Dose gefunden hat, mit Datum und seinem Cacher-Namen einträgt (zu Hause wurde dann noch in einer Cacherliste eingeloggt, dass man erfolgreich war).
Der „Weg“ zu diesen Caches ist ganz unterschiedlich.

Auch wir haben am Freitag die unterschiedlichsten Caches gefunden.
Manche gehören zu einer Reihe von Caches, bei manchen musste man Rätsel lösen und hat damit die Koordinaten bekommen, unter denen sie zu finden sind (und dann sucht man oft noch minutenlang), manche hatten Hinweise zum Auffindungsort und man musste die Augen offenhalten.
Manche waren gar nicht so einfach zu finden.

Jedenfalls hat es immens viel Spaß gemacht und wir waren 4 Stunden und 8 Kilometer weit unterwegs.
Und ich habe Lunte gerochen.
Das möchte ich jetzt öfter machen.

Abends kamen dann unsere anderen Freunde und wir hatten einen wirklich total gemütlichen, spaßigen Abend.
Jeder unterhielt sich mit jedem.
Die Männer kochten thailändische Gerichte in der Küche, wir Frauen tratschten auf der Terrasse, dann wurde gemeinsam gegessen und getrunken.
Kleintochter aktivierte ihre Shisha.
Der Tabakgenuss ging in der Runde herum.
Bis 2 Uhr in der Früh waren wir beisammen.

Samstag startete wieder mit gemütlichem Frühstück, dann bereitete ich einen Kuchen für die Nachmittagsjause, zu der mein Cousin mit seiner Frau kamen.
Wieder wurde es ein sehr geselliges Beisammensein.
Es wurde viel geredet, gelacht … und dauerte fast bis Mitternacht.

Sonntag wieder Frühstück, von dem ich aufbrach, weil ich mit meinem Klienten ein Treffen vereinbart hatte.

Als ich zurückkam, waren die Freunde bereits aufgebrochen und Herzensglück und ich genossen den Tag mit lesen und Gesprächen.
Wir hatten beide den Eindruck, dass sich alle unsere Freunde untereinander sher gut verstanden haben, dass es eine sehr zwanglose und vergnügte Atmosphäre war, jeder am anderen interessiert, offen für viel verschiedene Themen.
Herzensglück meinte dann: „Meine Mutter sagt immer ,Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist‘“.
Ich glaube, wir sind sehr gesellig, weltoffen, interessiert an anderen Menschen …

Von den Durchgereisten hörte Herzensglück noch, dass ich ein „Volltreffer“ sei und er und ich so viel Gemeinsamkeit und Liebe ausstrahlen und dass das wirklich gut passt.

Schön, wenn unsere Liebe und unser WIR auch ein bissel zu den anderen Menschen strömt.

Es grüßt euch
eure herzensglückliche
Patentsocke

 

253. Text_Sonne, Musik, Freunde

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Liebe Blogbesucher!

Mittlerweile ist unsere Küche fertiggestellt und wenn ich vor dem ganzen Chaos noch ein wenig zurückhaltend mit meiner Euphorie war, ob sie mir dann auch gefallen würde oder ich mich erst an sie und ihre neue Atmosphäre gewöhnen müsste, so kann ich heute sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick. 🙂

Sooo schön, soooo funktionell, soooo geräumig, sooo wunderbar, darin arbeiten ist ein einziges Vergnügen.
Unser Holz aus Südafrika macht sich ganz wunderbar und wenn ich darauf arbeite, kann ich aufs Grün meines Vorgartens blicken.
Mittlerweile haben wir schon Faltrollos montiert.
Gestern wollten wir noch das Lichtschinensystem montieren.

Aber außer zwei größen Löchern in der Decke und Gefluche und Einschulung per Internet und Freundesauskunft, die uns zu halben Elektrikern machten, ist der Stand der Dinge wie davor. 😦
Wisst ihr, wie frustrierend es ist, wenn man eine gefühlte Ewigkeit über Kopf arbeitet, dann den Strom wieder anschaltet und ….. nix. Der Spot leuchtet nicht.
Ich hab die Löcher gestern wieder zugespachtelt, heute oder morgen gehen wir es dann ein 2. Mal an und dann funktioniert es hoffentlich.

Das vergangene Wochenende waren wir in der Nähe unserer Heimatstadt bei einem Musikfestival.
Wir gingen die Tage aber sehr entspannt an.
Da das Wetter schön angesagt war, entschlossen wir uns, mit dem Roller zu fahren.
50 Kilometer gehen gut … das wissen wir ja von unserem letzten Ausflug.
Wir hatten ein Quartier 14 Kilometer vom Festivalort ausgesucht, dort entspannten wir erst am Pool, dann gönnten wir uns noch ein Essen, bevor wir zum 3. Act auf dem Festivalgelände eintrafen.
Dort waren wir dann bis nach Mitternacht und genossen die Musik und Stimmung.
Den Samstag begannen wir mit einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück, dann ging es an den Pool und am frühen Nachmittag in das Ortszentrum, besichtigen und eine Kleinigkeit essen.

Danach aufs Festivalgelände, wo am Samstag sehr viel mehr los war als am Freitag.
Die Musikdarbietungen waren erneut sehr gut und nach Mitternacht brachen wir wieder auf.
Gestern ging es zurück in unsere Heimatstadt, wo wir den Nachmittag im Pool und auf der Terrasse verbrachten und dann das Lichtsystem …. nicht montierten.

Donnerstag kommen Freunde meines Herzensglücks für 3 Tage zu uns.
Sie reisen mit Wohnmobil und vom Urlaub zurück in ihre Heimatstadt machen sie Halt bei uns.
Ich freu mich schon sehr aufs Kennenlernen, denn was ich bis jetzt von ihnen mitbekommen habe, sind das zwei sehr unkomplizierte, herzliche, humorvolle Menschen.
Freitag kommt Herzensglücks Trauzeuge mit Frau auch noch zu uns auf Besuch, also werden wir eine größere Runde sein.
Samstag haben wir meinen Cousin und seine Frau eingeladen, da werden die „Vorbeireisenden“ vermutlich auch noch da sein, sodass wir zwei sehr gesellige Tage verbringen werden.

Ihr seht also, bei uns ist immer etwas los.

Sommerliche Grüße von eurer
Patentsocke

252. Text_Küchenchaos

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Liebe Blogbesucher!

Während andere Hochzeitspaare auf Hochzeitsreise fahren und die entspannte Zweisamkeit genießen, haben Herzensglück und ich die Hardcore-Variante gewählt und zwei Tage nach der Hochzeit mit der Küchensanierung begonnen.
Ausräumen und dann Tage des Staubs und Drecks und der „schmalen Küche“.

Es wurden die alten Steckdosen stillgelegt und laut Elektroplan des Küchenstudios die neuen Leitungen gelegt. Das bedeutete Stemmen quer durch den Raum und entsprechend feinen Staub, der sich trotz Folienvorhang bis in den letzten Winkel gezogen hat.
Wenn ich für gekühlte Lebensmittel in den Keller musste, die dort in einem 2. kleinen Kühlschrank lagern, so schritt ich über dreckigen Boden, vorbei am absoluten Renovierungschaos.
Wenn die Arbeiten am Ende des Tages aufhörten, wuschen Herzensglück und ich die Böden im gesamten Haus auf. Nur damit der neue Staub wieder Platz fand.
Nach 4 Tagen waren die gröbsten Arbeiten abgeschlossen und wir konnten die Wände ausmalen und den Türstock lackieren und es konnte der neue Boden verlegt werden.
Kleintochter hat sich Anfang der Woche auf ihre Schulabschlussreise verabschiedet, sodass nur Herzensglück und ich uns essenstechnisch versorgen müssen.
Ein Standradsatz meinerseits die letzten Tage war: „Ich will endlich wieder was Ordentliches zwischen die Zähne.“
Das vergangene Wochenende haben Herzensglück und ich unser küchenloses Heim verlassen und sind mit dem Roller ca 150 Kilometer von unserer Heimatstadt entfernt in einen bekannten Wallfahrtsort gefahren. Auf dem Weg dahin habe ich Kindheitserinnerungen aufgefrischt und mit Herzensglück geteilt, da ich mit meinen Eltern viele Jahre in dieser Gegend verbracht hatte.
Zurück ging es gestern und wir haben unser Zuhause noch vor dem großen Regen erreicht.
Dann hieß es nochmal lackieren und dann ausspannen.
Heute wird die neue Küche geliefert und morgen und übermorgen aufgebaut.
Ich hoffe, dass alles problemlos klappt und wir nach 12 Tagen ohne Küche dann endlich wieder kochen können.
Herzensglück hat ja schon gemeint, dass es ihm dann noch viel mehr Freude machen wird zu kochen, also freue ich mich schon auf viele lukullische Köstlichkeiten.
Liebe geht ja bekanntlich auch durch den Magen. 🙂

In den doch recht herausfordernden letzten Tagen haben Herzensglück und ich gut Hand in Hand gearbeitet, bei Schwierigkeiten einander aufgebaut und  motiviert. Wir haben uns in den Arm genommen und können nach diesen Tagen sagen, dass wir unsere drei Worte „Liebe, Lachen, Zusammenhalt“ nicht verloren haben.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

251. Text_Hochzeit

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Liebe Blogbesucher!

Eine gute Woche ist es her, dass Herzensglück und ich Hochzeit gefeiert haben.
Es war ein wunderschöner Tag (nicht nur wettertechnisch).
Um 10 Uhr kam eine Freundin, die mir die Haare hochsteckte und ein paar kleine Glitzersteinchen hineinsetzte.
Meine große Tochter schminkte mich und Herzensglück ging inzwischen den Brautstrauß abholen und im gegenüber dem Blumengeschäft liegenden Lokal, in dem  unser Hochzeitsessen stattfand, die Tischkärtchen, Gastgeschenke, Hochzeitsbuch, Sofortbildkamera etc. abgeben.
Das nützte er gleich, um sich ein kühles Blondes zu gönnen. 🙂
Als er von zu Hause wegging und die Haustüre öffnete, stieß er einen Schrei des Entzückens aus, der mich natürlich sofort zu ihm gehen ließ: Meine Schwägerin und Trauzeugin hatte heimlich, still und leise unseren Vorgarten mit roten und weißen Luftballons sowie Mascherln geschmückt. Es sah sooo hinreißend aus.
Herzensglück meinte mit feuchten Augen: „Es ist schön, wenn sich alle mitfreuen, das macht das Fest gleich noch einmal schöner.“
Mit meinen Töchtern, dem Partner der Großtochter und ihm hatte ich am Vorabend aus rotem Buntpapier eine Girlande mit dem Schriftzug „Just married“ gefertigt (jeder übernahm ein paar Buchstaben), die beiden Worte wurden durch ein „Karterl“ mit unserem Hochzeitsdatum und ineinander verschlungenen Ringen getrennt (die Gestaltung dieses Teils hat Herzensglück übernommen). Die Girlande haben wir schon am Morgen an unsere Gartentüre gehängt. Gemeinsam mit den Luftballons und den Mascherln sah das sehr, sehr nett aus.
Als es Zeit war, zogen wir unser Hochzeitsgewand an und eine Stunde vor Trauungsbeginn holte uns ein Taxi ab und brachte uns zum Standesamt.
Dort trudelten alle anderen Gäste nach und nach ein und als unsere Trauung an der Reihe war, begaben sich alle in den Trauungssaal.
Mein Vater, ich und Kleintochter blieben im Vorraum.
Als unser Lied (wir hatten eine CD mit 2 Liedern mitgebracht) ertönte, führte mich mein Vater zu meinem Platz an der Seite meines Verlobten. Kleintochter folgte uns mit dem Ringkissen und bekam einen eigenen Sitz neben dem Tisch der Standesbeamtin.
Es folgte die Zeremonie, die die Standesbeamtin, bei der wir im Februar auch das Aufgebot hatten, sehr persönlich gestaltete.
Beim Ringtausch war Kleintochter wieder gefragt, die uns das Ringkissen hielt.
Meine Schwägerin meinte nachher, sie sei irritiert gewesen, da ich meinem Mann den Ring links ansteckte und er mir meinen rechts. Aber das war/ist unsere volle Absicht. Er als Linkshänder findet es angenehmer, den Ring links zu tragen und ich habe bemerkt, dass ich ihn lieber rechts trage. 🙂
Zu unserem 2. Lied verließen wir den Trauungssaal und vor dem Saal kamen uns alle nacheinander beglückwünschen.
So gingen Herzensglück und ich als Letzte die Stiegen hinunter und wurden unten von einem Seifenblasen-Spalier erwartet, durch das wir schritten.
Im Auto meines Bruders, an das Metalldosen gehängt waren, was auf der Fahrt  einiges Aufsehen erregte, fuhren wir zum Lokal, wo uns eine wunderschön gedeckte Tafel im Freien, unter großen Kastanienbäumen, bereits erwartete.
Es folgten gute 4 Stunden gemütliches Beisammensein, bei dem sich alle sichtlich sehr wohlfühlten. Meine Schwiegermutter verstand sich auf Anhieb mit meinen Eltern, Jeder plauderte mit jedem. Es wurde gegessen, getrunken und unser Hochzeitsbuch ging herum und alle trugen sich ein. So köstlich witzige, herzliche Worte, die uns noch in Jahrzehnten ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern wird.
Wir hatten eine Sofortbildkamera dabei und jeder, der wollte, konnte Aufnahmen machen. Es entstanden so viele tolle Fotos und jeder hatte Spaß mit dem Apparat. Und es gibt schon viele „Bestellungen“ für eine Collage der Fotos.
Ein Teil der Gesellschaft folgte noch unserer Einladung auf unsere Terrasse, wo bis 1.45 gefeiert wurde. Wenn Herzensglück und ich nicht gesagt hätten, dass wir schon sehr müde sind und ins Bett wollen, wären alle weiter sitzengeblieben.

Wir plumpsten also zufrieden ins Bett, ließen den Tag noch einmal Revue passieren, freuten uns an dem einen oder anderen Moment … und den Rest der Hochzeitsnacht hüllen wir in Schweigen. 😉

In den letzten Tagen haben wir immer wieder über die Feier gesprochen und erfreuen uns an den Erinnerungen, die dabei hochkommen. Die Rückmeldung der Gäste, die sich nochmal für die Einladung bedankten und betonten, wie schön das Fest gewesen sei, freut uns auch sehr.
Meine Schwiegermutter rief 3 Tage nach dem Fest an, um zu sagen, dass dies die schönste Hochzeit gewesen sei, auf der sie jemals war.
Und wir …. wir genießen das Eheleben, freuen uns, dass das Leben uns zusammengeführt hat, dass wir dies alles erleben dürfen.

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke

 

 

 

250. Text_Der Countdown läuft

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Liebe Blogbesucher!

Der Juni hat begonnen.
Und er hat gut begonnen!

Kleintochter ist nun eine reife Tochter – sie hat gestern ihre große Abschlussprüfung mit Bravour geschafft.

Und wenn ein Monat so toll startet, dann sollte er doch so weitergehen
… also ich hätte nichts dagegen. 😉

In 4 Tagen kommt meine Großtochter mit ihren Lieben zu uns und bleibt dann 9 Tage bei uns.
Darauf freuen wir uns alle schon sehr.
Wir werden die Tage immens genießen!

Und in 11 Tagen ist unsere Hochzeit.
Auch auf dieses Fest freuen wir uns schon.

In 17 Tagen starten dann der Küchenabbau und die Stemmarbeiten.
Gut, auf diese Woche freue ich mich nicht wirklich.
Es wird Staub, Lärm, Chaos und hoffentlich keine bösen Überraschungen geben.
Aber es gehört dazu, wenn wir uns dann über eine funktionale, moderne schöne Küche freuen wollen.

Und in 24 Tagen wir die neue Küche geliefert und die beiden Tage darauf aufgebaut.

Und kaum hat man sich versehen, ist der Juni auch schon wieder zu Ende.

Also wohlan, lasst uns den Monat feiern!

Es grüßt euch eure glückliche Patentsocke

***
Hier ein Blick auf mein Hochzeits-Outfit.
Den wunderschönen Seidenschal von Jim Thompson hat mir mein Herzensglück vor
2 Jahren von seiner Reise mitgebracht.

 

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