304. Text_Bald geht es los

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Rundreise Isaan_Kambodscha-BKK

Der Plan oben zeigt die Rundreise, die Strecke von Bangkok bis Phang Kohon legen wir mit dem Mietauto zurück, von dort geht es mit dem Flieger nach Siem Reap und dann mit dem Flieger für die letzten 3 Tage nach Bangkok

Liebe Blogbesucher!
In 3 Tagen geht unsere Reise los, die uns in Thailand in den südlichen Teil des Isaan, dann nach Siem Reap in Kambodscha und in die thailändísche Hauptstadt Bangkok bringen wird.
Im Gegensatz zu den letzten Reisen, bin ich diesmal sehr „entspannt“.
Ich habe noch gar nichts an Gewand hergerichtet, die Gedanken an die bevorstehende wochenlange Abwesenheit von zu Hause und was ich da alles organisieren muss, beginnt erst schleppend in meinem Kopf anzulaufen.
Ich bemerke es, staune, frage mich, warum das so ist und lass es einfach geschehen, dass es diesmal so ist.
Am Abflugtag habe ich in den letzten Momenten, bevor ich das Haus verlasse, immer die Panik, dass ich irgendetwas Wichtiges vergessen haben könnte. Dann checke ich, ob ich den Pass habe, die Kreditkarte, das Handy und sage mir selbst, dass alles andere auch im fernen Land organisierbar ist.
Für die Versorgung unserer Vierbeiner ist  bereits gesorgt, die Post ist informiert, dass sie amtliche Mitteilungen in der Zeit unserer Abwesenheit nicht zustellen soll, damit wir keine Fristen versäumen, im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten habe ich den Auslandsservice mit den Daten der aktuellen Reise gefüttert, damit wir im Fall von Katastrophen und politischen Unruhen von der Botschaft des jeweiligen Landes, in dem wir uns befinden, mit Infos und Unterstützung versorgt werden können, am Handy ist der Währungsrechner aktualisiert, ich hab das Geocontrol für mein Konto deaktiviert, damit ich Geld an den asiatischen Automaten abheben kann.
Der internationale Führerschein wird heute oder morgen beim Automobilclub besorgt.
Also es ist – wenn ich mir das so durchlese – schon einiges geschehen, aber irgendwie kommt mir doch vor, dass ich noch nicht richtig im „Ich-reise-weg“-Modus bin.

Ich werde in den nächsten Wochen hier also vermutlich nicht aktiv sein, aber nach Rückkehr, werde ich hier berichten, was wir alles erlebt haben und auch ein paar Fotos einstellen.

***

Noch zu meinen Erfahrungen, was nach Tamoxifen so geschieht.
Ich habe nach wie vor Hitzewallungen.
Von einem Abbau der Wassereinlagerungen, merke ich auch nichts: Die Hosen schlackern noch nicht um den Bund. 😦

 

 

 

 

 

 

303. Text_Aussichten

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Liebe Blogbesucher!

Heute mal wieder Kontrolle im Spital, aber nicht wegen des Brustkrebses, sondern aufgrund einer im Herbst 2009 diagnostizierten Überfunktion der Schilddrüse, die dann mit abnehmenden Dosen eines Medikaments behandelt wurde und völlig verschwand.
Nun wird jährlich per Ultraschall nach den vorhandenen Knoten geschaut und mittels Blutabnahme werden meine TSH-Werte geprüft.
Heute war es wieder soweit, der Leiter des Nuklearinstituts persönlich machte den Ultraschall, erklärte, ich hätte eine Menge Knoten an der Schilddrüse, aber sie hätten sich nicht verändert.
Dann wurde noch Blut abgenommen, die Werte erfrage ich morgen telefonisch.

Es ist eigenartig: Bis jetzt habe ich mir bei den jährlichen Kontrollen keinen Kopf gemacht und heute war plötzlich der Gedanke da: Und was, wenn ich jetzt zwar kein Tamoxifen mehr nehmen muss, aber vielleicht wieder dieses Schilddrüsenmedikament, weil die Werte nicht passen?
Vermutlich ist in meinem Hirn die Erinnerung angesprungen, dass nach Ende der Tabletteneinnahme für die Schilddrüse die Brustkrebsdiagnose kam. So gefreut hatte ich mich damals, dass ich endlich wieder gesund bin und keine „blöden“ Tabletten mehr nehmen muss und dann kam die Krebsdiagnose.
Aber ich kenne die Auswirkungen auf den Körper, die eine Überfunktion hat, und diese Zustände habe ich jetzt beileibe nicht, also sind die Blutwerte sicher auch wieder im Normalbereich.
Dass ich kein Tamoxifen nehme, merk ich jetzt  noch nicht.
Ist aber bestimmt noch zu früh.

Großtochter schickte heute ein Video meines neugeborenen Enkelkindes, in dem es mit wachen Augen in der Gegend herumschaut, die Stirn runzelt und Töne von sich gibt. Sooo schön! Ich bin schon gespannt, was das kleine Menschlein bei seinem Besuch im Juni in unserer Heimatstadt dann schon alles kann.
Und ich freue mich sehr auf sein großes Geschwisterl!

Ich freue mich schon auf unsere Reise in den Isaan in Thailand, unseren Besuch von Siem Reap und dann noch unsere Bangkok-Tage.
Los geht es Ende des Monats und wir werden 3,5 Wochen unterwegs sein.

Erst geht es mit dem Mietauto durch den 2. Teil des Isaan, den wir voriges Jahr nicht gesehen haben. Zum Abschluss sind wir wieder bei dem ausgewanderten Holländer in seinem familiären 4-Zimmer-Resort und werden wieder die Gegend mit dem Roller erkunden, im Pool oder Schwimmteich planschen, die Gespräche genießen … dann geht es mit dem Flieger von Udon Thani via Bangkok nach Siem Reap, wo wir uns Angkor Wat ansehen. Herzensglück war dort schon, für mich ist es eine Prämiere, auf die ich mich schon freue. Die Massenansammlung beim Sonnenaufgang werden wir wohl auslassen. Mir machen solche Massenereignisse keinerlei Spaß.
Für die Tempelbesichtigungen auf dem großen Areal hat Herzensglück einen persönlichen Fahrer organisiert, der uns entgegengesetzt zu den üblichen Touristenströmen führen wird. Der Fahrer wird uns 2,5 Tage betreuen, denn wir wollen auch Tempel im Umland von Siem Reap besuchen.
In Siem Reap gönnen wir uns wieder eine private Poolvilla in einem Hotelareal, da sind wir von unserem vorjährigen Aufenthalt verwöhnt. Herzensglück meinte, aus seiner Erfahrung heraus können wir irgendwann keine Tempel mehr sehen und werden es auch genießen, mal einen halben Tag nur am eigenen Pool zu faulenzen. Wir werden uns auch wieder ein Zweirad mieten und auf eigene Faust einige interessante Orte besichtigen.

Es geht dann zurück nach Bangkok, wo wir noch 3 Tage haben, Bekannte aus dem Reiseforum treffen, in dem Herzensglück aktiv ist und die zum 1. Mal in dieser Stadt sind. Außerdem leben dort ja auch zwei Freunde, mit denen wir auch zusammentreffen werden.
Ich freue mich schon auf diese Reise, die bestimmt wieder sehr viele neue Eindrücke bereithalten wird.

Es grüßt euch eine vorfreudig-herzensglückliche Patentsocke

302. Text_Therapieende!!!!

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Bildschirmfoto 2020-01-10 um 11.19.37Liebe Blogbesucher!

Morgen ist es soweit.
Ich schlucke nach 8 Jahren morgen die allerletzte und damit 2.927ste Tamoxifen-Tablette.

Einerseits freue ich mich, dass ich damit meine Therapie gegen den Brustkrebs nun hinter mich gebracht habe.
Andererseits ist ein ein wenig mulmiges Gefühl dabei, weil ich ja nun nichts mehr „gegen“ den Krebs unternehme.
Meine Arbeitskollegin meinte auf meine Bemerkung hin: Nun, du kannst ja daran denken, dass dein Körper mittlerweile gelernt hat, sich selbst zu heilen.
Und so möchte ich es sehen.
Ich hatte gute Voraussetzungen: kleiner Knoten, kein Lymphdrüsenbefall.
Hormorezeptor positiv, aber da ich mich nun auch schon im altersbedingten Wechsel befinde, wird da nicht mehr so viel Östrogen in meinem Körper herumschwirren wie vor 8 Jahren.

Nun bin ich neugierig, wie mein Körper auf das „Absetzen“ reagiert.
Werde ich mit meinem Gewicht weniger zu hadern haben (abgesehen davon, dass ich ja jetzt mehr Fitness betreibe), werden die manchmal spürbaren depressiven Verstimmungen, die mich von jetzt auf gleich überfallen, wegbleiben? Wie wird es mit den Hitzewallungen aussehen und damit auch mit dem Durchschlafvermögen?
Werden die ab und zu vorhandenen Knochenschmerzen in den Fingergelenken verschwinden?
Wird sich überhaupt etwas verändern?
Oder geht das vielleicht auch so schleichend, dass es mir gar nicht auffallen wird?

Was wird in 8 Jahren sein?

 

 

301. Post_Neues Jahr, neues Leben

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Liebe Blogbesucher!

Jetzt war ich eine Zeit „absent“, aber es gab sehr wichtige Dinge zu erledigen.

Die Weihnachtstage verbrachten Herzensglück und ich ganz ruhig und entspannt.
Am 23. 12. trafen wir uns mit Freunden sowie Kleintochter samt Partner auf einem Weihnachtsmarkt zum Punschtrinken und nachher ging es noch in eine Bierstube.
Dort hat Herzensglück ein bissel viele Biere getestet, was er dann am Morgen des 24. 12. mit Brummschädel und leichter Übelkeit bereute.
Bis Mittag hatte er sich aber erholt und so fuhren wir am frühen Nachmittag in die Innere Stadt, schlenderten ein wenig umher, bevor wir um 15 Uhr zu unserem Afternoon Tea in einem Hotel eintrudelten.
Wir genossen wieder die weihnachtliche Dekoration, die guten Fingerfoods, die jeweils 2 Kannen Tee und die nette Atmosphäre.
Wieder ging es durch die Stadt, um mit den öffentlichen Verkehrmitteln nach Hause zu fahren, wo wir einen sehr gemütlichen Abend verbrachten.
So waren auch der 25. und 26. gestaltet: Wir waren im Fitnessstudio, haben gelesen, ausgeruht, ferngesehen.
Am 25. 12. war ja der errechnete Geburtstermin bei Großtochter, aber es blieb alles ruhig.
Am 26. 12. haben uns meine Eltern zu einem gemütlichen Frühstück geladen, das wir mit nettem Plaudern verbracht haben.
Für den 27. 12. hatte ich mich mit meinem Klienten verabredet und bin mit ihm ein wenig über einen Silvestermarkt spaziert, bevor wir uns in einem Kaffeehaus wämten.
Samstag und Sonntag stand wieder das Fitnessstudio auf dem Programm. Sonntagnachmittag packten wir unsere Koffer, da es am nächsten Tag ja zu Großtochter und ihren Lieben ins Nachbarland ging.
Das Baby war noch immer im warmen Bauch und es zeigten sich keine Anzeichen, dass es bald losgehen würde.
Montagnachmittag trafen wir ein und haben den Abend dann mit viel Plaudern und dem Austausch der neuesten Neuigkeiten verbracht.
Ich hab wieder festgestellt, dass mein Enkelkind ein sehr liebes, fröhliches Kind ist, das ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe. Obwohl wir uns nur 2 Mal im Jahr und da immer nur für wenige Tage sehen, zeigt es keine Scheu, ist witzig, krativ und erheitert mich mit seinem schauspielerischen Talent und seiner Fantasie.
Wir waren ja ins Nachbarland gereist, um im Fall der Geburt das Enkelkind zu betreuen und meiner Großtochter und ihrem Partner, der in der Gastronomie arbeitet und unregelmäßige Arbeitszeiten hat, unter die Arme zu greifen. So brachte ich z. B. meine Großtochter mit Enkelkind am 1. 1. zur Kontrolle ins Spital, fuhr mit Enkelkind dann weiter zum Brunch ins Lokal, in dem der Partner von Großtochter arbeitet.
Herzensglück kam zu Fuß ins Lokal und holte Großtochter nach erfolgter Kontrolle ab.
Wir genossen ein wirklich gutes Buffet sowie das Zusammensein mit Großtochter und Enkelkind.
An den anderen Tagen übernahmen wir frühmorgens das Enkelkind, damit Großtochter von ihrem Partner zur Kontrolle ins Spital gefahren werden konnte.
Untersuchungen waren ab sofort täglich.
An einem Tag besuchten wir mit Enkelkind einen Tierpark und anschließend ging es zum Spielplatz.
So verging Tag um Tag mit Unternehmungen …. und bei Großtochter tat sich absolut nichts.
Da klar war, dass wir Sonntag, allerspätestens Montag, wieder in die Heimat zurückkehren müssen, wurde sie zusehends nervös, weil ab unserer Abreise die Betreuung vom Enkelchen nicht mehr gesichert war. Außer ihr Partner würde darauf verzichten, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, was natürlich auch nicht die Wunschoption von allen war.
Freitag war der Muttermund dann bei der Kontrolle schon 2 cm offen und der Arzt äußerte die Einschätzung, dass es noch am Freitag losgeht. Falls wider Erwarten nichts passiert, dann würde am Samstag eingeleitet werden.
Großtochters Partner musste wieder zur Arbeit, Herzensglück stromerte auf Fotopirsch durch die Stadt und ich blieb bei Großtochter und Enkelkind und wir verbrachten einen sehr schönen Tag mit viel Reden und Spielen.
Was soll ich sagen. Nix passierte.
Samstag waren wir frühmorgens wieder bei Großtochter und Partner, um das Enkelkind zu betreuen. Wir machten einen sehr schönen Ausflug zu einem Schloss, wo es gerade eine Ausstellung über Aschenbrödel gab.
Vom Partner wurden wir immer auf dem neuesten Stand gehalten, welche Schritte gesetzt wurden. Und dann kam nichts mehr.
Ich sagte: „Jetzt treten sie vermutlich in die heiße Phase ein.“
Auf dem Weg zurück kam dann ein Bild mit erschöpft, aber stolz blickender Großtochter mit Baby im Arm aus dem Kreißsaal.
Als sie nach etwa 3 Stunden aus dem Kreißsaal ins Zimmer kamen, fuhren wir los, damit Enkelkind sein kleines Geschwisterchen kennenlernen kann.
Ich durfte mein 5. Enkelkind dann auch noch halten und es ist schon ein einzigartiges Erleben, so ein kleines Wesen im Arm zu halten.
Da der frisch gebackene Vater damit seinen Arbeitstag „versäumt“ hatte und seine Kollegen beim Vorbereiten für den sonntäglichen Brunch aber nicht im Stich lassen wollte, schlief Groß-Enkelkind bei uns im Hotel, das sehr zuvorkommend schon seit unserer Anreise ein Zusatzbett gerichtet hatte, es wurde aber nur die Nacht verrechnet, an dem Enkelkind wirklich bei uns schlief.
Am nächsten Morgen fuhren wir ins Spital, wo Herzensglück auf Bitte meiner Großtochter einige Fotos vom neuen Erdenbürger sowie ihr mit Baby und dem großen Geschwisterl sowie der ganzen Kleinfamilie machte.
Dies wird in ein Fotobuch gegeben. Beim anderen Kind hatten sie um teures Geld eine Spitals-Fotografin und das Geld konnten sie nun sparen.
Und nach einer guten Stunde hieß es für uns dann Abschied nehmen, da es in
660 Kilometern Autofahrt zurück nach Hause ging.
Jetzt freue ich mich schon auf den Besuch der kleinen Familie im Juni bei uns.

2 Stunden nach Ankunft begann Herzensglück mit einem trockenen Husten und seit gestern hat sich Fieber dazugesellt.
Während er also im Krankenstand ist, arbeite ich seit heute wieder.

 

 

Erdenbürgerhand

300. Post_Übergriff

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Liebe Blogbesucher!

Diesen Sonntag vor Augen geführt bekommen, dass von einem Moment auf den anderen alles anders sein kann.
Herzensglück und ich waren mit Kleintochter fürs Fitnessstudio verabredet und es war vereinbart, dass ich ihr noch die Uhrzeit durchgebe, wann wir einander dort treffen.
So schicke ich also Sonntagmorgen eine Nachricht und sehe, dass Kleintochter um 5.16 das letzte Mal online war.

Ach ja, sie hatte ja Mädelsabend mit Adventfeier, na da ist es ganz schön spät/früh geworden. Aber wenn junge Frauen mal ins Plaudern kommen, kann es schon mal länger dauern.

Am Vormittag dann ihre Nachricht: Ich schaffs heute doch nicht, ist gestern was Schlimmes passiert und bin ko.
Auf meine Nachfarge, was passiert sei, schreibt sie: Ruf dich später an, aber nix in meiner Beziehung.

20 Minuten später ruft sie an und ich erfahre Folgendes:

Sie stieg als Einzige aus dem Nachtbus aus, hört dann hinter sich Schritte, wechselt die Straßenseite, um abzutesten, ob sie verfolgt wird. Die Schritte bleiben, sie biegt kurz in eine Nebengasse ein und gleich wieder heraus, die Schritte hinter ihr ebenfalls.
Sie meint, spätestens da war ihr klar, dass der Typ sie verfolgt.
Die Schritte immer näher, dann ganz nah, plötzlich spürt sie was Nasses auf den Haaren, dreht sich um, da greift ihr der Typ zwischen die Beine.
Sie beginnt lauthals zu schreien, was den Typen veranlasst wegzurennen.
Sie schreit weiter, weil sie verhindern will, dass der nochmals zurückkommt.
Kein Licht geht an, nirgendwo lässt sich ein Mensch blicken.
Sie geht dann schnell nach Hause (zu ihrem Freund).
Dort greift sie sich auf die Haare, nimmt die Hand vors Gesicht, um daran zu riechen, berührt dabei auch ihre Haut …. und da beginnt das ganze Gesicht zu brennen, die Augen tränen und die Nase rinnt wie blöd.
Es war Pfefferspray.
Sie meint, sie hätte sich so hilflos gefühlt, wie ein Stück menschliches Fleisch, auf das einer Jagd macht.
Und dieses Bewusstsein, dass sie dem Typen ausgeliefert war, die Vorstellung, was passiert wäre, hätte er ihr den Spray direkt ins Gesicht gesprüht oder eine Waffe gehabt, dass man da gar nichts ausrichten kann, selbst wenn man sportlich und trainiert ist.

Sie erzählt, dass sie in der Schule mal eine Instruktorin zur Selbstverteidigung hatten und sie die Übung gemacht hätten, dass sie im Turnsaal laufen mussten und laut schreien. Sie sagt, ein paar Mädels hätten das damals nicht und nicht geschafft.
Und ihr hätte es sogar Spaß gemacht, ganz laut schreien zu können.
Die Instruktorin meinte noch, sie sei wie die Dinger, die man sich für Notsituationen zulegen kann, die einen Lärm machen, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Bin ich froh, dass sie lauthals schreien konnte.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das geschafft hätte.

Ich habe ihr geraten, die Polizei zu verständigen und dass sie sich psychologische Unterstützung holen soll, wenn sie merkt, dass sie das Erlebte belastet.
Und als Mutter fühle ich mich auch so hilflos, weil ich mein Kind nicht beschützen kann vor solchen Situationen.
Ich hab ihr gesagt, sie soll künftig nur mehr mit dem Taxi fahren, wenn sie spät/früh unterwegs ist, ich zahl ihr das.

Und der Typ dürfte mir nicht begegnen!

 

 

 

299. Text_Freude machen macht Freude

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Liebe Blogbesucher!

Letzten Sonntag feierten wir den 8. Geburtstag meines Enkelkindes.
Am Tag davor, also Samstag, traf ich erst meinen Klienten. Er ließ mich ein paar Mal während unseres Treffens verstehen, wie viel es ihm bedeutet, mich zu sehen. Das Wissen, dass er mit mir verabredet ist, führt dazu, dass er seiner Stimme, wenn sie ihm sagt, er möge doch zu Hause bleiben, etwas entgegensetzen kann. Nämlich, dass er sich darauf freut, mich zu sehen.

Nach dem Treffen fuhr ich zum Hauptplatz der inneren Stadt, um in einem Geschäft einen kleinen geschnitzten Schutzengelkopf zu erstehen.
Ich schenke meinen Enkelkindern nämlich zur Geburt einen kleinen Schutzengel, der sie durch das Leben begleiten soll.
Da Enkelkind Nummer 5 ja in in ein paar Tagen auf die Welt kommt, habe ich den Engelskopf gekauft.
Er liegt jetzt bei den Stramplern, die ich auch besorgt habe, nachdem Großtochter gemeint hat, genau solche fehlen ihr noch.

Auf dem Weg zurück zum öffentlichen Verkehrsmittel kam ich an ein paar Pferdekutschen vorbei, die dort auf Kundschaft warten.
Es stand eine Kiste da, in der gebrauchte Hufeisen zum Verkauf angeboten wurden.
Mein Geburtstags-Enkelkind reitet ja und so war mein Impuls: Jö, damit mach ich ihm bestimmt Freude, von den Kutschenpferden ein Hufeisen mitzubringen, das im neuen Lebensjahr das Glück einfangen soll.
Ich erwerbe also eines und auf dem Weg nach Hause bekomme ich Bedenken: Na ja, wenn Enkelkind in einem Reitstall ist, bekommt es wohl dort eh Hufeisen, da ist das nix Besonderes …
Nun ja, jetzt hatte ich es schon besorgt, also kam es auf das Geschenkpaket dazu, was wirklich sehr nett aussah.
Sonntag fuhren Herzensglück und ich zu meinem ältesten Sohn und Familie zur Feier.
Enkelkind nahm das Geschenk in Empfang und strahlte gleich: ein Hufeisen.
Es wollte wissen, woher ich das habe und wir haben es dann ganz genau angeschaut und ich hab dem Enkelkind erklärt, dass es das aufhängen kann und man sagt, dass dann das Glück hineinfällt.
Einige Zeit später wird der Tisch abgeräumt, um Platz für die Jause zu schaffen, als Enkelkind kommt und fragt: Wo ist mein Hufeisen?
Die Mutter meiner Schwiegertochter erklärt ihm, dass es das auf die Kommode gelegt hat und Enkelkind läuft sofort, um nachzusehen. Sieht das Hufeisen nicht sofort und sagt verzweifelt: Wo ist mein Hufeisen? Ich möchte mein Hufeisen!
Und es gibt keine Ruhe, bis das Hufeisen gefunden ist.

Gestern schickt mir mein Sohn eine Bildnachricht.
Darauf zu sehen: ein Bild vom Hufeisen, gezeichnet vom Enkelkind.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass dieses kleine Geschenk so viel Freude auslöst.

Und meine Schwiegermutter rief mich heute auch an.
Wir haben ihr aufgrund ihrer Erzählung, dass sie gerne Stollen und Kletzenbrot isst, diese besorgt und ins Bundesland geschickt, in dem meine Schwiegereltern wohnen.
Und so gefreut hat sie sich und sie wird sich das für die Feiertage aufheben, denn es sei so schön verpackt. Und wie sie sich revanchieren kann.
Ich meinte: Indem du mir versprichst, dass du dir eine gute Tasse Kaffee machst und den Stollen und das Kletzenbrot von Herzen genießt. Denn deine Freude ist das schönste Geschenk, das wir bekommen können.

Und da meine Enkelkinder so gerne eigene Post bekommen, habe ich an die beiden eine Nikolo-Karte abgeschickt mit persönlichen Worten an sie vom Nikolo und mit einem klitzekleinen süßen Gruß darin.
Ich nehme an, dass auch da viel Freude herrschen wird.

Ja: Freude machen macht Freude!

 

Hufeisen-Bild

298. Text_Dies und das

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Liebe Blogbesucher!

Die Tage schreiten voran, manche von ihnen bringen schöne und manche herausfordernde Momente.
Anfang letzter Woche hat mich meine Schmeißfliege, durch eine Situation angetriggert, wieder einmal ordentlich in den Fängen gehabt.
Wie wild sauste sie durch mein Hirn, fütterte mich vielen negativen Gedanken, Anschuldigungen … es fühlte sich ganz und gar nicht gut an.
Jetzt hab ich mir endlich ein Buch, das schon lange auf meiner Wunschliste stand, endlich gekauft: „Du bist nicht, was du denkst“.
Ich habe schon zu lesen begonnen und kann mit den dort entwickelten Bildern sehr gut an mir arbeiten.
Wäre doch gelacht, wenn ich dieser Schmeißfliege nicht beikommen könnte.

Unser Trainingsprogramm läuft gut, wir sind 3 Mal die Woche im Fitnessstudio.
Meine Waage hat diesen Umstand und den, dass wir bewusster und gesünder essen, 3 Wochen lang die kalte Schulter gezeigt und mir das immer gleiche (Un)Gewicht gezeigt.
Heute plötzlich hatte sie ein Einsehen und mir ein um 1,6 Kilo leichteres Gewicht präsentiert.
Na geht doch.
Ich hab auch den Eindruck, dass sich an der Silhouette meines Körpers was verändert – das kann natürlich auch nur Einbildung sein, aber es motiviert (auch wenn’s vielleicht nur ein Placebo-Gedanke sein sollte).
Und na klar geht da noch einiges zu optimieren, aber da muss ich ein wenig geduldig sein.
Ich würde es schon als Erfolg verbuchen, wenn ich auf unsere Reise in den Isaan und nach Siem Reap im Februar zwei Sommerkurzhosen mitnehmen könnte, die mir zuletzt vor 2 Jahren passten.
Mal sehen.

Großtochter war im Spital für die Geburt anmelden. Alles im grünen Bereich, das Kind hat angeblich 2600 Gramm und am Ultraschall sah man auch schon Haare.
Wahnsinn, wie sich die Technik entwickelt hat.
Großtochter hat den Eindruck, dass das Kind vor dem errechneten Geburtstermin kommen wird, da es schon so auf den Muttermund drückt.
Also wir stehen Gewehr bei Fuß, wenn der Anruf kommt, dass wir mein 4-jähriges Enkelkind betreuen sollen, während sie mit Kind Nummer 2 im Spital liegt.

Kleintochter war gestern mit uns trainieren und hat uns ordentlich rangenommen und neue Übungen mit der Kurzhantel gezeigt.
Das spüre ich heute in den Oberarmen und im Brustbereich bei der Achsel.
Kleintochter meint, das wäre ein gutes Zeichen.
Nachher war sie noch bei den vis-a-vis lebenden Großeltern und hat bei ihrer Rückkehr erzählt, dass sie sich von ihnen was zu Weihnachten gewünscht hat.
Sie möchte gerne mit den beiden eine Kulturveranstaltung (Theater, Oper) besuchen und die Großeltern sollen aussuchen, welche Veranstaltung das sein soll.
Ich meinte: Und was, wenn Opa sich eine 4-stündige Wagner-Oper aussucht?
Sie: Auch egal, ich möchte das mit ihnen erleben.
Die Großeltern, sagt sie, waren ganz erstaunt, denn sie dachten, Kleintochter würde sich Geld wünschen.
Mir wird ganz warm ums Herz, wenn ich an diesen Wunsch meiner Tochter denke.
Es zeigt, wie wichtig ihr Familie ist.
Heute hatte Kleintochter auch eine wichtige schwere Prüfung, die sie schon einmal nicht geschafft hat.
Und heute hat sie 100 % der Punkte und damit ein Sehr gut erreicht.
Große Freude auf ihrer und meiner Seite. 🙂

Herzensglück und mir geht es auch noch immer sehr, sehr, sehr gut miteinander.
Erst gestern meinte er: Ich bin so glücklich, dich zur Frau zu haben.
Wir genießen unsere Aktiv-Momente beim Italienisch-Lernen, Trainieren, Yogalates, Essengehen mit Freunden, bei Konzerten, beim Weihnachtsgebäck backen, beim miteinander den Garten winterfit Machen …

Es grüßt euch eine herzensglückliche
Patentsocke